Autor Thema: Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan  (Gelesen 102751 mal)

Kater

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Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
« am: 18:38:30 Fr. 17.Juni 2005 »
Zitat
Prognose: Militär bleibt bis 2020 in Afghanistan
Sicherheitskreise rechnen mit Abzug erst in 15 Jahren
Andreas Förster

BERLIN, 16. Juni. Die Bundeswehr muss sich offenbar auf einen weitaus längeren Einsatz von Streitkräften in Afghanistan einstellen als bislang bekannt. Erstmals hat jetzt ein hoher deutscher Sicherheitsbeamter den Zeitraum beziffert, in dem das Land am Hindukusch nach Einschätzung von Nachrichtendiensten noch eine Unterstützung durch westliche Militärkräfte benötigt. "Wir gehen von zehn bis fünfzehn Jahren aus, bevor die Lage in Afghanistan so stabil ist, dass keine ausländischen Einheiten dort mehr stationiert sein müssen", sagte der Beamte. Ob Bundeswehreinheiten die gesamte Zeit dort stationiert bleiben müssen, ließ er offen. "Das ist eine Entscheidung von Parlament und Regierung", sagte er.

Derzeit sind deutsche Soldaten in drei Provinzen im Norden des Landes - Badakhshar, Takhar und Kunduz - stationiert. Die Region gilt zwar als relativ sicher. In einer internen Analyse der Geheimdienste wird das Risiko, Opfer von Anschlägen zu werden, im Norden und Nordwesten Afghanistans als niedrig bis mittel eingestuft. Dennoch hat es bereits einige Attentate auch auf Bundeswehrsoldaten gegeben, die bislang aber glimpflich ausgegangen sind. Einen Grund zur Entwarnung sehen Berliner Sicherheitsbehörden jedenfalls nicht. "Ein Anschlag mit deutschen Opfern ist keine Frage des Ob, sondern nur des Wann", meint der Beamte.

Schwieriger Guerillakrieg

Aber auch nach einem Abzug der Militärkräfte braucht Afghanistan - so sehen es westliche Geheimdienste - noch viele Jahre lang ausländische Betreuung durch Berater, die im Land stationiert bleiben. "Wir schätzen die Lage so ein, dass eine wirtschaftliche und vor allem politische Stabilität in Afghanistan erst in mindestens vierzig Jahren erreicht wird", sagt der Sicherheitsexperte. Das Land sei erschreckend rückständig. "Machen wir uns nichts vor: Afghanistan lebt nicht im Mittelalter, sondern in der Steinzeit."

Zu den großen Problemen des Landes zählt die fast völlig fehlende Infrastruktur. Befestigte Straßen gibt es nur wenige, in viele Dörfer, die etwa in den Bergregionen liegen, führt nur ein Trampelpfad. "Es gibt Dörfer, da waren seit zwanzig Jahren keine Ausländer mehr. Wenn da jetzt Deutsche oder Amerikaner hinkommen, denken die Leute, das sind sowjetische Soldaten", erzählt ein Geheimdienstler, der kürzlich das Land bereiste.

Die fehlende Infrastruktur, das rauhe Klima mit sehr harten, langen Wintern und die unzugänglichen Bergregionen erschweren auch den Kampf der US-Truppen gegen die militante afghanische Opposition. Zwar sprechen westliche Geheimdienste nur von maximal 1 500 Mann, die in den drei wichtigsten Rebellengruppen - Taliban, die Hizb-e Islami von Gulbuddin Hekmatyar sowie die Gruppe des paschtunischen Stammesführers Haqqani - kämpfen. Deren Rückzugs- und Operationsgebiet ist aber die schwer zugängliche Gebirgsregion im Südosten Afghanistans, an der Grenze zu Pakistan. Hier, im Kernland der Paschtunen, haben die Kämpfer auch großen Rückhalt in der Bevölkerung. "Realistisch gesehen können die Amerikaner den Guerillakrieg dort nur dann erfolgreich gestalten, wenn es ihnen gelingt, dieses Unterstützerpotenzial für sich zu gewinnen", sagt der Sicherheitsbeamte. "Danach sieht es derzeit aber nicht aus."

