Autor Thema: Münchhausen Gewerkschaften  (Gelesen 4603 mal)

counselor

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Re:Münchhausen Gewerkschaften
« Antwort #15 am: 17:30:44 Do. 25.Oktober 2018 »
Man merkt deutlich den schädlichen Einfluss der SPD.
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

Rudolf Rocker

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Re:Münchhausen Gewerkschaften
« Antwort #16 am: 16:27:11 Sa. 27.Oktober 2018 »
Moment mal...
Zitat
Ein Verbot der Leiharbeit ist Wunschdenken und wenig realistisch. Wir sind 1 Mio
Kolleginnen und Kollegen. Wo sollen die Stellen denn herkommen? Wer ein Verbot der
Leiharbeit fordert, fordert gleichzeitig die Arbeitslosigkeit von 1 Mio. Menschen.
Wer
das will, der hat als Kind zu dicht an der Wand geschaukelt

Das haut nun gar nicht hin. Festeinstellung plus reguläre Bezahlung,
und das Problem ist gelöst. Wer da also zu dicht an der Wand schaukelt,
wäre noch zu klären.  X(

Eben!
Wenn die Arbeitsplätze überflüssig wären, würde man dafür auch keine Leihsklaven brauchen.

Fritz Linow

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Re:Münchhausen Gewerkschaften
« Antwort #17 am: 17:04:40 Sa. 10.November 2018 »
Matthias Wurst hat da nochmal einen Bindestrich eingefügt und sein Projekt ist nun unter
http://ig-leiharbeit.de/
erreichbar.
 
Das ist nun zumindest nicht mehr so. Es heißt jetzt https://ig-personaldienstleister.de/, ist ja auch wesentlich identitätsstiftender. Der Inhalt ist nach wie vor gruselig.

Fritz Linow

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Re:Münchhausen Gewerkschaften
« Antwort #18 am: 14:15:51 So. 11.November 2018 »
Bei dieser Initiative für Gerechtigkeit in der Leiharbeit (ig-personaldienstleister) scheint es sich tatsächlich um eine pathologische Form der Leiharbeiteraristokratie im Spätstadium zu handeln.

Zitat
Leih- und Zeitarbeit ist KEIN Sklavenhandel. Jeder Unterschreibt den Arbeitsvertrag freiwillig.

Blabla und jeder ist seines Glückes Schmied, schon klar.

Zitat
In keiner anderen Branche findet man Kolleginnen und Kollegen, die in einem Bot sitzen und alle damit beschäftigt sind, Löscher in den Boden zu bohren. Es ist doch absurd zu glauben, das die, die jetzt schon nichts anderes bekommen als in der Leiharbeit, bei einem Verbot etwas anderes zu finden.

Hä?

Zitat
Aus den verschiedensten Gründen finden Menschen einfach keine andere Anstellung. Sei es nun das sie ungelernt sind, Ortsgebunden durch Familie und Kinder, keinen Führerschein haben, auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen sind, u.s.w. Was auch immer für Gründe dies sind, dafür sind nicht die Leihfirmen verantwortlich. Fakt ist, das ein Verbot der Leih und Zeitarbeit genau diesen Menschen keinen Meter weiter hilft. Das Gegenteil ist der Fall! Diese Menschen werden in die Arbeitslosigkeit getrieben. Es ändert sich doch nicht die private Situation, wenn man die Leiharbeit verbietet.

Fakt ist auch, dass der Verzehr von Samen der Hawaiianische Holzrose zu den wunderlichsten Visionen führt.

Zitat
Wir haben keine Zeit und keinen Grund für Selbstmitleid.

Kommt noch.

Onkel Tom

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Re:Münchhausen Gewerkschaften
« Antwort #19 am: 19:39:02 So. 11.November 2018 »
Fortsetzung..

Zitat
...
Eigentlich wollten wir hier die NRW Gruppe gründen. Das war auch vor einem Jahr noch gewünscht.
Es ist auch immer noch gewünscht, aber man will uns auf einen anderen Kurs bringen.
Den Kurs des jammerns. Deswegen haben wir uns jetzt doch zu einem eigenständigen Projekt
entschieden.
..

Was versteht er unter "jammern" ?

Etwa die ablehnende Haltung, mit Sklavenhändlern auf Kuschelkurs zu gehen ?

Zitat
...
Wir wollen für tarifliche Verbesserungen eintreten. Wir wollen gleiches Geld für gleiche Arbeit,
spätestens ab dem 01.04.2021

Wir fordern daher die Gewerkschaften auf, diesen Termin in den nächsten Tarifvertrag mit
aufzunehmen
...

