Autor Thema: Für die unbefristete Übernahme der Jugendvertreterin Marie Bauer bei BP  (Gelesen 10054 mal)

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Für die unbefristete Übernahme der Jugendvertreterin Marie Bauer bei BP – jetzt erst recht!

Es geht weiter mit dem Berufungsverfahren am Landesarbeitsgericht Hamm

Als Skandal wurde beim Treffen des „Solikreises Mutige Marie und Lisa“ das schriftliche Urteil im Prozeß um die unbefristete Übernahme der Jugendvertreterin Marie Bauer bei BP beurteilt, das jetzt seit Januar 2012, 3 Monate nach dem Prozess am 4. Oktober 2011 vorliegt. Im Prozeß vor dem Arbeitsgericht Gelsenkirchen war die Konzernleitung von BP erst einmal durchgekommen, mit ihrer Begründung, Marie Bauer aus betriebsbedingten Gründen nicht weiter beschäftigen zu können.

Marie Bauer war Anfang des Jahres 2011, nachdem sie abgelehnt hatte, den erpresserischen Vertrag auf 2 Jahre Übernahme unter Verzicht ihres Rechts auf unbefristete Übernahme als Jugendvertreterin nach § 78a zu unterschreiben, erst mal aus dem Betrieb rausgeschmissen worden und musste auf gerichtlichem Beschluss bis zur entgültigen rechtlichen Entscheidung bei BP weiterbeschäftigt werden. Das war die erste Schlappe für BP, die die kämpferische Jugendvertreterin, die sich immer für die unbefristete Übernahme aller Azubis eingesetzt hat, gerne sofort losgeworden wäre. Das Arbeitsgericht folgt nun der Argumentation von BP (im Sinne ihrer „unternehmerischen Freiheit“), dass sie aufgrund von Auslagerung von Firmenteilen der Jugendvertreterin keinen unbefristeten Arbeitsplatz anbieten könnten und ihr nur aufgrund des Gerichtsverfahrens eine künstliche Stelle geschaffen hätten.

Ebenso seien verschiedene Azubis „aus Gutheit“, wie BP bei Gericht vertrat, für einige Monate übernommen worden, wobei Stellen vorrübergehend doppelt besetzt worden seien. Dagegen konnten Marie Bauer und ihr Anwalt überzeugend darstellen, dass sie und die anderen Azubis in voller Verantwortung im Bereich Bahn- und Hafen eingesetzt sind in anspruchsvollen Aufgaben und sehr geringer Einarbeitungszeit. Marie Bauer arbeitet in Contischicht als Lokführerin weiter im Betrieb und zwar bis zur entgültigen gerichtlichen Entscheidung ...

Quelle: Solikreis mutige Marie & Lisa
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Re:Für die unbefristete Übernahme der Jugendvertreterin Marie Bauer bei BP
« Antwort #1 am: 19:04:20 Mi. 19.September 2012 »
BP will unbequeme Jugendvertreterin loswerden

Es geht in die 2. Runde


Eindeutig geht es BP darum, mit Marie Bauer eine mißliebige, unbequeme Jugendvertreterin loszuwerden. In einem Schreiben der BP-Anwälte heißt es, sie sei eine „Unruhestifterin“ und es sei ein “unwiederbringliches Übel“, wenn ihr der weitere Zugang zum Betrieb gewährt würde.
BP warf sie nach ihrem Antrag auf Übernahme sofort aus dem Betrieb, musste sie dann aber nach einem ersten Erfolg der Solidarität vorläufig weiterbeschäftigen – so arbeitet Marie inzwischen als Lokführerin in der Verladung.

Tatsächlich hat sich Marie immer für die Übernahme aller Jugendlicher eingesetzt und das auf Belegschaftsversammlungen zum Thema gemacht. Sie hat sich gegen das „Outsourcing“ und die Vernicht von Arbeitsplätzen ausgesprochen. Sie hat sich unter Kollegen eingesetzt, sich zusammenzuschließen und für seine Rechte einzustehen. So wurde sie als Vertrauensfrau gewählt. Eine Rolle spielt auch sicher, dass sie dem Jugendverband REBELL zugerechnet wird.

