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Soziale Proteste im arabischen Raum

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Kuddel:

--- Zitat ---Marokko: Jagd auf Anführer der Proteste

In Al Hoceima in Marokko soll der Anführer der Proteste Nasser Zefzafi festgenommen werden, aber er konnte laut Medien vor Ort vor den Sicherheitskräften auf das Dach eines Hauses fliehen und entkommen. Unterstützt wird der 39-Jährige von seiner Familie und von Freunden.

Die Behörden beschuldigen Zefzafi, das Freitagsgebet in der Moschee von Al Hoceima gestört zu haben. Tatsächlich fordert Zefzafi – der zuvor einen Telefonladen hatte – das Recht, den König von Marokko kritisisieren zu dürfen.

Schon lange organisiert Nasser Zefzafi – auch über die sozialen Netzwerke im Internet -Proteste in Al Hoceima, einer Stadt mit mehr als 50.000 Einwohnern im Norden von Marokko, wo im Oktober 2016 ein Fischhändler unter mysteriösen Umständen ums Leben gekommen war.

Bilder aus den sozialen Netzwerken zeigten damals, wie der Fischhänder Mouhcine Fikri vermutlich gestorben ist: Er wurde in einer Müllpresse zerquetscht. Polizisten hatten illegale Ware des Fischhändlers beschlagnahmt und in einen Müllwagen geworfen.

Mehrere Personen wurden wegen des Todes des Fischhändler verurteilt. Doch die Proteste in Al Hoceima, wo viele wie Nasser Zefzafi als Muttersprache Berberisch sprechen, sind nicht zu Ende.
--- Ende Zitat ---
http://de.euronews.com/2017/05/27/marokko-jagd-auf-anfuhrer-der-proteste

Kuddel:

--- Zitat ---Proteste in Marokko weiten sich auf weitere Städte aus.

Rabat – Die seit Monaten anhaltenden Proteste im Rif drohen auf das übrige Land überzugreifen. Wie euronews meldet, wurden erstmalige politisch motivierte Proteste in zahlreichen Großstädten des Königreiches gemeldet. Neben der Hafenstadt Tanger und der Wirtschaftsmetropole Casablanca soll es nun auch zu Demonstrationen in der Hauptstadt Rabat gekommen sein. Über Art und Umfang der Demonstrationen außerhalb der Protesthochburg Al Hoceima ist wenig bekannt


Demonstrationen in Al Hoceima teilweise gewalttätig.

In der Region Al Hoceima kam es zu Beginn des Ramadans und damit am letzten Wochenende erneut zu Konfrontationen zwischen den meist jungen Demonstranten und den Sicherheitskräften. Es soll zu Straßenkämpfen gekommen sein, bei denen sowohl Demonstranten als auch Sicherheitskräfte verletzt wurden. Während die Demonstranten die Sicherheitskräfte mit Steinen bewerfen, reagieren diese mit Schlagstöcken und Wasserwerfern. Es soll zu zahlreichen Verhaftungen gekommen sein. Auch zu Sachbeschädigungen soll es infolge der Zusammenstöße gekommen sein. Am letzten Sonntag sollen die Demonstrationen allerdings friedlich geblieben sein.

Regierung fahndet nach Anführer der Protestbewegung.

Die Zentralregierung in Rabat hatte vor wenigen Wochen bereits angekündigt, dass man zwar die Forderungen für nachvollziehbar und legitim halte, aber die Art und Weise missbilligt und zur Zurückhaltung und Beruhigung aufrufe. Jetzt scheint die Regierung erste Versuche zu starten die Situation unter Kontrolle zu bekommen. Mittlerweile setzen die Sicherheitskräfte teils schweres Gerät ein. Aber auch erste Verhaftungen hat es gegeben. Ende letzter Woche wurden 20 Aktivisten in Al Hoceima verhaftet. In der Zwischenzeit sind weiter zwei Personen ebenfalls Verhaftet worden.

Haftbefehl gegen Zefzafi Nasser ausgestellt.

Gegen den vielleicht prominentesten Aktivisten Zefzafi Nasser wurde am letzten Freitag Haftbefehl erlassen. Hintergrund des Haftbefehls soll eine Störung des Freitagsgebets in einer Moschee, durch Nasser, gewesen sein. Es soll das Gebet unterbrochen, die Forderungen der Demonstranten wiederholt und den Abbruch des Gottesdienstes herbeigeführt haben.


Zefzafi Nasser

Er erneuerte seine Forderung nach einer Abschaffung des Militärprotektorats Al Hoceima sowie das Recht auch die Monarchie und damit König Mohammed VI. kritisieren zu dürfen. Daraufhin wurde die Fahndung nach dem Aktivisten ausgeschrieben, der sich bisher der Verhaftung entziehen konnte.
--- Ende Zitat ---
https://www.maghreb-post.de/proteste-in-marokko-weiten-sich-auf-weitere-staedte-aus/

Kuddel:

--- Zitat ---Monatelanger Protest im tunesischen Süden auch durch Militäreinsatz nicht zu stoppen