Den "worst case", den schlimmsten Fall, der das Bemühen um eine politische Stabilisierung Afghanistans entscheidend zurückwerfen könnte, sehen westliche Geheimdienste in einer Ermordung des Präsidenten Hamid Karsai. Er ist daher das Hauptzielobjekt der militanten Opposition. "Karsai ist nicht zu ersetzen, und es gibt bei den Amerikanern auch derzeit keinen Plan B, den man aus der Tasche zieht, sollte der Präsident einem Anschlag zum Opfer fallen", so der Beamte. Zwar sei die administrative Nachfolge geregelt, aber das persönliche Machtvakuum, das Karsai hinterlassen würde, wäre nicht so schnell zu füllen.



http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/politik/458334.html

Kater

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Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
« Antwort #1 am: 18:10:10 Mi. 28.September 2005 »
Zitat
Mittwoch 28. September 2005, 15:53 Uhr
Bundestag weitet in großer Eintracht Afghanistan-Einsatz aus

Berlin (dpa) - Der Bundestag hat den gefährlichen Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr in großer Eintracht ausgeweitet und um ein Jahr verlängert. Die Zahl der deutschen Soldaten wird von 2250 auf 3000 erhöht.

Verteidigungsminister Peter Struck (SPD) und Außenminister Joschka Fischer (Grüne) sowie Redner von Union und FDP betonten in der letzten Sitzung des alten Bundestags am Mittwoch, ohne die internationalen Schutztruppe ISAF und die Beteiligung deutscher Soldaten liefe Afghanistan Gefahr, wieder zu einer Brutstätte für Terrorismus werden.

Struck sagte in der Sondersitzung: «ISAF ist kein Kriegseinsatz, sondern eine Friedensmission.» So wahre der Bundeswehreinsatz, der ein hohes Risiko für die Soldaten berge, auch Deutschlands Sicherheit. Der Minister erinnerte an die 17 deutschen Soldaten, die in dem bisher fast vierjährigen Einsatz ums Leben kamen.

Nach dem neuen Mandat wird die Bundeswehr als bereits größte Truppenstellerin der ISAF die Zahl ihrer Soldaten von 2250 auf 3000 erhöhen und an einem weiteren Standort die Arbeit der Wiederaufbauteams im Norden des Landes koordinieren. Ferner können deutsche Soldaten bald im ganzen Land - auch im bisher von den USA überwachten unsicheren Osten - eingesetzt werden, wenn die ISAF dort Truppen stationiert hat. Das bis zum 13. Oktober laufende Mandat wurde um ein Jahr verlängert. Die Kosten betragen 319 Millionen Euro.

535 Abgeordnete stimmten für diese Ausdehnung des Einsatzes unter NATO-Dach, 14 dagegen, vier enthielten sich. Unter den Gegnern ist auch der Grünen-Politiker Hans-Christian Ströbele sowie die beiden Abgeordneten der Linkspartei, Gesine Lötzsch und Petra Pau. Letztere warf der noch amtierenden rot-grünen Koalition vor, weiter auf dem «Kriegspfad» zu bleiben. Ströbele sagte, für die Mission sei keine Ausstiegsstrategie, sondern vielmehr eine weitere «Eskalation der Bundeswehreinsätze in Afghanistan» in Sicht.

Fischer sagte in seiner letzten Bundestagsrede in dieser Funktion, die Ausdehnung des Einsatzes sei nicht Ausdruck einer Krise. «Es ist das Gegenteil.» Das hätten die ersten Parlamentswahlen in Afghanistan seit 36 Jahren gezeigt. Den Grünen zufolge wäre ein Abzug der Bundeswehr als größte und in der afghanischen Bevölkerung besonders angesehene Truppe ein Rückschlag für die Handlungsfähigkeit der ISAF und damit auch der UN. Auch Entwicklungshilfeministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) sagte: «Wer diesen Einsatz ablehnt, nimmt einen Rückfall in alte, schreckliche Zeiten in Kauf.»

