Autor Thema: Pharma oder doch Mafia?  (Gelesen 9590 mal)

Troll

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Re: Pharma oder doch Mafia?
« Antwort #15 am: 19:32:33 Mi. 16.September 2020 »
Zitat
Big Pharma
Die Allmacht der Konzerne


Die Pharmaindustrie hat einen enormen Einflussradius und kann über gesundheitspolitische Entscheidungen verfügen. Einigen Konzernen gelingt es, Forschung, Gelder und Krankenkassen für die Förderung ihrer teuersten Medikamente zu gewinnen. Anderen wurde nachgewiesen, Nebenwirkungen vertuscht zu haben. Der Kampf gegen Covid-19 stachelt die Gier der Pharmakonzerne weiter an ...

Seit rund zehn Jahren hat sich der Arzneimittelmarkt stark verändert. Eine Handvoll Großkonzerne, auch Big Pharma genannt, stellen den Großteil der Medikamente auf dem Weltmarkt her. Sie sind reicher und mächtiger denn je und können über die Gesundheitspolitik von Regierungen entscheiden. Die Dokumentation ist das Ergebnis einer Recherchearbeit von über einem Jahr. Sie zeigt durch Stellungnahmen von Patienten, Whistleblowern und Anwälten sowie Analysen von Medizinern, ehemaligen Ministern und Vertretern der Pharmaindustrie die Ökonomisierung des Arzneimittelsektors. Großen Laboren wird vorgeworfen, sie verheimlichten oder bagatellisierten Teile ihrer klinischen Forschungsergebnisse vor den Gesundheitsbehörden, um ihre Monopolstellung beizubehalten. So etwa bei dem Epilepsiemittel Depakine des Herstellers Sanofi, das europaweit einen Skandal auslöste. In den USA musste sich die Firma Johnson & Johnson vor Gericht verantworten, Millionen von Patienten in eine Opioidabhängigkeit getrieben zu haben. Bei der Behandlung von Makuladegeneration, einer Augenerkrankung, hat der Hersteller Novartis sich mit einem Medikament durchgesetzt, das im Vergleich zu ähnlich wirksamen Präparaten deutlich teurer ist. Doch nun hat die französische Wettbewerbsbehörde durchgegriffen: Am 9. September wurden die Konzerne Novartis, Roche und Genentech wegen missbräuchlicher Praktiken bei der Behandlung von Makuladegeneration zur Zahlung von 444 Millionen Euro verurteilt. 
Die Pharmaindustrie kann sich auf die Unterstützung einflussreicher Ärzte verlassen. In Deutschland deklariert nur ein Fünftel der Ärzte Zuwendungen durch die Pharmaindustrie. Im aktuellen Kampf gegen die Corona-Pandemie beleuchtet die Dokumentation die Lobbyarbeit des Herstellers Gilead, der versucht, eine Genehmigung für ein vielversprechendes Medikament zu erhalten. Die Forschungsarbeit an dem Mittel wurde zu einem großen Teil durch öffentliche Gelder finanziert. Alle Unternehmen der Branche sind derweil gespannt, wer es schafft, das Wundermittel zu finden und die Konkurrenz damit weit hinter sich zu lassen.

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Quelle: Arte
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Kuddel

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Re: Pharma oder doch Mafia?
« Antwort #16 am: 09:58:27 Fr. 27.November 2020 »
Zitat
Pharma. Derzeit ist es rentabler, Mittel gegen Haarausfall oder Erektionsstörung zu erfinden als gegen Tuberkulose. Der Covid-Impfstoff zeigt: Es geht anders – wenn man will
https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/verdient-malaria-kein-biontech

Troll

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Re: Pharma oder doch Mafia?
« Antwort #17 am: 11:11:37 Mi. 21.April 2021 »
Werbeeinblendung für McPharma:

Zitat
Medizinische Forschung
"Durchmarsch für mRNA-Impfstoffe"

Sie waren vor der Corona-Pandemie nur Experten bekannt: Impfstoffe, die auf der Verwendung von mRNA basieren. Jetzt gehen viele Experten davon aus, dass hierin die medizinische Zukunft liegt.