Die Jugendporteste im Süden Tunesiens haben sich nach dem Tod eines Demonstranten radikalisiert - hier am 24.5.2017„Alles begann am 23. April, als 1.200 Demonstranten aus dem südtunesischen Gouvernement Tataouine einen Sitzstreik auf den größten Ölfeldern Tunesiens in der Sahara veranstalteten. Der Funke des zivilen Ungehorsams sprang auf die Stadt Tataouine über, wo Männer, Frauen und arbeitslose junge Leute die Demonstranten in der 120 Kilometer weiter südlich gelegenen Region El Kamour unterstützten. Die Region grenzt an ein Militärgebiet und ist Standort internationaler Öl- und Gasunternehmen. So sind dort u. a. die österreichische OMV und das kanadische Unternehmen Winstar vertreten“ – so beginnt der Beitrag „Tunesiens Rebellion der Entrechteten“ von Houda Mzioudet am 19. Mai 2017 bei Qantara externer Link, worin zur Kursänderung der Regierung noch hervor gehoben wird: „Unter anderem sollten 350 Arbeitsplätze bei den Ölgesellschaften geschaffen und der Gouverneur von Tataouine abgelöst werden. Das Angebot wurde abgelehnt. Präsident Beji Caid Essebsi trat daraufhin am 10. Mai vor die Fernsehkameras und kündigte den Einsatz von Militärkräften zum Schutz der Ölfelder an, während er gleichzeitig das verfassungsmäßige Recht der Demonstranten auf Protest anerkannte.  Der plötzliche Umschwung der Regierung von einer “Beschwichtigungspolitik gegenüber den Demonstranten” durch unzureichende Angebote hin zu einer “offenen Eskalation” des Konflikts löste unter den Tunesiern landesweit Schockwellen aus“.
--- Ende Zitat ---
http://www.labournet.de/internationales/tunesien/soziales/tunesien-erwerbslosenproteste/monatelanger-protest-im-tunesischen-sueden-auch-durch-militaereinsatz-nicht-zu-stoppen/

Kuddel:

--- Zitat ---Tunesien
Tausende protestieren gegen Korruptionsamnestie
Tunesiens Regierung will korrupten Eliten die Strafen erlassen, um die Wirtschaft anzukurbeln.
--- Ende Zitat ---
http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2017-05/tunesien-proteste-korruption-gesetz-amnestie

(die Meldung ist einige Wochen alt)

Kuddel:

--- Zitat ---Proteste im Norden Marokkos
Tausende demonstrieren gegen Regierung



Seit dem Tod eines Fischers im vergangenen Jahr kommt es im Norden Marokkos immer wieder zu Demonstrationen. Nun wird der Anführer des Protests festgenommen - was noch mehr Menschen auf die Straßen lockt.

Am sechsten Tag in Folge sind in Marokko Tausende Menschen auf die Straße gegangen, um gegen die Regierung zu demonstrieren. Die Proteste konzentrieren sich auf die Stadt Al-Hoceïma in der nördlichen Rif-Region, wie zahlreiche arabische Medien, darunter Al-Jazeera, berichten. Die Demonstranten fordern demnach die Freilassung ihres Anführers Nasser Zefzafi, der am Montag gemeinsam mit weiteren Protestführern festgenommen wurde. Die Protestierenden, unter denen laut Al-Jazeera viele Frauen und Kinder waren, skandierten "Wir sind alle Zefzafi" und "Stoppt die Militarisierung".

Bei den aktuellen Protesten wurden nach offiziellen Angaben 40 Menschen festgenommen. Menschenrechtsgruppen nennen eine deutlich höhere Zahl.
Töteten Polizisten einen Fischer?

Gegen den 39-jährigen Zefzafi wurde Haftbefehl erlassen, nachdem er während des Freitagsgebets in einer Moschee den Prediger unterbrochen und weitere Proteste gefordert haben soll. Der Imam hatte ihn persönlich angegriffen, Zefzafi rief lautstark: "Ist das eine Moschee für Gott oder eine Anbetungsstätte der Zentralmacht?". Zefzafi gilt als Gesicht des Protests in der nördlichen Rif-Region, die seit Oktober vergangenen Jahres von sozialen Unruhen heimgesucht wird.

Damals wurde der 31-jährige Fischer Mouchcine Fikri in der Presse eines Müllwagens zerquetscht, nachdem Polizisten seinen Fang beschlagnahmt und in die Presse geworfen hatten. Mit Verweis auf ein Fangverbot hätten die Polizisten den Schwertfisch beschlagnahmt und wollten ihn in der Müllpresse vernichten. Fikri versuchte, seinen wertvollen Fang zu retten. In Marokko kursieren Gerüchte, wonach die Polizisten angeordnet hätten, die Presse zu starten, nachdem Fikri hineingesprungen war.

Sein Fall entwickelte sich anschließend zu einer Art Sinnbild für die Willkür und den Machtmissbrauch der Polizei und die wirtschaftliche Hoffnungslosigkeit in vielen Regionen Marokkos. In der nördlichen Rif-Region ist die Arbeitslosigkeit besonders hoch, Korruption grassiert und die Gesundheitsversorgung ist im Landesvergleich unterdurchschnittlich.
--- Ende Zitat ---
http://www.n-tv.de/politik/Tausende-demonstrieren-gegen-Regierung-article19870292.html


--- Zitat ---Dreitägiger Generalstreik und Proteste im Norden Marokkos

In der Stadt Al-Hoceima, im Norden Marokkos, haben Demonstranten zu einem dreitägigen Generalstreik aufgerufen. Zahlreiche Läden und Handwerker beteiligten sich am Freitag an dem Ausstand, nachdem die Behörden Anfang der Woche einen führenden politischen Aktivisten wegen Gefährdung der nationalen Sicherheit festgenommen hatten. Regierungschef Saad Eddine El Othmani versprach, auf die Forderungen der Demonstranten einzugehen, gleichzeitig aber auch für Sicherheit und Ordnung im Land zu sorgen.
--- Ende Zitat ---
https://deutsch.rt.com/newsticker/51718-dreitagiger-generalstreik-und-proteste-marokko/

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