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ADIDAS - Rieste -----MIESE ARBEITSBEDINGUNGEN!

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Rappelkistenrebell:
Wie in den Sweatshops ins Asien wird auch in der brd die Knute immer mehr angezogen! >:(

Sportartikelhersteller wehrt sich „Adidas ist die Hölle“: Kritik von Arbeitern in Rieste

 Osnabrück. Leiharbeiter des Adidas-Logistikzentrums in Rieste im Landkreis Osnabrück erheben in der aktuellen Ausgabe der „Zeit“ schwere Vorwürfe gegen das Unternehmen. Eine Frau aus Bramsche sagt: „Arbeiten bei Adidas, das ist die Hölle.“ Der Konzern aus Herzogenaurach entgegnet: „Aus unserer Sicht entbehren alle Vorwürfe jeglicher Grundlage.“ Und auch der Betriebsrat findet, an den Anschuldigungen sei „überhaupt nichts dran.“ Es steht Aussage gegen Aussage.

In der zweiseitigen Reportage berichten vier Arbeiter über fragwürdige Bedingungen in dem Werk: unbezahlte Überstunden, Arbeiten bis zur Erschöpfung, Einschüchterungen durch Vorgesetzte. Die „Zeit“ schreibt von „Menschen, die wie Rechtlose behandelt werden.“ Adidas habe offenbar keinen Überblick über das Treiben der Zeitarbeitsfirmen, bei denen die Leiharbeiter angestellt seien, schlussfolgert die Autorin.

281 Festangestellte, 583 Zeitarbeiter

Wie Adidas auf Nachfrage erklärt, seien am Standort Riese 281 Festangestellte tätig. 583 Menschen seien von den Zeitarbeitsfirmen „Manpower“ oder „Olympia Personaldienstleistungen“ in das 2013 eröffnete Werk im Osnabrücker Land entsandt.

Die Vorwürfe der Leiharbeiter erinnern an Schilderungen aus der Schlachtbranche. Sie sagen etwa, sie hätten 30 Stunden mehr im Monat gearbeitet, als es in den Unterlagen vermerkt werde. Zudem gebe es einen sogenannten Bereitschaftsdienst, bei dem Arbeiter permanent telefonisch erreichbar sein müssten. Die „Zeit“ beruft sich auf Zettel in deutscher und polnischer Sprache, die im Werk aushängen sollen. Adidas streitet die Existenz eines solchen Dienstes allerdings ab.

Adidas verteidigt Subunternehmer

In einer Reaktion auf den Artikel stellt sich der Sportartikelhersteller explizit vor seine Subunternehmer: „Wir haben alle Vorwürfe gemeinsam mit unserer Personalabteilung und dem Betriebsrat vor Ort in Rieste geprüft. Das Ergebnis: […] Die erwähnten Vorwürfe bezüglich Abrechnungen, Überstunden und Urlaubsansprüchen treffen nicht zu.“

Vize-Betriebsratsvorsitzender Jens Worpenberg bestätigt unserer Redaktion, dass sich keiner der im Artikel beschriebenen Kollegen an ihn gewandt habe – trotz des engen Verhältnisses, das der Betriebsrat auch zu den Leiharbeitern habe. „Wir behandeln alle Teile der Belegschaft gleich“, betont Worpenberg. Er räumte allerdings ein, dass sich kein Leiharbeiter im Betriebsrat befände. Dies sei gesetzlich nicht erlaubt.

Betriebsrat: Keine Probleme bekannt

„Arbeitsleistung, Motivation – das ist alles top“, beschreibt Worpenberg die Kollegen der Leiharbeitsfirmen. Im relativ neuen Werk in Rieste bewege sich alles im gesetzlichen Rahmen. Dementsprechend geschockt sei er von dem Zeit-Artikel gewesen. An den Vorwürfen sei „überhaupt nichts dran“. Die Arbeitszeiten würden korrekt erfasst. Die „Zeit“ beruft sich auf Arbeitsunterlagen, die der Reporterin vorlägen.

Worpenberg sagt weiter: „Ich lege meine Hand dafür ins Feuer, dass niemand im Werk eingeschüchtert worden ist.“ Was allerdings vor den Werkstoren, etwa in den Büros der Zeitarbeitsfirmen passiere, könne er auch nicht sagen.

Für Adidas eine Erfolgsgeschichte

„Rieste ist eine Erfolgsgeschichte“, sagt die Konzernsprecherin zu dem Logistikzentrum. „Die Leute werden weggeschmissen“, zitiert die „Zeit“ eine Arbeiterin. „Die Fluktuation liegt unter dem Branchenschnitt“, entgegnet die Sprecherin. „Seit Eröffnung des Distributionszentrums in Rieste/Niedersachsenpark hat die adidas Gruppe 281 neue Arbeitsstellen geschaffen und allein im vergangenen Jahr 117 Mitarbeiter von Olympia und Manpowergroup übernommen, in diesem Jahr bislang 24.“

Einen Hintergrund zum Gewerbegebiet Niedersachsenpark im Landkreis Osnabrück finden Sie in der Zeitung „Die Wirtschaft“ aus dem März.