In Deutschland laufen die Impfungen gegen SARS-CoV-2 seit knapp vier Monaten. Dabei scheint immer klarer zu werden, dass die Impfstoffe der Hersteller BioNTech/Pfizer sowie Moderna mit dem neuen mRNA-Prinzip am besten wirken. Das Präparat von AstraZeneca mit seinem genbasierten Vektorimpfstoff wird nach einigen Thrombosefällen nur noch älteren Patienten verabreicht. Auch für den Vektorimpfstoff von Johnson & Johnson gab es lange Bedenken, bevor er jetzt doch freigegeben wurde. Wird die mRNA-Technik künftig den Markt beherrschen?

Anfangs Skepsis gegenüber mRNA-Verfahren

Norbert Pfeiffer kann sich noch genau an den Beginn der Covid-Krise im Frühjahr des vergangenen Jahres erinnern. Der Vorstandsvorsitzende der Unimedizin Mainz hatte schnell davon gehört, dass Özlem Türeci und Ugur Sahin an einem mRNA-Impfstoff gegen Corona arbeiten. Pfeiffer kennt die BioNTech-Gründer gut. Türeci und Sahin hatten jahrelang im Klinikum als Krebsspezialisten gearbeitet. Schon dort trieben sie ihre Idee eines mRNA-Verfahrens voran - allerdings im Kampf gegen Krebs.
...

Quelle: tagesschau

So schnell geht bilige Forschung erfolgreich, einfach die bisherigen Prüfstandards gnadenlos senken/beseitigen und schon klappt es mit der Aussicht Impfungen gegen alle Übel dieser Welt aus der Schublade zu ziehen. Bisher hat kein mRNA Wirkstoff es in eine Dritte Phase-Studie geschafft, von nicht/wenig wirksam bis zu viele Nebenwirkungen, aber nun gehe wir den rosig alternativlosen Weg von BigPharma.
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Troll

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Re: Pharma oder doch Mafia?
« Antwort #18 am: 13:27:48 Mo. 09.August 2021 »


-> https://de.rt.com/international/121804-pfizers-geheimvertrag-geleakt-vollstandige-immunitat-pharmariese/

RT-Deutsch!
Großartig, selbsterklärend, wenn auch nur wenig davon stimmen würde hätte es längst irgend ein FakeNewsfreies Qualitätsmedium aufgegriffen, wenn die nicht berichten gibt es nichts Berichtenswertes sondern einzig Fake.
Und meine Verunsicherung wächst, ich traue den selbsternannten Qualitätsmedien nicht pauschal nur weil es an anderer Stelle tatsächlich ekennbare FakeNews gibt, tja, da helfen mir die vielen Faktenfinder der Qualitätsmedien auch nicht.
Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, und welche von den Propagandaschleudern hat nachweislich noch nie gelogen?
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Nikita

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Re: Pharma oder doch Mafia?
« Antwort #19 am: 14:24:13 Mo. 09.August 2021 »
Troll:
Promi Big Brother läuft aktuell und BVB-Star Hummels hat nach gescheiterter Ehe eine Neue. Ich bin mir auch nicht sicher, ob Messis Tränen echt waren. Da kommst du jetzt mit irgendwelchen Fakten zu Verträgen. Ich kann zu deinen Postings nicht schunkeln und es gibt auch keine Duschszenen.


Fritz Linow

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Re: Pharma oder doch Mafia?
« Antwort #21 am: 21:16:44 Mo. 09.August 2021 »
EU Verträge zu Impfstoffen

Echtheit ist noch nicht bestätigt?

(...)
EU - AstraZeneca

https://www.docdroid.net/BdtVgua/the-ec-contract-with-astrazeneca-pdf
https://anonfiles.com/J045mdBfu0/The_EC_contract_with_AstraZeneca_pdf
https://userscloud.com/btsr3zgoie4s
(...)

