Autor Thema: Süddeutsche  (Gelesen 6908 mal)

Kuddel

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Süddeutsche
« am: 10:32:42 Mo. 20.April 2015 »
Es ist ein Graus.
Die ursprünglich linksradikale Taz ist jetzt neoliberal. Stern und Spiegel waren nie so links wie ihr Ruf, doch heute versuchen sie die Bild rechts zu überholen.
Und die Reste eines halbwegs seriösen bürgerlichen Journalismus werden auch zerschossen und in der FR und Süddeutschen wird es immer schwerer einen lesbaren Artikel unter dem Trash und der Propaganda zu finden.

Wat'n Dreck:

Zitat
Ein Irrlicht namens Varoufakis

Die griechische Wirtschaft war auf dem Wege der Besserung. Doch dann kamen die neue Regierung und ihr Finanzminister - und es ging bergab. Besinnt sich Tsipras nicht rasch, könnte der Euro für die Hellenen schon in wenigen Wochen Geschichte sein.
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/griechenland-ein-irrlicht-namens-varoufakis-1.2441771

Rudolf Rocker

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Re:Süddeutsche
« Antwort #1 am: 11:37:46 Mo. 20.April 2015 »
Das einzige was ich in der SZ noch lese, sind die Kommentare von Heribert Prantl!
Den Rest kannste in die Tonne hauen!

Zitat
Wie die EU Flüchtlinge tötet
http://www.sueddeutsche.de/politik/fluechtlingspolitik-du-sollst-nicht-toeten-1.2439653

Kuddel

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Re:Süddeutsche
« Antwort #2 am: 14:40:52 Mi. 20.Mai 2015 »
Mit welch einer Dreistigkeit die Realität der massenhaften Altersarmut verleugnet wird und man stumpf behauptet, die jetzigen Rentner wären eine "abgesicherte Generation", die mit Geldern der Rentenkassen nur noch "Rentner-Party" machten...
 kotz                              kotz                                 kotz                                    kotz

Zitat
Rentenpolitik
Schluss mit der Rentner-Party

Mit der Rente mit 63 beschenkt die Regierung eine bestens abgesicherte Generation.
http://www.sueddeutsche.de/geld/kommentar-schluss-mit-der-party-1.2485215

MisterGrey

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Re:Süddeutsche
« Antwort #3 am: 15:33:33 Fr. 29.Mai 2015 »
Mit welch einer Dreistigkeit die Realität der massenhaften Altersarmut verleugnet wird und man stumpf behauptet, die jetzigen Rentner wären eine "abgesicherte Generation", die mit Geldern der Rentenkassen nur noch "Rentner-Party" machten...
 kotz                              kotz                                 kotz                                    kotz

Zitat
Rentenpolitik
Schluss mit der Rentner-Party

Mit der Rente mit 63 beschenkt die Regierung eine bestens abgesicherte Generation.
http://www.sueddeutsche.de/geld/kommentar-schluss-mit-der-party-1.2485215

Die Fakten sind doch eindeutig: https://rente.com/altersarmut  kotz
Das perverse daran: Die Regierung drückt sich auch noch vor der Verantwortung, in dem sie ganz offen das eigene Volk auffordert, selbst vorzusorgen.
Und das bei prall gefüllten Kassen. Gar nicht auszudenken, was passiert, wenn es Deutschland erst mal richtig schlecht geht. Dann werden wohl alle Ü65-er  in unbezahlte 8/24 Jobs gedrängt, damit sie erst gar kein Geld für Miete aufbringen müssen.  ;(
Dass das gar nicht so weit her geholt ist, zeigt ein Beispiel aus jüngster Vergangenheit. Da wurde tatsächlich über eine millionenteuere Werbeagentur ein Ratgeber für Harz4-Empfänger rausgegeben: Die Betroffenen sollen doch bitteschön nur noch Leitungswasser drinken , auf Fleisch verzichten, weniger essen und die Heizung aus lassen.  Wirklich wahr, kein Witz !!

Das alles zeigt, dass die Bonzen da ganz oben jedwege Bodenhaftung verloren haben.  :evil:
Die Schere zwischen arm und reich klafft immer weiter auseinander.
Dabei heißt es doch im Grundgesetz: "Die Würde des Menschen ist unantastbar".

