Autor Thema: Mittel- und Südamerika  (Gelesen 14096 mal)

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Re:Mittel- und Südamerika
« Antwort #30 am: 10:11:33 Fr. 20.April 2018 »
Zitat
Der Faktor Lula: Brasilien zwischen demokratischem Widerstand und Absturz in die faschistische Barbarei

Fanal in Guarujá. In den frühen Morgenstunden des 16. April wurde das unsägliche Apartment – das die brasilianische Staatsanwaltschaft und Ermittlungsrichter Sérgio Moro Altpräsident Luis Inácio Lula da Silva mit einem Bericht der Tageszeitung O Globo vom Dezember 2014 als „Eigentumsbeweis” angedichtet und als hanebüchenen Grund für seine Verurteilung zu einer 12-jährigen Haftstrafe missbraucht haben – von 50 Aktivisten der sozialen Bewegung “Frente Povo Sem Medo” (Front des Volkes Ohne Angst) erstürmt und für die Dauer einiger Stunden besetzt gehalten. Auf ihren Transparenten war zu lesen: „Wenn das Apartment Lula gehört, dann gehört es auch dem Volk”, und „Soll der Richter uns doch die Wiederinkraftsetzung des Eigentumsrechts androhen – dann muss er beweisen, wem es wirklich gehört!”. Ein Bericht von Frederico Füllgraf.
...
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Zur Veranschaulichung der landesweiten Schauder-Szenerie seien die markigsten Schlagzeilen der brasilianischen Medien der vergangenen sechs Wochen genannt:

• “Milizen steinigen und beschießen Lulas Karawane”.
• “Senatorin Ana Amélia begrüßt den Angriff”.
• “Polizeikommissar bestätigt Attentat auf Lula und wird vom Landesgouverneur gesperrt”.
• “Staatsanwalt Deltan Dallagnol, Lulas Hauptankläger, betet und fastet für die Verurteilung Lulas”.
• “Besitzer des Bordells ´Bahamas Club´, in São Paulo, bietet 1 Monat Freibier + ´Amüsement´ für Lulas Ermordung in seiner Zelle”.
• “General droht Staatsstreich an, falls Oberstes Gericht Lulas Berufungsantrag nachgibt”.
• Fluglotse funkt in Maschine, die Lula ins Gefängnis transportiert: “Öffnet die Tür und werft den Müll in hohem Bogen raus!” (siehe Funkspruch-Mitschnitt.
• Sondereinheit BOPE der Bereitschaftspolizei Rio de Janeiros twittert: “Wenn wir korrupte Politiker so behandeln würden, wie wir‘s mit Drogendealern tun, wäre Brasilien besser bedient”.
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Quelle: NDS

Immer noch Erstaunlich, seit die neoliberale Drecksau Temer die Macht an sich gerissen hat findet Brasilien in den Medien kaum noch statt, Dilma Rousseff konnte keinen furz lassen ohne einen negativen Bericht in unserer Qualitätspresse, jetzt findet ein großer Ausverkauf von Land und Menschen statt und bei uns herrscht Friedhofsruhe.
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tleary

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Re:Mittel- und Südamerika
« Antwort #31 am: 21:28:03 Sa. 21.April 2018 »
Immer noch Erstaunlich, seit die neoliberale Drecksau Temer die Macht an sich gerissen hat findet Brasilien in den Medien kaum noch statt, Dilma Rousseff konnte keinen furz lassen ohne einen negativen Bericht in unserer Qualitätspresse, jetzt findet ein großer Ausverkauf von Land und Menschen statt und bei uns herrscht Friedhofsruhe.
Klar, keine Berichterstattung, weil alles wieder seinen gewohnten kapitalistischen Gang in der 3. Welt geht. Nix mehrzu einer möglicher Abkehr vom Kapitalismus. Wobei Lula davon wohl auch noch meilenweit entfernt war. Und: Lula war niemals so korrupt wie seine Vorgänger und Nachfolger, so wie das in den Medien jetzt dargestellt wird und wurde! Ein Hauptgrund dafür, warum er im Volk immer noch so populär ist. Hoffentlich kommt er gegen die parteiischen Richter in der brasilianischen Justiz an, wandert nicht in den Knast und kann noch einmal kandidieren.
»Wir wissen, so wie es ist, kann es nicht weiter gehen. Aber es geht weiter.«
(Autor unbekannt)

