Autor Thema: Filz und Korruption bei VW  (Gelesen 240685 mal)

admin

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Re:Filz und Korruption bei VW
« Antwort #120 am: 14:43:49 Fr. 24.November 2017 »
Dieser Bericht ist wohl auch eine Folge unserer kleinen Aktion.

Was jetzt ansteht ist die innergewerkschaftliche Diskussion. Was der Sprecher des VW Betriebsrats zum besten gibt, läßt tief blicken.

Zitat
In Wolfsburg allerdings ist man zurückhaltend - und das habe auch seinen Grund, so ein Betriebsratssprecher auf Anfrage von NDR Info. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit, das gelte natürlich grundsätzlich auch für China: "Wir bitten aber um Verständnis dafür, dass wir nicht über alle Bemühungen des Weltkonzernbetriebsrates zu diesem Thema öffentlich berichten können, um aufgebautes Vertrauen nicht zu gefährden." Zudem sei die von den Leiharbeitern vorgebrachte Charta der Zeitarbeit des VW-Konzern im Werk in Changchun nicht verbindlich. Es sei bislang leider nicht gelungen, diese in China durchzusetzen.

Die Volksrepublik sei eben ein Sonderfall, heißt es immer wieder aus dem Konzern. VW habe nur eine Minderheitsbeteiligung am Werk in Changchun. Das Sagen habe der örtliche Parteisekretär. Die chinesische Seite in der Öffentlichkeit zu kritisieren, würde dazu führen, dass bald gar nichts mehr ginge. Ein Dilemma: Die Chinesen handeln; geschädigt werde aber im Zweifelsfall der Ruf von VW.

Es ist erschreckend, wenn die Sorge des Betriebsrats über den Ruf des Konzerns größer ist, als über die Rechte der Arbeiter.

Die Leserbriefe unter dem NDR Artikel zeigen, daß eine öffentliche Diskussion losgetreten worden ist:

Zitat
Markus Wendt schrieb am 24.11.2017 07:14 Uhr:

Das ist alles, was Osterloh zu Wege bringt? Wie viel verdient der Herr Betriebsratschef doch gleich noch mal? Wie peinlich ist das denn, wenn dieses Hängenlassen ein Beispiel für innerbetriebliche Solidarität sein soll?

Heiko Herrlich schrieb am 24.11.2017 08:41 Uhr:


Milliarden verdienen und die Mitarbeiter schlecht bezahlen. Danke für diesen Artikel, viele Sachen kommen ohne diese hervorragende journalistische Arbeit nicht ans Licht!

Und wir haben immer gewusst, dass unsere Kollegen im Ausland ausgenutzt werden, auch in Wolfsburg und Hannover werden viele Mitarbeiter mit schlechten Verträgen ausgestattet. Und last but not least, viele Prozessen werden an Fremdunternehmen ausgelagert, drei Mal dürfen Sie raten, weshalb. Damit VW sich die Hände nicht selbst schmutzig macht. Die Zuliefer zahlen schlecht, VW nimmt deren Leistungen deutlich günstiger in Anspruch. Alle außer der Mitarbeiter bleiben im Plus. Ist es nicht herrlich


 sagwas schrieb am 24.11.2017 09:32 Uhr:


Hier in Deutschland ist es die Agenda 2010 (inkl. Leiharbeit) die den Arbeitnehmer in die Armut führt. Die Leiharbeit gehört abgeschafft!
Agenda 2010 = Armut per Gesetz
Mindestlohn = Altersarmut
Made by SPD, Grünen und Gewerkschaften

Baumfrisör schrieb am 24.11.2017 09:57 Uhr:

Warum soll es im fernen China anders sein als zu Hause.
Und das Feigenblatt ist für VW ist die kommunistische Partei Chinas!
Und wenn es im Osten Deutschlands zu teuer wird geht VW eben nach...?. Einen Schuldigen für sittenwidrige Dumpinglöhne wird man schon finden.

Sven P. schrieb am 24.11.2017 10:04 Uhr:


VW ist eben zu groß, hat die entsprechend Protektion und darf sich damit alles erlauben.

