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MAN

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--- Zitat ---OBERHAUSEN - Auseinandersetzung in der MAN-Belegschaft über Kampf um jeden Arbeitsplatz

Am 21. Juli wurde der Betriebsrat von MAN in Oberhausen - heute MAN Energy Solutions - darüber informiert, dass auf Druck von VW bei MAN Energy Solutions in Deutschland 3.000 der insgesamt 17.000 Arbeitsplätze vernichtet werden sollen. Das Werk in Berlin-Tegel mit 420 Beschäftigten wird geschlossen, der Turbinenbau in Hamburg wird komplett nach Indien verlagert, von Hamburg wird nur noch Service gemacht.

Rote Fahne News berichtete darüber am 23. Juli unter der Überschrift: Von wegen: "Mit VW gibt es keine Entlassungen".

In Oberhausen sollen 560 Arbeitsplätze vernichtet werden. Das sind im Einzelnen: Einstellung Gasturbinenfertigung, Forschung, Entwicklung und Vertrieb. Hier wurden 200 Mio investiert, ein neuer Prüfstand für 35 Mio gebaut. Zur Zeit sind Bauteile für 90 Mio Euro auf Lager. Seit einem Jahr wurde keine Maschine verkauft. Die Gasturbine (MGT 6000, als 6 Megawatt Leistungsklasse) wurde seit 2017 als der Heilsbringer für OB hochgepuscht. Einstellung Statorfertigung (Leitschaufelträger für Dampfturbinen und Axialkompresoren), sowie Großkomponentenbearbeitung (Gehäuse) d.h. Werkstatt 146 als größte Kostenstelle in der Fertigung mit ca. 100 Leuten soll komplett wegfallen.

Unter dem Vorwand von Corona hofft die MAN-Chefetage, die Belegschaft zersplittern zu können. Jedoch beginnt ein wachsender Teil der Kollegen, die Erfahrungen aus dem Kampf der Opelaner anzuwenden. Verzicht und Zugeständnisse führen in die Sackgasse. Eine spannende Auseinandersetzung findet statt. Ein Offener Brief von Reinhardt Meyer, 40 Jahre bei MAN in Oberhausen beschäftigt und seit 50 Jahren IG Metall-Mitglied, der am 24. Juli im Lokalkompass Oberhausen erschien, wird von Kolleginnen und Kollegen mit Interesse und Zustimmung aufgenommen.

Es heißt darin: "Mit der Ankündigung einer massiven Vernichtung von 560 Arbeitsplätzen in Oberhausen und ca. 4000 im Teilkonzern passiert genau das, wovor ich und andere Kollegen immer wieder gewarnt haben. Der unter massivem Druck von VW stehende Vorstand wird niemals Ruhe geben. Seine Aufgabe ist es, den Profit zu steigern, der durch den Gewinnabführungsvertrag an VW fließt. Der Gewinn wird im Betrieb erwirtschaftet, also wird dort die Schraube angedreht. Das spürt ihr jeden Tag. ... Der Betriebsrat soll nun unter hohem Zeitdruck Vorschläge erarbeiten, worauf man 'verzichten' könne, um die vom Vorstand eingeforderten 450 Millionen Euro jedes Jahr einsparen zu können. Ich habe mehrfach auf Betriebsversammlungen, bei Vertrauensleuten und im Betriebsrat erklärt, dass jeder Verzicht seitens der Belegschaft letztlich dazu führt, dass es geht wie bei Nokia, dem Bergbau oder Opel. Es gibt keine Alternative zum Kampf um den Erhalt der Arbeitsplätze!"

Hier der Offene Brief in voller Länge im Lokalkompass Oberhausen
--- Ende Zitat ---

Quelle: https://www.rf-news.de/2020/kw30/auseinandersetzung-in-der-man-belegschaft-ueber-kampf-um-jeden-arbeitsplatz

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--- Zitat ---OBERHAUSEN - Kampf um jeden Arbeitsplatz bei MAN Energy-Solutions

3000 Kollegen sollen bei der VW-Tochtergesellschaft MAN Energy Solutions in Deutschland entlassen werden, 150 in Hamburg, 420 in Berlin, 1800 in Augsburg, 526 in Oberhausen, ein Schock für die Kollegen und ihre Familien.¹

Warum wurde das den Kollegen erst mitten in den Sommerferien, wenn viele verreist sind, mitgeteilt? Offensichtlich ist die Geschäftsleitung in Sorge vor der Entwicklung des notwendigen Kampfs um jeden Arbeitsplatz.

2016 hatte die Frühschicht bei MAN sofort gestreikt, als der Plan der Geschäftsleitung, 330 Arbeitsplätze in Oberhausen zu vernichten, veröffentlicht wurde. Kollegen und IG-Metall-Vertrauensleute führten in Hamburg, Berlin, Augsburg, Oberhausen gleichzeitig einen Aktionstag durch, Solidarität aus der ganzen Stadt beherrschte wochenlang die Presse. Modellschreinerei und Packaging konnten damals erhalten werden, etwa 200 Kollegen unterschrieben später nach und nach Auflösungsverträge mit zum Teil sechsstelligen Abfindungen.

