Autor Thema: Filz und Korruption bei VW  (Gelesen 242457 mal)

counselor

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Re:Filz und Korruption bei VW
« Antwort #75 am: 11:20:10 Do. 10.August 2017 »
Das zeigt doch, dass die niedersächsische Landesregierung sich vollständig VW unterordnet - egal welche Parteien regieren.
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

Rudolf Rocker

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Re:Filz und Korruption bei VW
« Antwort #76 am: 12:10:09 Do. 10.August 2017 »
Zitat
Das zeigt doch, dass die niedersächsische Landesregierung sich vollständig VW unterordnet
Nicht nur die, sondern auch die komplette Opposition! Sogar die DKP steckt einen halben Kilometer tief im VW- Arsch!

counselor

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Re:Filz und Korruption bei VW
« Antwort #77 am: 05:57:50 Fr. 11.August 2017 »
Bei der DKP wundert mich langsam gar nichts mehr.
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

Rudolf Rocker

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Re:Filz und Korruption bei VW
« Antwort #78 am: 09:57:15 Sa. 12.August 2017 »
Zitat
VW in Brasilien: Eine Chronik der Schande
Jetzt gibt es eine ausführliche Doku dazu (weiter unten im Bericht, 45 min.)
http://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/VW-in-Brasilien-Eine-Chronik-der-Schande,vwkommentar104.html

Nao

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Re:Filz und Korruption bei VW
« Antwort #79 am: 16:55:18 Fr. 18.August 2017 »
Es ist bereits bekannt, daß Leiharbeitern im FAW-Volkswagenwerk in Changchun nicht einmal eine den chinesischen Gesetzen entsprechende Bezahlung und behandlung erfuhren. Als die Leiharbeiter mit Protestaktionen ihre Rechte einforderten, reagierte die Polizei mit Verhaftungen. Einer der Sprecher der Leiharbeiter befindet sich noch immer in Haft.

Die Leiharbeiter erhofften sich Unterstützung aus Deutschland. Sie schickten einen Offenen Brief an den Konzern, an den Betriebsrat von VW in Wolfsburg und an den Eurobetriebsrat von VW.

Als der Brief unbeantwortet blieb, wandte ich mich an die Tageszeitungen in Wolfsburg, um so VW Beschäftigte in der Stadt zu erreichen. Aber die Macht des Konzerns scheint bis in der Redaktionsstuben der Lokapresse zu reichen. Man zeigte keinerlei Interesse an der Thematik.

Es haben inzwischen Betriebsräte der SPIE GmbH, Sulzer GmbH, Humbold Wedag GmbH und KHD Humbold Wedag AG den IGM Vorstand in Frankfurt informiert und einen Brief an das VW Management in Changchun gesandt. Es bleibt abzuwarten, ob die IGM aus ihrer Totenstarre erwacht und ihre Stimme erhebt für die Rechte der Leiharbeiter bei der chinesischen Niederlassung des großen deutschen Autokonzerns.

Da sich bisher aber noch nichts erkennbares bewegt hat, haben die Leiharbeiter mit einem weiteren offenen Brief nachgelegt:

http://www.labournet.de/?p=120251

dagobert

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Re:Filz und Korruption bei VW
« Antwort #80 am: 18:05:53 Fr. 18.August 2017 »
Es bleibt abzuwarten, ob die IGM aus ihrer Totenstarre erwacht und ihre Stimme erhebt für die Rechte der Leiharbeiter bei der chinesischen Niederlassung des großen deutschen Autokonzerns.
Würde ich nicht mit rechnen.
Auch hier in Deutschland gelten Leiharbeiter den Gewerkschaften nur als Verfügungsmasse zur Sicherung der Stammarbeitsplätze. Mehr Bedeutung haben auch LAN im Ausland für die DGB-Gewerkschaften nicht.

Nao

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Re:Filz und Korruption bei VW
« Antwort #81 am: 19:56:30 Fr. 18.August 2017 »
Immerhin hat der „Weltbetriebsrat“ des VW-Konzerns eine „Charta der Arbeitsbeziehungen im Volkswagen-Konzern“ abgeschlossen, die die momentanen Bedingungen unmöglich machen sollte. Es scheint, die Einhaltung dieser Charta wird von der Gewerkschaft nicht eingefordert. Papier ist geduldig.

dagobert

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Re:Filz und Korruption bei VW
« Antwort #82 am: 18:51:49 Sa. 19.August 2017 »
Diese Vereinbarungen sind als Gewissens-Beruhigungspille für die Kollegen gedacht, mehr nicht.
Papier ist geduldig.
Eben.

