Autor Thema: Das Leid bestimmt den Preis  (Gelesen 5057 mal)

Kuddel

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Das Leid bestimmt den Preis
« am: 08:45:26 Fr. 04.April 2014 »
Zitat
Pharmaindustrie
Das Leid bestimmt den Preis

Ein Mittel gegen Krebs wird aus dem Handel genommen und zigfach verteuert als Medikament gegen Multiple Sklerose angeboten. Jetzt zeigt sich, dass die Hoffnungen auf Heilung stark übertrieben sind. Dafür drohen heftige Nebenwirkungen. Ein Lehrstück über die Preispolitik der Pharmabranche.
http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/41766/Die-Mogelpackung

Just B U

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Re: Die Pharmaindustrie-Verbrecher: Das Leid bestimmt den Preis NEU!
« Antwort #1 am: 17:10:47 Do. 24.September 2015 »
Aus "Fefes Blog" zur unglaublichen Verteuerung eines Aids-Medikamentes:


[quote]Tue Sep 22 2015

    [l] Tsja, liebe AIDS-Patienten, das Medikament kostet jetzt pro Tablette nicht mehr 13 Dollar fuffzig sondern $750.

    Wie? Ob sich was geändert hat? Klar!

    Wie? Nein, nicht am Medikament. Das ist das selbe wie vorher.

    Der Hersteller ist von einem Hedgefonts-Arschloch gekauft worden
, der jetzt die schnelle Mark auf Kosten von AIDS-Patienten machen will.

    Boah, ein Glück dass wir Pharma-Patente haben, nicht wahr? Was uns das für eine Innovation gesichert hat! Praktisch fast ausschließlich Vorteile für die Patienten, gell? Kapitalismus, Fuck Yeah!

    Update: Hier ist noch ein Tuberkulose-Medikament, das nach Patentverkauf plötzlich 20 Mal so viel kostete.

    Update: Wer wissen will, wie jemand aussieht, der ein AIDS-Medikament so verteuert: Hier gibt es ein Bild.
http://www.thedailybeast.com/articles/2015/09/21/martin-shkreli-is-big-pharma-s-biggest-asshole.html

    Update: Der Preis wird zurückgerollt
. [/quote]

http://blog.fefe.de/?ts=a8ffdeef



Kurz aus dem Link:

Zitat


DESPICABLE09.21.155:54 PM ET

Martin Shkreli Is Big Pharma’s Biggest A**hole

Thanks to Martin Shkreli, life-saving drug Daraprim will now cost $750 per pill—up from $13.50. And no one, not even the FDA, can stop him.

Hedge fund manager Martin Shkreli is 32 years old but he’s acting half that age on Twitter today after news broke that his company, Turing Pharmaceuticals, had raised the price of the life-saving drug Daraprim from $13.50 to $750 per pill.

(...)
[/size]

Die Dummheit der Einen ist die Macht der Anderen.
Je dümmer u. desinteressierter die Einen desto mächtiger die Anderen.

Hätte man den christlichen Klerus mit der gleichen Vehemenz verteidigt, wie Teile der Linken das heute mit dem islamischen tun, hätte die Aufklärung nie stattgefunden.
Seyran

Troll

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Re:Das Leid bestimmt den Preis
« Antwort #2 am: 16:03:25 Mo. 09.November 2015 »
Mal wieder die forschenden Pharmaunternehmen:

(Aus der heute-Show 6.11.2015)
Näheres auf Wiki: https://de.wikipedia.org/wiki/Alemtuzumab
Politik ist der Spielraum, den die Wirtschaft ihr lässt.
Dieter Hildebrandt
Es ist kein Zeichen geistiger Gesundheit, gut angepasst an eine kranke Gesellschaft zu sein.
Jiddu Krishnamurti

dagobert

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Re:Das Leid bestimmt den Preis
« Antwort #3 am: 05:37:23 Fr. 02.Dezember 2016 »
Zitat
Schüler bauen Martin Shkrelis 750-Dollar-Pillen nach

2015 erhöhte der Pharma-Boss den Preis für ein Medikament um das 55-Fache. Jetzt haben Schüler den Wirkstoff selbst hergestellt - im Schullabor.
[...]
Die Schülergruppe hat 3,7 Gramm des Wirkstoffs hergestellt. Nach Angabe von Williamson hat die Menge einen Gegenwert von etwa 110.000 US-Dollar auf dem US-Markt. Das Onlineportal „Science Alert“ schätzt den Wert auf 35.000 bis 110.000 US-Dollar. Kostenpunkt für die Herstellung: 20 US-Dollar, so wird es berichtet.

Dieser Betrag enthält natürlich keine Personalkosten oder Kosten für die Nutzung des Labors. Dennoch ist die Leistung der Schüler beachtlich. Sie illustriert sehr schön, was wir schon wussten: 750 US-Dollar pro Pille war ein unverschämter Preis. Inzwischen wurde er für viele Patienten halbiert und ist damit immer noch unglaublich hoch. In anderen Ländern liegt der Preis zwischen 1 und 2 Dollar pro Einheit.
https://www.welt.de/kmpkt/article159885026/Schueler-bauen-Martin-Shkrelis-750-Dollar-Pillen-nach.html