Immer mehr entsteht der Eindruck, dass er nur dazu da ist, die Belegschaft ruhig zu halten.
Die vermuteten "überhöhten Zahlungen" an der Betriebsratschef wären dann auch erklärt.

Aber das ist sicher nur eine Verschwörungstheorie.

Nao

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Re:Filz und Korruption bei VW
« Antwort #121 am: 19:03:10 Fr. 24.November 2017 »
Ob ein Leiharbeiter in China von den Protesten überhaupt etwas mitbekommt?

Neuerdings auch hier.

Nao

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Re:Filz und Korruption bei VW
« Antwort #122 am: 09:14:42 Sa. 25.November 2017 »
Und in Deutschland verbreitet sich die Info auch überregional:

Zitat
Gleicher Lohn?
VW hat in China Ärger mit Leiharbeitern

Changchun/Wolfsburg (DK) Die Leiharbeiter im chinesischen VW-Werk Changchun beißen mit ihrer Forderung nach gleicher Bezahlung (Equal Pay) wie die Stammbelegschaft auf Granit. Selbst der Weltkonzernbetriebsrat des Autobauers sieht offenbar keine Möglichkeit, an der Situation etwas zu ändern.


Das geht aus einem Schreiben der VW-Arbeitnehmervertreter Bernd Osterloh und Frank Patta an die rund 3000 betroffenen Zeitarbeitskräfte hervor, die im Juli den Konzernbetriebsrat um Unterstützung gebeten hatten.

Wie der NDR am Freitag berichtete, entgegneten Osterloh und Patta, sie könnten die Vorwürfe der Leiharbeiter nicht verifizieren. Sie sollten sich an das "Hinweisgebersystem" von VW und die "zuständigen Stellen in China" wenden.

Die Zeitarbeiter hatten moniert, dass in Changchun - ein Joint Venture von VW und Audi mit dem chinesischen Partner First Automotive Works (FAW) - gegen die Charta der Zeitarbeit von VW verstoßen werde. Dort heißt es: "Bezugsbasis für Equal Pay ist das jeweilige Grundentgelt."

Zwar erhalten die Leiharbeiter den gleichen Lohn, aber nicht die Zusatzleistungen der Stammbelegschaft. In der Charta steht aber auch, "alle weiteren Entgeltpauschalen" richteten sich "nach orts- bzw. branchenüblichen Sätzen".
http://www.donaukurier.de/nachrichten/wirtschaft/lokalewirtschaft/Changchun-Gleicher-Lohn;art1735,3601884

"Zwar erhalten die Leiharbeiter den gleichen Lohn, aber nicht die Zusatzleistungen der Stammbelegschaft."
Das ist nicht richtig. Die Leiharbeiter im FAW-VW in Changchun verdienen etwa halb so viel, wie die Stammbeschäftigten.

Kuddel

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Re:Filz und Korruption bei VW
« Antwort #123 am: 12:29:42 Sa. 25.November 2017 »
Die Geschichte zieht immer weitere Kreise:

Zitat
VW-Leiharbeiter in China protestieren

Sie fordern vom Weltkonzernbetriebsrat Solidarität. Der reagiert reserviert



Arbeiter arbeiten an einem VW Bora Sedans im Joint-Venture-Werk von FAW-Volkswagen in Changchun.

Im nordchinesischen Changchun produziert Volkswagen mit seinem chinesischen Partner First Automotive Works (FAW) unter anderem verschiedene VW- sowie Audi-Modelle. FAW hält an dem Joint Venture mit 60 Prozent die Mehrheit. Seit rund einem Jahr organisieren sich in dem Werk Leiharbeiter und fordern die Anpassung ihres Lohns an den der Stammbelegschaft. Im Zuge ihrer Proteste wurden drei VW-FAW-Mitarbeiter inhaftiert, zwei davon sind inzwischen wieder auf freiem Fuß. Die inhaftierten Leiharbeiter wandten sich in einem Brief sowohl an den VW-Konzern als auch an den Gesamtbetriebsrat. Aber die Antwort von Bernd Osterloh und Frank Patta vom VW-Weltkonzernbetriebsrat habe die Arbeiter enttäuscht, wie der NDR gestern berichtete.