Huch ? Den Spruch "Gleiches Geld für gleiche Arbeit" kenne ich doch von anderer Stelle her..

Ach ja, vor über 10 Jahren schon mal aus dem Megaphone der Gewerkschaft gehört.

Hmm.. Ja, warum funzte diese Forderung bis heute noch nie ? Gewerkschaften unfähig oder
Leiharbeitsmafia im Bereich politischer Einflussnahme moralisch ausgeschlafen krimminell ?
Da sitzen wohl Leute am Pokertisch mit gezinkten Karten und andere merken dies nicht ?
Oder doch ? Irgendwie komme ich da nicht mehr ganz mit..

Zitat
...
Von vielen Menschen wird immer wieder die Behauptung aufgestellt, Leihfirmen seien zu 99%
Sklavenhändler. Einige Kommentare sagen sogar, das Menschen in der Leiharbeit arbeiten
müssen, weil sie keine andere Stelle bekämen.  So heißt es z.B. in einem Kommentar:

„Die wenigsten arbeiten freiwillig als Leiharbeiter, sondern weil sie aus verschiedenen Gründen
wenig Alternativen haben und keine Festanstellung finden. Das schön zu reden ist echt eine
Kunst für sich.“
...

Wer kummuniziert da eigendlich mit wem ? Ein Unbekannter mit Herrn Wurst oder er mit sich
selbst ?

Die "Behauptung" 99% der Leihfirmen seien Sklavenhändler ist wohl den Eindrücken und
Erfahrungen, sowie Entlohnung von Leiharbeitnehmern geschuldet.

Und das nicht erst seid neusten.. Zum Antrieb und Verfestigung dieser Situation sind die
Jobcentren und Arbeitsämter gern behilflich.. Stikmatisiert muss der vom JC "zwangsvermittelte"
Leiharbeiter das "große Fressen" zwischen Täter und Helfershelfer von Arbeitsmarktpolitik
und Leiharbeitsfirmen zusehen, dies mit seiner Arbeitskraft blechen und findet zu dessem
Monopolismus und Kontrahierungen keine Alternative mehr.. Schließlich schmeckt es dem
Entleiher ja auch bestens. Warum sollte er dann Mitarbeiter zur Festeinstellung suchen ??

Zitat
...
Fakt ist, das ein Verbot der Leih und Zeitarbeit genau diesen Menschen keinen Meter weiter hilft.
...

Was ist das denn für eine Utopie ?

Mit den Leiharbeits-Bonzen an den runden Tisch setzen und dann Forderungen stellen, die
die Leiharbeitsbranche "gerechter" erscheinen lässt ??

Dabei haben sich nicht nur "echte Gewerkschaflter" schon seid über einem Jahrzehnt die
Zähne daran ausgebissen..

Die Leiharbeitsmafia hat es immer wieder geschafft, Neuregelungen zu umgehen und es wird
Zeit, lieber ein "Ende mit Schrecken" zu vollziehen, statt sich weiter mit einem "Schrecken ohne
Ende" ab zu kaspern und weiter den Betroffenen Geduld ab zu fordern !

Wird Leiharbeit verboten, giebt es weniger Spaltung, keine "Zwangsvermittlungen" durch das JC
als Billigkraft mehr und das schönste ansich werden wieder Arbeitsplätze frei, die "gerecht"
bezahlt werden müssen und den Arbeitnehmer nicht so verheizen, wie es bei manch
Sklavenhändlern zum guten Ton ihres Geschäftsgebahren gehöhrt.. Deswegen bleibe ich dabei :

Leiharbeit verbieten !!
Lass Dich nicht verhartzen !

Fritz Linow

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Re:Münchhausen Gewerkschaften
« Antwort #20 am: 20:13:26 So. 11.November 2018 »
Der Typi scheint echt total gaga zu sein. Es gibt ja neuerdings vom Randstad-Betriebsrat eine Petition zur Abschaffung der Höchstüberlassungsdauer, schön kommentiert von Labournet: http://www.labournet.de/?p=139856

Die Interessengemeinschaft der Personaldienstleister (Initiative für Gerechtigkeit in der Leiharbeit) sagt dazu:
Der Betriebsrat wird von uns jede Unterstützung bekommen, die wir leisten können.

Dass der Randstad-Betriebsrat ein korrupter Sauhaufen ist, kann man übrigens bei ZOOM nachlesen.

