Autor Thema: SG Berlin, Termin 26.9.14  (Gelesen 10463 mal)

Ferenz

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Re:SG Berlin, Termin 26.9.14
« Antwort #15 am: 16:38:45 Di. 30.September 2014 »
Hier spricht KasparHauser

Ja, Ferenz, ich war kurz vor dem Aus - in der Tat.
Aber unberechtigt, denn ich fechte den Regelsatz an - und dafür braucht es keine
Bescheide.

Ich hatte Herrn Böker und seine Bundestagsdrucksach 17(11)314 vom 18.Nov. 2010 als
Teil des Verfahrend genannt.

Nach meiner Rechtsauffassung, die hier wohl von vielen nicht geteilt wird, müßte der Richter
die Berechnungen des Herrn Böker widerlegen oder anerkennen...

KH

Hier zeigt sich doch schon Dein fortgeschrittener Realitätsverlust, K.H.

Eine pauschale Anfechtung des Regelsatzes z.B. mit der Bemerkung" ...Alles seit 2005..." im Rahmen eines Zugunstenantrages nach § 44 SGB X ist Unsinn!

Vermutlich hast Du es regelmäßig versäumt, in Bezug auf die gewährten Leistungen nach SGB II gegen jeden Bewilligungsbescheid eines 6-Monatszeitraums fristgerecht Widerspruch einzulegen, bzw. nach Zurückweisung des Widerspruchs Anfechtungsklage zu erheben. Wo ist hier im Forum ein Hinweis von Dir, daß Du in den vergangenen Jahren eine oder mehrere Regelsatzklagen erhoben hast?

Die Behauptung "Ich will höhere Leistungen" reicht nicht aus. Radikal kann ich so etwas nicht bezeichnen, eher dilettantisch und wirr...

Du bist nach meinem bisherigen Eindruck hoffnungslos mit der Bewältigung der Angelegenheit überfordert und fährst unbeirrt gegen die Wand.

Der vors. Richter am SG Berlin, Knorr hat Dir als Hinweis zum Nachdenken die Kopie des info-also 4/2014 Artikels von Udo Geiger (Richter am SG Berlin) ausgehändigt. Freundlicherweise hast Du mir diese PDF zugemailt. Aus Gründen des copyrights vom NOMOS-Verlag kann ich diesen Text hier leider nicht veröffentlichen, aber ich zitiere auszugsweise einige Textstellen:

"Ein wichtiger Unterschied des Überprüfungs- zum regulären Verwaltungsverfahren auf Erlass eines Bescheides liegt in der Beweislast, wenn ein unrichtiger Sachverhalt als Grund für die Korrektur genannt wird. Denn die Beweislastverteilung bestimmt sich immer nach dem Regelungsgefüge der für das Verfahren maßgebenden Normen. Da im Überprüfungsver­fahren § 44Abs. 1 SGB X die maßgebende Norm ist und der Antragsteller sich auf das Tatbestandsmerkmal des sich als unrichtig erweisenden Sachverhalts beruft, geht es zu seinen Lasten, wenn das Vorliegen dieses Tatbestandsmerkmals durch die Behörde,ggf. die Tatsachengerichte (Sozialgericht , Landessozialgericht), nicht mehr festgestellt werden kann.41

Ein trotz Aufforderung zur zumutbaren (§ 65 SGB 1) Mitwir­kung unsubstantiiert gebliebener Überprüfungsantrag gibt der Behörde das Recht, den Überprüfungsantrag ohne erneute Sachprüfung unter Verweis auf die Bestandskraft der beanstandeten Entscheidung als unbegründet zurückzuweisen.42

Erst recht entfällt eine inhaltliche  Prüfpflicht der Behörde, wenn pauschal das Verwaltungshandeln (z.B. „Überprüfung aller Bescheide seit 2005") ohne jegliche Differenzierung und Nennung der Gründe, warum die Bescheide falsch sein sollen, zur Überprüfung gestellt wird. Das BSG verweist hier auf den Wortlaut des § 44 Abs. 1 Satz 1 SGB X, wonach die Rücknahme eines aus tatsächlichen oder rechtlichen Gründen rechtswidrigen Bescheides nur „im Einzelfall" erfolgen soll. Ein „Einzelfall" in diesem Sinn sei zu bejahen,wenn entweder eine bestimmte Fragestellung tatsächlicher oder rechtlicher Natur oder eine konkrete Verwaltungsentscheidung als fehlerhaft benannt werde.43