Die Sondersitzung war nötig geworden, weil die Vereinten Nationen ihr Mandat für die ISAF erst nach der letzten regulären Sitzung des alten Bundestags verlängert hatten. Die Bundeswehr wird künftig neben ihren bereits bestehenden Standorten der Wiederaufbauteams (PRT) in Kundus und Feisabad im Norden Afghanistans einen weiteren Stützpunkt in Masar-i-Sharif mit rund 300 Soldaten einrichten. Von dort aus sollen die PRT koordiniert werden. An der Drogenbekämpfung sollen sich die deutschen Streitkräfte weiterhin nicht beteiligen. Allerdings sagte Struck: «Der Drogenhandel bleibt ein Riesenproblem.»

Die Vorsitzenden der künftigen Linkspartei-Fraktion, Gregor Gysi und Oskar Lafontaine, sprachen von einer geplanten Verknüpfung von ISAF mit dem «völkerrechtswidrigen Kriegseinsatz der USA in Afghanistan». Die USA führt mit 18 000 eigenen Soldaten den Anti- Terror-Kampf «Enduring Freedom» (OEF) in Afghanistan, an dem auch einige deutsche Elite-Soldaten beteiligt sind. Rechtsgrundlage für «Enduring Freedom» ist eine Resolution des UN-Sicherheitsrates vom September 2001, in der die Terroranschläge auf die USA als Bedrohung der internationalen Sicherheit verurteilt werden. Struck lehnte Pläne in der NATO erneut entschieden ab, ISAF und OEF zusammenzulegen.

http://de.news.yahoo.com/050928/3/4pgid.html

Carsten König

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Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
« Antwort #2 am: 20:24:06 Fr. 07.Oktober 2005 »
2020...? Wenn das mal reicht!

Oder formulieren wir es mal pragmatischer: Solange die in der Region vorhandenen Ölreseveren sprudeln.

Wilddieb Stuelpner

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Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
« Antwort #3 am: 21:31:26 Fr. 07.Oktober 2005 »
Bis 2020!!! Hat Afghanistan auch ein Aufbauprogramm Ost?

Wohl kaum. Es geht eher um die gute geostrategische Lage des Landes ringsum die vielen Förderquellen fossiler Energieträger und Bodenschätze für die USA. Afghanistan ist wie ein großer Wachturm mit Blick nach den Iran, Irak, die Arabischen Emirate, Saudi-Arabien, Kaukasus, Kasachstan, Usbekistan, Turkmenistan, Asherbaidshan, Kaspisches Meer, mit schnellem Zugriff auf die Bodenschätze Sibiriens. Das ist alles Bushs und seiner Vettern seins, so wie der Osten Deutschland Kohls seins war - so von einem Sketch von Thomas Freitag über die Zwangsvereinigung in einem Spottlied treffend dargestellt

Die BRD muß ja als großer Dussel und Büttel für fremde Wirtschafts- und Profitinteressen Wache schieben und diese Schutzleistungen auch noch selber bezahlen statt bezahlt zu werden, damit kein anderer da ran kann und als Dank bekommen wir von den Amis noch fettte Energieabrechnungen für unsere ölabhängige Wirtschaft präsentiert. Die BRD räumt den Schutthaufen auf eigene Kosten weg, den die Amis verursacht und hinterlassen haben.

Terrorismus ist doch nur ein vorgeschobener Grund, um dort frei schalten und walten zu können. Es ist eine Finte. Der Terrorist sind die USA selbst, der sich in die inneren Angelegenheiten jedes anderen Landes einmischt, sobald er für sich neue Profitquellen erschließen kann.

Wenn Struck rumfaselt, das geschehe zu Schutze Deutschlands, dann ist mir noch nicht geläufig, daß Afghanistan ein neues Bundesland der BRD ist und wir uns innerhalb eigener Grenzen als so friedliebendes Land nur verteidigen.

Ich sehe das als Wiederholung des 1. Weltkriegs an. Damals finanzierte die Deutsche Bank weit vor Kriegsbeginn für die Kolonialinteressen des Kaiser Wilhelms den Bau der Bagdad- und Hedschasbahn als militärisches Sprungbrett in den Nahen und Mittleren Osten bis hinunter nach Indien. Die Wiederholung der Eroberungs- und Raubzüge eines Alexander des Großen.