Den stark geschwärzten Vertrag mit AstraZeneca hatte die EU ja veröffentlicht:

https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/en/ip_21_302

Ungeschwärzt sieht das schon ziemlich echt aus.

Nikita

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Re: Pharma oder doch Mafia?
« Antwort #22 am: 23:19:51 Mo. 09.August 2021 »
Danke fürs Recherchieren. Ich hatte die Existenz der geschwärzten Variante nicht mehr im Kopf.

Troll

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Re: Pharma oder doch Mafia?
« Antwort #23 am: 14:54:44 So. 14.November 2021 »
Zitat
ARTE.DE  -  Diabetes, eine lukrative Volkskrankheit

An den Auswüchsen der Konsumgesellschaft liegt es, dass eine der Formen von Diabetes – Typ 2 – zur Volkskrankheit geworden ist. Die Labore entwickeln immer teurere, aber nicht unbedingt wirksamere Medikamente, die Gesundheitsbehörden sind ohnmächtig: An Diabetes wird deutlich, dass die modernen Gesellschaften unfähig sind, eine chronische Krankheit adäquat zu behandeln.



Quelle: Arte
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counselor

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Re: Pharma oder doch Mafia?
« Antwort #24 am: 18:27:46 So. 23.Januar 2022 »
Zitat
KAPITALISMUS / COVID-19 - Pharmamonopole – Money, Money, Money

Nach der „Inventur“ des Gesundheitsministers Karl Lauterbach (SPD) Mitte Dezember letzten Jahres genehmigte der Haushaltsausschuss des Bundestages 2,2 Milliarden Euro für zusätzliche 92 Millionen Dosen Corona-Impfstoff.¹ Das verschaffte Biontech / Pfizer und Moderna eine satte Marge mit einem Preis von knapp 24 Euro pro Dosis, die letztes Jahr noch 12 bis 16 Euro pro Dosis in der EU kostete.²

Das Lied der selbstlosen Pharmamonopole
„Ich denke, der Preis des Impfstoffs ist etwas, über das ich nie nachgedacht habe... . Wir haben nur kalkuliert, wie wir die Welt retten“, heuchelte der Vorstandsvorsitzende von Pfizer, Albert Bourla, noch Mitte 2020.³ Wer soll dem Mann so viel soziales Denken abnehmen, der selbst pro Jahr 17 Millionen Euro, 66.000 Euro am Tag in die eigene Tasche steckt, die EU erpresste, keinen Schadenersatz bei Impfschäden leisten zu müssen und den Impfstoff nur in die wohlhabenden Länder verkaufte, um Maximalprofit zu erzielen. Mit der Neuorganisation der internationalen Produktion seit den 1990er-Jahren wurden die internationalen Chemie- und Pharmamonopole mit dem Finanzkapital verschmolzen und als Riesenkonzerne neu geordnet. Ihr einziges Ziel bei der Entwicklung von Medikamenten ist die Herstellung patent-geschützter „Blockbuster“, die schon im ersten Jahr der Markteinführung Milliarden Euro einspielen. Absatzmärkte in ärmeren Ländern sind deshalb für sie uninteressant. Mit Umsatzrenditen oft über 20 Prozent zählen Pharmakonzerne zu den Profitabelsten.

Für Maximalprofite über Leichen
In der Aids-Pandemie kosteten extrem hohe Preise für virus-tötende Medikamente Millionen Menschen das Leben und verursachten unsagbares Leid, auch heute noch. Das kritisierte die MLPD und viele Menschen von Anfang an. Der Kampf der südafrikanischen Arbeiter und ihrer Gewerkschaften trug dazu bei, das Patentrecht aufzuweichen und niedrigere Preise gegen Pfizer, Boehringer und Gilead durchzusetzen. Mit Corona wiederholt sich das; Milliarden Menschen wird in Afrika, Asien und Südamerika ein Impfstoff verweigert und ihr Leben gefährdet; wieder ganz vorne mit dabei: Pfizer. Mit einem Marktanteil von Biontech / Pfizer von 80 Prozent in Europa und 74 Prozent in den USA, erwartet Biontech einen Umsatz von 17 Milliarden Euro und Pfizer von 32 Milliarden Euro in 2021 mit ihrem Impfstoff Comirnaty. Der Nettogewinn liegt bei 30 Prozent.