Kuddel

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Re:Mittel- und Südamerika
« Antwort #32 am: 11:48:21 So. 22.April 2018 »
Wir sind uns einig in dem Urteil, daß die Medien eine schweinische Rolle spielen.
Ich habe aber einige Probleme mit den sogannten "Alternativen" zur neoliberalen Drecksau Temer.
Mir ging Lula bereits auf den Sack, als man ihn hierzulande bei Attac und Co. als Lichtgestalt und Retter feierte. Ähnlich wie bei Zipras war bei ihm auch nicht mehr, als ein leicht abgefederter sozialer Niedergang zu erwarten. Und Dilma Rousseff ist für mich der Inbegriff sozialdemokratischen Scheißdrecks!

Es kommt mir vor, als würde man für Hillary Clinton als Alternative für Donald Trump kämpfen.
Das ist nix für mich.

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Re:Mittel- und Südamerika
« Antwort #33 am: 09:50:36 Sa. 11.August 2018 »
Zitat
Trauerspiel am Zuckerhut
Brasilien im Würgegriff der Korruption

Brasilien befindet sich in einer tiefen Depression. Die junge Demokratie des Landes ist ins Wanken geraten. Schuld daran sind die Wirtschaftskrise und Korruption in großem Stil.
Von Luten Leinhos und Carsten Meyer

Das ganze politische System scheint von Korruption durchdrungen. Doch ein kleines Team mutiger Strafverfolger kämpft dagegen an. Sie nehmen bisher Unangreifbare ins Visier. Darunter auch den amtierenden Präsidenten Temer und seine Minister. Amtsvorgängerin Dilma Rousseff hatte sich bereits im Strudel des Skandals verfangen und wurde letztlich über ein politisches Amtsenthebungsverfahren im Parlament gestürzt. Beinahe täglich gibt es unter Politikern und Konzernmanagern neue Festnahmen.

Ausgangspunkt der Ermittlungen war eine unscheinbare Tankstelle mitten in der Hauptstadt Brasilia. Sie gab der Operation Autowäsche ("Lava Jato") ihren Namen. Hier begannen die Korruptionsermittlungen. Seither ist das Vertrauen der Brasilianer in ihre Demokratie bis ins Mark erschüttert.

Der Kronzeuge
...
...

Quelle: 3Sat
Video: 3Sat-Mediathel

HTML5:

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Re:Mittel- und Südamerika
« Antwort #34 am: 14:01:41 Sa. 22.September 2018 »
Zitat
Zum Wahlkampf in Brasilien

Der nach allen Umfragen ausssichtsreichste Kandidat für die Präsisidentschaftswahlen, Lula da Silva, darf nicht kandidieren

Fabian Kern
Radio Corax


Am 7. Oktober 2018 wählen die Brasilianerinnen und Brasilianer ein neues Parlament und ihren neuen Präsidenten. Die meisten Kandidierenden haben dieser Tage den Wahlkampf eröffnet. Nur der Favorit in allen Umfragen - Lula da Silva von der Arbeiterpartei PT - darf nicht antreten. Er sitzt wegen Korruptionsvorwürfen im Gefängnis. Ob die Inhaftierung da Silvas politisches Kalkül war oder schlicht juristische Härte, drüber sprachen wir mit Fabian Kern von Kobra, der Kooperation Brasilien.

HTML5: https://amerika21.de/files/a21/audio/2018/20180913-zumwahlkampf-90984.mp3
Quelle: amerika21

Tagesschau berichtet auch:
Zitat
..., am auffälligsten und lautesten sind aber die Anhänger von Jair Bolsonaro.