Fritz Linow

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Re:Filz und Korruption bei VW
« Antwort #83 am: 16:29:06 Sa. 02.September 2017 »
Arbeitsbeschaffung bei VW 1976/77:

Zitat
3000 Neueinstellungen bei VW in diesem Jahr. Die bürgerliche Presse feiert es als „Soziale Großtat“. Was die VW-Kapitalisten wirklich vorhaben, sieht man am Bericht eines Arbeiters.

Dezember 1976, Brief vom Arbeitsamt:“ Sie haben sich am … um 9 Uhr auf dem Arbeitsamt zu melden.“
Drei Tage später auf dem Arbeitsamt. 10 Arbeiter vor mir. Einer nach dem anderen kommt aus dem Zimmer und flucht:“ Wolfsburg, die spinnen wohl.“ … „Die können mich mal!“ usw.
Im Zimmer:“ Ja, Herr …, Sie wollen doch sicher arbeiten, erzählen Sie mal, was können Sie denn so? Wozu haben Sie denn Lust?“ - „Bisher war ich in der Metallverarbeitung“. - „Na sehen Sie, da haben wir doch was. Es dreht sich konkret um VW in Wolfsburg.“ - „Haben Sie nicht was in Göttingen?“ - „Nein, VW ist das einzige, was wir haben. Sie kriegen aber sehr großzügige Hilfen von uns, wenn Sie nach Wolfsburg umziehen. 500 DM Mobilitätszulage und 4000 DM Einrichtungsbeihilfe.“
Anfang Januar 1977. Brief vom Arbeitsamt. „Sie haben sich am Montag, … um 7:45 Uhr zur Abfahrt nach Wolfsburg zu melden.“
Montag, 7:45 Uhr. Ein Bus, vollgepfropft mit 50 Arbeitern. Kaum einer älter als 25 bis 30, alle ungelernt, alle mindestens ein halbes Jahr arbeitslos, viele schon länger.
Abfahrt nach Wolfsburg zur betriebsärztlichen Untersuchung, zur Werks- und Wohnheimbesichtigung. Aus der „Begrüßungsrede“ des Typs vom Arbeitsamt: „… es ist doch großzügig und fair von ihren Arbeitgebern, daß sie in einer ausführlichen Betriebsbesichtigung sich ihren Arbeitsplatz ansehen können, ob er ihnen zusagt … Sie wissen ja, wenn die diesen Arbeitsplatz ablehnen, wird ihnen das Arbeitslosengeld für vier Wochen oder sogar ganz gestrichen, wenn sie schon mal eine Arbeit abgelehnt haben.“
10 Uhr. Ankunft in Wolfsburg. Nach einer Stunde Wartezeit beginnt dann die Führung. Gruppenweise werden wir gewogen, gemessen, geröntgt, usw. Gegen 17 Uhr, sieben Stunden nach der Ankunft in Wolfsburg, ist die Musterung beendet. 40 von den 50 Arbeitern sind als tauglich für die Ausbeutung befunden.
Anschließend „Werksbesichtigung“. Eine viertel Stunde, einmal am Band rauf und wieder runter. Zuletzt Besichtigung des Wohnheims. Ein Hochhaus, fast noch auf Werksgelände, pro Etage vier oder fünf Wohnungen. Pro Wohnung vier Zimmer. Einrichtung: ein Bett, ein Spind, zwei Betten, zwei Spinde, drei Betten, drei Spinde, vier Betten, vier Spinde. Miete fürs Einzelzimmer 155 DM, Vierbettzimmer sind 60 DM pro Mann, Gesamtmiete pro Wohnung 850 DM.
Zwei Waschbecken für zehn Leute, Duschen pro Etage für 40 bis 50 Arbeiter, geöffnet von 11 bis 21 Uhr. Nach 22 Uhr absolutes Frauenverbot.
Die Kapitalisten streben nach Höchstprofit. Dafür brauchen sie Arbeiter, die sich bis zum letzten ausbeuten lassen, also eine Anweisung an die Arbeitsämter raus: „ Wir brauchen 3000 Leute, jung müssen sie sein, gesund müssen sie sein, und ungelernt müssen sie sein!“ VW ruft, und die Arbeitsämter springen. Die Kapitalisten bestimmen und der Staat führt es aus.
http://www.mao-projekt.de/BRD/NS/BRS/Wolfsburg.shtml
http://mao-archiv.de/Scans/BRD/NS/BRS/BS/Sonstige/SONS_KJB005.jpg

