Autor Thema: Die neoliberale Domestizierung der Sozialen Arbeit  (Gelesen 932 mal)

Rudolf Rocker

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Die neoliberale Domestizierung der Sozialen Arbeit
« am: 10:42:39 Fr. 16.Oktober 2015 »
Zitat
Die neoliberale Domestizierung der Sozialen Arbeit sowie der Kinder- und Jugendhilfe

Wir alle sind – auf Gedeih und Verderb – auf unser Gesundheits- und Sozialsystem angewiesen. Aber wer weiß schon genau, wie die Systeme funktionieren? Wie sie sich verändert haben? Wer begreift noch den Sinn und die Auswirkungen staatlicher Verordnungen, der »Reformen« der letzten Jahre? Wer begreift, wie die Denkgifte [PDF] der neoliberalen Ideologie mehr und mehr die Institutionen durchdringen und sich in den Köpfen und Herzen der Menschen festsetzen und etwa den Armen und Arbeitslosen immer besser weißzumachen vermögen, sie selbst seien Ihres Unglückes Schmied. Die artgleiche Entwicklung beobachtet der Pädagoge und Familientherapeut Matthias Heintz auch im Bereich der Sozialen Arbeit sowie Kinder- und Jugendhilfe, weswegen er zur Abwehr der immer massiven Angriffe auf diesen Bereich unlängst auch das „Bündnis Kinder- und Jugendhilfe – für Professionalität und Parteilichkeit“ ins Leben gerufen hat. Jens Wernicke sprach mit ihm darüber, wie Politik unter dem Deckmantel des Fortschritts immer deutlicher soziale Rechte unterminiert, soziale Sicherheit abschafft und einer Ökonomisierung und Privatisierung der öffentlichen Daseinsvorsorge in die Hände arbeitet.
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