Industrie & Handwerk & Agrar > Leiharbeit, bzw. moderner Sklavenhandel

Die unabhängige Gewerkschaft Zeitarbeit stellt sich vor

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Rudolf Rocker:
Ja, auf meine ernst gemeinte Frage kommt ja auch nur rumgeheule und Blabla!
Aber keine Antwort ist ja auch eine Antwort!
In Wirklichkeit gibt es vermutlich grade mal ein Mitglied.
Und wenn dann einer Zurücktritt ist das eben der Gesamte Vorstand! ;D

Kuddel:

--- Zitat von: Rappelkistenrebell am 07:49:21 Mi. 22.Juli 2015 ---Brauchen Zeitarbeiter eine eigene Gewerkschaft? Würden diese nicht von FAU oder Wobblies vertreten werden?
Ich entnahm Eurer Internetseite,daß Ihr aus Bremen kommt. Gerade dort scheint es eine recht aktive Wobblies Gruppe zu geben
http://iww-bremen.org/
aus welchem Grunde arbeitet man dort nicht mit?
Die FAU ist ideologisch stark eingeengt mit ihrer anarchististischen Grundlage. Die Wobblies sind weltanschaulich offener und umfassen mehr linke Strömungen.
--- Ende Zitat ---

Es gibt in Bremen eine aktive und gute Wobblies Gruppe. Sie versteht sich aber nicht als Konkurrenz zur FAU. Es gibt Kontakte zueinander und in praktischen Dingen eine Zusammenarbeit.

Kuddel:

--- Zitat von: Rappelkistenrebell am 07:49:21 Mi. 22.Juli 2015 ---aus welchem Grunde arbeitet man dort nicht mit?
--- Ende Zitat ---

Weil es keine praktische Arbeit der UGZ gibt. Eine virtuelle Gewerkschaft ohne physischen Bestand. Ein Internetphantom.
Facebookmüll.

Fritz Linow:
Hallo Tamme-UGZ,

Sie sind wieder auf den Beinen, nachdem Sie letzte Woche bei einer Aktion der UGZ von Leuten eines Entleihbetriebes zusammengeschlagen worden waren. Das ist gut.
http://ugz.phpbb8.de/interne-news-f12/der-vorstand-macht-den-weg-fur-neuwahlen-frei-t10.html

Das Tarifeinheitsgesetz mag durchaus ein Grund für Mitgliederverlust sein. Andererseits scheint die UGZ ja eine gewisse Tarifmächtigkeit zu haben. Sie haben einen TV abgeschlossen, der ab 1.10.15 u.a. in NRW, Sachsen-Anhalt und Bayern gültig ist. Mit welchen Arbeitgebern ist dieser TV abgeschlossen worden?
Mit der OLZA haben sie einen weiteren TV abgeschlossen, der seit dem 1.6.15 gültig ist. Die Verhandlungen wurden anscheinend von einem Streik mit 174 Beschäftigten begleitet. Meines Wissens nach ist das der einzige und vor allem größte Streik in einer Zeitarbeitsfirma, der jemals stattgefunden hat. Wer oder was ist aber OLZA?

Die UGZ betont auf ihrer Facebookseite, dass man sich noch in die Forensoftware einarbeiten müsse. Das erscheint mir wenig glaubhaft, zumal zwei wesentlich aktive Personen auf der UGZ-Facebookseite mindestens bis 2013 als Moderatoren des Forums http://bremerschnack.phpbb6.de/ aktiv waren. Diesem Forum liegt dieselbe Software wie dem jetzigen UGZ-Forum zugrunde. Aber geschenkt.

Sie erwähnen immer wieder, dass Sie mit einem Infobus namens Fritti unterwegs sind. Hätten Sie  ein Bild von diesem Infobus, das entweder auf Ihrer Facebookseite oder aber hier zum Beispiel mit http://abload.de/ die Existenz von Fritti belegen könnte? Unter ihren Mitgliedern befindet sich definitiv jemand, der im Besitz einer Digitalkamera ist, z.B. einer Canon  IXUS 80.

Sie haben monatliche Kosten von bummeligen 1500 Euro (35 Cent pro Mitglied für Rechtsschutz und Büromiete). Andererseits haben Sie keine Telefonnummer oder ein Gewerkschaftshandy?

Das sind alles Kleinigkeiten. Interessanter ist die Frage, wie die UGZ zur Leiharbeit steht. Es ist anscheinend nicht Ihr Ansinnen, Leiharbeit abschaffen zu wollen. Das kann man aus folgenden Äußerungen erkennen:

--- Zitat ---...Übrigens lesen wir den Begriff Leihbude sehr ungerne, weil es suggeriert das beide Seiten mit ihrer Arbeit kein Geld verdienen würden...
--- Ende Zitat ---


--- Zitat ---...Schön das sich moderne Personaldienstleistungen durchsetzen Trotz das wir höher Entlohnt werden als die Festangestellten...
--- Ende Zitat ---

Kann es sein, dass die UGZ als kleiner elitärer Haufen von Zeitarbeitern auf Montage mit willfährigen Leiklitschen rumkungelt, die wiederum die Entleihbetriebe ausnehmen, die das dann letzten Endes aus den verbliebenden Festangestellten herauspressen? Sozusagen eine win-win-Situation?
Dadurch würden Sie der weiteren Spaltung der Beschäftigten einen Riesenvorschub leisten. Wenn dem also so sein sollte, ist zu hoffen, dass die UGZ schnellst möglich wieder verschwindet, damit diejenigen Leiharbeiter, die nicht in einer herrausragenden Verhandlungsposition sind, -und das sind die meisten-, von Ihnen durch falsche Versprechungen nicht angelockt werden.

admin:
chefduzen.de ist "Das Forum der Ausgebeuteten" und keine Plattform für Lügner und Aufschneider.

