Autor Thema: Rassismus in Deutschland  (Gelesen 161098 mal)

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Re: Rassismus in Deutschland
« Antwort #615 am: 10:25:59 Do. 30.Mai 2019 »
Ein Kommentar unter dem chefduzen-Youtubevideo https://youtu.be/u8-n_n6EJ-c

Zitat
Konrad Povac

Eher ein pseudo-linkes Forum, man darf keine echte Kritik geben wie das Wagenknecht bei der Linkspartei gemacht hat - Beispiel Migration da gibt es kein Pardonn - manchmal werden Beiträge aus dem Zusammenhang definiert und genommen und man wird sofort gesperrt.

Es ist mir öfter aufgefallen, daß Leute sich bei ihren rassistischen Aussagen auf Sarah Wagenknecht berufen. Sie hat argumentativ die Bresche geschlagen, daß man sich als "Linker" auch für Abschottung und gegen Migration ausprechen darf.

Wir unterscheiden, bzw. bewerten Menschen nicht nach ihrer Herkunft und treten für ein besseres Leben aller ein. chefduzen.de hat da eine eindeutige Haltung.
Zitat
Beispiel Migration da gibt es kein Pardonn

Damit wäre alles wieder in den Zusammenhang definiert. :P
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Re: Rassismus in Deutschland
« Antwort #616 am: 11:11:23 Do. 30.Mai 2019 »
Migration zur Beseitigung von Fachkräftemangel, wegen Niedriglöhnermangel oder als  "Konkurrenz belebt den Sklavenmarkt" ist Scheiße, und so sehe ich auch Wagenknechts bisherige Äusserungen, sie richten sich gegen die Migration für eine seltsame Bedarfsdeckung, und da bin ich bei ihr, so etwas darf kein Grund sein für eine Art akzeptierte Einwanderung die man ansonsten strikt ablehnt.
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Re: Rassismus in Deutschland
« Antwort #617 am: 12:30:24 Do. 30.Mai 2019 »
...Einwanderung die man ansonsten strikt ablehnt.

Habe ich dich richtig verstanden?

Du lehnst Einwanderung strikt ab?

Menschen haben sich schon immer über diesen Globus bewegt, aus Neugier, aus Abenteuerlust, auf der Suche nch einem besseren Leben, auf der Flucht vor Not und Elend.

Nationen und Grenzen sind menschgemacht und dienen eher den Interessen der Herrschenden.

Das freie Sich-Bewegen von Menschen aus dem Westen mit Geld wurde noch nie ernsthaft kritisiert und ich würde es auch nicht tun. Ich bin nur der Meinung: Gleiches Recht für alle! Die Grenzen dienen nur der Abschottung vor den Armen.

Die Welt ist voll mit deutschen Touristen, mit Rentnern, die sich in Spanien fest niedergelassen haben, mit Alten, die in Osteuropa oder Ostasien kostengünstig gepflegt werden. In jedem Land gibt es Horden von Expads, von Leuten, die als Wirtschafts- oder Politikberater oder als Ingenieure deutscher Konzerne unterwegs sind. Es ist völlig egal wie arm oder autoritär das jeweilige Land sein mag. Für sie sind die Grenzen offen. Für die Armen aber nicht.

Migration bringt Probleme? Njein. Die Probleme sind schon längst da. Es ist die Ungerechtigkeit, die Armut, die ungerechte Verteilung. Wir wollen sie nicht sehen und ziehen es vor, die Menschen verrecken und schlagen sich gegenseitig die Schädel ein, irgendwo weit weg, nur bitte nicht bei uns. Bleibt doch bitte auf den anderen Kontinenten, dann sehen wir das Elend nicht, an dem auch wir mit der global agieren Wirtschaft (und Waffenindustrie) mit schuldig sind.

Ich verteidige das Recht auf offene Grenzen auch zu dem Preis, daß wir alle unser Leben radikal ändern müssen.