41 BSG vom 25.7.2002 - B 11 AL 3/02 R
42 BSG vorn 14.3.2012 - ß 4 AS 239/ 11 B
43 BSG vom 13.2.2014 - B 4 AS 22/13 R
 

Hat die Behörde eine  Sachprüfung  mangels Substantiierung des Überprüfungsantrags abgelehnt und wird daraufhin Klage erhoben, bleibt die Entscheidung der Behörde richtig bzw. ist die Klage auf inhaltliche Bescheidung unbegründet, selbst wenn die Substantiierung im Klageverfahren nachgeholt wird. Ggf kann die nachgeholte Begründung als neuer Überprü­fungsantrag  gewertet  werden.

4.2.Bestimmung des Nachzahlungszeitraums

Der Zeitpunkt, zu dem der Überprüfungsantrag gestellt wird, bestimmt den Zeitraum,für den die zu Unrecht vorenthaltenen Sozialleistungen nachgezahlt werden müssen. Dem Zugang des Überprüfungsantrags kommt daher große Bedeutung zu, auch deshalb, weil Überprüfungen über Zeiträume außerhalb der Nachzahlungsverpflichtung grundsätzlich unzulässig sind..."


"  Rechtsschutzbedürfnis für die beantragte Überprüfung

§ 44 SGB X dient der materiellen Gerechtigkeit, nicht der Rechthaberei. Die Verpflichtung zur Prüfung der Rechtswidrigkeit eines bestandskräftig gewordenen Bescheides muss daher einen materiellen Vorteil für den Antragsteller haben.

Grundsätzlich gibt es daher nur dann ein Rechtsschutzbedürfnis für eine Überprüfung, wenn diese eine Nachzahlung von Sozialleistungen mit sich bringt.  Einschränkungen der Nachzahlungspflicht haben insofern Auswirkungen auf die Zulässigkeit von Überprüfungsanträgen..."

"Einschränkung auf 1-Jahres-Nachzahlungszeitraum für SGB ll-Leistungen

Wie schon unter 4.2 erwähnt, hat der Gesetzgeber die Nachzahlung von SGB II-Leistungen auf 1 Jahr begrenzt.

Die Fristberechnung gemäß § 44 Abs. 4 SGB X ist unverändert geblieben („Vom Beginn des Jahres an, in dem der Ürprüfungsantrag gestellt wird"), so dass längstens für einen Zeitraum von 2 Jahren Leistungen nachgezahlt werden müssen bzw. insoweit ein Rechtschutzbedürfnis für eine Korrektur nach § 44 SGB X besteht.

Beispiel: Ein §-44-SGRX-Antrag auf höheres Alg II wird am 31.12.2014 gestellt. Der Antrag ist begründet, daher ist seit 1.1.2013 Alg II nachzuzahlen, also nicht nur ein Jahr vom Zeitpunkt der Antragstellung an zurückgerechnet.."

" 6. Resume

Das  Überprüfungsverfahren nach §44 SGB X ist unverzichtbar im Ringen um gerechte Entscheidungen. Dieses Anliegen gebie­tet einen bedachtsamen und verständigen Gebrauch. Gänzlich unbegründete Pauschal-Überprüfungsanträge oder Überprüfungskettenanträge schaden diesem Rechtsinstitut und befördern nur den Ruf nach einschränkenden Gesetzesänderungen."


Übrigens:

Meine Regelsatzklage vom 15.9.2011 schmort immer noch beim SG-Berlin, obwohl es bisher keinen förmlichen Beschluß des Gerichts gibt, das Verfahren ruhen zu lassen. Trotz Betreibensaufforderung meines Prozeßbevollmächtigten RA Ludwig Zimmermann vom 19.3.2014 zu S 200 AS 26383/11 herrscht Stillstand an der Prozeßfront...Eine Entscheidung werde ich wohl nicht mehr bekommen, da die Angelegenheit nach dem BVerfG-Urteil vom 23-07-2014 quasi gegenstandslos geworden ist.

Und was erwartest Du noch vom SG Berlin? 