Der Typ lebt in seiner eigenen Welt. "Meine schöne Leiharbeitsstelle, meine schönen Branchenzuschläge". Die Wirklichkeit erkennt er nicht. Einfach nur traurig und nervig.

counselor

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Re:Münchhausen Gewerkschaften
« Antwort #21 am: 20:41:54 So. 11.November 2018 »
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass Leiharbeit Mist ist. Leiharbeiter (und befristet Beschäftigte) gehören in unbefristete Arbeitsverhältnisse im Entleihbetrieb übernommen.
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

Onkel Tom

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Re:Münchhausen Gewerkschaften
« Antwort #22 am: 22:13:26 So. 11.November 2018 »
Jo, danke für den Link und die Folge Die Anstalt zur Leiharbeit sollte sich
Herr Wurst doch mal reinziehen..

Ich nehme an, das ihm Labournet.de nicht bekannt ist.. Wer auf dem Leim
eingeht, mit der Bonzenschaft der Leiharbeit verhandeln zu wollen, hat echt
die Realität verpennt oder will "aufgekauft" werden.

"Wir stellen Sie jetzt ein und Sie halten dafür in Zukunft die Klappe" ist ja nix
neues..

Ich gehe mal davon aus, das spätestens dann seine Internetpräsenz weg ist.

Mit dem stimmt wirklich was nicht  ::)

Na, und Randstad träumt auch ganz schön vor sich rum..
Statt 50.000 Unterzeichner konnte ich bisher nur ca. 4100 finden.

https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2018/_09/_11/Petition_83888.nc.html
Lass Dich nicht verhartzen !

Fritz Linow

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Re:Münchhausen Gewerkschaften
« Antwort #23 am: 23:03:03 So. 11.November 2018 »
Auf einen letzten Wurst aus der bunten Socialmediawelt:

https://www.facebook.com/initiativegerechtigkeitinderleiharbeit

Am Ende wurde wohl ein "ich" vergessen. Ein ICHICHICHICHICH.

Onkel Tom

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Re:Münchhausen Gewerkschaften
« Antwort #24 am: 23:41:31 So. 11.November 2018 »
Hatte er nicht irgendwo im Web mal losgelassen, das er auch mal zum
Jobcenter musste etc ? Hmm, ist wohl etwas vergesslich geworden, was
"Zwangsvermittlung in Leiharbeit" angeht..
Lass Dich nicht verhartzen !

Alex_IGL

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Re:Münchhausen Gewerkschaften
« Antwort #25 am: 01:07:33 Mo. 12.November 2018 »
Zitat
...
Eigentlich wollten wir hier die NRW Gruppe gründen. Das war auch vor einem Jahr noch gewünscht.
Es ist auch immer noch gewünscht, aber man will uns auf einen anderen Kurs bringen.
Den Kurs des jammerns. Deswegen haben wir uns jetzt doch zu einem eigenständigen Projekt
entschieden.
..

Jetzt melde ich doch auch mal zu Wort:
Richtig ist, es gab bei facebook einen Kontakt unterhalb irgendeines Beitrags und anschließend die Absicht, in NRW aktiv zu werden - warum auch nicht. Nur ließ er damals noch nicht die Positionen raus die nun vertreten werden und relativ schnell hab ich ihn links liegen lassen als sich inhaltliche Differenzen unterhalb von facebook-Beiträgen ergaben - das scheint er nicht zu verkraften.

Kurs des Jammerns... brauch ich wohl nichts weiter zu sagen. Zumal wir, wenn wir schon "jammern" auch immer einen Lösungsansatz beifügen, Aufhebung der Tarifverträge und Gewährleistung von EqualPay ab dem ersten Tag beispielsweise. Aber dann wären ja die Leiharbeiter teurer und eine Festanstellung günstiger und ... ja, das wäre doch toll.

Habe ihm heute früh was zum Nachdenken gegeben, diese Mail war dann der Auslöser, eine Stellungnahme zu veröffentlichen:

Zitat
Hallo Matthias,

nach Rücksprache halten wir eine Zusammenarbeit aufgrund deiner Aussagen für ausgeschlossen und bitten um schnellstmögliche Richtigstellung.

Ferner ist deine Aussage, LeiharbeiterInnen würden aufgrund mangelnder Bildung keine Festanstellung erhalten ist ein Schlag in das Gesicht eines jeden Menschen.

Wie viele Einsätze hast Du denn absolvieren dürfen? Durftest du niemals gemeinsam mit arbeitslosen Akademikern den Arbeitstag in der Produktion verbringen. Ich, und viele andere schon.

Das Problem des Missbrauchs durch Leiharbeit erledigt sich unserer Meinung von selbst, wenn der Einsatz aufgrund EqualPay ab dem ersten Tag erfolgt, was ohne die Existenz abweichender Tarifverträge gesetzlich verankert ist und vor Gericht erstritten werden kann.