Fritz Linow

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Re:Filz und Korruption bei VW
« Antwort #84 am: 23:40:46 Mi. 20.September 2017 »
Zitat
20.9.17
Chemnitz ehrt den Vater von Carl Hahn

Wolfsburg/Chemnitz  Vorausgegangen ist eine Debatte um seine Rolle im Dritten Reich.

Trotz vorausgegangener öffentlicher Kontroverse um die Rolle des Managements der Auto-Union während des Dritten Reiches hat die Stadt Chemnitz auf Initiative des örtlichen Rotary Clubs den ehemaligen Spitzenmanager Carl Hahn senior (1894 bis 1961) öffentlich geehrt. Der Vater des späteren VW-Chefs Carl H. Hahn junior erhielt eine „Denk-Mal-Platte“, mit der die sächsische Stadt bekannte und verdiente Männer und Frauen der Stadt ehrt.

Die historische Aufarbeitung und Bewertung der Verstrickung des Managements in die Rüstungsproduktion des nationalsozialistischen Regimes inklusive der Ausbeutung von Zwangsarbeitern und KZ-Häftlingen hatte im Vorjahr zu einem Streit geführt, in dessen Verlauf sich die Wege von Volkswagen und Chefhistoriker Manfred Grieger trennten. Grieger hatte die von der Audi AG angeregte und geförderte Untersuchung der Historiker Martin Kukowski und Rudolf Boch („Kriegswirtschaft und Arbeitseinsatz bei der Auto Union AG Chemnitz im Zweiten Weltkrieg“) in einem Aufsatz kritisch rezensiert. Die Rolle der beiden Manager Richard Bruhn und Carl Hahn senior im Gefüge des nationalsozialistischen Kriegswirtschaftssystems sei darin heruntergespielt worden.

Während Hahn senior nun geehrt wurde, entschied sich die Stadt Ingolstadt im Vorjahr nach langer Diskussion, die Richard-Bruhn-Straße umzubenennen. Michael Wagner, Vorsitzender der Chemnitzer Rotarier, sagte laut der Tageszeitung „Freie Presse“ vor 100 Ehrengästen, es gebe „keinen Grund, Carl Hahn nicht zu ehren“. Er habe durch sein unternehmerisches Wirken viele Arbeitsplätze in Chemnitz gesichert. Carl H. Hahn junior betonte, die Auto Union habe sich während des Zweiten Weltkrieges gegenüber „Fremdarbeitern“ besser verhalten als viele andere Betriebe. So hätten selbst KZ-Häftlinge eine ärztliche Betreuung erhalten, zitiert die Zeitung Hahn.

In Wolfsburg hat es immer wieder Diskussionen um Käfer-Konstrukteur Ferdinand Porsche gegeben. Konsequenzen wurden aber nicht gezogen. In Stuttgart findet nun am 10. Oktober in der Universität eine Tagung zur Rolle des von Adolf Hitler geschätzten und protegierten Technikers statt. Im VW-Werk waren Tausende Zwangsarbeiter und KZ-Häftlinge ausgebeutet worden.
http://www.wolfsburger-nachrichten.de/wolfsburg/vw-das-werk/article211987749/Chemnitz-ehrt-den-Vater-von-Carl-Hahn.html

Carl Hahn Junior (der mit den Hottentotten in Brasilien und anderswo) mag Richard Bruhn, dessen Straßenname in Ingolstadt umbenannt wurde:



Vorstellung des ersten Nachkriegs-DKW in Ingolstadt in Juli 1950 (von rechts):
Mein Vater, Carl Hahn, stellvertretender Vorsitzender der Auto Union, August Horch, der legendäre Automobilpionier, Walter Osswald, der Senior der Motorjournalisten, sowie Richard Bruhn, gemeinsam mit meinem Vater Gründer der Auto Union und Vorsitzender
.