Aber wenigstens hält noch einer die Fahne für uns Ausgebeutete im Bundestag hoch:   ;D




Troll

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Re:Süddeutsche
« Antwort #4 am: 16:31:34 Fr. 29.Mai 2015 »
Ok, abgesehen davon das dein Link direkt zu einer Versicherungsmaklerseite führt, will man ums verrecken nicht die solideste Form der Rente stabilisieren.
Beiträge der gesetzl. Umlagerente sollen sinken, falsch, der Arbeitgeberanteil soll sinken, denn wir sollen ja für private Vorsorge schon einiges bezahlen, auf das die  Gewinne der privaten Versicherer nicht einbrechen.
Da wird regelmäßig auf die bisherige Rente verbal eingeschlagen, nicht leistungsfähig genug und nicht zukunftssicher, was ja klar ist nachdem politisch alles dafür getan wird/wurde die Rente kleinzukriegen.
Alles was bisher als besser und leistungsfähiger dargestellt wurde hält das versprechen nicht mal im Ansatz, sehr teuer, zukunftslabil, und dennoch demontiert man die gesetzl. Rente auch weiterhin unbeeindruckt von jeder Realität.
Politik ist der Spielraum, den die Wirtschaft ihr lässt.
Dieter Hildebrandt
Es ist kein Zeichen geistiger Gesundheit, gut angepasst an eine kranke Gesellschaft zu sein.
Jiddu Krishnamurti

Kuddel

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Re:Süddeutsche
« Antwort #5 am: 13:54:07 So. 17.Januar 2016 »
Und die rassistische Hetze geht weiter:

Zitat
NRW droht zum Unsicherheitsland zu werden

Straßenkinder schlagen sich aus Nordafrika bis nach NRW durch, werden kriminell, aggressiv, machen ganze Stadtviertel unsicher
http://www.sueddeutsche.de/panorama/kriminalitaet-gesetz-der-strasse-1.2819952

Kuddel

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Re:Süddeutsche
« Antwort #6 am: 11:32:53 So. 28.Februar 2016 »
Die Schweinepresse rührt wieder die Propagandatrommel:

Zitat
Was die Populisten gemeinsam haben

In Europa und Amerika mischen Linke und Rechte das politische System auf. Ihre Programme für die Wirtschaft haben überraschende Parallelen.
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/wirtschaftsprogramme-was-die-populisten-gemeinsam-haben-1.2881350

Da ham wers ma wieda: Links und rechts, alles im Grunde das Selbe. Alles Populisten.

Und wer schreibt diesen Scheiß?
Nikolaus Piper, deutscher Journalist, einst für die SPD-Wochenzeitung Vorwärts, ab 1. August 1999 als Ressortleiter Wirtschaft bei der Süddeutschen Zeitung, ausgezeichnet mit dem Herbert-Quandt-Medien-Preis.

Und der Herbert-Quandt-Medien-Preis?
Den Herbert Quandt Medien-Preis vergibt die Johanna-Quandt-Stiftung an Journalisten und Publizisten aller Medien, die sich  mit dem Wirken und der Bedeutung von Unternehmern und Unternehmen in der Marktwirtschaft auseinandersetzen. Er ist mit insgesamt 50.000 Euro dotiert. Der Preis erinnert an den deutschen Unternehmer Herbert Quandt.

Der Johanna-Quandt-Stiftung geht dabei nicht um kritischen Journalismus, sondern vor allem um beliebige PR-Artikel, in denen Unternehmer und Unternehmen in einem möglichst positiven Licht dargestellt werden. Ein Beispiel sei die Vergabe des Preises an die Bild-Zeitung, für die Serie über die 'Pleite-Griechen'.

Und wer war Herbert Quandt?
Herbert Quandt war Sohn des Industriellen Günther Quandt. Nach Ausbildung im In- und Ausland, wurde Herbert Quandt Mitglied des Vorstands der AFA, später VARTA AG. Zwangsarbeiter wurden in vielen der Quandt-Fabriken während des Zweiten Weltkrieges verwendet und die Bedingungen waren brutal. Herbert war der Direktor der Pertrix GmbH, einer in Berlin ansässigen Tochtergesellschaft der AFA. Das Unternehmen verwendete weibliche Zwangsarbeiter, darunter polnische Frauen, die aus Auschwitz überstellt worden waren. 1940 trat er in die NSDAP ein. Während der Zeit des Nationalsozialismus war er Vorstandsmitglied der Accumulatoren-Fabrik AG und an der Seite von Günther Quandt unter anderem Leiter der Personalabteilung. Ein KZ-Außenlager, komplett mit Galgen und einem Ausführungsbereich, wurde auf dem Gelände des AFA-Werks Hannover errichtet.