Der Vorwurf, zu nah an der Wand geschaukelt zu haben, weil man die Arbeitslosigkeit von einer Millionen Menschen forciert ist blanker Hohn!
Die Arbeit ist doch vorhanden, es muss doch weiterhin produziert werden, der Bedarf an Arbeitskraft ist gegeben.
Deine Aussage schützt die Interessen der Arbeitgeber - aber das ist ja traditionell in der IG BCE verankert, von daher wundern wir uns nicht wirklich darüber.

In Sachen Sklavenhandel stimme ich dir soweit zu, das die Verwendung des Wortes in der Außenwirkung negativ ist. Wir als IGL, und das verteidige ich intern, verwenden das Wort nicht - gerade aus Rücksicht realer Sklaverei, damals wie heute.
Was wir aber nicht können, ist Betroffenen das Wort zu verbieten, es gilt auch für deiner Meinung nach "ungebildeten" Menschen die Meinungsfreiheit. Soweit sichtbar, arbeite ich da innerhalb von Diskussionen dagegen - gerade um Gegenwind durch verwendung zu vermeiden, aber kann es niemanden verübeln sich durch die Verwendung Luft zu verschaffen.

Kollegiale Grüße verbitten wir uns solange Arbeitgeberinteressen vertreten werden, dennoch wünsche ich aus Gründen der Höflichkeit "viel Erfolg"

Alex Schalber


PS; In Kopie an Mitstreiter gesendet

und hiermit veröffentlicht. Das obige ist also mein "Versuch ihn auf einen anderen Kurs zu bringen". Was das S-Wort angeht: auf facebook hat man direkt den iGZ-Trolltrupp an der Backe wenn man es im Namen der IGL verwendet. Wenn es Betroffene in der Kommentarspalte mehrfach anwenden kann man eben nix machen, Meinungsfreiheit ist ein so hohes Gut, wir sollten es nicht beschneiden  ;D

Nun seine Antwort:

Zitat
Was genau soll ich denn richtig stellen? Ich habe die Domain geändert, und so weit ich das überschauen kann, den Namen IG - Leiharbeit entfernt.

Das projekt nennt sich "Initiative für Gerechtigkeit in der Leiharbeit" und das ist zusammen mir der der neuen Domain keine Namensähnlichkeit mehr.

Meine Aussagen sind meine klare Überzeugung und bedürfen keiner Richtigstellung.

Zu was ich ihm noch bringen werde, ist ihm die Mühe zu machen auch noch seinen Twitter-Account richtigzustellen.
Er hat zwar nur einen Follower, aber die Mühe sollte er sich dann schon noch machen.

Ob ich mir die Mühe mache, seine Stellungnahme richtig stellen zu lassen, überlege ich mir noch. Eventuell verbunden mit der Frage ob er nun EqualPay möchte, oder doch nur "6% mehr Geld".

Onkel Tom

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Re:Münchhausen Gewerkschaften
« Antwort #26 am: 12:12:45 Mo. 12.November 2018 »
Vielen Dank für Deine Infos  ;)

Zu dem Begriff "Sklavenhändler" möchte ich keineswegs Menschen heute und
aus der Vergangenheit verunglimpfen, die unter den Bedingungen eines "echten
Sklaven" zu leiden haben / hatten..

Ein Hoffnungsträger, hiermit der (neu eingestellte) Leiharbeiter darf anbei
(künftig)"des öfteren" die Erfahrung machen, das er von seinem Vorgesetztem
nur "als Etwas" betrachtet wird, der nur zu leisten hat. Ansonsten kann dieser bei
menschlich bedingten "Störungen des Profitertrages" gleich wieder gehen..

Menschlichkeiten sind zwar "gesetzlich berücksichtigt" aber das es dann doch
ganz anders kommt, sind ja leider keine Einzelfälle, woran Mensch ja schwarze
Schafe der Brance erkennen "sollte"..

Die Töne "Einmal Leiharbeit = immer Leiharbeit" oder "In diesem Laden bin ich
sowiso nur Keule oder Packesel" kommen ja nicht von ungefähr.

Was mich am meisten an den Puplikationen von Herrn Wurst stört, das er frech
singemäß behauptet "Niemand wird gezwungen, eine Leiharbeit auf zu nehmen."
Er blubbert sogar dummes Zeugs hinsichtlich "unter Bedrohung von Waffengewalt".

