Autor Thema: Todesstrafe für Homosexualität in Uganda stoppen  (Gelesen 725 mal)

Efeu

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Todesstrafe für Homosexualität in Uganda stoppen
« am: 17:01:31 Fr. 23.November 2012 »
Zitat
Todesstrafe für Homosexualität in Uganda stoppen!


Liebe Freundinnen und Freunde,

Das ugandische Parlament ist dabei ein brutales Gesetz zu verabschieden, das Homosexualität mit dem Tod bestrafen könnte. Wenn Sie dies tun, könnte Tausenden von Ugandern die Hinrichtung drohen -- einfach nur, weil sie homosexuell sind.

Wir haben schon einmal dabei geholfen, dieses Gesetz zu verhindern, und wir können es wieder tun. Nach einem massiven globalen Aufschrei im vergangenen Jahr hat der ugandische Präsident Museveni den Gesetzesfortschritt blockiert. Doch aufgrund der zunehmenden politischen Unruhen in Uganda hoffen religiöse Extremisten im Parlament, dass das Durcheinander und die Gewalt auf den Straßen die internationale Gemeinschaft von einem zweiten Versuch, dieses hasserfüllte Gesetz zu verabschieden, ablenken werden. Wir können ihnen zeigen, dass die Welt immer noch zuschaut.

Wir haben keine Zeit zu verlieren. Lassen Sie uns in den nächsten 24 Stunden 1 Million Stimmen gegen das ugandische Gesetz zur Todesstrafe für Homosexuelle sammeln -- wir werden sie an die Führung Ugandas und wichtige Länder mit Einfluss übergeben. Klicken Sie hier, um mitzumachen und leiten Sie diese E-Mail an alle weiter, die Sie kennen:

http://www.avaaz.org/de/uganda_stop_gay_death_law/?beDQCcb&v=19480

In Uganda homosexuell zu sein ist jetzt schon gefährlich und furchterregend. Homosexuelle in Uganda werden regelmäßig belästigt und zusammengeschlagen, und vor wenigen Monaten ist der Homosexuellenaktivist David Kato (oben abgebildet), in seinem eigenen Haus brutal ermordet worden. Nun sind sie noch stärker von diesem drakonischen Gesetz bedroht, welches Menschen in gleichgeschlechtlichen Beziehungen mit lebenslanger Haft bestrafen könnte und ausserdem die Todesstrafe für "Serientäter" vorschreibt. Selbst Nichtregierungsorganisationen, die sich gegen die Verbreitung von HIV einsetzen, können unter diesem hasserfüllten Gesetz wegen "Förderung von Homosexualität" inhaftiert werden.

Im Moment herrschen in Uganda politische Unruhen -- das Parlament ist aufgrund fehlender Millionen von Hilfsgeldern in einen Skandal verwickelt. Diese Unruhen bieten religiösen Extremisten im Parlament eine ideale Gelegenheit, den zurückgestellte Anti-Homosexuellen-Gesetzesentwurf wieder hervorzuholen, und es als "Weihnachtsgeschenk" für Ugander zu verkaufen.

Präsident Museveni ist zuvor bereits von diesem Gesetzesentwurf abgerückt, nachdem internationale Druckausübung die Unterstützung für Uganda bedrohte. Lassen Sie uns eine millionenstarke Petition ins Leben rufen, um das Gesetz zur Todesstrafe für Homosexuelle noch einmal aufzuhalten und Menschenleben zu retten. Wir haben nur wenige Stunden -- unterzeichnen Sie jetzt und erzählen Sie Freunden und Familie davon:

http://www.avaaz.org/de/uganda_stop_gay_death_law/?beDQCcb&v=19480

Letztes Mal wurde unsere weltweite Petition gegen die Todesstrafe für Homosexuelle dem Parlament überreicht und hat in den Nachrichten genug Druck ausgeübt, um das Gesetz monatelang zu blockieren. Als eine Boulevardzeitung 100 Namen, Photos und Adressen von verdächtigten Homosexuellen veröffentlichte, unterstützte Avaaz daraufhin einen Gerichtsprozess gegen die Zeitung und gewann! Gemeinsam sind wir immer wieder für die Homosexuellen in Uganda eingetreten -- nun brauchen sie uns mehr denn je.