VW beabsichtigt seit seiner mehrheitlichen Übernahme von MAN den Verkauf von MAN Energy Solutions (früher Diesel & Turbo). Dafür sollen nun 526 Arbeitsplätze für immer vernichtet und die restlichen Kollegen stärker ausgebeutet werden, nur um einen höheren Verkaufspreis zu erzielen? Und das wird dann noch von VW/MAN als „Zukunftsprogramm“ verkauft. Was ist mit unserer Existenz und der unserer Kinder? Kampf um jeden Arbeitsplatz auf Kosten der Profite!

Das Gerede in den Medien, dass VW „selbst schwierige Zeiten“ durch Corona-Krise und Energiewende habe, soll von der Wahrheit ablenken: Schon Mitte 2018 hat die bisher tiefste Weltwirtschafts- und Finanzkrise mit Umsatzeinbrüchen in zahlreichen Konzernen begonnen. Inzwischen ist es in verschiedenen Ländern in Wechselwirkung mit der Corona-Krise zu einer beschleunigten Tendenz einer gesamtgesellschaftlichen Krise gekommen. In vielen Ländern protestieren die Menschen mit Streiks oder Demonstrationen gegen die Abwälzung der Krisenlasten. Keine Abwälzung der Krisenlasten auf uns Arbeiter und Angestellte!

Am Mittag des 23. Juli nun die Radiomeldung, dass „der Betriebsrat in einer partnerschaftlichen Atmosphäre mit der Geschäftsleitung verhandelt“. Eine solche „Partnerschaft“ im Interesse der Arbeiter gibt es nicht. Die Konzerne wollen den Maximalprofit, die Arbeiter sollen dafür bluten. Ziel der Verhandlung soll sein, „mit Hilfe der Mitbestimmung und der Politik das Schlimmste zu verhindern“²

Nur organisiert können wir unsere Interessen gegen das Vorhaben der Geschäftsführung und ihrer Handlanger durchsetzen. Organisiert, das heißt in der Gewerkschaft, im Internationalistischen Bündnis, in der Arbeiterpartei MLPD. Wir brauchen keine IG Metall, die „partnerschaftlich“ „das Schlimmste verhindert“, sondern eine Gewerkschaft als harte und unbestechliche Kampforganisation. Doch dazu müssen wir sie im Kampf gegen das Co-Management – gerade bei VW – selber machen.

Weg mit dem sogenannten „Zukunftsprogramm“ von VW/MAN!

Kampf um jeden Arbeits- und Ausbildungsplatz!

Für die 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich auf Kosten der Profite!

Wir brauchen ein vollständiges, allseitiges gesetzliches Streikrecht!

Gemeinsam sind wir stark!
--- Ende Zitat ---

Quelle: https://www.rf-news.de/2020/kw31/kampf-um-jeden-arbeitsplatz-bei-man-energy-solutions

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--- Zitat ---MAN AUGSBURG - Zahlreiche Kolleginnen und Kollegen zeigten ihre Solidarität

Für Dienstag, um fünf vor zwölf, rief die IG Metall zu Protesten gegen die geplante Vernichtung von 1800 Arbeitsplätzen bei MAN Augsburg auf.

Es fand zunächst eine Kundgebung vor dem Buz-Tor statt. Jung und Alt folgten dem Aufruf und etliche Kolleginnen und Kollegen von Betrieben aus dem Umland zeigten ihre Solidarität mit dem Kampf um die Arbeitsplätze.

Der Platz vor dem Tor reichte nicht aus und so hielten sich etliche Kolleginnen und Kollegen auf dem Werksgelände auf. Nach einigen Reden untr anderem von der Oberbürgermeisterin Eva Weber, dem ersten Bevollmächtigten der IG Metall Michael Leppek und dem Betriebsratsvorsitzenden Werner Wiedemann startete ein Demonstrationszug zum Verwaltungs-Hochhaus, wo eine kurze Abschlusskundgebung stattfand. Damit wurde erst die breite Teilnahme richtig deutlich. Die IG Metall meldete die Versammlung mit 200 Teilnehmern an, schließlich waren es an die 2000. Das zeigt die große Bereitschaft der Kolleginnen und Kollegen für den Erhalt der Arbeitsplätze zu kämpfen.

Diese Stimmung wurde in den Reden von Michael Leppek und Werner Wiedemann aufgegriffen, indem sie vordergründig betonten, dass sie um jeden Arbeitsplatz kämpfen werden. Zugleich orientierten sie jedoch auf Gespräche und Verhandlungen mit dem Vorstand und meinten, (lediglich) die Größenordnung des Arbeitsplatzabbaus sei mit 1800 Stellen nicht in Ordnung.
--- Ende Zitat ---

Quelle: https://www.rf-news.de/2020/kw31/zahlreiche-kolleginnen-und-kollegen-zeigten-ihre-solidaritaet

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--- Zitat ---DUISBURG/OBERHAUSEN - VW will MAN ES 'verkaufsfähig' machen

Diese Solidaritätserklärung (Auszüge) ging an die Kolleginnen und Kollegen bei MAN Energy Solutions Oberhausen, ihre Vertrauensleute, ihre Jugendvertretung und ihren Betriebsrat.

