Autor Thema: Rassismus in Deutschland  (Gelesen 159987 mal)

schwarzrot

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Re:Rassismus in Deutschland
« Antwort #75 am: 13:03:58 Do. 30.Juli 2015 »
Zitat
Was sich in Deutschland gerade vollzieht, ist die Geburt eines neuen Terrorismus. Völkisch motivierter, mit "Notwehr" begründeter Terror, beheizt vom Hass im Netz, vorangetrieben von "Aber-Nazis". Es wird Zeit, ihn auch so zu nennen.
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/hetze-gegen-auslaender-im-internet-nennt-sie-terroristen-a-1045831.html#ref=rss
Hab die überschrift vom internet-hipster Sascha Lobo auch gelesen. Im grunde finde ich es aber problematisch, dass mittlerweile alles als 'terrorismus' bezeichnet wird. Man hilft damit m.m.n. nur reaktionären wie Erdogan, De Maizière, Rummsfeld und konsorten, die am liebsten den begriff auf alles ausdehnen wollen.
Finde die bisherigen worte wie rassisten, nazis, blockwarte und rechte schläger, brandstifter und mörder reichen vollkommen für diese gruppen aus, zumindest, solange sie nicht den level des NSU erreicht haben.  :(
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Rudolf Rocker

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Re:Rassismus in Deutschland
« Antwort #76 am: 15:14:49 Do. 30.Juli 2015 »
Zitat
Finde die bisherigen worte wie rassisten, nazis, blockwarte und rechte schläger, brandstifter und mörder reichen vollkommen für diese gruppen aus, zumindest, solange sie nicht den level des NSU erreicht haben.

...und Verfassungsschutzmitarbeiter ;D

Troll

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Re:Rassismus in Deutschland
« Antwort #77 am: 09:36:32 Fr. 31.Juli 2015 »
Zitat
Straftaten gegen Flüchtlingsunterkünfte
Länder melden höhere Zahlen als der Bund

198 Straftaten gegen Flüchtlingsunterkünfte vermeldete der Bund jüngst für 2014. Eine erschreckend hohe Zahl. Nur: Offenbar ist die Zahl noch höher. Das belegen Recherchen von NDR, WDR und "Süddeutsche Zeitung".
....

Quelle: tagesschau

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Rudolf Rocker

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Re:Rassismus in Deutschland
« Antwort #78 am: 01:11:00 Sa. 22.August 2015 »
Zitat
Gewaltsamer Protest gegen Neuankömmlinge
http://www.mdr.de/nachrichten/demo-heidenau100_zc-e9a9d57e_zs-6c4417e7.html


In dem Bericht sprechen sie von "Asylgegnern"! Ich verstehe nicht warum man Rassisten und Faschisten nicht beim Namen nennt!

Strombolli

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Re:Rassismus in Deutschland
« Antwort #79 am: 12:12:53 Sa. 22.August 2015 »
Ich schon: Weil nicht sein kann, was nicht sein darf. - Like in GDR.   kotz
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Re:Rassismus in Deutschland
« Antwort #80 am: 17:46:21 Mo. 24.August 2015 »
Es ist Unerträglich, tagtäglich Gewalt gegen Asylanten und brennnende Asylunterkünfte.
Wo leben wir eigentlich?

Nachttag:

Zitat
Gabriel in Heidenau
"Den Typen keinen Millimeter Raum geben"

Er ist der erste Vertreter der Bundesregierung vor Ort: Vizekanzler Gabriels Statement zur Situation in Heidenau klingt wie eine Kampfansage. Auch Kanzlerin Merkel bezog Stellung zu den Neonazi-Krawallen vor einem Asylbewerberheim. Nach langem Schweigen formulierte ihr Sprecher jetzt ein scharfes Urteil.
....