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Re: Rassismus in Deutschland
« Antwort #618 am: 14:43:26 Do. 30.Mai 2019 »
Quatsch, ich meinte den Umgang unserer Regierung mit Einwanderung, die guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen (zynisch Mittelmeer), die Wirtschaft sagt den Bedarf an und schon gehen Grenzen für die Erwünschten auf und ggf. wieder zu, Rückführung staatlich gesponsert.
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Re: Rassismus in Deutschland
« Antwort #619 am: 15:26:38 Do. 30.Mai 2019 »
Ich hatte nachgefragt und wollte dir nichts unterstellen.
Es handelt sich durch die momentane Migrationspolitik um eine wirklich dramatische Situation und mich erinnert die Auslese von Menschen anhand ihrer Arbeitsfähigkeit an KZ Rampen an die aktuellen Konzepte der "gesteuerten Migration".
Ich bin da sehr empfindlich und entsetzt ob der Äußerungen von Sarah Wagenknecht und ihrer Auswirkungen.

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Re: Rassismus in Deutschland
« Antwort #620 am: 17:32:43 Do. 30.Mai 2019 »
Versteh ich, Rassismus kommt immer öfters so unterschwellig, nebenbei daher, zur Zeit empfinde ich es allgemein als Brandgefährlich.
Und Wagenknecht traue ich keine Fremdenfeindlichkeit zu, aber seit dem Interview in der Zeit mit der Petry ist Wagenknechts Rassismus amtlich.
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Re: Rassismus in Deutschland
« Antwort #621 am: 14:07:12 Mo. 16.September 2019 »

Kuddel

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Re: Rassismus in Deutschland
« Antwort #622 am: 14:53:55 Mi. 18.September 2019 »
Zitat
Rollstuhlfahrer aus Libyen von Rechtsradikalen attackiert

Ein Rollstuhlfahrer aus Libyen wird von Rechtsradikalen angegriffen. Das Opfer muss im Krankenhaus behandelt werden.


Im sächsischen Chemnitz ist ein Libyer von einem mutmaßlichem Rechtsradikalen aus seinem Rollstuhl gestoßen und geschlagen worden. Der 22-jährige Tatverdächtige ist wegen rechtsmotivierter Straftaten und Körperverletzungsdelikten einschlägig polizeibekannt, wie ein Polizeisprecher am Dienstag sagte.
https://www.fr.de/politik/chemnitz-rollstuhlfahrer-rechtsradikalen-attackiert-13011742.html

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Re: Rassismus in Deutschland
« Antwort #623 am: 09:53:48 Do. 26.September 2019 »
Zitat
Leserbrief mit einem Erfahrungsbericht aus dem Facebook-Schützengraben:

"you don't get to decide who is racist" - wurde mir gestern gesagt. Worum gings? Es scheint einen neuen "Trend" zu geben, nachdem "digital blackfacing" als "rassistisch" eingestuft wird.

Was ist Digital Blackfacing? Nun, du hast bei Facebook und Co. ja eine große Auswahl an .gifs und Memes, die du verlinken kannst, um dort statt Worten einfach mal ne Meinung auszudrücken. Manche dieser .gifs sind jetzt mit Schwarzen besetzt.

Und wenn du als Weißer ein gif mit einem SChwarzen benutzt, machst du rassistisches Digital Blackfacing - oh und irgendwie spielt da auch noch cultural appropriation mit rein.

Hat eigentlich schon jemand den Carlton-Dance in Fortnite als digital blackface identifiziert? Ich hörte, dass der sehr populär sei. Das ist doch bestimmt der nächste Krisenherd.

Quelle: Fefes Blog

Dekadenz, und der Rassismus ist weltweit auf dem Vormarsch.
Ich glaube durch solche Beschuldigungen, kaum nachvollziehbar, leicht erweiterbar das am Ende jeder Rassist ist bzw. sein kann egal was geäußert wird, treibt Rechten die Schäfchen zu.
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Re: Rassismus in Deutschland
« Antwort #624 am: 18:14:50 Sa. 28.September 2019 »
Ein Aufmarsch rechter Gelbwesten zog heute durch Nürnberg. Ich war auf der Gegendemo:
Zitat
Nürnberg, 28. September: 200 gegen extrem rechte Demonstration durch die Innenstadt / Holocaustleugner, Neonazis, rechte Gelbwesten und RechtsesoterikerInnen gemeinsam auf der Straße / "Die Nazis haben Hass, wir haben Brezeln" (September 2019)

