Autor Thema: AMAZON  (Gelesen 122121 mal)

Kuddel

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Re: AMAZON
« Antwort #435 am: 08:47:35 So. 04.August 2019 »
Zitat
Deutsche Sprachaufzeichnungen des digitalen Assistenten Alexa von Amazon werden einem Zeitungsbericht zufolge unter anderem von polnischen Zeitarbeitern in Heimarbeit ausgewertet.

Wie die Welt am Sonntag meldet, hat die Zeitarbeitsfirma „Ranstad Polen“ noch bis Freitag entsprechende Stellen ausgeschrieben. Ein in dem Programm tätiger Mitarbeiter wird von der Zeitung mit den Worten zitiert, er arbeite ebenso wie viele seiner Kollegen am Küchentisch.
https://www.deutschlandfunk.de/medienbericht-polen-werten-alexa-aufzeichnungen-in.1939.de.html?drn:news_id=1034770

Kuddel

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Re: AMAZON
« Antwort #436 am: 09:22:09 Do. 26.September 2019 »
Zitat
Mehrtägiger Streik bei Amazon in Leipzig

Verdi versucht seit Jahren, Tarifverhandlungen beim Onlinerhändler durchzusetzen - ohne Erfolg. Nun lassen Mitarbeiter die Arbeit bis Samstag ruhen.
https://www.saechsische.de/mehrtaegiger-streik-bei-amazon-in-leipzig-5122843.html

Kuddel

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Re: AMAZON
« Antwort #437 am: 21:42:40 Mo. 21.Oktober 2019 »
Zitat
«Amazon-Arbeiter laufen wie Zombies herum»
Heftige Vorwürfe an die Adresse eines Lagers von Amazon im britischen Tilbury: Die dortigen Mitarbeiter würden wie Sklaven behandelt.


10-Stunden-Schichten, kurze Pausen und ständige Kontrolle: Das Amazon-Lager im englischen Tilbury sieht sich heftiger Kritik ausgesetzt. Laut eines Berichts des britischen «Mirror» hätten sich Mitarbeiter vor Erschöpfung sogar auf dem WC eingeschlossen, um dort zu schlafen.

Zudem seien sie für Pausen, die länger als zehn Minuten dauerten, bestraft worden. Auch für schwangere Frauen habe es keine Ausnahmeregelungen gegeben. Abmahnungen setzte es demnach auch für Mitarbeiter, die versucht hatten, eine Gewerkschaft zu gründen, um etwas an den Arbeitsbedingungen zu ändern.
(...)
https://www.20min.ch/ausland/news/story/Mitarbeiter-schlafen-vor-Erschoepfung-auf-dem-WC-22464324

Kuddel

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Re: AMAZON
« Antwort #438 am: 10:28:42 Mi. 30.Oktober 2019 »
Zitat
Hoch die Internationale
Amazon. Sechs Jahre dauert der Arbeitskampf gegen den Konzern bereits. Inzwischen steht Verdi allerdings nicht mehr allein im Ring




Ende September legten Beschäftigte bei Amazon in Leipzig – wieder mal – für drei Tage die Arbeit nieder. Rund 400 der insgesamt 1.300 Versandmitarbeiter beteiligten sich laut Verdi am Streik. Standortleiter Dietmar Jüngling versicherte im MDR, man habe trotz des Ausstands „alle Pakete pünktlich auf die Lkw schaffen können“. Auch weil es in solchen Situationen üblich sei, „dass alle unterstützen und mithelfen“ – im Klartext: Auch die Verwaltungsangestellten müssen anpacken. Man könne auch „Warenströme über andere Standorte umleiten“. Im Klartext: Streikbedingte Lieferengpässe aus Leipzig werden durch die polnischen Versandzentren in Wrocław und Poznán kompensiert.