In dem Bericht wird Keegan Elmer, der für die nichtstaatliche Organisation „China Labour Bulletin“ arbeitet, wie folgt zitiert: „Der Betriebsrat hätte aktiver sein müssen. Ich hoffe ja wirklich, dass der Betriebsrat sich über die Situation informiert und eine klarere Position bezieht für die chinesischen Arbeiter.“ Die Organisation setzt sich von Hongkong aus für die Rechte der Arbeiter in der Volksrepublik ein.
http://www.harzkurier.de/wirtschaft/article212646277/VW-Leiharbeiter-in-China-protestieren.html

Den gleichen Artikel findet man auch bei der Braunschweiger Zeitung:
https://www.braunschweiger-zeitung.de/wirtschaft/article212646277/VW-Leiharbeiter-in-China-protestieren.html
Das ist recht bedeutend, da sich dort auch ein großes VW Werk befindet.

Auch unter Leiharbeitern in Deutschland wird die Diskussion über die eigene Situation befeuert.

https://de-de.facebook.com/igleiharbeit/posts/731748137017372
https://gdabetriebsgruppe.netzwerkit.de/2017/11/25/leihkeule-aktiv-in-wolfsburg/

Kuddel

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Re:Filz und Korruption bei VW
« Antwort #124 am: 12:51:18 Sa. 25.November 2017 »
Ich habe beim Googeln herausgefunden, daß obiger Artikel "Gleicher Lohn?" aus dem Donaukurier auch eine besondere Bedeutung hat.
Der Donaukurier ist die Tageszeitung von Ingolstadt und in Ingolstadt ist der größte Produktionsstandort von Audi mit 37.400 Mitarbeitern. Audi produziert auch in dem besagten Werk in Changchun.

Kuddel

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Re:Filz und Korruption bei VW
« Antwort #125 am: 09:53:46 So. 26.November 2017 »
Zitat
Leiharbeiter fordern von VW gleichen Lohn

Das Werk von FAW-VW Automotive Co. Ltd. in Changchun im Nordosten Chinas hat über 23.000 Beschäftigte, 3.000 davon sind Leiharbeiter.



Auch in Deutschland kämpfen Beschäftigte der Stammbelegschaften und Leiharbeiter gemeinsam für gleiche Rechte

Die Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter bekommen nur die Hälfte oder noch weniger Lohn als die Stammbelegschaft. Die Forderung nach gleicher Bezahlung wurde von VW abgelehnt, staatliche Behörden und die staatliche Gewerkschaft haben die Leiharbeiter vertröstet.

500 Leiharbeiter blockierten Kreuzung


Darauf sind sie mit ihrem Protest auf die Straße gegangen. Im Februar haben 500 Leiharbeiter eine Kreuzung blockiert. VW versprach, die Sache ernst zu nehmen. Mit dem Ergebnis, dass die Polizei seit Februar ihre Präsenz am Werk verstärkt und am 26. Mai drei Aktivisten festgenommen hat. Einer davon, Fu Tianbo, sitzt immer noch im Gefängnis.

Der VW-Vorstand redet sich damit heraus, dass die Leiharbeiter nicht bei VW, sondern beim Staatskonzern FAW beschäftigt seien. Am 15. Juli haben die Sprecher der protestierenden Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter einen offenen Brief an die Konzernleitung von VW, den europäischen und Welt-Konzernbetriebsrat geschrieben. Darin heißt es unter anderem:

"Seit langer Zeit werden LeiharbeiterInnen bei FAW-Volkswagen schonungslos ausgebeutet. Der Lohnunterschied zwischen uns und den bei FAW-Volkswagen fest angestellten ArbeiterInnen ist enorm groß. Um unsere legitimen Ansprüche zu wahren, haben wir uns als LeiharbeiterInnen organisiert und begonnen, für unsere Rechte zu kämpfen. ...