In der Spitze 70 extrem Rechte zogen am heutigen Samstag durch Nürnbergs Innenstadt und bekamen es mit lautstarkem Widerstand zu tun. Auf Einladung von ver.di und Nürnberger Bündnis Nazistopp protestierten etwa 200 Menschen gegen den Aufzug von Holocaustleugnern, Neonazis, rechten Gelbwesten und RechtsesoterikerInnen und "verfolgten" die rechte Demo bis zum Sebaldusplatz und dämmten die menschenverachtende Propaganda ein. Ein Redner unseres Bündnisses konzentrierte sich in seiner Ansprache auf die Analyse und Kritik von Teilen des alt-neurechten Vokabulars wie zum Beispiel "Volksverräter". Für das leibliche Wohl der GegendemonstrantInnen am Sebalder Platz wurde aus dem Eckstein gesorgt - Danke für die leckeren Butterbrezen!

Unschön, dass in der Nähe der Sebalduskirche einige JournalistInnen seitens der Polizei rüde angegangen wurden. Es wurden Platzverweise und sogar Ingewahrsamnahme angedroht, bis sich die Sache schließlich via Presseausweis klären ließ.

Anwesend bei den Rechten waren drei Teilnehmer der Holocaustleugner-Demo vom 30. Juni 2018 in Nürnberg. Gesichtet wurden Gerd Ittner und Ernst Cran, die Ex-AfD-Kandidatin Corinna Schenz sowie Einzelpersonen aus dem Spektrum von Pegida Nürnberg und Sichere Heimat Nürnberg. Die Teilnahme (inklusive Redebeitrag) der Münchner NPDlerin Renate Werlberger sowie einiger RechtsaktivistInnen rund um das "Bündnis deutscher Patrioten" verweist auf BesucherInnen aus der Landeshauptstadt. Musikalisch ließ man sich unter anderem von der Verschwörungs-Combo "Die Bandbreite" und vom konservativen österreichischen Schlagerstar Andreas Gabalier unterhalten. Von der Polizei - wahrscheinlich kurzfristig - festgesetzt wurde ein Rechter mit Deutschlandflagge inklusive Runen.

Am Rande des rechten Auftakts vor dem Heimatministerium wurden ekelhafte, menschenverachtende rechte Aufkleber verteilt ("Antifa nach Afrika" sowie der Text "Deutschhasser, Kinderschänder, Linksfaschisten, Ökoterroristen" über einer Karikatur von Claudia Roth). Der dritte rechte Aufkleber, der "Schächtverbot ist Tierschutz" propagierte, konnte antisemitisch verstanden werden. Zusammen mit der antisemitischen Facebook-Propaganda eines Organisators und der Teilnahme von Leuten aus der Holocaustleugner-Szene ergibt sich für die heutige extrem rechte Demo ein deutliche antisemitischer Touch. Ein interessanter Versuch, die eigene Ideologie zu kaschieren, konnte beobachtet werden: Rechte Demoteilnehmer skandierten die typisch antifaschistische Parole "Es gibt kein recht auf Nazi-Propaganda". Na ja, der Versuch ist ja nicht strafbar, geholfen hat das auch nicht viel: Die rechte Schlusskundgebung musste vorzeitig beendet werden, nachdem zwei Redner nicht gekommen waren.

Quelle: https://www.nazistopp-nuernberg.de/
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

Schluepferstuermer

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Re: Rassismus in Deutschland
« Antwort #625 am: 19:16:43 So. 29.September 2019 »
lg Schlüpferstürmer

Die Massenmedien sind schon lange die 4. Macht im Staat.
Wir haben folglich Legislative, Judikative, Exekutive und Primitive.
"Bild" Euch Eure Meinung
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Wer die CxU und SPD in ihrer Terrorherrschaft gegen das eigene Volk lobt, lobt ihren braungefärbten Nazicharakter!!

Frauenpower

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Re: Rassismus in Deutschland
« Antwort #626 am: 12:08:50 Mi. 02.Oktober 2019 »
https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.tatverdaechtiger-gestellt-rollstuhlfahrer-aus-libyen-in-chemnitz-angegriffen.6d39df27-9593-4d1d-b368-fc1812030991.html
Zitat
Ein 31-jähriger Rollstuhlfahrer aus Libyen ist in Chemnitz von einem mutmaßlichen Rechtsradikalen geschlagen und rassistisch beleidigt worden.