Hat die Jugend nicht allen Grund, gegen ihr „Schicksal“ und dieses System zu rebellieren?

  • In Gelsenkirchen gibt es nur für jeden Zweiten eine Lehrstelle. Und danach haben sie kaum Chancen in ein reguläres Arbeitsverhältnis zu kommen. Oft bleibt ihnen nur die Arbeit für einen Hungerlohn und einer ungewissen Zukunft in der Leiharbeit. Viele von ihnen landen gleich in der Arbeitslogikeit. Und wenn es nach den Plänen der Bundesregierung geht, haben sie nach einem Arbeitsleben nicht mal eine Rente, von der man leben kann.
  • Weltweit hungert eine Milliarde Menschen trotz all dem Reichtum.
  • Und soll die Jugend dabei zusehen, wie die Natur zunehmend vergiftet wird und die Lebensgrundlage für die Menschen zerstört – nur damit der Profit für einige Aktionäre „stimmt“?

Wer von uns macht sich nicht Sorgen um die Zukunft der Jugend und stellt sich die Frage wie soll das hier eigentlich weiter gehen?
Wir können doch nur froh sein über eine Jugend, die sich damit nicht abfinden will.
Duckmäuser gefragt?

Umso schlimmer, wenn ihr auch noch der Betriebsrat in den Rücken fällt und über seinen Anwalt vor Gericht fordert, ihre Klage abzuweisen. Dass sie auf ihrem Recht auf Übernahme besteht, werde als „unsolidarisch empfunden“. Sollen unsere Jugendlichen zu Duckmäusern werden, die bloß nicht anecken wollen, wegen ihrer „Karriere“?

Die IGBCE führt doch eine Kampagne zur Übernahme der Jugend durch und unterstützt auch anderswo Jugendvertreter im Kampf für ihre Übernahme.

Die Jugend und insbesondere ihr Kampf für Zukunft und ihre Rechte braucht unsere Solidarität und Unterstützung.

Wie erfolgreich es ist wenn die Jugend und die älteren und erfahrenen gemeinsam kämpfen, zeigte sich in der IGM-Tarifrunde im
Bereich Stahl. Sie setzten die unbefristete Übernahme durch.

Obwohl die Stahlkapitalisten vorher angekündigt hatten “Übernahme nur über unsere Leichen”.

Wir wollen nicht zulassen, dass für die Gewinnmargen der Unternehmer die Jugend auf die Straße fliegt, Wirtschaftskrise hin oder her! Wir sind nicht bereit, dafür erkämpte Rechte für ein Almosen zu verhöckern. Und wir schauen nicht zu, wie Jugendliche, die um ihre Rechte kämpfen, rausgesäubert werden sollen!

Wir fordern: BP muss Marie Bauer unbefristet übernehmen!

Kommt und unterstützt Marie Bauer bei ihrem Prozess gegen BP

20.9., 11.00 Uhr, Saal 2 im Landesarbeitsgericht Hamm, Marker Allee 94, Hamm

Treffen zur gemeinsamen Abfahrt in Gelsenkirchen um 9 Uhr an der „Horster Mitte“, Schmalhorststr. 1, GE-Horst, gegenüber dem Schloss Horst

Quelle: Solikreis mutige Marie & Lisa
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Re:Für die unbefristete Übernahme der Jugendvertreterin Marie Bauer bei BP
« Antwort #2 am: 22:33:10 Fr. 21.September 2012 »
Jugendvertrerin Marie Bauer vor dem Landesarbeitsgericht - Anwälte von BP kamen ins Schwimmen

21.09.12 - In einer Presseerklärung zur gestrigen Verhandlung am LAG Hamm (Aktenzeichen 10 TaBV 5/12) um die unbefristete Übernahme der Jugendvertreterin Marie Bauer bei BP Gelsenkirchen informiert der Solidaritätskreis "Mutige Marie" zum Ausgang der Verhandlung: Die Anwälte von BP gerieten ganz schön ins schwimmen: Die Jugendvertreterin Marie Bauer und ihr Anwalt konnten vor dem LAG überzeugend nachweisen, dass es BP darum geht, eine unbequeme Jugendvertreterin loszuwerden ...

Quelle: Puxantans Neuer Blog
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