Nach Einschätzung von Benjamin Ferencz, der bei den Nürnberger Prozessen für die Anklagebehörde arbeitete, wären Herbert Quandt und sein Vater Günther ebenso wie Alfried Krupp von Bohlen und Halbach, Friedrich Flick und die Verantwortlichen der I.G. Farben als Hauptkriegsverbrecher angeklagt worden, wenn die heute zugänglichen Dokumente den Anklägern damals vorgelegen hätten.

(Quelle: Wikipedia)


Die herrschende Klasse und ihre schreibenden Lakaien wollen uns also die Welt erklären.

Rudolf Rocker

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Re:Süddeutsche
« Antwort #7 am: 13:17:43 So. 28.Februar 2016 »
Das Schweigen der Quandts:
! No longer available

dagobert

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Re:Süddeutsche
« Antwort #8 am: 01:18:09 Mo. 29.Februar 2016 »
Zu den Quandts haben wir noch mehr (auch die nachfolgenden Posts beachten):
http://www.chefduzen.de/index.php?topic=22843.msg308031#msg308031

Kuddel

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Re:Süddeutsche
« Antwort #9 am: 10:38:07 Sa. 25.Juni 2016 »
Wozu noch Journalisten?
Nicht nötig. Man läßt sich die Beiträge von den PR Abteilungen der Konzerne schreiben.

Kostprobe:
Zitat
Neue Zentrale
Siemens bekennt sich zu seinen Wurzeln


Natürlich ist das hier alles nur Stahl und Beton und Glas und noch vieles andere. Und doch soll es so viel mehr sein: Ausdruck von Selbstbewusstsein, ein Sinnbild dafür, was der Hausherr ist oder gerne wäre. "Eine weltoffene Stätte der Begegnung", wie es Siemens-Chef Joe Kaeser formuliert, ein Ort des "hierarchiefreien Dialogs" in seiner Firma (der ja oft genug noch das Image der Großbehörde anhaftet), ein Vorzeigeobjekt für umweltfreundliches Bauen, schließlich nicht weniger als ein "Bekenntnis" zu den Wurzeln von Siemens.

Und am Ende ganz einfach "ein neues Zuhause".
...
Und der neue Bau soll nun die Weltoffenheit eines weltweit tätigen Konzerns ausdrücken, die Transparenz eines Unternehmens, das sich nach der tiefen Krise seiner Korruptionsaffären neu erfinden will. Und das Geschäfte machen will mit den Techniken der Zukunft, mit sparsamem Energieverbrauch zum Beispiel. 90 Prozent weniger Strom, 75 Prozent weniger Wasser soll die neue Zentrale brauchen, verglichen mit dem alten Siemens-Häuser-Wirrwarr an selber Stelle.
...
"Das weiß die Stadt sehr zu schätzen", sagt Reiter; dass München heute ein derart starker Wirtschaftsstandort sei, liege auch an Siemens.
...
"Die ganze Stadt München ist unser Campus, ein Campus voller Schätze", sagt er. Mit all den Konzernen und Mittelständlern, mit den Start-ups und Hochschulen. "Wir wollen mittendrin sein in dieser Stadt, mitten im Leben, vor allem aber auch mitten in der Gesellschaft."
http://www.sueddeutsche.de/muenchen/neue-zentrale-siemens-bekennt-sich-zu-seinen-wurzeln-1.3050451

Sowas liest man doch gern.


BGS

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Re:Süddeutsche
« Antwort #10 am: 15:46:33 Sa. 25.Juni 2016 »
...

Sowas liest man doch gern.



Mir wird schlecht.

MfG

BGS
"Ceterum censeo, Berolinensis esse delendam"

https://forum.chefduzen.de/index.php/topic,21713.1020.html#lastPost
(:DAS SINKENDE SCHIFF DEUTSCHLAND ENDGÜLTIG VERLASSEN!)

dagobert

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Re:Süddeutsche
« Antwort #11 am: 00:16:11 So. 26.Juni 2016 »
Wozu noch Journalisten?
Nicht nötig. Man läßt sich die Beiträge von den PR Abteilungen der Konzerne schreiben.
Alle, die solche Aussagen nur schwer glauben können bzw. nicht recht verstehen, sollten mal hier reinschauen:
http://www.chefduzen.de/index.php?topic=328074.0

Fritz Linow

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Re:Süddeutsche
« Antwort #12 am: 00:42:10 So. 26.Juni 2016 »
Alle, die solche Aussagen nur schwer glauben können bzw. nicht recht verstehen, sollten mal hier reinschauen:
http://www.chefduzen.de/index.php?topic=328074.0
Auch nur eine Sekundärquelle. Wir brauchen mehr hiervon: https://de.wikipedia.org/wiki/Quelle_(Geschichtswissenschaft)  ;)

Eigentlich alles ein alter Hut...