Das Szenario erscheint mittlerweile routiniert: Die Gewerkschaft und ihr Gegenspieler laufen sich warm fürs Weihnachtsgeschäft. Alles wie immer? Nicht ganz. Amazon 2019 ist nicht mehr derselbe Konzern wie 2013, als Verdi den Kampf aufnahm. Aber auch bei den Gewerkschaften ist einiges passiert. Die Zeiten, da der Onlinehändler hauptsächlich aus einer Ansammlung riesiger Warenversandlager bestand, sind vorbei. Alles wird spezieller, vernetzter, kleinteiliger und raffinierter. Amazon reorganisiert seine Logistikkette. So betreibt der Konzern in immer mehr Großstädten weltweit kleinere, innerstädtische Expressauslieferstationen (Prime Now Hubs). Um die Abhängigkeit von den großen Paketdiensten zu reduzieren, nimmt Amazon die Zustellung mehr und mehr in die eigene Hand. Seit 2016 wurde in Deutschland eine Reihe sogenannter Sortier- und Verteilzentren eröffnet und der eigene Zustelldienst Amazon Logistics aufgebaut, der wiederum kleine und mittelständische Kurierdienste unter Vertrag nimmt. Nach einem Bericht der Welt sollen mittlerweile rund 13.000 Subunternehmer-Kuriere für Amazon in Deutschland unterwegs sein. Für die großen Logistikfirmen wird der Anteil am Amazon-Kuchen kleiner: Laut Handelsblatt rechnet DHL damit, bis 2022 rund 154 Millionen Pakete weniger für Amazon auszuliefern als heute, was 30 Prozent aller DHL-Lieferungen für Amazon entspricht.

Gewerkschaft gegen Gigant


Aber nicht nur auf der „letzten Meile“ hat Amazon investiert. Auf der Langstrecke ist der Konzern dabei, in die internationale Containerschifffahrt einzusteigen, und die konzerneigene Airline Prime Air – nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Drohnenprogramm – ist innerhalb weniger Jahre fast unbemerkt zur fünftgrößten Frachtfluggesellschaft der Welt aufgestiegen. Überhaupt, das schier unglaubliche Wachstum: Von 2013 bis 2019 hat Amazon seinen Umsatz von 74 auf 233 Milliarden Dollar mehr als verdreifacht. Vor sechs Jahren beschäftigte der Konzern weltweit 117.300 Menschen, 2019 sind es fast sechsmal so viele, nämlich 647.000. Weil jeden Tag im Schnitt mehr als 300 dazukommen, ist auch diese Zahl schon überholt. 2013 unterhielt Amazon weltweit 49 Versandlager in acht Ländern, inzwischen sind es mehr als 1.000 Standorte in 22 Ländern.

Wer die Aussichten des gewerkschaftlichen Kampfes bei Amazon realistisch einschätzen will, sollte ehrlich sein: Wenn ein globales Unternehmen in sechs Jahren seine Beschäftigtenzahl versechsfacht, können sich alle Gewerkschaften der Welt abstrampeln, so viel sie wollen. Mit diesem Tempo mitzuhalten, ist schlicht unmöglich. Und doch: Stand die deutsche Gewerkschaft Verdi 2013 noch allein im Ring, hat sich der Konflikt seither internationalisiert. Nach ersten Streiks in Frankreich 2014 gründete die Internationale der Dienstleistungsgewerkschaften UNI Global Union 2015 ihre „Amazon Alliance“ – ein Netzwerk, das zunächst Gewerkschaften aus Frankreich, Italien, Spanien, Deutschland, Polen, Großbritannien und Tschechien zusammenbrachte. Inzwischen ist es nicht mehr auf Europa beschränkt. In diesem Frühjahr kamen in Berlin 70 Delegierte aus 16 Ländern zusammen, darunter auch aus den USA und Lateinamerika.

Tatsächlich gelang es so, Aktionen über Grenzen hinweg zu koordinieren. Mithilfe der Amazon-Allianz schaffen es Gewerkschaften in Deutschland, Italien, Polen und Spanien seit 2017, rund um den „Amazon Prime Day“ Mitte Juli und den „Black Friday“ im November regelmäßig gemeinsam zu streiken. Das funktioniert nicht zuletzt, weil die transnationale Vernetzung bei Amazon keine Erfindung der hauptamtlichen Apparate ist, sondern mehr oder weniger spontan von betrieblich Aktiven begonnen wurde. Seit 2014 bestehen Kontakte zwischen Verdi-Vertrauensleuten bei Amazon Bad Hersfeld zu Kolleginnen und Kollegen der CGT an französischen Standorten, seit 2015 treffen sich regelmäßig deutsche und polnische Beschäftigte, ganz ohne Zutun „offizieller“ Strukturen.