Quelle

http://www.noz.de/deutschland-welt/wirtschaft/artikel/577688/adidas-ist-die-holle-kritik-von-arbeitern-in-rieste

Rappelkistenrebell:
Hier der Artikel des Zeit Schmierblattes....


 SportkonzernAusbeutung bei adidas

Im adidas-Logistikzentrum in Rieste, Niedersachsen, werden Arbeiter offenbar behandelt wie Untertanen. Jetzt wehren sie sich.
21. Mai 2015  16:03 Uhr

Adidas lässt offenbar Arbeiter in seinem Logistikzentrum in Rieste, Niedersachsen, ausbeuten. Das berichtet DIE ZEIT in ihrer aktuellen Ausgabe. Es geht unter anderem um nicht erfasste und nicht bezahlte Überstunden, unklare Arbeitszeiten, monatelange Urlaubssperren und Nachtschichten. Betroffen sind Arbeiter, die adidas von den Personaldienstleistern Manpower und Olympia entleiht. Einige Arbeiter wehren sich jetzt gegen die Ausbeutung. Vier von ihnen nennen in der ZEIT ihren Namen und zeigen ihr Gesicht – und fordern den Konzern auf, etwas zu verändern.

Der ZEIT liegen Informationen und Unterlagen vor, aus denen hervorgeht, wie der Konzern die Arbeiter behandeln lässt. Offenbar wird zahlreichen Arbeitern ohne Angaben von Gründen gekündigt. Auch die Gewerkschaft IG BCE spricht von einer "hohen Fluktuation". Adidas sagt, es handele sich um Einzelfälle.

Weiterhin können sich die Arbeiter nicht auf vorhandene Dienstpläne verlassen, sondern müssen ihre Supervisor oft persönlich oder am Telefon fragen, ob sie wirklich arbeiten dürfen. Manchmal werden sie sofort oder nach einigen Stunden wieder nach Hause geschickt. Außerdem gibt es Bereitschaftsdienste, die jedoch nicht entlohnt werden. Adidas bestreitet, dass es einen Bereitschaftsdienst gibt.

Weiter beklagen die Arbeiter, dass Überstunden nicht erfasst und nicht ausbezahlt werden. Es gibt eine monatelange Urlaubssperre und Nachtschichten, von denen die Arbeiter total erschöpft sind. Arbeiter müssen im Umkreis von 12 Kilometern zum Zentrum wohnen, einige müssen dafür umziehen. Andere Arbeiter werden in Mehrbettzimmern untergebracht. Zumindest ein Arbeiter wurde körperlich eingeschüchtert.

Adidas, mit den einzelnen Vorwürfen konfrontiert, bestreitet die Vorfälle. Der Konzern antwortet in jedem Fall auch für die Personaldienstleister Olympia und Manpower, welche die Arbeiter beschäftigt haben.

Das Logistikzentrum versorgt den Groß- und Einzelhandel in Zentral- und Westeuropa mit den Marken adidas und Reebok. Adidas ist der zweitgrößte Sportartikelhersteller der Welt. Das Unternehmen beschäftigt 54.000 Mitarbeiter und wies zuletzt einen Umsatz von 14,5 Milliarden Euro aus.





Quelle

http://www.zeit.de/wirtschaft/unternehmen/2015-05/adidas-ausbeutung-arbeiter-rieste

oldfaithfull:
@ rappelkisterebell
des versteh ich jetzt nicht ganz: Du tust die Kritik der Zeit an den Verhältnissen als Ergebnisse eines "Schmierblattes" ab? Lies denArtikel bitte noch einmal ganz genau... ja, danke :)

Rudolf Rocker:
Vermutlich hat Rappel sich die Veröffentlichung des Zeit- Artikels nicht vom ZK genehmigen lassen! ;D

Hochseefischer:
@Rudi: *grins*

Mir ist dazu grad auch noch was eingefallen:

Aus Rappels Sicht ist die "Zeit" ein Blatt der Bourgeoisie. Und die Bourgeoisie ist ja bekanntermaßen der Klassenfeind der Arbeiterklassse. Nur die "Rote Fahne", das Leib- und Magenblatt von Rappel, kennt die wahre und einzig richtige Wahrheit.

Das musst Du doch wissen, @oldfaithfull  ;)

PS: Ich musste erstmal nachschlagen, wie man das Wort "Bourgeoisie" richtig schreibt.

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