Kuddel

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Re:Süddeutsche
« Antwort #13 am: 11:15:01 Fr. 15.Juli 2016 »
Spekulanten/Gentrifizierer zerstören ganze Stadtteile.
Die Bullen starten Gewaltorgien zur Verteidigung der Spekulanten.
Der Berliner Senat tritt das Recht mit Füßen und der Bundesinnenminister findet das gut so.

Und jetzt kommt die Süddeutsche und findet den wahren Schuldigen: Die linke Szene.

Zitat
Ausschreitungen in Friedrichshain
Die Lizenz zum Zuschlagen

Denn, wo sie "Freiraum" sagen, meinen sie nur ihre eigenen Privilegien.


Eine Unterstützerdemo am Kurfürstendamm wurde zur Prügel-, Zerstörungs- und Plünderorgie.

Gentrifizierungskritik als Deckvokabel

Im Sommer 2016 können die Kämpen aus dem besetzten Haus Rigaer Straße 94 auf Zustimmung kaum hoffen, höchstens auf Kumpanei unter Schlägern.

polizeilich gesicherten Sanierungsarbeiten

Sachschaden in Höhe von zehn Millionen Euro

Diese Hausbesetzer wollen zerstören, abfackeln.

Doch die Stadt, der ihre Drohung gilt, reagiert darauf mit großer Gelassenheit

Die Stadt ist weder verängstigt noch mobilisiert, nur empört über das kleinkriminelle, oft gemeingefährliche Treiben der Revoluzzer, die schon lange unter dem Revoluzzerschicksal leiden, nur noch ihre eigene Position zu verteidigen und ihre Privilegien mit "links" oder "Freiraum" zu verwechseln.

normale Leute fassungslos vor ihren verbrannten Autos stehen

die widerliche Parole von den "Bullenschweinen" ebenso zu tabuisieren wie die bei Antisemiten und Rassisten beliebten Tiervergleiche. Die politische Botschaft der Besetzer ist längst auf Enthemmung durch "Schweine"-Rhetorik geschrumpft, auf die Lizenz zum Zuschlagen.

Andere fragen zu Recht, was man mit denen reden soll.

Will die Stadt sich von den armseligen Besetzerdarstellern ein Bürgerkriegsszenario aufzwingen lassen?
http://www.sueddeutsche.de/kultur/ausschreitungen-in-friedrichshain-die-lizenz-zum-zuschlagen-1.3075285-2

So sieht bürgerlicher Journalismus aus.

Und so sieht der Autor aus:


Sohn des Parteichefs der PDS Lothar Bisky mit Vornamen Jens.

Er kriecht jedem System in den Arsch.
Er hat sich in der DDR für drei Jahre freiwillig zur NVA gemeldet, für die Offizierslaufbahn.
Sein Lebensgefährte wird nach dem Fall der Mauer als ein informeller Mitarbeiter der Stasi enttarnt.
Nun hat er im Freien Westen einen warmen Platz gefunden im Arsch des neoliberalen Feuilleton.

Kuddel

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Eigentum ist Diebstahl!
« Antwort #14 am: 12:51:53 Do. 04.August 2016 »
Ach Jottchen.
Jetzt erklärt schon die Süddeutsche ihre Bewunderung für die hohe Moral der RAF.
Zitat
Abgestürzt:
früher RAF-Mitglieder, heute Supermarkträuber

Ernst-Volker Staub, Daniela Klette und Burkhard Garweg sind zu gewöhnlichen Straftätern "verkommen". Kassiererinnen mit Elektroschockern zu bedrohen - das wäre früher unvorstellbar gewesen.
http://www.sueddeutsche.de/politik/raf-abgestuerzt-frueher-raf-mitglieder-heute-supermarktraeuber-1.3107422

Aber hätten die journalistischen Spitzenkräfte damals schon aufgepaßt, hätten sie mitbekommen, daß auch die "gewöhnliche" Kriminalität mit Raub und Diebstahl bereits eine soziale Auseinandersetzung ist und eine Vorstufe zur kollektiven Enteignung.