Ein Aktivist immer noch in Haft

Fu Tianbo, einer unserer Vertreter, befindet sich wegen des Verdachts auf 'Aufruf zur Versammlung und Störung öffentlicher Ordnung' bereits seit zwei Monaten in polizeilichem Gewahrsam! Ai Zhenyu und Wang Shuai, zwei weitere Vertreter, wurden von der Polizei sieben Tage lang festgehalten und mittlerweile wieder freigelassen. ...

Wir alle, die bei FAW-Volkswagen für unsere Rechte und Interessen eintretenden KollegInnen, fordern den Europäischen Konzernbetriebsrat, den Weltkonzernbetriebsrat sowie die Konzernleitung von Volkswagen mit Nachdruck auf, die Rechte von LeiharbeiterInnen voll und ganz zu respektieren und unseren Arbeitskonflikt mit FAW-Volkswagen gemäß den Vorschriften der 'Charta der Zeitarbeit im Volkswagen-Konzern' zu lösen."


Die Kolleginnen und Kollegen haben einen Song gegen die Leiharbeit gemacht:


Dort heißt es unter anderem: „Niemand hat mich in meinem Leben so sehr verletzt wie FAW-VW.“
https://www.rf-news.de/2017/kw30/leiharbeiter-fordern-von-vw-gleichen-lohn

admin

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Re:Filz und Korruption bei VW
« Antwort #126 am: 18:08:30 So. 26.November 2017 »
Mir ist gerade zugeschickt worden, daß der NDR Info Beitrag am 24.11. auch landesweit  über den Deutschlandfunk ausgestrahlt worden ist.

Der Programmhinweis: http://www.deutschlandfunk.de/informationen-am-morgen.1764.de.html?drbm:date=2017-11-23

Sounddatei zum Nachhören:

Nao

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Re:Filz und Korruption bei VW
« Antwort #127 am: 13:29:31 Mo. 27.November 2017 »
Hier eine Zusammenfassung der Situation vor Ort:

FAW-VW hat den Leiharbeitern 2400 Arbeitsplätze angeboten, wie es offiziell in einem Rekrutierungsdokument vom Juni als Zugeständnis an den Arbeiterprotest heißt. Erstens ist es für die Leiharbeiter problematisch, dass davon sich nur 500 Arbeitsplätze in Changchun befinden, wo sie vor gut 10 Jahren für den Job hingezogen sind. Die anderen Jobs sind in verschiedenen Städten und die Arbeiter sollen erklären, in Zukunft nicht nach Changchun zurückzukehren. Zweitens müssen die Arbeiter eine Verzichtserklärung unterschreiben für eine evtl. Entschädigung für die unrechtmäßig vorenthaltenen Löhne, wenn sie den Job annehmen. Und drittens ist die Jobvergabe nicht frei von weiteren Bedingungen: Es gibt einen Prüfungs- und Auswahlprozess, der mit Korruption verbunden sein könnte, was die Arbeiter befürchten. Das Angebot machte jedoch viele Leiharbeiter zu Stammbeschäftigten und spaltet die Protestierenden.

Es muss betont werden, dass die meisten Leiharbeiter seit mehr als 10 Jahren in der Fabrik arbeiten. Und tatsächlich hat FAW-VW seit 2008 aufgehört, "entsandte" Arbeiter anzuwerben. Stattdessen haben sie "Outsourcing" -Arbeitskräfte alsTemporärkräfte genutzt. Das ist nur vom Namen her etwas anderes, um so das Arbeitsgesetz zu umghehen. Und sie haben damit neue, flexiblere und billigere temporäre Arbeitskräfte - durch die Arbeit von Studenten (Praktikanten)! Deshalb haben sie behauptet, dass sie nur 500 Zeitarbeiter haben werden.

Als letzter Punkt: VW reagiert nie auf die Verhaftung von Fu Tianbo. Er wurde im Gebäude des Unternehmens eingesperrt, als die Arbeiter versuchten, die Leute aus dem Personalbüro zu finden, um ihnen die Fehler im Umgang mit ihren Rechten und ihrer Bezahlung zu erklären. Das Unternehmen kann nicht einfach der Regierung die Schuld in die Schuhe schieben.