Amazons demonstrative Ignoranz gegenüber Gewerkschaften rührt nicht zuletzt daher, dass das Unternehmen zu Hause ein Vierteljahrhundert von ihnen nahezu unbehelligt war. Das Unternehmen nahm seine Geschäftstätigkeit zu einer Zeit auf, als die US-Gewerkschaften ausgepowert am Boden lagen. Das ändert sich langsam. Der Zuspruch zu Gewerkschaften liegt laut Gallup-Umfrage fast auf einem 50-Jahres-Hoch, 2018 streikten so viele US-Beschäftigte wie zuletzt 1986. Wendepunkt für Amazon war die Bewegung gegen den Bau einer zweiten Konzernzentrale in Long Island, New York City. Mit einer aufwendigen PR-Kampagne hatte das Unternehmen mehr als ein Jahr lang nach einem Standort für sein „Headquarter 2“ gesucht, an dem 50.000 Arbeitsplätze entstehen sollten. 283 Städte hatten sich beworben und milliardenschwere Steuergeschenke versprochen.

Aufruhr in Amerika

Amazon war perplex, als sich in New York eine lokale Allianz von Kritikern und Gegnern der Pläne formierte. Zentrales Thema war die Aussicht auf steigende Mieten und Verdrängung im Stadtteil. Zugleich wurden Arbeitsbedingungen und Gewerkschaftsfeindlichkeit in der Öffentlichkeit diskutiert. Die Handelsgewerkschaft RWDSU startete eine Organizing-Kampagne im Amazon Fulfillment-Center JFK8 in Staten Island. Politiker des linken Flügels der Demokratischen Partei wie die örtliche Abgeordnete im Repräsentantenhaus, Alexandria Ocasio-Cortez, und Senator Michael Gianaris engagierten sich in der Bewegung. Innerhalb weniger Monate nahm die Kampagne eine solche Wucht an, dass Amazon im Februar 2019 kapitulierte.

Drei Wochen später war Amazon in Minnesota mit dem wohl ersten Streik seiner Geschichte im Heimatland konfrontiert: Unterstützt von einem lokalen „Workers Center“ legten 30 Lagerarbeiter, hauptsächlich Flüchtlinge aus Somalia, die Arbeit nieder, um gegen Leistungsdruck und Arbeitstempo zu protestieren. Zum „Prime Day“ im Juli flammte der Streik erneut auf, diesmal mit 80 Leuten, und zuletzt, wie Newsweek berichtet, am 2. Oktober. So klein und lokal begrenzt der Konflikt erscheint, ist er nicht der einzige: 2.000 Amazon-Beschäftigte legten Berichten zufolge zum Global Climate Strike am 20. September US-weit die Arbeit nieder. Ende September trat eine Beschäftigteninitiative namens „Amazonians United Sacramento“ auf die Bildfläche. Es kann gut sein, dass sich bei Amazon in den USA etwas Größeres zusammenbraut.
Zitat
Info
Von Jörn Boewe und Johannes Schulten ist soeben die Analyse Der lange Kampf der Amazon-Beschäftigten. Labor des Widerstands: Globale Organisierung im Onlinehandel in erweiterter und aktualisierter Auflage bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung erschienen
https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/hoch-die-internationale

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Re: AMAZON
« Antwort #439 am: 16:42:56 Mi. 30.Oktober 2019 »
Ich bestelle ab und zu Dinge bei Amazon, die im Fachhandel nicht erhältlich sind. Dabei ist mir aufgefallen, dass Amazon in Nürnberg nur noch über den eigenen Zustelldienst und das eigene Verteilzentrum in Forchheim ausliefert. Die Pakete bringt dann tatsächlich ein Subunternehmer.
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

BGS

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Re: AMAZON
« Antwort #440 am: 05:31:32 Do. 31.Oktober 2019 »
Falls -was selten vorkommt- Dinge nicht erhältlich sind am Ende der Welt, verzichte ich lieber, als amazon auch nur im Geringsten zu unterstützen.

Das "Wachstum" dieses Ungeheuers liegt an den Bestellern, mit Verlaub.