"Brasilien gehört den Brasilianern"

"Brasilien über alles" ist einer der Sprüche, mit denen sie in die Kampagne ziehen. Der Rechtspopulist Bolsonaro war Fallschirmjäger, wurde unter seltsamen Umständen aus der Armee entlassen, sitzt seit 30 Jahren im Kongress, tritt jetzt aber als stramm rechter Kandidat gegen das Establishment an. ...

Quelle: tagesschau

Soso, Nationalist, auffällig und laute Anhänger, damit dürfte der Favorit aus deutscher Sicht schon feststehen, der ist ein guter Patriot und nicht mal mit dem Gschmäckle Nazi behaftet, also Feuer frei.
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Re:Mittel- und Südamerika
« Antwort #35 am: 11:34:03 Do. 04.Oktober 2018 »
Zitat
Protest in Brasilien
Hunderttausende gegen Bolsonaro

Drei Wochen nach dem Messerangriff auf ihn hat der brasilianische Präsidentschaftskandidat Bolsonaro das Krankenhaus verlassen. Zeitgleich demonstrierten Hunderttausende Menschen gegen ihn - vor allem Frauen.
(...)

Quelle: tagesschau

Zitat
Kopf-an-Kopf-Rennen in Brasilien zwischen linker PT und rechtem Kandidaten

Viele Medien unterstützen linken Kandidaten und gehen auf Distanz zu rechtem Bolsonaro. Dieser droht mit Einschreiten des Militärs bei Niederlage
(...)

Quelle: amerika21

So gewinnt man in rechtskonservativen Kreisen Wahlen, mit eindrucksvoller Argumentation die überzeugt.
Rüstung/Militär ist für deren Zukunft somit unverzichtbar.
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Re:Mittel- und Südamerika
« Antwort #36 am: 16:23:51 Fr. 05.Oktober 2018 »
Zitat
Brasilien am Vorabend der Wahlen – die erbitterte Zerreißprobe zwischen Demokratie und Absturz in die Barbarei

Halbnackte “Feministinnen”, die auf offener Straße Kot ausscheiden; Kleindkinder, die angeblich von Homosexuellen vergewaltigt werden; ein drohendes Gesetz der Arbeiterpartei (PT) „zur Festnahme von Priestern und Pastoren, die sich weigern, gleichgeschlechtliche Ehen in Kirchen zu schließen …” So entstellten brasilianische Rechtsradikale den Protestmarsch von schätzungsweise einer Million Frauen, die am vergangenen 29. September unter dem Hashtag #EleNão (ErNicht) gegen die Bedrohung durch den Faschismus durch Präsidentschaftskandidat Jair Bolsonaro in mehr als 80 brasilianischen Städten protestierten. Ein Bericht von Frederico Füllgraf.
(...)

Quelle: NDS

News:
Zitat
Rechtsextremer Bolsonaro liegt vor Wahl in Brasilien vorne (link zu amerika21)
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Re:Mittel- und Südamerika
« Antwort #37 am: 09:51:43 Mo. 08.Oktober 2018 »
Zitat
Bolsonaro und Haddad treffen in Brasilien in Stichwahl aufeinander

Rechtspopulist kratzt an 50 Prozent. Linker mit Chancen in Stichwahl. Stimmenthaltungen bei 30 Prozent. Angriffe auf Journalisten

Brasília/Rio de Janeiro/Berlin. Mit 46 bzw. 29 Prozent haben sich bei den Präsidentschaftswahlen in Brasilien am Sonntag der rechtsextreme Kandidat Jair Bolsonaro (PSL) sowie der linksgerichtete Fernando Haddad von der Arbeiterpartei (PT) im ersten Wahlgang durchgesetzt. Dem Ex-Militär Bolsonaro fehlen demnach nur vier Prozent, um bei der Stichwahl zur Präsidentschaft am 28. Oktober als Sieger hervorzugehen. Analysten halten es dennoch für nicht ausgeschlossen, dass Haddad die fehlenden 21 Prozent der Stimmen von den unterlegenden Kandidaten für sich gewinnen wird. Parallel zur gestrigen Präsidentschaftswahl fanden an vielen Orten auch Kongress- und Gouverneurswahlen statt.
(...)