 



dagobert

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Re:SG Berlin, Termin 26.9.14
« Antwort #16 am: 19:43:50 Di. 30.September 2014 »
4. Ich habe heute dem Richter einen Auszug der hier vorhandenen Bescheide geschickt. Auch mit der Bemerkung, daß
doch zu einigen Positionen, die ich in meinem Überprüfungsantrag genannt habe, dort nichts steht.
Z. B. Stromkosten, die über dem Regelsatz liegen,
Zum Strom hat sich das BVerfG erst geäussert, in diesem Punkt brauchst du nicht weiterklagen.
Zitat
111
bb) Im Ausgangspunkt genügt die Ermittlung des existentiellen Bedarfs wegen der anfallenden Kosten für Haushaltsstrom den grundgesetzlichen Anforderungen. Angesichts außergewöhnlicher Preissteigerungen bei einer derart gewichtigen Ausgabeposition ist der Gesetzgeber allerdings verpflichtet, nicht nur den Index für die Fortschreibung der Regelbedarfe (oben C I 2 b cc), sondern auch die grundlegenden Vorgaben für die Ermittlung des Bedarfs hinsichtlich des Haushaltsstroms zu überprüfen und, falls erforderlich, anzupassen. Es sind aber keine Anhaltspunkte dafür gegeben, dass die Höhe der Gesamtpauschale für den Regelbedarf in den vorliegenden Verfahren mit der Verfassung nicht mehr vereinbar wäre, weil das grundgesetzlich garantierte Mindestmaß unterschritten wäre.
112
Im Unterschied zur Regelbedarfsbestimmung nach der Sonderauswertung der EVS 2003 wurde auch kein bloßer Abschlag für Heizstrom „ins Blaue hinein“ (BVerfGE 125, 175 <237 f.>) vorgenommen. Der Berechnung des Bedarfs für den Haushaltsstrom liegt eine Sonderauswertung zugrunde, die Heizstromkosten aus der Erhebung ausschließt. Die so ermittelten Verbrauchsausgaben wurden dann in vollem Umfang als regelbedarfsrelevant anerkannt. Auch die Umrechnung des Verbrauchs im Fall von Hauseigentum auf die Höhe des Verbrauchs bei gemieteten Unterkünften wurde tragfähig damit begründet, dass die besonderen Stromausgaben bei Eigenheimen als gesonderte Kosten der Unterkunft gemäß § 22 SGB II neben dem Regelbedarf gedeckt werden (BTDrucks 17/3404, S. 56). Allerdings sind in die Durchschnittsbildung auch Haushalte ohne Kosten für Strom einbezogen. Jedoch stellen nicht ausgewiesene Stromkosten (BTDrucks 17/3404, S. 139, lfd. Nr. 46) bei 7,4 % der befragten Haushalte die Sicherung der menschenwürdigen Existenz nicht insgesamt in Frage. Sie sind den Haushalten ohne Angaben weder hypothetisch zugewiesen worden noch wurde durch eine Kontrollfrage, eine Gegenprobe nach dem Warenkorbmodell oder durch andere Methoden gesichert, dass die Werte hier nicht unsachlich verzerrt werden. Es liegt im Entscheidungsspielraum des Gesetzgebers, wie die Verbrauchsausgaben für diese Haushalte in einer realistischen Berechnung des existenzsichernden Bedarfs einbezogen werden; dass sie einzubeziehen sind, steht jedoch außer Frage.
http://www.bverfg.de/entscheidungen/ls20140723_1bvl001012.html

Ferenz

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Re:SG Berlin, Termin 26.9.14
« Antwort #17 am: 20:09:09 Di. 30.September 2014 »
Es wäre hilfreich, wenn Kaspar Hauser seinen Überprüfungsantrag, den Widerspruchsbescheid des JC Berlin-Neuköln und seine Klageschrift hier veröffentlicht.

Rudolf Rocker

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Re:SG Berlin, Termin 26.9.14
« Antwort #18 am: 20:55:53 Di. 30.September 2014 »
Leider ist es so, das sich K.H. seit ich mich erinnern kann (bin seit fast 5 Jahren hier aktiv) als enorm beratungsresistent erwiesen hat.
Jegliche Tipps, Hinweise, Hilfestellungen und Ratschläge wurden ignoriert oder einfach in den Wind geschlagen.

Daher tendiert die Bereitschaft K.H. weiterhin zu unterstützen bei den meisten Forenkolleg_innen hier gegen Null.
Klingt hart, muss aber mal gesagt werden.

