Autor Thema: Arbeitsvertrag Möbel Kraft Kiel geleakt  (Gelesen 6105 mal)

vinci

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Arbeitsvertrag Möbel Kraft Kiel geleakt
« am: 07:40:42 Fr. 21.März 2014 »
Hallo, die Linke hat einen der neuen Arbeitsverträge zugespielt bekommen und anonymisiert veröffentlicht:

http://doc.kiel-entscheidet.de/Arbeitsvertrag-Moebel-Kraft.pdf

Mehr von der Linken auch auf der Seite http://www.kiel-entscheidet.de/

Abgesehen davon gibt es ja eine Kampagne für den Bürgerentscheid (für ein JA) http://buergerentscheid-kiel.de/

Als Arbeistrechts-Laie und ohne bereits alles gelesen zu haben finde ich bemerkenswert und halte es für sittenwidrig, dass dort das "Günstigkeitsprinzip" (http://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%BCnstigkeitsprinzip) ausgeschlossen werden soll. Dies ist ein Grundprinzip des Arbeitsrecht, dass man m.E. nicht einfach per Arbeitsvertrag abschaffen kann, ebenso wenig wie die Meinungsfreiheit. Gerade auch in dem Zusammenhang erscheint das Eintreten des DGB/IG-Metall & SPD-Funktionärs Frank Hornschu für die Ansiedlung als äußerst bedenklich. https://kielkontrovers.wordpress.com/2014/01/21/dgb-fur-mobel-kraft-einheitsgewerkschaft-lasst-distanz-zur-spd-vermissen/

ciaoi,
Vinci

vinci

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Re:Arbeitsvertrag Möbel Kraft Kiel geleakt
« Antwort #1 am: 09:41:15 Fr. 21.März 2014 »

dagobert

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Re:Arbeitsvertrag Möbel Kraft Kiel geleakt
« Antwort #2 am: 20:07:11 Fr. 21.März 2014 »
Hallo, die Linke hat einen der neuen Arbeitsverträge zugespielt bekommen und anonymisiert veröffentlicht:
Hätten sich bem Einscannen etwas mehr Mühe geben können.  ::) Aber das ist noch die geringste Kritik an dem Teil.  kotz
Zitat
Als Arbeistrechts-Laie und ohne bereits alles gelesen zu haben finde ich bemerkenswert und halte es für sittenwidrig, dass dort das "Günstigkeitsprinzip" (http://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%BCnstigkeitsprinzip) ausgeschlossen werden soll. Dies ist ein Grundprinzip des Arbeitsrecht, dass man m.E. nicht einfach per Arbeitsvertrag abschaffen kann, ebenso wenig wie die Meinungsfreiheit.
- Bezahlung nur nach Provision, diese kann vom AG jederzeit geändert werden.
- unbezahlte Überstunden ohne Begrenzung
- Urlaub oberhalb des gesetzlichen Mindesturlaubs jederzeit widerrufbar
- ...  kotz  kotz  kotz
Insgesamt sieht der Vertrag aus, als ob der AG vorhat mit einer willigen Gewerkschaft einen Gefälligkeitstarif abzuschliessen.

Wenn ich solche Veträge sehe, wünsche ich mir eine Kalashnikov. Mit reichlich Munition dazu.

Aber gut, daß der Name des Arbeitgebers bekannt ist, eine bessere Anti-Werbung kann es kaum geben.  :evil:

Kuddel

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Re:Arbeitsvertrag Möbel Kraft Kiel geleakt
« Antwort #3 am: 20:23:34 So. 23.März 2014 »
Wie scheißdämlich ist nur das Wahlvolk in meiner Heimatstadt!?!

Zitat
19.55 Uhr: Bürgerentscheid: Über die Hälfte der Wahlkreise, nämlich 55 von 107, sind ausgezählt. 55,5 Prozent sind für den Bau von Möbel Kraft  kotz , 44,5 Prozent dagegen. 

19.51 Uhr: So langsam geht's dem Endspurt entgegen. 81 von 107 Wahlkreisen sind ausgezählt: Ulf Kämpfer [SPD] führt mit 62,6 Prozent der Stimmen, Stefan Kruber [CDU] erhält 29 Prozent und Detlef Hacketha [Linke]l 8,4 Prozent. Wahlbeteiligung: 43,9 Prozent.
http://www.kn-online.de/Lokales/Kiel/OB-Wahl-2014/Live-Ticker/Liveticker-zur-OB-Wahl-in-Kiel

Arrrgggghhhh!!

vinci

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Re:Arbeitsvertrag Möbel Kraft Kiel geleakt
« Antwort #4 am: 10:29:55 Di. 25.März 2014 »
Naja sagen wir die Hälfte der Leute. Immerhin keine 90:10 -Entscheidung.

Kuddel

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Re:Arbeitsvertrag Möbel Kraft Kiel geleakt
« Antwort #5 am: 12:51:25 Di. 25.März 2014 »
Sicher kann man versuchen das positiv zu sehen.
Ich frage mich nur, was in den Hirnen der 55% vor sich geht, die für den Bau eines weiteren Möbelhauses im Grünstreifen der Stadt gestimmt haben.

Man braucht ja kein Ökonom zu sein um zu erkennen, daß die Menschen nicht mehr ausgeben können, als das wenige Geld, das sie haben. Wenn ein relativ billiges Möbelhaus eröffnet, kann es nur weitere Schließungen im Möbeleinzelhandel nach sich ziehen. Es werden also keine neuen Arbeitsplätze geschaffen, sondern Arbeitsplätze werden nun zu schlechteren Konditionen angeboten, während die alten verschwinden. Gleichzeitig wird ein Stück Natur zerstört.

Dankeschön dafür, ihr Hirnies!