Aktualisierung 19.12.17:
Zitat
Stadt entfernt Platte für Carl Hahn senior
Chemnitz revidiert die Ehrung des Managers.

Die Ehrung für Carl H. Hahn senior (1894 - 1961) sorgt in Chemnitz für politische Turbulenzen. Die erst im Spätsommer verlegte „Denk-mal“-Platte für den einstigen Manager der Auto Union AG und Vater von Ex-VW-Chef Carl H. Hahn ist wieder entfernt worden. Das berichtet unter anderem die Zeitung „Freie Presse“ aus Chemnitz. Vorausgegangen war das einhellige Votum von Historikern, die die maßgeblich vom Rotarier-Club betriebene Ehrung kritisiert hatten. Auf Anweisung von Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig (SPD) sei die Platte nun entfernt worden.

„Der einstige Manager der Auto Union AG soll nicht länger zum Kreis der „Großen Chemnitzer“ gehören, an die am Roten Turm mit einer Art „Walk of fame“ erinnert wird“, schreibt die Zeitung. Die Oberbürgermeisterin begründet ihre Entscheidung so: „Carl Hahn sen. war als Vorstand der Auto Union AG verstrickt mit der nationalsozialistischen Kriegswirtschaft und mitverantwortlich für den Einsatz tausender Zwangsarbeiter und KZ-Häftlinge in den Werken des Unternehmens.“ Er stehe damit auch symbolisch für das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte und könne nicht in einer Reihe mit anderen „Großen Chemnitzern“ stehen. „Dabei bleiben seine Verdienste um die sächsische Auto-Industrie und die damit verbundene Schaffung von Arbeitsplätzen unbestritten“, zitiert die „Freie Presse“ das Stadtoberhaupt.

Der 91-jährige Carl H. Hahn junior, der Ehrenbürger der Stadt Chemnitz ist, wollte sich nicht zu der Entfernung der Platte äußern.

Die historische Aufarbeitung und Bewertung der Verstrickung des Managements der Auto-Union in die Rüstungsproduktion des nationalsozialistischen Regimes inklusive der Ausbeutung von Zwangsarbeitern und KZ-Häftlingen hatte im Vorjahr zu einem Streit geführt, in dessen Verlauf sich die Wege von Volkswagen und Chefhistoriker Manfred Grieger trennten. Grieger hatte die von der Audi AG angeregte und geförderte Untersuchung der Historiker Martin Kukowski und Rudolf Boch in einem Aufsatz kritisch rezensiert. Die Rolle der beiden Manager Richard Bruhn und Carl Hahn senior im Gefüge des nationalsozialistischen Kriegswirtschaftssystems sei darin heruntergespielt worden.
https://www.wolfsburger-nachrichten.de/wolfsburg/vw-das-werk/article212900313/Stadt-entfernt-Platte-fuer-Carl-Hahn-senior.html



Nao

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Re:Filz und Korruption bei VW
« Antwort #85 am: 11:16:20 Sa. 07.Oktober 2017 »
9 Monate nach den Protesten der VW Leiharbeiter in Changchun und 3 Monate nach dem Schreiben der Leiharbeiter an den Betriebsrat in Wolfsburg und den Eurobetriebsrat von VW, gab es nun eine Antwort von beiden:

http://www.labournet.de/wp-content/uploads/2017/10/vw_gbr_d.pdf

Das Labournet hat es so kommentiert:
Zitat
Erstens verweisen die beiden Autoren darauf, daß bei dem Joint-Venture FAW-VW die Personalhochheit  beim chinesischen Mehrheitseigner liege… “Nichts desto trotz nehmen wir Ihr Schreiben sehr ernst” deutet vor diesem Hintergrund daraufhin, dass man sich nicht zuständig fühlt. Wir haben es auf die schnelle in unseren zig Seiten zu VW nicht gefunden, aber können uns dunkel an eine Selbstverpflichtung erinnern, auf deren Durchsetzung bei VW der WBR mal sehr stolz gewesen war – kann uns jemand einen Hinweis liefern?
Zweitens allerdings können sich die chinesischen KollegInnen aber wohl über die Unzuständigkeit freuen. Erdreisten sich doch die beiden obersten Gewerkschafter bei VW, den – wegen ihrer Proteste gegen skandalöse Arbeitsbedingung inhaftierten! – KollegInnen das Hinweisgebersystem von VW zu nutzen (also doch zuständig?) bzw. ihr Anliegen “der chinesischen Gesetzeslage entsprechend bei den hierfür zuständigen Stellen in China zu artikulieren”! Es handelt sich wohlgemerkt um diejenige chinesische Gesetzeslage, die ihre Verhaftung ermöglicht. Aber, wir erinnern, es handelt sich ja um Leiharbeiter, und da ist die IG Metall auch bei uns sehr gesetzesgläubig…
http://www.labournet.de/?p=119093

