Wat Noch > Kampf gegen Armut? Krieg gegen die Armen!

Klassenkampf - Klassenkrieg

(1/6) > >>

Kuddel:
Ich mache hier einen neuen Diskussionsstrang auf, denn bei den Auseinandersetzungen in Ferguson geht es nicht nur um "Rassistische US Bullen", wie der andere Threadtitel es suggeriert. Es geht hier um soziale und politische Entwicklungen, wie sie weltweit vom Kapitalismus vorangetrieben werden: Es geht um das Wachsen der Kluft zwischen Arm und Reich und es geht um das Wachsen sozialer Spannungen, die sich plötzlich in Aufständen manifestieren können.

Ausgerechnet das Wirtschaftsblatt HANDELSBLATT beschreibt die Situation und die Hintergründe sehr präzise:


--- Zitat ---Ferguson ist bald überall

Schwarz gegen Weiß, Arm gegen Reich: Der Aufstand in Ferguson zeigt die hässliche Fratze der amerikanischen Gesellschaft. Die Ereignisse sind ein Beweis für die tiefe Spaltung, die das Land bis heute auseinanderreißt.

Die Fronten sind wieder einmal fest gefügt, es geht Schwarz gegen Weiß, und Missouri ist der passende Austragungsort: Ein Staat mit dunkler Vergangenheit in den USA. Es gab in Missouri noch Sklaven, als kein anderer US-Bundesstaat mehr Sklaven hatte. Noch im Jahr 1825 trat ein Gesetz in Kraft, das jegliche Aussagen von schwarzen Augenzeugen in Gerichtsverfahren als grundsätzlich ungültig einstufte. 1847 kam ein generelles Verbot dazu, Schwarze in irgendeiner Form zu unterrichten oder zur Schule zu senden. Und viele sagen, es ist heute noch in den Köpfen vieler in Kraft.

Aber erklärt das alleine den kaum nachvollziehbaren Ausbrauch von Gewalt?

Das wäre zu eindimensional. Der alte Rassismus lebt, das ist die traurige Realität. Der sinnlose Tod des jungen Schwarzen, von sechs Polizei-Kugeln auf offener Straße durchsiebt, war aber nur der Auslöser. Die Krise hat tiefe Wurzeln, und die haben nicht nur mit Schwarz und Weiß zu tun. Die altbekannte Rassismus-Diskussion lenkt nur von den wahren Problemen ab, und so manchem kommt das nicht ungelegen.

„Die neue Trennungslinie in den USA ist nicht mehr schwarz und weiß“, sagte Präsident Barack Obama in seiner Ansprache zur Einkommens- und Vermögensungleichheit Anfang 2014, „es ist arm und reich.“ Es ist diese Trennungslinie, die nicht nur Ferguson zerreißt, sondern bald ganz Amerika.

Ferguson ist nur ein Abbild des amerikanischen Mittelstands von morgen, unter dem Brennglas von heute. Die große Rezession, das finale Geschenk der Ära der Anbeter der Politik der unregulierten Märkte des Milton Friedman, hat in erster Linie gut bezahlte Jobs und Mittelklasse-Arbeitsplätze ausradiert. Wiedergeboren wurden sie als Teilzeitjobs in Schnellrestaurants.

Der Krieg hat in Ferguson begonnen. Und richtig zu spüren bekommt ihn die Nation erst, wenn der Mittelstand erkennt, dass er längst im Armenhaus angekommen ist und nur noch vom Ersparten lebt. Die Schule für die Kinder können sie sich ohnehin schon nicht mehr leisten. Wird nicht massiv gegengesteuert, ist das nur noch eine Frage des wann, nicht des ob, bis Ferguson überall ist.
--- Ende Zitat ---

Ein Artikel in einer Qualität, wie sie im heutigen Journlismus kaum noch zu finden ist. Ich habe nur einige Absätze herausgepickt und kann nur empfehlen den gesamten Text zu lesen: http://www.handelsblatt.com/politik/international/unruhen-in-missouri-ferguson-ist-bald-ueberall-seite-all/10351382-all.html

Die in den USA gewachsenen sozialen Spannungen ermöglichen einen Ausblick in unsere eigene Zukunft...

Auferstanden:
einem Leserbrief entliehen:
"Wir hier in Deutschland arbeiten hart daran, das wir den internationale Zug ja bloß nicht verpassen. Ist sozusagen ein erstrebenswertes multikulti "must" by"."

besser kann man es nicht ausdrücken, nicht nur die faschistoide "Agenda- irgendetwas" gibt darüber beredte Auskunft

Kuddel:
Auferstanden, in deinen Beiträgen steht nie etwas neues. So lange du in diesem Forum schreibst gibt es nur einen Inhalt: Deutschland = Faschismus.

Wenn du schon zur Bestätigung deiner falschen und langweiligen These andere zitierst, könntest du bitte auf Beiträge verzichten, die "multikulti" als Schimpfwort benutzen?

Troll:

--- Zitat von: Kuddel am 11:15:08 Mi. 20.August 2014 ---Auferstanden, in deinen Beiträgen steht nie etwas neues. So lange du in diesem Forum schreibst gibt es nur einen Inhalt: Deutschland = Faschismus.

Wenn du schon zur Bestätigung deiner falschen und langweiligen These andere zitierst, könntest du bitte auf Beiträge verzichten, die "multikulti" als Schimpfwort benutzen?

--- Ende Zitat ---

Da reit ich doch lieber auf der nachweisbaren "These"
Kapitalismus = Faschismus
rum, allerdings hänge ich da auch fest.

Kuddel:

--- Zitat von: Troll am 12:30:53 Mi. 20.August 2014 ---Kapitalismus = Faschismus
--- Ende Zitat ---

So wird ein Schuh draus!
Egal wo man hinschaut, Rußland, Ukraine, Griechenland, USA (Ferguson), alle Meldungen bestätigen das und widerlegen, daß es ein rein "deutsches" Problem sei.

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

Zur normalen Ansicht wechseln