Quelle: amerika21

Noch ne Runde.
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Re:Mittel- und Südamerika
« Antwort #38 am: 17:19:30 Fr. 12.Oktober 2018 »
Zitat
Liberaler Untergrund

Kräfteverhältnisse in Brasilien verschoben, Herkulesaufgabe für Haddad. Bolsonaro-Partei erhielt Hilfe aus Deutschland

Die Wahlen am 7. Oktober haben die politische Landschaft Brasiliens abrupt verändert. Den Vormarsch des faschistischen Kandidaten Jair Bolsonaro in der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen begleitete der rasante Aufstieg seiner Partei PSL (Partido Social Liberal) von einer Kleinstpartei zur zweitstärksten Kraft im 513 Köpfe zählenden Abgeordnetenhaus in Brasília. Ab der 2019 beginnenden Legislaturperiode wird sie im Unterhaus des Kongresses statt mit bisher einem mit 52 Sitzen vertreten sein. (…) Um den politischen Aufsteiger des rechten Randes verdient gemacht hat sich die seit Jahrzehnten in Brasilien aktive FDP-nahe Friedrich-Naumann-Stiftung (FNF). Auf ihrer Internetseite freiheit.org berichtete sie noch bis zum Montag nach der Wahl von ihrem Beitrag zur Entwicklung von Kadern der Bolsonaro-Partei. »Zur Stärkung des organisierten Liberalismus« habe man Führungskräfte »in Kooperationsmaßnahmen, insb. zu Fertigkeiten-Trainings und strategischem Planen mit Blick auf die Wahlen 2018«, eingebunden. Die damit angestrebte Konsolidierung von PSL – und auch der neoliberalen Partei »Novo« – darf man als gelungen bezeichnen. Nachdem das Thema in sozialen Netzwerken aufgegriffen worden war, war die Seite nicht mehr aufrufbar*.
(…)


Quelle: jungeWelt via NDS

Die FDP überholt Rechts zur Freiheit, den Wirtschaftsfaschisten sind alle Mittel und Wege zur Macht recht.

*Einen lustigen Hinweis erhält man bei klick zu "freiheit.org" (ursprünglicher Artikel, jetzt freiheitlich zensiert/gelöscht), "Sie haben keine Zugriffsberechtigung für diese Seite.", hahahaha, so sieht also Freiheit ala FDPs Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit aus! Guck mal, hier haben wir "Freiheit", aber Du kommst da nicht rein. Satire in Vollendung.
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Re:Mittel- und Südamerika
« Antwort #39 am: 21:59:50 Fr. 12.Oktober 2018 »
Mir graut vor der "Bürgerrechtspartei" FDP ...
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

Fritz Linow

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Re:Mittel- und Südamerika
« Antwort #40 am: 22:54:20 Sa. 13.Oktober 2018 »
(...) hahahaha, so sieht also Freiheit ala FDPs Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit aus! (...)

Wen wundert's?

Zitat
Friedrich Naumann ist der Namenspatron der FDP-nahen Stiftung. Doch der gehört zu den Wegbereitern des Nationalsozialismus. Dennoch pflegt die FDP seinen Namen.
http://www.fr.de/politik/meinung/kolumne-zur-friedrich-naumann-stiftung-die-leiche-im-keller-der-fdp-a-955292

Zitat
Dem Sozialdarwinisten Naumann war der "Trieb des deutschen Volkes, seinen Einfluß auf die Erdkugel auszudehnen", ein "Auftrag der Geschichte", dessen Grundlage "nicht irgendein Recht, sondern die Macht" sei.
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-7052718.html

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Re:Mittel- und Südamerika
« Antwort #41 am: 11:02:49 Fr. 19.Oktober 2018 »
Zitat
Brasilien – Die rechtsextreme Barbarei ist entfesselt, eine Militärdiktatur neuen Typs lauert auf den Wahlausgang