Dem BR Vorsitzenden Bernd Osterloh eilt auch ein besonderer Ruf voraus:
Zitat
Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Personalvorstände, die dem Betriebsratsvorsitzenden Bernd Osterloh zu viel Gehalt genehmigt haben sollen. http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/vw-verdient-osterloh-zu-viel/19796292.html
Osterloh war im Werk Wolfsburg seit dem Start des vom damaligen Personalvorstand Peter Hartz erarbeiteten Projektes „5000 mal 5000“ im Jahr 2000 der dafür Verantwortliche im zuständigen Ausschuss des Betriebsrats. Er verteidigte es gegen erheblichen Widerstand aus den Reihen seiner eigenen Gewerkschaft gegen den Vorwurf des Tarifdumping. Laut Handelsblatt verkörpert er „den neuen Typ des Arbeitnehmer-Managers“ und laut Frankfurter Allgemeine Zeitung den des „Co-Managers“, der wie ein Abteilungsleiter bezahlt wird. https://de.wikipedia.org/wiki/Bernd_Osterloh

counselor

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Re:Filz und Korruption bei VW
« Antwort #86 am: 11:50:22 Sa. 07.Oktober 2017 »
Der Osterloh hat in der Spitze bis zu 750000 € Jahresgehalt bezogen. Da singt er natürlich das hohe Lied auf VW und die Leiharbeit.
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

dagobert

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Re:Filz und Korruption bei VW
« Antwort #87 am: 00:21:48 So. 08.Oktober 2017 »
Das Labournet hat es so kommentiert:
Zitat
Wir haben es auf die schnelle in unseren zig Seiten zu VW nicht gefunden, aber können uns dunkel an eine Selbstverpflichtung erinnern, auf deren Durchsetzung bei VW der WBR mal sehr stolz gewesen war – kann uns jemand einen Hinweis liefern?
Ich rate mal:
https://www.igmetall.de/charta-der-zeitarbeit-im-volkswagen-konzern-10997.htm
http://www.labournet.de/category/internationales/china/arbeitsbedingungen-china/vw-china/

Nao

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Re:Filz und Korruption bei VW
« Antwort #88 am: 15:28:39 So. 08.Oktober 2017 »
Hier ist die von Management und Betriebsrat unterzeichte Charta für Zeitabeit bei VW (in englischer Sprache):
Zitat

Charter on Temporary Work for the Volkswagen Group


Preamble
The Volkswagen Group Board of Management, the Volkswagen European Group Works Council and the Volkswagen Group Global Works Council agree on the principles of this Charter on Temporary Work for the Volkswagen Group. This serves as a safeguard for appropriate employment and pay conditions of temporary external employees at Volkswagen as well as uniform use of the temporary work tool throughout the entire Volkswagen Group.
 
The employees’ and company’s sides agree upon the following:
(...)
Equal pay and equal treatment
Reference basis for Equal Pay is the respective base salary. 
All further components of pay, i.e. shift and overtime supplements, depend on the rates typical for the location and/or sector, and if available, regulated by wage agreements. 
(...)
After a period of 9 months at the latest, a temporary external employee shall receive the same basic pay as a permanent employee on the same level. (...)


Munich, 30 Nov. 2012
 
On behalf of the Volkswagen European Board of Management Group
On behalf of the Volkswagen Works Council
and the Volkswagen Group Global Works Council
For IndustriALL Global Union
http://www.industriall-union.org/sites/default/files/uploads/documents/GFAs/Volkswagen/precarious_agreement_Nov_2012/charta_der_zeitarbeit_englisch_final.pdf

dagobert

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Re:Filz und Korruption bei VW
« Antwort #89 am: 00:54:42 Mo. 09.Oktober 2017 »