Autor Thema: Italien - Streikankündigung für Ende Oktober - Fünftägiger Ausstand  (Gelesen 854 mal)

Kuddel

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Zitat
Italien: Streikankündigung für Ende Oktober
Trasportounito, die Vertretung der Unternehmen im Straßengütertransport, hat für Ende Oktober zu einem fünftägigen nationalen Ausstand aufgerufen.


Trasportounito, der Zusammenschluss von verschiedenen Organisationen des Straßentransports, hat auf seiner letzten Sitzung des Nationalrates beschlossen, für Ende Oktober einen fünftägigen, nationalen Ausstand auszurufen. Die Regierung sei vor den Problemen auf der Flucht, sie sei lediglich in der Lage gewesen, unnütze Beratungen einzuberufen, die zu nichts geführt haben, erklärte Präsident Franco Pensiero. Allein in diesem Jahr haben ca. 3000 Transportunternehmen schließen müssen. Die Autobahnen Italiens, so Trasportounito-Generalsekretär Maurizio Longo, seien beherrscht von ausländischen LKW, die oft unter Missachtung jeglicher Sicherheitsstandards führen. Dies bedeute eine unfaire Konkurrenz für einheimische Transportunternehmen. Es gebe – so lautet der weitere Vorwurf der Straßengütertransporteure - keine ausreichende Kontrolle ob italienische Gesetze wie beispielsweise der Mindest-Tarif eingehalten würden. Dazu kämen weiter steigende Kosten für Kraftstoff und die drohenden Erhöhung der Mehrwertsteuer.
http://www.verkehrsrundschau.de/italien-streikankuendigung-fuer-ende-oktober-1295859.html?utm_source=twitterfeed&utm_medium=facebook&utm_campaign=Feed%3A+Verkehrsrundschaude-Nachrichten+%28verkehrsrundschau.de+-+Nachrichten%29

Kuddel

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Re:Italien - Streikankündigung für Ende Oktober - Fünftägiger Ausstand
« Antwort #1 am: 17:07:02 Mo. 18.November 2013 »
Es hieß, der Streik wurde abgesagt, weil die wesentlichen Forderungen erfüllt worden seien. Falls jemand nähere Informationen hat, bitte posten!

Kuddel

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Re:Italien - Streikankündigung für Ende Oktober - Fünftägiger Ausstand
« Antwort #2 am: 19:09:10 So. 15.Dezember 2013 »
Zitat
Italien sagt Streik im Straßentransport ab
Nur zwei Organisationen halten weiter an ihren Arbeitskampfplänen fest. Behinderungen werden vor allem in Sizilien erwartet.


Der fünftägige Streik im Straßentransport ist von den allermeisten Vertreterorganisationen abgesagt worden. Nach einem letzten Treffen im Transportministerium wurde eine Vereinbarung unterzeichnet, mit der sich das Transportministerium zu verschiedenen Maßnahmen verpflichtet. So wurde unter anderem die Rückerstattung der Kraftstoffsteuer für die Unternehmen des Straßentransports zugesichert und der römische Senat hat dies in der ersten Lesung des Haushaltsgesetzes 2014 inzwischen bestätigt. Auch die Teilerstattung der Sozialabgaben soll wie bisher fortgesetzt werden. Beim Treffen habe sich Transportminister Maurizio Lupi auch verpflichtet, energischer gegen die die Konkurrenz aus dem Ausland durchzugreifen, die durch Lohndumping und Nicht-Einhalten der Sicherheitsregeln, den Wettbewerb verzerre, hieß es in Medienberichten.

Nur Trasportounito, die Organisation, die vor allem kleine und Kleinst-Unternehmen vertritt, hält weiter am landesweiten Streik vom 9. bis zum 13. Dezember fest. Für sie sind die Änderungen im Haushaltsgesetz „Lichtjahre entfernt von unseren Forderungen“. In Sizilien will auch die Organisation „Forconi“ (Mistgabeln) streiken, eine radikale Organisation von LKW-Fahrern, die bei den letzten Streiks durch auch gewalttätiges Auftreten gegen Arbeitswillige Schlagzeilen gemacht hat. Sie wollen unter anderem. Häfen blockieren und kündigen an, dass „der 9. Dezember der Anfang vom Ende“ sei. Möglicherweise wird der Streik auch über den 13. Dezember hinaus weiter geführt. Auf der Insel kann es deswegen zu Behinderungen kommen. (rp)
http://www.verkehrsrundschau.de/italien-sagt-streik-im-strassentransport-ab-1312235.html

Aha.

Bildunterschrift: "So schlimm wie bei vorausgegangenen Streiks wird es in diesen Tagen in Italien eher nicht werden".

Da hat man sich wohl getäuscht.

Zitat
Sorge in Italien wegen Revolten gegen Sparkurs

Proteste werden auch kommende Woche fortgesetzt


Rom - In Italien wächst die Sorge wegen der zunehmenden Proteste gegen den Sparkurs. Anhänger der sogenannten "Mistgabel-Bewegung" wollen auch in der kommenden Woche ihre Proteste fortsetzen. Am kommenden Mittwoch ist auf der Piazza del Popolo im Zentrum Roms eine Generalversammlung der Anhänger der Bewegung geplant.

"Wir wollen unseren Protest fortsetzen, bis diese delegitimierte Regierung nicht nach Hause geht", sagte Danilo Calvani, Koordinator der Demonstranten. Die Politik zeigte sich besorgt. "Diese Revolte ist ein dramatisches Symptom einer tiefen Krise", betonte Silvio Berlusconi, Chef der oppositionellen Mitte-Rechts-Partei Forza Italia.

Zusammenstöße am Samstag

Bei Protesten gegen den Sparkurs der Regierung hatten sich Demonstranten am Samstag in mehreren italienischen Städten Zusammenstöße mit der Polizei geliefert. In Turin warfen Studenten Farbbeutel auf Polizisten. Vor der Vertretung der EU-Kommission in Rom marschierten rechtsgerichtete Demonstranten mit italienischen Flaggen und weißen Schlingen um den Hals auf und rissen die EU-Flagge nieder.

Die Regierung in Rom befürchtet, dass sich zu den "Mistgabel-Gruppen" auch gewaltbereite Linksautonome und rechtsextremistische Gruppen gesellen könnten. Wer letztlich die Führung hat, ist unklar. Der Protest, der laut den Organisatoren unpolitisch ist, wird jedoch de facto von mehreren extremistischen Gruppen unterstützt.

Gegen Steuererhöhungen


Der Protest richtet sich unter anderem gegen Steuererhöhungen, Banken und Arbeitslosigkeit. Die sogenannte "Bewegung der Mistgabeln" (Movimento dei Forconi) war Anfang 2012 in Sizilien aus dem Widerstand gegen die hohen Benzinpreise entstanden und umfasst vor allem Lastwagenfahrer, Fischer und Bauern. Sie beklagen sich über die erdrückende Steuerlast.

Zu den teilweise wilden Streiks hat die Gewerkschaft Trasportounito aufgerufen, die 7.000 Mitglieder vertritt. Die Fernfahrer protestieren mit ihren Aktionen auch gegen die umfangreichen Liberalisierungspläne der Regierung Letta und die hohen Benzinsteuern. Sie fordern unter anderem Transparenz, Steuergerechtigkeit und die Abschaffung aller Privilegien.
http://derstandard.at/1385171099858/Sorge-in-Italien-wegen-Revolten-gegen-Sparkurs