Quelle: tagesschau[/u]]=http://www.tagesschau.de/inland/heidenau-133.htmltagesschau

Eine Kampfansage und ein scharfes Urteil, hätten sie mit dieser radikalen Aussage nicht noch etwas warten können, bis dieses unsägliche Asylproblem gelöst worden ist, von "Patrioten" die von dem einen oder anderen herbeigesehnt werden.
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dagobert

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Re:Rassismus in Deutschland
« Antwort #81 am: 21:39:50 Mo. 24.August 2015 »
Zitat
Flüchtlinge

Wer Waffen exportiert erntet Flüchtlinge. Das ist eine altbekannte Tatsache. Deutschland ist einer der größten Waffenexporteure. Jetzt wird die Ernte für die Gewinne unserer Rüstungsindustrie sowie der mit ihnen verquickten Wirtschaft und Banken eingefahren: Die Flüchtlinge kommen. Keiner will sie haben. Das Land ist nicht auf sie vorbereitet, hat das zwangsläufig zu erwartende Problem über die Jahre hinweg bewusst ignoriert. Und anstatt nun diejenigen in die Pflicht zu nehmen, die im Grunde genommen erst für die Flüchtlingsproblematik gesorgt haben, hat Otto Normalverbraucher das jetzt auszubaden.

Doch was für ein Otto Normalverbraucher ist das? Es ist einer, dessen Meinung seit jeher von BLÖD gemacht wird. Der sich seine durchaus rassistische Meinung morgens am Kiosk kauft. Es ist aber auch einer, der seit der Schröder’schen Menschenrechtsverletzung H4 und damit einhergehend den wildwuchernden Minijobs zu Dumpinglöhnen mehr und mehr verarmt ist. Einer, der keine Perspektiven mehr hat. Dem es daher nicht selten an Bildung felt – weswegen er seine “BILDung” ja auch ersatzweise aus der BLÖD schöpft und die “Unter-Adolf-war-alles-besser”-Zeiten herbeisehnt. Mit anderen Worten: Die Flüchtlinge treffen hierzulande auf vorsätzlich verblödeten, sozialen Sprengstoff rechter Gesinnung, der gar nicht mal so selten ein gewisses und von den gleichgeschalteten Medien indoktriniertes Herrenmenschendenken kultiviert.
[...]
Worauf ich hinaus will: Würden die Flüchtlinge bei uns auf einen funktionierenden Sozialstaat treffen, in dem Teilen und Verteilungsgerechtigkeit an der Tagesordnung wären, dann gäbe es das Flüchtlingsproblem und den Fremdenhass gar nicht. So aber treffen sie auf eine durch und durch polarisierte Zweiklassengesellschaft, in der nur noch die Gier und der dadurch verursachte Überlebenskampf regieren. Letzterer schlägt gerade in einer seitens der Medien und der Politik manipulierten Bevölkerung nur allzu schnell in Hass auf die wirklich bedürftigen Neuankömmlinge um. Weil sie sich nicht wehren können. Denn die Absahner, die der Hass eigentlich treffen müsste, sind mittlerweile viel zu mächtig geworden.
[...]
Wir brauchen Verteilungsgerechtigkeit. Nur derjenige, der nicht selbst vom Existenzverlust bedroht ist, wird auch tolerant gegenüber anderen sein. Die Vermögenswerte sind da. Sie konzentrieren sich bei dem Eingangs genannten Personenkreis, der ursächlich für die Flüchtlingsproblematik verantwortlich zeichnet. Warum bittet man die nicht zur Kasse? Das wäre doch mal eine echte politische Herausforderung! Allerdings: Dazu bedürfte es Politikern mit Rückgrat und keiner Lobbyistenmarionetten … – gibt’s solche Politiker eigentlich noch?


http://quergedacht20.square7.ch/?p=12348

Strombolli

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Re:Rassismus in Deutschland
« Antwort #82 am: 21:47:47 Mo. 24.August 2015 »
Ja, so quer denke ich auch, wenn ich das in dem Wort "hausgemacht" zusammenfasse.
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BGS

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Re:Rassismus in Deutschland
« Antwort #83 am: 05:41:23 Di. 25.August 2015 »
Teilen und Verteilungsgerechtigkeit sind absoult wichtig und umabdingbar.

Deutschland wird durch den grenzenlosen Egoismus der Politiker und größer Teile der dumm gemachten Bevölkerung noch bürgerkriegsähnliche Zustände bekommen und das ist schon lange absehbar!

Leider.