Wenn sein Lebenslauf aus dem Web den Tatsachen entsprechen, stolpert man
sofort über den Ast, das er wohl erfahrender Pendler zwichen Jobcenter und
Leiharbeitsverhältnis war / ist..

Also müssten ihm teilweise meine Kritiken als "sowas oder ähnlich erleb(t)e ich
auch" bewusst sein.. Alle Achtung, wie er den Spagat  Negative Arbeitererfahrungen
und politischer Karriere in emmotioneller Hinsicht wuppt..

Hmm. kenne ich doch auch irgend wo her, wenn jemand politische Karriere wittert,
plötzlich über alles erhaben erscheinen und sogar versuchen, Begriffe auf einer
Verbotsliste von Meinungsfreiheit zu bringen.

War selber Leiharbeiter und wenn ich anbei den Eindruck habe, wie ein Sklave
behandelt zu werden, warum soll ich mich dafür schämen, bei einem "Sklavenhändler"
gelandet zu sein ?

Klaro ist Leiharbeit eine Alternative zur Festeinstellung, aber gerade an diesem
Argumennt fehlen viele Worte und Zwichenzeilen, die die Realität wieder spiegelt.

Herr Wurst sollte sich doch mal an eigener Erfahrungen erinnern, statt Wurzelbereiche
der Leiharbeit in der Öffentlichkeit zu verschonen. Er bezieht das Thema H4 ja mit ein,
was ich ok finde, aber Betroffene Im Karusell Leiharbeit und Erwerbslosigkeit haben
meines Erachten bereits Hoffnungen bezüglich "Gleiches Geld für gleiche Arbeit"
größtenteils verloren..

Und die Leiharbeits-Mafia stupst ja auch des Betroffenen Nase an, das es legitim ist,
"etwas radikal" zum Thema Leiharbeit zu denken (und zu äußern) .

Anbei könnte ich mich nur noch darüber gedulden, das die Abwicklung von Leiharbeit
hin zu Festeinstellung und zurück erlangter Lebensplanung einen Zeitrahmen benötigt.
Ich denke, das zur Abwicklung 2 Jahre aus reichen.

Der Wurst geht mir nich ausm Kopp..

Schönen (blauen?) Montag  ;D
Lass Dich nicht verhartzen !

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Re:Münchhausen Gewerkschaften
« Antwort #27 am: 16:09:55 Mo. 12.November 2018 »
Für mich ist Hr. Wurst ein glasklarer Fall von Opportunismus. Wahrscheinlich wittert er die Chance, irgendwo (politische) Karriere machen zu können.
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

Kuddel

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Re:Münchhausen Gewerkschaften
« Antwort #28 am: 20:11:56 Di. 13.November 2018 »
Da kannst du wohl recht haben.

Erinnert mich ein wenig an einen flüchtigen Bekannten. Ein Leiharbeiter, der versuchte sich für die Sache seiner Kollegen einzusetzen. Seine Leiharbeitsinitiative war eine one-man-show mit einem Webauftritt. Die Sache war teilweise etwas wirr, doch gut gemeint. Er suchte auch Kontakt zu anderen, die sich in krititscher Betriebspoltik versuchten.

Dann wurde Verdi auf ihn aufmerksam. Sie scheinen in ihrem scheintoten Laden großes Interesse an Leuten zu haben, die Eigeninitiative zeigen. Ihr wurden wohl Versprechungen gemacht. Der Leiharbeiter wurde schwach und hoffte auf eine Gewerkschaftskarriere, um so die Scheißleiharbeit hinter sich lassen zu können. Er brach die Kontakte zu den Betriebsaktivisten und anderen Kollegen ab, die ihm plötzlich zu radikal waren. Die sah er wohl als Hemmschuh für eine Gewerkschaftskarriere. Nach einiger Zeit kam er reumutig zu den geschmähten Kollegen zurück. Sie hätten wohl recht. Von Seiten der Gewerkschaft waren es nur leere Versprechen. Es gab da keine Karriere für ihn.
Seine Leiharbeiterini gibt es nicht mehr.
Es wird demnächst in Rente gehen.
Das sei ihm gegönnt.

Ich denke mal, sowohl die SPD alsauch die IGBCE sind ganz heiß auf engagierte Arschkriecher. Das würde seinen Wechsel vor kurzem von Verdi zur IGBCE erklären. Aber Mister Wurst sollte sich nicht wundern, wenn er genauso fallengelassen wird, wie der oben beschriebene Leiharbeiterkollege. Dem Herrn Wurscht wünsche ich jedenfalls, daß er den Rest seines Lebens in seiner so geliebten Leiharbeit schuften darf.