Wat Noch > Theoriebereich

Entpolitisierung

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BakuRock:

--- Zitat von: ManOfConstantSorrow am 10:52:33 Di. 16.September 2014 ---............
Jetzt gibt es wieder emotional sehr bewegende Bilder: Internetfilmchen von der Enthauptung zweier Amerikaner und eines Briten.
Diese Bilder waren notwendig um einen erneuten Kriegseintritt der USA politisch durchsetzbar zu machen, es wird versucht mit Hilfe dieser Aufnahmen auch weitere westliche Staaten in das Kriegsgeschehen zu ziehen.
........
--- Ende Zitat ---

Wie jetzt...? Ist es tatsaechlich noch notwendig die Videos zu zeigen, oder reicht nicht schon die allgegenwaertige Berichterstattung darueber, die Meinung zu BILDen?
Hat jemensch diese Videos tatsaechlich schon mal SELBST gesehen, oder nur vom Hoerensagen?

Nur mal so gefragt  :rolleyes:

Rudolf Rocker:
Hat irgendjemand selbst die russischen Panzer und Soldaten in der Ukraine gesehen?
Ich meine jetzt nicht die Krim, da waren die nämlich schon vor 50 Jahren stationiert!

Kuddel:
Konsequent wird ein Verständnis der Machtverhältnisse verhindert oder für überflüssig gehalten.
Statt die Existenz der Klassenverhältnisse zu sehen und zu untersuchen, zog man sich zurück auf ein Bauchgefühl. Die Alternativszene sprach bereits in den 70er Jahren nur noch davon alternativ zu sein (alternativ zu was?) und es "anders" machen zu wollen. Anders lernen, anders arbeiten.
Vor nicht zu langer Zeit stand selbst auf der Homepage der FAU (unter "Wer sind wir Faustias?"), man sei weder links noch rechts und begründete es damit, das seien Begriffe aus dem Parlamentarismus und mit dem habe man schließlich nichts zu tun. Dieser Quark ist inzwischen von der FAU Homepage verschwunden. Dann ließ Ken Jebsen endgültig die Dämme brechen indem er Faschisten attestierte weder links noch rechts zu sein.

Nun haben wir den Salat. Die Nazis behaupten weder links noch rechts zu sein und schon sind sie attraktiv und Tausende marschieren mit.

Rudolf Rocker:
Das Problem konnte man schon seid einigen Jahren in verschiedenen "Szenen" beobachten, z.B.beim Oi-Punk.
Diese Szene behauptet von sich "unpolitisch" zu sein, was dazu führte, das sie systematisch von Neonazis unterwandert wurde und das für die Beteiligten offenbar überhaupt kein Problem darstellte.
Mit Nazis hat dort niemand ein Problem, aber mit Leuten die auf solche Probleme hinweisen sehr wohl.


Auch die Hardcore- Szene wurde von Neonazis unterwandert. Aber hier stießen sie auf deutlich größeren Widerstand und es entwickelten sich antifaschistische Strukturen (Good night wide pride).

Nun ist der Faschismus wieder in der Mitte der Gesellschaft angekommen, was nicht groß verwundert, da weite Teile dieser "Mitte" schon immer sehr rechtsoffene Tendenzen erkennnen ließ. (siehe Heitmeyer-Studien).

Positiv ist alleine, das es auch noch Menschen gibt die anders Denken und gegen Faschismus auf die Straße gehen. Das lässt mich hoffen!

Kuddel:
Oh, wo du gerade Jugendkulturen, Musik-Subkulkturen ansprichst... Ich war auf dem Metalfest auf der Loreley. Einfach unglaublich wieviel Deutschlandfahnen auf dem Zeltplatz des Festivals wehten. Und wieviel Nazi-T-Shirts und Embleme an den Metalfest zu sehen waren. In einer Reihe vor mir war eine kleine Freundesgruppe, 2 trugen Aufnäher eher linker Punk Bands wie "3.Wahl", der 3. ein Shirt mit einem Baum, an dem diejenigen aufgeknüpt waren, die "nicht an unsere Götter glauben".

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