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Post plant tausende Billigjobs im Paktzustelldienst

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CubanNecktie:

--- Zitat --- Post plant Tausende Billigjobs für Paketzusteller

Die Deutsche Post will den Logistikkonzern grundlegend umbauen. Durch neue Töchter will sie Billigjobs für Paketzusteller schaffen, um konkurrenzfähig zu bleiben – Mitarbeiter würden dabei bevorzugt.
--- Ende Zitat ---

Mehr im Artikel auf WELT.DE: Post plant Tausende Billigjobs für Paketzusteller

Wann hört dieser Albtraum endlich auf? Niedriglohn! Schlechte Arbeitsbedingungen! Gewollte Arbeitslosigkeit/Armut!  kotz Egal in welcher Branche ...

Tiefrot:
Bei der Lektüre dieses Artikels stellt sich mir eine andere Frage:
Wenn schon überall Löhne und Arbeitsbedingungen ins Bodenlose sinken,
wer hat in D-Land eigentlich noch die Kohle, den ganzen Krempel zu kaufen ?

Warum auch die Post nun verstärkt auf Billiglöhner setzt, liegt wohl hauptsächlich
im Interesse der Aktionäre. Es ist nur noch widerlich, das Ganze. X(

Sir Vival:
das wird dann wohl so wie bei HERMES: Sub-Sub-Sub-Sub-Sub......und keiner will´s gewesen sein. Sprich, keiner, vor allem der Kopf des stinkenden Fisches, will dann Verantwortung übernehmen.

Aktion:

--- Zitat ---Bei der Lektüre dieses Artikels stellt sich mir eine andere Frage:
Wenn schon überall Löhne und Arbeitsbedingungen ins Bodenlose sinken,
wer hat in D-Land eigentlich noch die Kohle, den ganzen Krempel zu kaufen ?
--- Ende Zitat ---

Genau dieses Konsumverhalten ist das Problem, auch in Bezug auf die Sub, sub, sub Strukturen bei der Deutschen Post, namens Post Delivery GmbH. Auch wir sind es, die für die Lohndrückerei und schlechte Arbeitsbedingungen sorgen. Das Hauptgeschäft der Deutschen Post findet nicht in Deutschland statt. Aber wenn Du innerhalb von zwei Tagen einen Elefanten aus Indien nach Deutschland an deine Haustür bestellen musst, dann überleg Dir einfach mal, wie das funktionieren könnte und ob es nicht doch etwas unnötig ist.
Wer also zurzeit genauso wenig und noch viel weniger Verantwortung übernehmen möchte sind "wir". Statt sich zu wehren wird gehofft, dass es vielleicht "die Gewerkschaft" gerade biegt, oder dass die Gesetzgebung so ein Verhalten zu verhindern weiß. Nur: Erstens musst du wählen gehen, um an der Gesetzgebung mitzuwirken und zweitens musst Du die Sachen vor Gericht bringen und überhaupt anzeigen, um sie zu unterbinden.
Leute, lasst das bestellen sein und setzt euch für Verklagungen ein... macht das öffentlich, berichtet, zeigt Präsenz.
Auch möglich in Kiel beim Amtsgericht. Anrufen, reinsetzen, aufschreiben, berichten.

postzora:

--- Zitat von: Aktion am 19:05:48 Di. 10.Februar 2015 ---Wer also zurzeit genauso wenig und noch viel weniger Verantwortung übernehmen möchte sind "wir". Statt sich zu wehren wird gehofft, dass es vielleicht "die Gewerkschaft" gerade biegt, oder dass die Gesetzgebung so ein Verhalten zu verhindern weiß.
--- Ende Zitat ---

Genauso scheint es sich zu entwickeln. "Die Gewerkschaft" nimmt es nun in die Hand. Schließlich geht es ihr an den Kragen. Sie verliert mit dem Outsorcing Mitglieder und damit Einnahmen.


--- Zitat --- Protest gegen Ausgliederung der Paketzustellung bei der Post
Bei der Deutschen Post regt sich Widerstand gegen die geplante Ausgliederung von Arbeitsplätzen in der Paktzustellung. Die Gewerkschaft Verdi kritisiert, dass die bislang befristet beschäftigten Zusteller der Post nunmehr zum 1. März in die neue DHL Delivery GmbH gezwungen werden sollten.

Es bestehe für die Kollegen die Wahl zwischen Arbeitslosigkeit oder neuen Arbeitsbedingungen mit weniger Gehalt und Altersvorsorge, heißt es in einer am Montag veröffentlichten Erklärung.

Wegen einer geplanten Betriebsversammlung in Niedernhausen rechnet die Gewerkschaft für Dienstag mit deutlichen Einschränkungen bei der Zustellung von Briefen und Paketen in den Postleitzahlregionen 64 und 65. Diese umfassen das Gebiet von Limburg bis zum Odenwald mit den Großstädten Darmstadt und Wiesbaden sowie Teilen von Frankfurt. Zu der vom Betriebsrat einberufenen Versammlung werden rund 1000 Zusteller erwartet.

Ein Unternehmenssprecher verteidigte die nach Bezirken gestaffelte Ausgliederung. Bei der neuen Tochter würden den Paketzustellern Tariflöhne oberhalb des gesetzlichen Mindestlohns gezahlt, die ebenfalls mit Verdi ausgehandelt worden seien. Die Post müsse aber den Lohnabstand zu ihren Mitbewerbern verringern, sagte ein Postsprecher in Frankfurt. Für Festangestellte der Deutschen Post AG ändere sich nichts. Neben Wiesbaden gehört auch der Bezirk Frankfurt zu den bundesweit ersten Gebieten, in denen die neuen GmbHs gegründet werden sollen
--- Ende Zitat ---
http://www.op-marburg.de/Nachrichten/Wirtschaft/Hessen/Protest-gegen-Ausgliederung-der-Paketzustellung-bei-der-Post

Wenn es Verdi gelungen ist, in den neuen Betrieben ein paar Mitglieder zu gewinnen und wohlmöglich einen Betriebsrat zu etablieren, dann wird von Verdi auch nichts mehr kommen. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Die haben ein paar Leute, die gut reden können, es gibt etwas Theaterdonner, Verdi Leuchtwesten und Trillerpfeifen, Fahnenschwenken und dann wieder schön nach Hause. Erst wenn die Kollegen anfangen unabhängig zu diskutieren und selbstständig zu handeln, kann man diesen Entwicklungen etwas entgegensetzen.

So wie es aussieht, läßt sich die Karstadt Belegschaft von Verdi widerstandslos in Billiglohn und Auffangsgesellschaften führen  und Verdi wird es als Sieg verkaufen, daß nur halb so viele entlassen werden, wie ursprünglich erwartet.

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