MfG

BGS
"Ceterum censeo, Berolinensis esse delendam"

http://www.chefduzen.de/index.php?topic=21713.msg298043#new
(:DAS SINKENDE SCHIFF DEUTSCHLAND ENDGÜLTIG VERLASSEN!)

dagobert

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Re:Rassismus in Deutschland
« Antwort #84 am: 10:28:16 Di. 25.August 2015 »
Zitat
Rechtsextremer uriniert in S-Bahn auf Kinder - Henkel fordert Konsequenzen

Zwei Rechtsextremisten beschimpften Samstagabend eine Familie in der S-Bahnlinie 41 fremdenfeindlich. Dann uriniert einer der Männer vor den anderen Fahrgästen auf die Kinder. Innensenator Frank Henkel (CDU) hat sich eingeschaltet.
http://www.tagesspiegel.de/berlin/polizei-justiz/fremdenhass-in-berlin-rechtsextremer-uriniert-in-s-bahn-auf-kinder-henkel-fordert-konsequenzen/12226488.html

mousekiller

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Re:Rassismus in Deutschland
« Antwort #85 am: 10:58:48 Di. 25.August 2015 »
Mal was positives zwischen all den Negativschlagzeilen.

Zitat
Zusatzkonzert in Leipzig Tote Hosen rocken Conne Island mit politischer Note

Auch bei ihrem zweiten Auftritt haben „Die Toten Hosen“ in Leipzig Eindruck hinterlassen. Sie solidarisierten sich außerdem mit den Flüchtlingen in der HTWK-Turnhalle. 

http://www.lvz.de/Kultur/News/Tote-Hosen-rocken-Conne-Island-mit-politischer-Note
Wer alles gesagt hat, sollte den Mund halten und zuhören.

schwarzrot

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Re:Rassismus in Deutschland
« Antwort #86 am: 11:10:34 Di. 25.August 2015 »
Zitat
Henkel fordert Konsequenzen

Was der staatstragende Artikel des Tagesspitzels verschweigt:
'Innensenator' Henkel ist einer der scharfmacher der berliner Cdu-Spd regierung. Wenn er 'konsequenzen' zeigen will, könnte er auch sofort gerne mal selber zurücktreten.
Damals als die flüchtlinge auf dem o-platz campiert haben, war er einer der hetzer.
Nun, da seine politische hetze gegen flüchtlinge und arme früchte trägt, macht er einen auf saubermann...
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schwarzrot

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Re:Rassismus in Deutschland
« Antwort #87 am: 11:57:05 Di. 25.August 2015 »
Sehr schöner artikel, diesmal in der Taz. Die politiker, ihr schönsprech und wie die systempresse darauf reagiert ...anstatt hinzuschauen, was sie in wirklichkeit sagen:
Zitat
Nach den Ausschreitungen in Heidenau
Endlich scharfe Worte

Politiker äußern sich zu Flüchtlingen und dem rechten Mob in Heidenau – und werden für ihre Deutlichkeit gelobt. Zu Recht?



Bundesinnenminister Thomas de Maiziere (CDU)

Das sagt er: „Die Proteste waren friedlich angemeldet, unter Einfluss von Alkohol sind sie eskaliert, die Poilzei hat sie die Lage dann in Griff bekommen. Ich finde, wir können jetzt auch nicht jede Demonstration unter Generalverdacht stellen.“ (MDR)
„Diejenigen, die gegenüber Flüchtlingen, egal aus welchen Gründen sie nach Deutschland gekommen sind, Hass und Angst schüren und die Polizeibeamte angreifen und verletzen, stellen sich außerhalb unserer Wertegemeinschaft“
Das meint er: Diese Flüchtlinge sind einfach nach Deutschland gekommen. Und jetzt werden auch noch deutsche Polizisten verletzt. Das passt nicht zusammen mit unserer christlich-demokratischen Wertegemeinschaft.
So reagieren Medien: „Bundesinnenminister Thomas de Maizière verurteilte in scharfen Worten die Angriffe gegen Flüchtlinge in Heidenau“ (Tagesspiegel)

Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU)