Man kommt sich nämlich verarscht vor, wenn jemand hier im Forum um Hilfe fragt; diese Hilfe bekommt und sie dann einfach ignoriert.
Deshalb braucht sich K.H. auch jetzt nicht mehr darüber aufregen, das ihm keiner mehr helfen will.

Wenn jemand bereit ist Hilfe anzunehmen oder wenigstens in einen Dialog zu treten ist das ja okay.
Aber so ist mir meine Zeit dafür einfach zu schade!

BGS

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Re:SG Berlin, Termin 26.9.14
« Antwort #19 am: 23:07:25 Di. 30.September 2014 »
Leider ist es so, das sich K.H. seit ich mich erinnern kann (bin seit fast 5 Jahren hier aktiv) als enorm beratungsresistent erwiesen hat.
Jegliche Tipps, Hinweise, Hilfestellungen und Ratschläge wurden ignoriert oder einfach in den Wind geschlagen.

Daher tendiert die Bereitschaft K.H. weiterhin zu unterstützen bei den meisten Forenkolleg_innen hier gegen Null.
Klingt hart, muss aber mal gesagt werden.

Man kommt sich nämlich verarscht vor, wenn jemand hier im Forum um Hilfe fragt; diese Hilfe bekommt und sie dann einfach ignoriert.
Deshalb braucht sich K.H. auch jetzt nicht mehr darüber aufregen, das ihm keiner mehr helfen will.

Wenn jemand bereit ist Hilfe anzunehmen oder wenigstens in einen Dialog zu treten ist das ja okay.
Aber so ist mir meine Zeit dafür einfach zu schade!


Stimme zu. Auch mir drängt sich mitunter der Eindruck auf, K. H. würde sich nur abreagieren wollen in seinem oft verständlichem Grimm, doch auf konkrete Ratschläge wurde bisher wohl nicht eingegangen. Trotzdem alles Gute, K. H., nimm es nicht persönlich, doch es hätte Dir sicherlich in Deinen Anliegen geholfen, wenn Du bisher den einen oder anderen Tipp von der CD-Community beherzigt hättest.

"Recht haben" bedeutet überhaupt nichts, zumindest hinsichtlich dem "Recht bekommen" vor einem Gericht. Überall auf der Welt.

Aber laß Dich nicht entmutigen und versuche in Zukunft möglichst, die Dir zur Verfügung stehende Energie zielorientiert einzusetzen..

MfG

BGS
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KasparHauser

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Re:SG Berlin, Termin 26.9.14
« Antwort #20 am: 23:43:44 Di. 30.September 2014 »
Hier spricht KasparHauser

BGS, ich habe viele Ratschläge angenommen und umgesetzt.
Allerdings war ich vorrangig in einem andern Forum und ergänzent in
einem dritten Forum.

Die Ratschläge ergänzen sich nicht unbedingt, sondern widersprechen sich meistens.
Liegt wohl an der ganz schlechen Gesetzgebung.

Natürlich nehme ich Ratschläge an. Wozu schreibe ich hier sonst im Forum?
Und die Angriffe gegen mich, ich würde mich Ratschlägen verweigern, sind unbegründet geblieben.
Drei Beispiele sollten allemal genannt werden.

Ich möchte diesem Thread die Spitze nehmen:
Bitte nur noch konstruktive Ratschläge. Was kann ich machen gegen diesen
Staat, der alle Macht hat und die ausspielt?

Was macht ihr und wie kann ich euch unterstützen? Petitionen habe ich reichlich unterstützt.
Allerdings war ich meistens nur einer unter mehreren Zehntausend.
KH

BGS

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Re:SG Berlin, Termin 26.9.14
« Antwort #21 am: 23:50:28 Di. 30.September 2014 »
Wäre es nicht einfacher, wenn Du, K. H., drei Fälle benennst, wo Du Ratschläge, gleich von wem, von CD angewandt hast mit welchem Ergebnis?

MfG

BGS
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Ferenz

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Re:SG Berlin, Termin 26.9.14
« Antwort #22 am: 00:55:03 Mi. 01.Oktober 2014 »
Hier spricht KasparHauser

Bitte nur noch konstruktive Ratschläge. Was kann ich machen gegen diesen
Staat, der alle Macht hat und die ausspielt?