Ohne Patente kein medizinischer Fortschritt?
„Patente funktionieren wie eine Art Erfinderlohn. Sie geben den notwendigen Anreiz, damit Menschen Kapital und Arbeitskraft in die Forschung und Entwicklung stecken ..“, so der Verband Forschender Arzneimittel Hersteller (vfa).⁴  Die Realität: Die Erfindung machen die Beschäftigten, die sie erdenken und herstellen. Bezahlt wird die Erfindung aus staatlichen Geldern - also aus unseren Steuern. Der so genannte Erfinderlohn geht also nicht an die, die die Erfindung produzieren, sondern an das Pharmamonopol, das schlussendlich die Patente dafür in der Hand hat. Kapitalismus pur. In ihrer kapitalistischen Logik denken Pharmamonopole wie Pfizer oder Moderna nur an ihren Maximalprofit, versuchen aber nach außen hin, die Menschen mit ihrer kapitalistischen Denkweise zu beeinflussen und das Profitprinzip als Motor des Handelns als unumstößlich zu erklären. Doch nicht nur die hohen Arzneimittelpreise, die für große Teile der Weltbevölkerung unbezahlbar sind und fehlende Forschung für Massenkrankheiten in armen Ländern oder für seltene Krankheiten strafen dieses Mantra als Lüge. Die Entdeckung neuer Wirkprinzipien und Technologien wie die mRNA-Technologie für Corona-Impfstoffe stammen heute wesentlich aus staatlichen Forschungseinrichtungen und Universitäten. Dass die hohen Medikamentenpreise nichts mit den hohen Kosten für Forschung und Entwicklung zu tun haben, gab selbst der ehemalige Chef von Pfizer, Hank McKinnell, zu: „Es ist ein Irrtum zu glauben, dass unsere Preise die Kosten für Forschung und Entwicklung widerspiegeln“.⁵  Höchste Zeit, Patente abzuschaffen und die Versorgung aller Menschen mit Arzneimittel gesellschaftlich zu organisieren.

Gewinne einschränken oder grundsätzliche Lösung?
„Man muss die unanständigen Gewinne der Pharmaindustrie abschöpfen. Denn was gerade mit den Covid-19-Impfstoffen verdient wird, das grenzt an Unanständigkeit“, so Frank-Ulrich Montgomery, Vorstandsvorsitzender des Weltärztebundes.⁶ Er greift damit die Kritik vieler an der Profitmacherei auf. Aber werden die Pharmamonopole mit weniger Profit anständiger? Die Kritik an „unanständigen“ Profiten oder „Turbokapitalismus“ von Ärztefunktionären und bürgerlichen Politikern, lenkt nur davon ab, das kapitalistische System grundsätzlich in Frage zu stellen, wo Medikamente eine Ware sind und nicht für die Bedürfnisse der Menschheit entwickelt und produziert werden. Dazu bedarf es eines Paradigmenwechsels im echten Sozialismus, für den die MLPD eintritt. Kritiken, wie von Montgomery gehören zu den opportunistischen Spielarten der bürgerlichen Ideologie, die die Massen vom Kampf um den Sozialismus abbringen wollen. Der Kapitalismus muss revolutionär überwunden und der Sozialismus muss aufgebaut werden, dann kann dieser Paradigmenwechsel Wirklichkeit werden.

Quelle: https://www.rf-news.de/2022/kw03/pharmamonopole-money-money-money
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!