Das sagt er: „Hier sind Grenzen überschritten worden, die ich kaum noch in Worte fassen kann. Und da werden wir das Gewaltmonopol des Staates auch zum Einsatz bringen. Es kann nicht sein, dass Aslybewerber, Hilfskräfte oder Polizisten angegriffen werden aus blindem Hass.“
Das meint er: Diese Flüchtlinge haben unsere Grenzen überschritten. Und jetzt muss der Staat das ausbaden.
So reagieren Medien: „Dieses mal bleibt es nicht bei den üblichen Betroffenheitsbekundungen. Tillich kündigt erstmals eine harte Hand an.“ (ZDF)
„Um die Aslyantenunterkünft (sic!) wird zur Zeit eine Sonderzone eingerichtet...“ (ZDF)

Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU)

Das sagt er: „Es hat Alkohol ‚ne Rolle gespielt, Menschen haben sich hochgeschaukelt. Das hat nichts mit Protest zu tun, wir werden uns das nicht gefallen lassen.“
Das meint er: Wegen so ein paar alkoholisierten Bürgern müsst ihr doch jetzt nicht so einen Aufriss machen.
So reagieren Medien: „Ulbig hatte bereits zuvor die Ausschreitungen scharf verurteilt.“ (Sächsische Zeitung)

Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD)

Das sagt er: „Wir dürfen niemals tolerieren, dass Menschen in unserem Land bedroht oder angegriffen werden. Dagegen müssen wir mit aller Härte des Rechtsstaates vorgehen.“
Das meint er: Mit der Vorratsdatenspeicherung wäre das nicht passiert. Außerdem dürfen wir das scheinbar nicht tolerieren, können es aber trotzdem tun.
So reagieren Medien: „Bundesjustizminister Heiko Maas hat die Gewalt in Heidenau scharf verurteilt.“ (MDR)

Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD)

Das sagt er: „Eine ernste Situation für uns alle. Wir lassen uns das nicht gefallen. Wir weichen auch nicht zurück.“
Das meint er: Das ist voll fies von den Typen da. Und unfair. Wir haben doch so viel für euch getan, damit ihr alle Jobs habt.
So reagieren Medien: „Dulig hat zu einem stärkeren gesellschaftlichen Engagement aufgefordert.“ (Leipziger Volkszeitung)
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Re:Rassismus in Deutschland
« Antwort #88 am: 12:27:51 Di. 25.August 2015 »
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schwarzrot

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Re:Rassismus in Deutschland
« Antwort #89 am: 17:37:25 Di. 25.August 2015 »
Bei diesen von der journalie hochgejubelten sprüchen vom 'harten durchgreifen' klingeln bei mir immer die alarmglocken, warum?
Darum:
Zitat
Knüppel frei gegen Linke
Heidenau: Polizei prügelt Antifaschisten. Merkel äußert sich endlich zu rassistischer Gewalt und schickt den Vizekanzler nach Sachsen

Von Michael Merz

Nach zwei Nächten des Versagens, ihr Gewaltmonopol durchzusetzen, war die Polizei im sächsischen Heidenau am Sonntag abend mit einer ausreichenden Zahl von Einsatzkräften vor Ort. Doch nicht die durch die Stadt streunenden Neonazis bekamen ihre Knüppel zu spüren. Es waren angereiste Antifaschisten, die – viele mit schweren Verletzungen – die Kleinstadt wieder verlassen mussten.

In Heidenau war es von Freitag abend bis Sonntag morgen zu brutalen Krawallen von Neonazis gekommen. Angestachelt von der NPD, die einen Aufmarsch mit etwa 1.000 Teilnehmern gegen eine Flüchtlingsunterkunft in einem leerstehenden Baumarkt organisiert hatte, tobten sich in der Nacht zu Sonnabend bis zu 600 Rechte auf den Straßen aus, verletzten mehr als 30 Beamte. Der Gewaltausbruch wiederholte sich in der Nacht darauf, die Neonazis – von der Polizei als »Gruppe mit zeitweise rund 250 Personen, die sich asylkritisch äußerten«, bezeichnet – warfen Flaschen, Böller und Steine. Nur eine Person wurde festgenommen. Die Polizei war – auch aufgrund geringer Personalstärke – völlig überfordert und »auch nicht willens, ihrer Pflicht nachzukommen«, wie der Fotojournalist Christian Ditsch berichtete.
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https://www.jungewelt.de/2015/08-25/035.php
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