KH

Was soll das denn K.H., Du hast nicht die Deutungshoheit über die Antworten in dem Thread! Was einer hier zu Deinem Thema antwortet, bestimmt ausschließlich Derjenige, der sich zum Thema äußert. Welch eine Verblendung... Du kämpfst nicht gegen den Staat, sondern führst lediglich einen Sozialrechtsstreit und machst nicht Deine Hausaufgaben, wie man es von einem Kläger erwarten darf. Wenn Du im Rechtsstreit beim Sozialgericht Berlin  "Scheiße baust" sind nicht andere Schuld sondern ausschließlich Du. Da nützen auch keine Ratschläge von Unterstützern. Du begreifst es einfach nicht worauf es in einem Prozeß ankommt

Niemand verlangt von Dir, den bösen Staat auszuhebeln. Wenn Du einen Rechtsstreit vor dem Sozialgericht erfolgreich betreiben willst, mußt Du eben die Regeln kennen und anwenden. Sofern es Dir aus persönlichen Gründen nicht möglich ist - sei es wegen fehlender juristischer Sachkunde oder fehlendem Anwalt, der bereit ist Dich zu vertreten -  dann laß es.

Denk mal darüber nach, Ballast der Vergangenheit abzuwerfen und entscheide Dich was zukünftig wichtig ist und was nicht... da werden sich einige Baustellen finden.
   
Andernfalls glaube ich, daß Du dabei bist, die Chose gewaltig zu vermasseln...

Rudolf Rocker

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Re:SG Berlin, Termin 26.9.14
« Antwort #23 am: 10:26:10 Mi. 01.Oktober 2014 »
Ich möchte da nur mal ein Beispiel nennen:
Der Ratschlag "nimm Dir einen Anwalt", kam schon von Anfang an von Kolleg_innen (und von mir) hier aus dem Forum.

Du hast diesen Ratschlag nicht befolgt, stehst jetzt alleine vor dem SG, siehst deine Felle wegschwimmen und gibst nun anderen die Schuld dafür.
Es steht dir natürlich vollkommen frei, das so zu machen. Sich dann aber darüber aufregen, das niemand zum Prozess kommt und niemand mehr bereit ist, hier Hilfestellung zu geben halte ich ehrlich gesagt für ziemlich arrogant.

KasparHauser

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Re:SG Berlin, Termin 26.9.14
« Antwort #24 am: 23:45:41 Mi. 01.Oktober 2014 »
Hier spricht KasparHauser

Ich vermute, du bist noch jünger, als 30 Jahre.
Diese Rechthaberei kenne ich von meinen Söhnen, wenn auch nicht so ausgeprägt.

Ich hatte in meinem Leben etwa 100 Anwälte. Davon einen Professor und auch einige
Studienkollegen. Nahezu alle waren nur darauf bedacht, Geld zu verdienen, richtig vertreten
hat mich kaum einer.

Aber nach vielen Versuchen sind zwei Anwälte geblieben, denen ich vertraue, siehe dazu
Polizeigewalt.blogger.de
Der eine vertritt mich strafrechtlich, der andere vor dem Sozialgericht und dem Landgericht.

Allerdings möchte ich beide nicht überfordern, sondern suche in Foren Hilfe, wie hier.

Den von Ferenz genannten RA Z. kenne ich, der wurde mir in einem anderem Forum sehr empfohlen.
Da er sich nicht korrekt verhalten hatte, wurde er auf meine Initiative von der Anwaltskammer
ermahnt. Ein neues Verfahren ist noch offen.

Wie soll jemand, der AlgII bekommt, Rechtsanwälte bezahlen? Dies sieht der Regelsatz ja nun man
wirklich nicht vor.

Ist es nicht besser und sinnvoller, sich in solch einem Forum auszutauschen?
Rechtsanwälte wollen und müssen Geld verdienen. Und Kosten dürften die einige haben.
Darauf zu verweisen, Rechtsanwälte einzuschalten, scheint mir nicht förderlich, eher kontraproduktiv.
KH

BGS

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Re:SG Berlin, Termin 26.9.14
« Antwort #25 am: 23:56:22 Mi. 01.Oktober 2014 »
Wsrum greifst Du Forenmitglieder an, K. H.?