Fritz Linow

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Re:Filz und Korruption bei VW
« Antwort #128 am: 22:12:23 Mo. 27.November 2017 »
Zitat
27.11.17
Vratislavice bekennt sich wieder zum berühmten Sohn Porsche

Im nordböhmischen Maffersdorf, heute das tschechische Vratislavice, wurde Ferdinand Porsche 1875 geboren. Vor sechs Jahren kaufte der Autohersteller Škoda das Elternhaus des Automobilpioniers. Inzwischen wurde das Anwesen originalgetreu rekonstruiert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
(...)
Porsches engste Verbindung zur verbrecherischen Nazi-Diktatur, die ihm die teilweise Realisierung seines Traums von der Massenmotorisierung ermöglichte, hatte in seinem Geburtsort immer wieder für heftige Debatten gesorgt. Im Gefolge dieses Streites war der Name Porsches zeitweise von den Ortsschildern entfernt worden.
https://www.wolfsburger-nachrichten.de/wolfsburg/vw-das-werk/article212669941/Vratislavice-bekennt-sich-wieder-zum-beruehmten-Sohn-Porsche.html

Die Reinwaschung geht weiter. Porsche war nur ein genialer Konstrukteur und ging dabei lediglich aus Versehen über Leichen. Auf keinen Fall war er Nazi.

In Wolfsburg bummelt man seit jeher in der Porschestraße herum.

REPORT vom 28.11.17:
Zitat
Warum musste der Jude Adolf Rosenberger das Unternehmen verlassen?

Adolf Rosenberger war Mitgründer der Porsche GmbH. Von REPORT MAINZ recherchierte Dokumente belegen, dass er sich während der Nazizeit aus dem Unternehmen gedrängt sah, weil er Jude war.

Der frühere Rennfahrer und Mitgründer der Porsche GmbH, Adolf Rosenberger, sah sich im Nationalsozialismus aus dem Unternehmen gedrängt, weil er Jude war. Das geht aus Dokumenten aus der Hinterlassenschaft Adolf Rosenbergers hervor, die dem ARD-Politikmagazins REPORT MAINZ exklusiv vorliegen. So schrieb er in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg an seine Anwälte wörtlich: "Es wurde mir vorgehalten, dass ein Wimpel … als judenreiner Betrieb nicht gegeben würde, solange ich Gesellschafter bin. … Ich unterstelle den Herren Porsche und Piëch zumindest keinen persönlichen Antisemitismus. Wie jedoch bereits geschildert, haben sie sich meiner Mitgliedschaft als Jude bedient, um mich billig los zu werden." Die Dokumente werden von der mit Rosenberger befreundeten Familie Esslinger in Los Angeles aufbewahrt. Damit ist die im September veröffentlichte wissenschaftliche Aufarbeitung der Frühgeschichte von Porsche unvollständig. Dem vom Unternehmen mitfinanzierten und vom Stuttgarter Historiker Professor Wolfram Pyta erstellten Buch fehlen die von REPORT MAINZ recherchierten Dokumente. Damit bleibt ein wichtiger Teil der Sichtweise von Adolf Rosenberger unberücksichtigt.
https://www.swr.de/report/verdraengte-porsche-geschichte-warum-musste-der-jude-adolf-rosenberger-das-unternehmen-verlassen/-/id=233454/did=20470954/nid=233454/sh4rls/index.html

Onkel Tom

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Re:Filz und Korruption bei VW
« Antwort #129 am: 16:34:00 Mi. 29.November 2017 »
Ich finde es schon mal gut, das wir der VW-Gemeinde inklusive deren gewerkschaftlicher Vertreter
den Zahn "Oh, das war uns aber nicht bekannt.." gezogen haben. Das diese Situation auch in China
angekommen ist, um so besser.

Ich hoffe, das die Leiharbeiter_innen in Changchun neue (kreative) Wege finden, ihre Forderungen
durch zu setzen.