Kaum jemand meiner Generation, die wir als Kinder und Jugendliche unter der Militärdiktatur (1964-1985) aufwuchsen, wagte jemals anzunehmen, dass der aus der antiautoritären Verfassung von 1988 hervorgegangene Rechtsstaat knappe dreißig Jahre später den Frühtod der Luftschlösser sterben würde. In Brasilien lodert in diesen Tagen ein gefährliches Feuer mit dem Potenzial, in den kommenden Monaten zum Flächenbrand auszuufern. Ein von langer Hand inszenierter, krimineller Anschlag auf die letzten Überreste der Demokratie ist im Gang, er erzeugt Massenangst im Inland und erregt Alarmrufe im Ausland. Von Frederico Füllgraf.
(…)

Quelle NDS

Da wünsche ich mir einen Sensationsgeilen Journalisten der Angst/Panik schüren möchte, bittebittebitte am Ende nur aufgeblasenes Nichts.
Wenn das nur annähernd stimmt, dann Gute Nacht.
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Re:Mittel- und Südamerika
« Antwort #42 am: 01:13:34 Mo. 29.Oktober 2018 »
Zitat
Jair Bolsonaro: Rechtspopulist gewinnt Präsidentenwahl in Brasilien

Der Rechtspopulist Jair Bolsonaro steht nach Auszählung fast aller Stimmen mit knapp 56 Prozent als Sieger fest. Der linke Kandidat Fernando Haddad erhielt 44 Prozent.

Quelle: https://www.zeit.de/politik/ausland/2018-10/rechtspopulist-jair-bolsonaro-gewinnt-praesidentenwahl-in-brasilien
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

Kuddel

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Re:Mittel- und Südamerika
« Antwort #43 am: 08:31:39 Mo. 29.Oktober 2018 »
Scheiße! Wir werden die Auswirkungen auch hier zu spüren kriegen.

CubanNecktie

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« Antwort #44 am: 10:32:56 Fr. 02.November 2018 »
Zitat
Nach der Wahl des Rechtsextremisten Jair Bolsonaro droht eine massive Zuspitzung der politischen und sozialen Auseinandersetzungen

Nach der Wahl des Rechtsextremisten Jair Bolsonaro zum neuen Präsidenten von Brasilien am Sonntag zeichnen sich die ersten Grundzüge seiner Regierungs- und Personalpolitik ab. Nach Angaben brasilianischer Medien will der 63-Jährige mindestens vier Militärs in sein Kabinett aufnehmen. General Augusto Heleno soll Verteidigungsminister werden, Oberstleutnant Marcos Pontes soll das Wissenschaftsressort leiten. Auch die Ministerien für Infrastruktur und Bildung sollen Armeeangehörigen unterstehen.

Bolsonaro, der sich mehrfach als Anhänger der Diktatur (1964-1985) geoutet hat, setzt damit auch in der Personalpolitik auf eine Militarisierung der Innenpolitik und eine neue radikale Frontstellung gegen soziale Bewegungen.

Bolsonaro hatte am Sonntag die Stichwahl um das Präsidentenamt gewonnen. Nach Auszählung von 99,85 Prozent der Urnen kam er auf 55 Prozent der gültigen Stimmen. Der Kandidat der Arbeiterpartei, Fernando Haddad, erhielt dementsprechend 45 Prozent. Der Wahlsieg des Rechtsextremisten bedeutet für die brasilianische Demokratie eine Zäsur. Der Hauptmann der Reserve hat angekündigt, das Land von politischen Gegnern zu "säubern".


Vollständiger Artikel:
https://www.heise.de/tp/features/Brasilien-Militaer-in-Regierung-soziale-Bewegung-terroristisch-4207966.html

Es wird auch außerhalb Europas immer ungemütlicher. Dummheit scheint ein globaler Virus zu sein. Ich hoffe auf richtige Gegenwehr gegen diesen Faschisten.
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