MfG

BGS
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Rudolf Rocker

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Re:SG Berlin, Termin 26.9.14
« Antwort #26 am: 08:59:33 Do. 02.Oktober 2014 »
Zitat
Wsrum greifst Du Forenmitglieder an, K. H.?
Nee, ist schon ok!
 Sehe ich jetzt persönlich nicht als Angriff, sondern eher als emotionsgeladene Diskussion. ;)


Zitat
Rechtsanwälte wollen und müssen Geld verdienen. Und Kosten dürften die einige haben.
Darauf zu verweisen, Rechtsanwälte einzuschalten, scheint mir nicht förderlich, eher kontraproduktiv.

Ja, sieht man an Deinem aktuellen Verfahren, wie "kontraproduktiv" es ist, einen Anwalt einzuschalten!


Zitat
Wie soll jemand, der AlgII bekommt, Rechtsanwälte bezahlen? Dies sieht der Regelsatz ja nun man
wirklich nicht vor.

Auch dazu gab es hier Tipps von Usern. Aber ich gehe mal stark davon aus, das Du es nichtmal versucht hast Prozesskostenhilfe zu beantragen.


Zitat
Ist es nicht besser und sinnvoller, sich in solch einem Forum auszutauschen?
Ja, aber dieses Forum kann und darf keine Rechtsberatung machen.
Daher kann es auch keinen Anwalt (schon gar nicht vor Gericht) ersetzen.

mousekiller

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Re:SG Berlin, Termin 26.9.14
« Antwort #27 am: 14:04:20 Do. 02.Oktober 2014 »
Ich bin mir nicht wirklich sicher ob ich hierzu noch etwas schreiben sollte. Aber: ich habe das Glück einen Anwalt zu haben, dem ich wirklich vertrauen kann. Im Zweifel schicke ich auch schon mal einen Text zum Korrekturlesen hin. Wenn dann das Angebot kommt, die Sache zu übernehmen, weiß ich zumindest, dass vor jedem Schreiben, was zum Gericht geht, noch mal ein Korrekturlesen meinerseits kommt. Unklare Formulierungen/Punkte werden dann auch gern per Telefon/Persönlich geklärt. Anwälte sind durchaus Menschen, die sich bewußt sind, Fehler zu machen. Und auch anerkennen können, wenn ein Nichtjurist bereits so gut formuliert/argumentiert, dass der Anwalt nicht mehr viel hinzufügen muß. Allerdings sollte man sich, wenn man sich einen Anwalt nimmt, darüber informieren, welche Fachgebiete er betreut. Für Rechtstreitigkeiten im SGB ll gibt es wenige, allerdings sind die dann wirklich spezialisiert.

Und was die Rechtsberatung angeht: in diesem Forum wird es die nicht geben. Denn: es gibt ein Rechtsdienstleistungsgesetz, nach dem Foren wie dieses für Rechtsberatungen sogar abgemahnt werden können. Der Admin hier hat wirklich genug damit zu tun, sinnlose Abmahnungen abzuwehren.
Wer alles gesagt hat, sollte den Mund halten und zuhören.

KasparHauser

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Re:SG Berlin, Termin 26.9.14
« Antwort #28 am: 00:13:08 Fr. 03.Oktober 2014 »
Hier spricht KasparHauser

Ja, ein guter Anwalt ist viel wert.
Auch ich bitte meinen verbliebenen Anwalt, mir vor Versenden seinen Schriftsatz zu senden.
Meist kann ich noch etwas korrigieren.

Wie hier auch schon gesagt, hatte ich viele Anwälte.
Zuletzt vom SoVD, noch aktiv aber auch schon Mandate wegen angeblicher
Erfolglosigkeit niedergelegt. Vorher aber war die Erfolgsaussicht bestätigt worden
und eine Bezahlung eingefordert worden.

Ihr solltet nicht auf Anwälte verweisen, diese wollen nur unser Geld.
Und diese Gelder sind in den Regelsätzen nicht vorgesehen, obgleicht Rechtsstreitigkeiten zum Alltag
gehören. Klar, Regelsatz ist auch deswegen zu niedirig.
KH

Rudolf Rocker

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Re:SG Berlin, Termin 26.9.14
« Antwort #29 am: 10:41:03 Fr. 03.Oktober 2014 »
Zitat
Ihr solltet nicht auf Anwälte verweisen, diese wollen nur unser Geld.

Tatsächlich? Anwälte wollen Geld für ihre Arbeit haben?
Was für abartige Verbrecher das doch sind! Wie kann man es wagen für seine Arbeit auch noch Geld zu verlangen?
Alle einsperren! Das ganze Pack in den Kerker werfen!  ::)