 ;)
Lass Dich nicht verhartzen !

cyberactivist

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Re:Filz und Korruption bei VW
« Antwort #130 am: 18:52:07 Fr. 01.Dezember 2017 »
Mirror des Radiobeitrags/Podcasts auf chefduzen.de:


Ich nehme damit Bezug auf den Beitrag von admin:
http://www.chefduzen.de/index.php?topic=28990.msg333608#msg333608

Zitat
Mir ist gerade zugeschickt worden, daß der NDR Info Beitrag am 24.11. auch landesweit  über den Deutschlandfunk ausgestrahlt worden ist.

Der Programmhinweis: http://www.deutschlandfunk.de/informationen-am-morgen.1764.de.html?drbm:date=2017-11-23

Sounddatei zum Nachhören:
Nur Exhibitionisten haben nichts zu verbergen.

Fritz Linow

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Re:Filz und Korruption bei VW
« Antwort #131 am: 16:51:12 Sa. 02.Dezember 2017 »

Uncle-Marc

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Re:Filz und Korruption bei VW
« Antwort #132 am: 20:09:02 Sa. 02.Dezember 2017 »
Guten Abend,

ich schreibe hier heute das letzte Mal in diesem Thread, nachdem meine Beiträge ja zuerst gelöscht und dann in einem neuen Threadhttp://www.chefduzen.de/index.php?topic=328986.0
wieder aufgetaucht sind, den ich sogar verfasst haben soll.
Jedenfalls werde ich als Verfasser dieses Threads genannt.

Schade eigentlich, dass man auch etwas andere Meinungen bezüglich VW nicht akzeptieren möchte, und diese dann ganz einfach wegmacht.

Über VW wird sich gerade in diesem Thread so erbarmungslos aufgeregt, weil vermeintlich Arbeiter aus fernen Ländern wegen andersartiger Meinungen eingesperrt worden sind, aber hier im Forum scheint es mir so, dass man mit andersartigen Meinungen auch so Akzeptanzschwierigkeiten zu haben scheint, indem derjenige zwar nicht eingesperrt wird, aber seine Meinung ausgesperrt.

Nun gut, ich beuge mich dem, den offenbar werde ich bezüglich dieses VW-Themas von den Verantwortlichen des Forums als Querulant angesehen, was auch sicherlich bezüglich dem VW-Thema unumwunden der Fall sein dürfte, aber nun kann ich auch Firmen besser verstehen, wenn die mit Querulanten so verfahren, wie die halt offenbar verfahren sein könnten.

Ich finde es halt trotzdem schade, dass hier in diesem Thread nur einseitige Meinungen zu lesen sind.
Das ist und bleibt meiner Meinung nach wenig objektiv.

Ich wünsche trotzdem noch einen schönen Abend, und ein schönes Wochenende, und "diskutiert", oder besser gesagt belobigt Euch alle in diesem Thread ruhig weiter, aber ab jetzt ohne mich!

P.S.: Ich bin übrigens in meinem Leben schon öfters mal "angefeindet" worden, aber das ist nicht schlimm, denn nur wer gegen die Strömung schwimmt, und vorwärts kommt, wird ein guter Schwimmer!

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Re:Filz und Korruption bei VW
« Antwort #133 am: 20:27:26 Sa. 02.Dezember 2017 »
Kein Wort von Uncle-Marc ist hier gelöscht worden.
Die Beiträge, die inhaltlich nicht in diesen Thread paßten, sind zusammen verschoben worden und haben nun einen neuen Titel und einen eigenen Diskussionsstrang.

tleary

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Re:Filz und Korruption bei VW
« Antwort #134 am: 02:31:22 So. 03.Dezember 2017 »
Ob ich es noch erleben werde? Einen Tag mit positiven, motivierenden Nachrichten?
In der Journalistensprache heißt das "Only bad news are good news". Also, auf deinen Fall übertragen: Wenn der Kapitalismus zusammenbricht, wäre das die "postivste, motivierendeste Nachricht" überhaupt. - Ober wie die Folgezeit dann allerdings überleben würden, bis die "neue Gesellschaft" entsteht, mag bezweifelt werden.
»Wir wissen, so wie es ist, kann es nicht weiter gehen. Aber es geht weiter.«
(Autor unbekannt)