MfG

BGS
"Ceterum censeo, Berolinensis esse delendam"

https://forum.chefduzen.de/index.php/topic,21713.1020.html#lastPost
(:DAS SINKENDE SCHIFF DEUTSCHLAND ENDGÜLTIG VERLASSEN!)

Kuddel

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Re: AMAZON
« Antwort #441 am: 08:37:58 Do. 31.Oktober 2019 »
Hmmm. Da wären wir wieder bei der ominösen Macht des Konsumenten.
Die Mittelschicht macht einen auf bewußten Konsum. Alles aus der lokalen Manufaktur, fair bis zum Abwinken. Die können es sich leisten. Ändert aber nichts an den Verhältnissen. Sie halten sich aber dadurch für bessere Menschen mit dem Recht auf den Proll harabzublicken, der nicht so moralisch einkauft.

Ich kaufe Aldi und Lidl, manchmal auch Amazon, ich fahre einen VW Diesel.
Alles Schweinekonzerne. Ich weiß. Wenn ich da nicht einkaufe, ändert es nichts.

Kuddel

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Re: AMAZON
« Antwort #442 am: 20:20:49 Sa. 02.November 2019 »
Zitat
Standort Werne:
Amazon-Beschäftigte streiken gegen Altersarmut

Laut Verdi wurde der Streik am Samstag vorbereitet, ohne dass Amazon etwas davon wusste. Die Stimmung der Streikenden sei darum sehr gut.


"Für die Kunden bedeutet das lange Wochenende, dass sie bequem vom Sofa aus Ware bestellen können. Für die Beschäftigten bedeutet es erhöhtes Arbeitspensum und einen noch stärkeren Druck", erläuterte Fachbereichsleiterin Silke Zimmer. "Die Kollegen haben dafür ein existenzsicherndes Einkommen und einen wohlverdienten, sorgenfreien Ruhestand verdient. Stattdessen berichten uns viele von ihrer Angst vor Altersarmut."

Solange Amazon nicht bereit sei, den Beschäftigten ihre Ängste zu nehmen, würden sie weiter für eine tarifliche Bezahlung kämpfen, sagte Zimmer.

Gewerkschaftssekretär Karsten Rupprecht sagte Golem.de auf Anfrage: "Wir haben die Frühschicht rausgeholt und sind jetzt dabei, die Mittagsschicht rauszuholen. Zahlen zur Beteiligung haben wir noch nicht." Die Stimmung unter den Arbeitern sei sehr gut, weil es gelungen sei, den Streik völlig überraschend zu organisieren. Sonst dringe immer schon etwas durch, "diesmal haben nur zwei Personen von dem bevorstehenden Arbeitskampf gewusst", erklärte Rupprecht.
https://www.golem.de/news/standort-werne-amazon-beschaeftigte-streiken-gegen-altersarmut-1911-144765.html

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Re: AMAZON
« Antwort #443 am: 15:06:59 Sa. 09.November 2019 »
Amazon in Eggolsheim (Sortierzentrum für die Region Nürnberg) sucht gerade über Adecco Leihsklaven für das Weihnachtsgeschäft. Stundenlohn €11,91.
https://www.amazon.jobs/de/landing_pages/eggolsheim
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Re: AMAZON
« Antwort #444 am: 20:54:02 Di. 19.November 2019 »
@Kuddel #441: ich finde schon, dass der bzw. die Konsument_in eine Steuerungsfunktion hat. Die Hersteller_innen wollen nur eins: verkaufen. Sie produzieren dass, was sich auch verkauft, ob es sinnvoll ist, interessiert nicht.

"Vom langen Kampf der Amazon-Beschäftigten" - Schrift von der Rosa Luxemburg - Stiftung
https://www.rosalux.de/publikation/id/8529/der-lange-kampf-der-amazon-beschaeftigen/
Zitat
Amazon steht mit seiner gewerkschaftsfeindlichen Unternehmensstrategie, seinen Versuchen, die Belegschaft zu spalten, der ständigen Überwachung und der andauernden Verunsicherung der Beschäftigten angesichts befristeter Verträge für die Herausforderungen, die in nächsten Jahren verstärkt auf die Gewerkschaften zukommen werden.
als PDF abrufbar
https://www.rosalux.de/fileadmin/rls_uploads/pdfs/Analysen/Analysen57_Amazon.pdf

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Re: AMAZON
« Antwort #445 am: 21:49:46 Di. 19.November 2019 »
Der Konsument hat keine Macht, die Produktion zu steuern. Das Problem des Konsumenten ist, dass die Verbraucherschaft zersplittert ist und der ökonomischen und finanziellen Macht der Konzerne gegenübersteht. Das drängt den Konsumenten in eine rein reaktive Rolle. Er hat keine Gegenmacht. Dazu kommt, dass das Warenangebot hauptsächlich dem Profitinteresse des Herstellers dient und Anbieter künstliche Bedürfnisse zB durch manipulative Werbung züchten.