Wir vom Solidaritätskreis „Brücke der Solidarität“ haben von den 526 geplanten Entlassungen bei MAN Energy Solutions in Oberhausen gehört und senden euch solidarische und kämpferische Grüße.

Das Gerede in den Medien, dass der VW-Konzern „selbst schwierige Zeiten“ durch Coronakrise und Energiewende habe¹, soll von der Wahrheit ablenken: Schon Mitte 2018 hatte die bisher tiefste Weltwirtschafts- und Finanzkrise mit entsprechenden Umsatzeinbrüchen begonnen. Durch Corona wurde sie massiv vertieft. Die Krisenlasten sollen auf uns Arbeiter und Angestellte abgewälzt werden. Das dürfen wir nicht hinnehmen! VW will MAN ES „verkaufsfähig“ machen. Für den Maximalprofit sollen die Leute entlassen werden.

Seit Donnerstag berichten die Medien, dass „der Betriebsrat in einer partnerschaftlichen Atmosphäre mit der Geschäftsleitung verhandelt“. Was soll dabei herauskommen? Ein paar weniger vernichtete Arbeitsplätze durch unseren Verzicht? Wir brauchen jeden Arbeitsplatz gerade auch für unsere Jugend. Das allein ist „sozialverträglich“! Auch die besondere „Mitbestimmung“ bei VW ist eine Illusion. Die Kapitalisten wollen den Maximalprofit, die Arbeiter sollen dafür bluten. Vertrauen wir auf die eigene Kraft.

Schon allein die Tatsache, dass die außerordentliche Betriebsversammlung mitten in die Sommerferien gelegt wurde, zeigt, welche Angst vor Kampfaktionen der Belegschaft besteht.

In Duisburg, wo bei tkse 3000 Arbeitsplätze vernichtet werden sollen, hat im Juni ein selbständiger Streik gegen die Entlassung eines befristeten Arbeiters stattgefunden. Auch wenn seine Übernahme nicht gelang, wurden anschließend in mehreren Abteilungen Leiharbeiter und Auslerner eingestellt. Dieser Streik hat ein Signal gesetzt. Wir müssen unsere Interessen in die eigenen Hände nehmen …

Hier gibt es das komplette Schreiben als pdf-Datei!
--- Ende Zitat ---

Quelle: https://www.rf-news.de/2020/kw31/vw-will-man-es-verkaufsfaehig-machen

counselor:

--- Zitat ---MAN ENERGY SOLUTIONS OBERHAUSEN - „Kampf um jeden Arbeitsplatz!“

Die Zukunft von MAN Energy Solutions soll nach Willen des VW-Managements so aussehen, dass bis zu 3000 Kolleginnen und Kollegen in Deutschland eben keine Zukunft mehr haben sollen. Und das wird dann auch noch zynisch „Zukunftsprogramm“ genannt.

Damit sind die Fronten klar: VW will mit Kostensenkungen von 450 Millionen Euro pro Jahr MAN ES „verkaufsfähig“ machen. … Dafür wollen sie jetzt ca. 40 Prozent unserer Arbeitsplätze vernichten, Standorte schließen, Produktion nach Indien und China verlagern – alles für ihren Maximalprofit! … Das ist die Art von Zukunft, die uns der Kapitalismus bietet! Wo sollen unsere Kinder und Enkel arbeiten? …

Jetzt beginnt die Zeit der Entscheidungen.
1. Soll das „Zukunftsprogramm“ von VW unsere Zukunft sein oder nehmen wir gemeinsam den Kampf dagegen auf? Unsere Entscheidung: wir müssen gemeinsam und konzernweit kämpfen! …

2. Was soll das Ziel unseres Kampfes sein? … Unsere Entscheidung: Wir müssen um jeden Arbeitsplatz kämpfen. Es gibt keine „sozialverträgliche“ Arbeitsplatzvernichtung. …

3.Warten wir auf Vehandlungsergebnisse oder nehmen wir den Kampf auf? Unsere Entscheidung: Wir müssen den Kampf sofort selbst organisieren und dabei unsere Gewerkschaft zur Kampforganisation machen. … Letztlich werden wir darüber entscheiden, ob wir im Kampf für unserer Arbeitsplätze streiken. …

4. Wie lange sollen wir uns noch den kapitalistischen Zwang zur Profitmaximierung unterwerfen? Unsere Entscheidung: Es wird Zeit, dass wir uns nach gesellschaftlichen Alternativen umsehen. ... Die Idee eines wirklichen Sozialismus stößt in letzter Zeit auf wachsendes Interesse … . Befasst euch damit, irgendwann muss Schluss sein mit der werktäglichen Existenzangst … .
--- Ende Zitat ---

Quelle: https://www.rf-news.de/2020/kw31/kampf-um-jeden-arbeitsplatz

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