Eine Gewerkschaft der Leiharbeiter wäre ein Projekt, das dieses Forum gern unterstützen würde.
Es gibt aber berechtigte Zweifel an der Existenz dieser Organisation. Wir lehnen es ab, daß die Ausgebeuten, aus welchen Gründen auch immer, vollgelogen und ihnen nicht gerechtfertigete Hoffnungen gemacht werden.

Gäbe es diese UGZ wirklich, wäre es ein Leichtes dies zu belegen. Stattdessen wurden die auf der UGZ facebook-Seite geäußerten Zweifel, bzw. Fragen, kommentarlos gelöscht.

Deshalb dokumentiere ich an dieser Stelle das, was gerade der UGZ-Zensur zum Opfer gefallen ist:


--- Zitat ---Facebook-Logo
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Jörg Zimmermann‎ Unabhängige Gewerkschaft Zeitarbeit
4 Std. ·

Ich poste den text für einen Nicht-Facebook-Nurtzer:

Ist die UGZ nicht in der Lage gepostete Beiträge zu lesen auf den
glesenen Inhalt korrekt zu reagieren?

"...die anhaltendende Kritik von Mitgliedern des DGB und der FAU an
unserer Arbeitsweise..."

Die gestellten Fragen haben nichts mit der FAU oder dem DGB zu tun.
Thomas Bloch hat nur den an ihn gesandten Fragenkatalog bei facebook
eingestellt, um mir die Anmeldung bei der Datenkrake facebook
zu ersparen. Er hat diese Weiterleitung bereits am 25. Mai um 11:05
klargestellt: "Ich wurde von einem nicht FB-User gebeten, dieses hier
zu posten." Thomas Bloch möchte meine Postings nicht mehr in den
facebook-Auftritt der UGZ stellen, da er für den Inhalt verantwortlich
gemacht wurde, obwohl er sie als reine Weiterleitung gekennzeichnet
hat. Und es ist politisch überaus unprofessionell, daß die UGZ sich
dann auf die Gewerkschaft eingeschossen hat, in der Thomas Bloch
zufällig Mitglied ist. Die FAU befindet sich in keiner
Auseinandersetzung mit der UGZ und die Fragen an die UGZ kamen weder
von der FAU noch vom DGB.

Vorgeschichte: Es gibt bundesweit zahlreiche Initiativen, die sich mit
der Situation der Leiharbeiter befassen. Daher gab es die Idee einer
Bestandsaufnahme. Diese Initiativen sollten angesprochen werden um
deren Erfahrungen zu sammeln und miteinander zu vergleichen. Es gab
überall ein ähnliches Stimmungsbild: Trotz der haarsträubenden
Arbeitsbedingungen der Leiharbeiter ist es sehr schwer sie zu
organisieren. Die praktische Arbeit der Initiativen beläuft sich daher
hauptsächlich auf Beratungsarbeit. Nur die UGZ schien aus diesem
Muster herauszufallen. Sie tritt an die Öffentlichkeit mit der
Behauptung knapp 5000 Leiharbeiter organisiert zu haben, darunter rund
100 Betriebsräte im Raum Weser-Ems.

Da dies diametral zu den Erfahrungen aller Leiharbeitsinitiativen
steht, entstand eine große Neugier, wie dies denn sein könne. Es gab
den Versuch einer Kontaktaufnahme zur UGZ. Es gab eine knappe Antwort
von Jürgen Voigt, doch der mehrfache Versuch ein persönliches Treffen
zu arrangieren, blieb unbeantwortet.

Es gibt auch andere Initiativen und informelle Netzwerke im Raum
Weser-Ems. Bei diesen erkundigteich mich nach der UGZ. Es liegt in
der Natur der Leiharbeit, daß die in dieser Branche Tätigen
herumkommen und man lernt viele Kollegen aus anderen Leihfirmen
kennen. Egal wen man gefragt hat, es gab niemanden, der von einem
Kontakt mit der UGZ oder von Infomaterial dieser Gewerkschaft
berichten konnte. Das ließ erste Zweifel aufkommen und deshalb habe
ich weiterrecherchiert. Es gab verschiedene Leute, die sich bei der UGZ
erkundigten, ob es Infomaterial der Gewerkschaft gäbe und wie man denn
der Gewerkschaft beitreten könne. All diese Fragen blieben
unbeantwortet.