Wir leben daher in einer Welt der Produzentensouveränität.

Fazit: Wir sollten die Einsetzung von Arbeiterräten fordern, die die Produktion auf Basis der echten Bedürfnisse der Bevölkerung steuern.
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Re: AMAZON
« Antwort #446 am: 10:48:24 Mi. 20.November 2019 »
interessanter Aspekt, dass mit den Arbeiterräten. Aber noch denke ich, dass die Konsumentin / der Konsument schon eine Steuerungsmöglichkeit hat.
Das Problem für uns durch die Konzerne ist die Überproduktion, also das Zuviel an Waren produzieren müssen, die dann wohl auch zwingend verkaufen müssen und dadurch den VerbraucherInnen diesen (künstlichen) Produktanreiz manipulativ vermitteln. Aber wenn nichts bzw. nur das Nötigste gekauft wird, was dann?

Ich sehe das Problem nicht so, dass eine Komplett-Veränderung herbeigeführt werden muss. Die einzelne Person hat doch durchaus Möglichkeiten die man ihr nicht nehmen soll. Und je mehr Personen, desto mehr Möglichkeiten.

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Re: AMAZON
« Antwort #447 am: 16:46:40 Mi. 20.November 2019 »
Dass nichts bzw das Nötigste gekauft wird, ist sehr unwahrscheinlich. Das hängt mit der Zersplitterung der Verbraucherschaft zusammen. Eine solche, von einem einheitlichen Willen zum Nichtkauf getriebene Bewegung gibt es nicht. Es ist wie @Kuddel schon geschrieben hat: Die Mittelschicht kauft oft bewußt ökologisch und macht einen auf gesund, aber es ändert sich nichts grundsätzlich. Und das ist auf die Machtlosigkeit der Verbraucher zurückzuführen (und auf die Vormachtstellung der Konzerne).
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Re: AMAZON
« Antwort #448 am: 18:16:41 Mo. 25.November 2019 »
Zitat
Amazon im Kreuzfeuer der Kritik

Französische NGOs, darunter "Attac" und "Les Amis de la Terre", haben einen kritischen Bericht zum Online-Versandhändler Amazon vorgelegt. Thema ist nicht nur die Steuervermeidungstaktik des Internetriesen, sondern auch seine enorm schlechte Klimabilanz sowie die Bedrohung von Arbeitsplätzen.

3 Min., verfügbar vom 25/11/2019 bis 25/11/2022

Quelle: Arte

Die Steuerungsmöglichkeit über den Verbraucher halte ich bei Amazon nur für eine Theorie, klar wäre es möglich, aber praktisch kaum durchsetzbar in überschaubarer Zeit, Amazon darf wenn möglich nicht die Zeit zur Kompensation gegeben werden. Die müssen schmerzhaft auf die Fresse fallen wenn ihnen ein Bein gestellt wird.
Politik ist der Spielraum, den die Wirtschaft ihr lässt.
Dieter Hildebrandt
Es ist kein Zeichen geistiger Gesundheit, gut angepasst an eine kranke Gesellschaft zu sein.
Jiddu Krishnamurti

Kuddel

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Re: AMAZON
« Antwort #449 am: 09:15:41 Di. 03.Dezember 2019 »
Zitat
Protest gegen Amazon
Demonstranten marschieren zu Bezos Penthouse


Amazon-Kritiker nutzen die Aufmerksamkeit am "Cyber Monday", um auf miese Arbeitsbedingungen und Minilöhne hinzuweisen.
https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/cyber-monday-amazon-gegner-ziehen-vor-jeff-bezos-luxus-penthouse-a-1299383.html