Hoffnungsvoll und entschlossen,

Emma, Iain, Alice, Morgan, Brianna und der Rest des Avaaz Teams


SOURCES:

Afrikas Homosexuelle im Visier
http://www.nachhaltigkeit.org/201105056606/mensch-gesellschaft/hintergrund/afrikas-homosexuelle-im-visier

Homosexueller Aktivist in Uganda ermordet
http://www.sueddeutsche.de/politik/politik-kompakt-homosexueller-aktivist-in-uganda-ermordet-1.1051883

Zeitung in Uganda outet Schwule
http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,726573,00.html

Troll

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Re: Todesstrafe für Homosexualität in Uganda stoppen
« Antwort #1 am: 20:28:45 Mo. 17.Juni 2019 »
Zitat
Afrika – Homosexualität vielerorts ein Verbrechen

Vor 25 Jahren wurde in Deutschland Homosexualität legalisiert. Nach 123 Jahren Geltungsdauer wurde der als "Schwulenparagraf" bekannte §175 aus dem Strafgesetzbuch gestrichen. Auf den Tag genau 25 Jahre später hat das Hohe Gericht von Botswana Gesetze gegen homosexuelle Handlungen für verfassungswidrig erklärt. Sie stammten noch aus britischer Kolonialzeit. Ein aus Sicherheitsgründen öffentlich nur mit den Initialen L.M. genannter Mann hatte die Klage eingereicht, über die das Gericht nun einstimmig befand. Ein Hoffnungsschimmer für den Rest Afrikas?

Relikt aus viktorianischer Zeit
Zahlreiche Aktivisten waren im Gerichtssaal anwesend, als Richter Michael Elburu die entsprechenden Paragraphen im Strafgesetzbuch von 1965 am Dienstag außer Kraft setzte und ihre Änderung anordnete. Bei dem Gesetzestext, der Homosexualität unter Strafe stellt, handele es sich um "Relikte aus der viktorianischen Zeit", erklärte Elburu.

7 Jahre Haft
Minderheiten dürften "nicht ausgeschlossen oder ausgestoßen" werden, urteilte Elburu. Die Zeit sei gekommen, um "gleichgeschlechtliche sexuelle Beziehungen zu entkriminalisieren". Bisher sah das Gesetz in Botswana Haftstrafen von bis zu sieben Jahren für Homosexuelle vor.
Im Mai hatte das Oberste Gericht in Kenia die Gesetzgebung gegen gleichgeschlechtliche Beziehungen bestätigt und damit die Hoffnungen afrikanischer Aktivisten für Homosexuellen-Rechte gedämpft. In 28 der 49 afrikanischen Länder südlich der Sahara ist Homosexualität strafbar - Botswana einbezogen.

Todesstrafe in Mauretanien, Nord-Nigeria und im Sudan
In Mauretanien, im Sudan und im Norden von Nigeria steht auf Homosexualität die Todesstrafe. Dabei wird sich auf islamisches Scharia-Recht berufen. Gerichte in Angola, Mosambik und auf den Seychellen hatten in den vergangenen Jahren die Strafbarkeit von Homosexualität abgeschafft.
Bürgerrechtlern zufolge geht die Kriminalisierung von Homosexualität in vielen afrikanischen Ländern auf den Kolonialismus zurück. Auch dort, wo entsprechende Gesetze nicht angewandt würden, gefährdeten sie Homosexuelle, weil ihre Existenz zu einer andauernden Diskriminierung und häufig auch zu Übergriffen führe.

Quelle: Arte

Unter dem Artikel auf Arte ist eine interaktive Karte die den Status der einzelnen Länder Afrikas zeigt.
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