Dann fiel auf, daß alle bei facebook angekündigten Veranstaltungen nie
mit Ort und Zeit angekündigt waren, was eine Teilnahme unmöglich macht.
Es hieß, man könne die Daten über PN erfahren. Als facebook-User per
PN nach diesen Veranstaltungsdaten fragten, erhielten auch sie keine
Antwort. Im übrigen gibt es bei den Fotos bei facebook von den
Aktionen nur den Ort, doch nie einen UGZ Aktivisten (oder
Unterstützer) darauf zu sehen.

Es wuchsen die Zweifel daran, ob diese Aktivitäten überhaupt
stattfanden und selbst an der Existenz dieser "Gewerkschaft" mochten
einige nicht mehr glauben. In einem Forum spricht man bereits von der
"Münchhausengewerkschaft UGZ".

Deshalb wurde ein Fragenkatalog an die UGZ gerichtet.
Doch statt die Zweifel an der Arbeit der UGZ auszuräumen, zog man
einen Gegenangriff voller Unterstellungen vor:

"Ich werde meinen Gewerkschaftskollegen heute die Vertrauensfrage
stellen, denn ich habe die Nase voll mich von Mitgliedern der FAU als
Betrüger hinstellen zu lassen. Seit 20 Jahren verzichte ich auf Urlaub
um den Aufbau der UGZ zu finanzieren, auch sonst stecke ich bei
privaten Projekten immer zurück. Da kommen immer wieder Leute von
außen die versuchen die Motivtion für unsere Engagement in Frage zu
stellen und das nur weil wir uns nicht vor ihren Karren spannen
lassen. Immer wird von uns erwartet das wir mit kleinen finanziellen
und personellen Ressourcen die Weltrevolution stemmen."

Es gab nur sachliche Fragen und nicht die Unterstellung, es handle
sich bei Jürgen Voigt um einen Betrüger. Es hat auch niemand die
Erwarung, die UGZ möge die Weltrevolution stemmen.

Und man braucht keine gewerkschaftliche oder politische Erfahrung, um
erkennen zu können, daß eine Vertrauensfrage vor mehr als 4000
Mitgliedern, zumal Leiharbeitern, nicht am selben Tag möglich ist.

Es wäre so einfach gewesen, die oben genannten Zweifel auszuräumen
indem man eine Einladung zu einem UGZ Stammtisch oder einem
persönlichen Gespräch im UGZ Büro in Bremen ausgesprochen hätte. Damit
wäre das Thema vom Tisch. Stattdessen kamen neben den Unterstellungen
noch eine Reihe unbelegter Behauptungen.

Die Verwendung von jährlich 41.712 Euro liegt angeblich nicht näher
definierten "Behörden" vor.

Die basisdemokratische Arbeit findet angeblich in einem (ebenfalls
nicht näher definierten) "gesschlossenen Mitglieder-Portal" statt.

Das sind wenig befriegende Antworten, denn sie sind nicht überprüfbar.

Deshalb wurde bei den anderen Informationen des facebook-Auftritts
genauer hingeschaut. Das Bild von dem angeblichen Infobus der UGZ
wurde aus dem Netz geklaut. Es zeigt einen historischen Bus der Bremer
Verkehrsbetriebe und keinen Infobus der UGZ.

Es gibt auch Bilder von verschiedenen Ausgaben der "UGZ News" zu sehen.
Bei genauerer Untersuchung stellte sich heraus, daß diese Zeitung
nicht existiert. Sie wurde gefälscht, einfach erstellt mit einer
Software, mit der man Hochzeits- und Geburtstagsglückwünsche in der
Optik einer gedruckten Zeitung erstellen kann.

Nicht besser ist die Recherche über das UGZ Büro ausgefallen. Die auf
der Homepage angegenbene Adresse "An der Weide 5" existiert nicht. Das
genannte "Postamt 5" befindet sich an der Alten Weide 50. Das könnte
man ja noch als Tippfehler durchgehen lassen. Doch ein Besuch im
Postamt 5 bestätigte die Vermutung: Es gibt dort kein Büro der UGZ.
Auf Nachfrage im Haus gab es die Info, es wurde auch nie eine noch so
kleine Kammer an eine "UGZ" vermietet.

Eine kleine Initiative aus nur wenigen Leuten kann eine große Hilfe
für die Leiharbeiter bei dem Kampf um ihre Arbeitsbedingungen sein.
Selbst die Aktivtäten eines Eizelkämpfers wären eine gute Sache.

Doch es scheint, Jürgen Voigt hat der Sache der Leiharbeiter mit der
Potemkinschen Gewerkschaft einen Bärendienst erwiesen. Hinter der
virtuellen Fassade der UGZ befindet sich nicht das, was im Internet
behauptet wird. Die Leiharbeiter haben wahrlich besseres verdient als
ein Lügengebäude.

Den Usern von facebook sei geraten sich einmal Gedanken über facebook
selbst zu machen. Dort gibt es mehr Schein als Sein. Es
tummeln sich da über die Maßen unseriöse Projekte und windige
Gestalten.
--- Ende Zitat ---

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