Wikipedia: Die Bagdadbahn

Wikipedia: Die Hedschasbahn

Wilhelm II. erhoffte sich durch das Projekt als wichtigste Landverbindung zwischen Europa und dem Persischen Golf einen weiteren Einflussgewinn im geschwächten Osmanischen Reich, das im Zuge damaliger Kolonialpolitik schon länger ins Zentrum deutscher Interessen gerückt war. Das Deutsche Reich wollte in Vorderasien expandieren. Zudem sollte der entdeckte Ölreichtum Mesopotamiens durch eine Direktverbindung Deutschlands mit der Golfregion wirtschaftlich genutzt werden, denn eine direkte Eisenbahnverbindung zwischen Berlin und Konstantinopel existierte bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts. Weiterhin sollten neue Absatzmärkte für deutsche Produkte erschlossen und am Persischen Golf ein Stützpunkt für die deutsche Handels- und Kriegsflotte errichtet werden. ...

... Über Bagdad und Kuwait hinaus geführt, hätte die Linie zum schnellsten und wirtschaftlichsten Verkehrsweg zwischen Europa und Indien werden können. Doch die Bahn geriet in den Brennpunkt der Orientpolitik der damaligen europäischen Großmächte Großbritannien, Frankreich und Russland. Durch das Projekt sahen diese ihren Einfluss im strategisch wichtigen Nahen Osten bedroht. Vor allem Großbritannien beargwohnte die Bagdadbahn, stand dieser als Verkehrsweg doch in direkter Konkurrenz zum Sueskanal. Wohl auch deshalb ging das Vereinigte Königreich auf mehrere deutsche Angebote, in das Projekt einzusteigen, nicht ein. Eine weitere Bedrohung für britische Interessen war die geplante Errichtung eines Militärstützpunktes am Persischen Golf. Russland stellte sich vor allem gegen die Bagdadbahn, weil es zu dieser Zeit selbst eigene Eisenbahnprojekte in Persien vorantrieb. Deutschlands Provokation durch die Intensivierung der politischen, wirtschaftlichen und militärischen Beziehungen mit dem Osmanischen Reich führte im Nachhinein zu einer Annäherung der drei Mächte und war einer der vielen Gründe, die zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs im August 1914 führten. ...

... Die Bahn spielte vor allem deshalb eine kriegswichtige Rolle, weil das Deutsch Reich sich mit ihrer Hilfe unabhängig von Ölimporten aus den USA machen wollte. Im Falle einer Seeblockade hätte der Ausfall der Öllieferungen kriegsentscheidend sein können. Bereits 1911 sicherte sich die Deutsche Bank als Führer des Betreiberkonsortiums vom Osmanischen Reich das Recht, Öl- und Mineralvorkommen in einem Streifen von 20 Kilometer Breite um die Bahnstrecke abbauen zu können.

Die deutsch-osmanische Allianz benutzte die bereits fertig gestellten Abschnitte, es waren im Jahre 1914 erst 1.094 Kilometer, während des Krieges zur logistischen Unterstützung. Transportiert wurden vor allem Truppen und Waffen.

Die Bagdadbahn spielte beim Völkermord an den christlichen Armeniern eine nicht zu unterschätzende Rolle. Bereits vor dem Ersten Weltkrieg stellte der Osmanische Staat unzählige Armenier zu Arbeitseinsätzen beim Eisenbahnbau ab. Mit dem Beginn des Ersten Weltkrieges wurde die Zwangsarbeit ausgeweitet. Mehrere zehntausend Armenier starben beim Bau der Strecke. Ab Oktober 1915 diente die Bahn mit deutscher Unterstützung auch als Transportmittel für die systematische Deportation der Armenier aus ihren Siedlungsgebieten in Richtung syrische Wüste.

Die aktuelle zweiteilige ARD-Geschichtsdokumentation über die Bagdadbahn:

ARD - Die Bagdad-Bahn – ein Abenteuer in der Wüste

1. Teil Die Bagdad-Bahn - Mo, 17.11.2008, 21.00 Uhr: Aufbruch ins Ungewisse
2. Teil: Die Bagdad-Bahn - Mo, 24.11., 21.00 Uhr: Auf gefährlichen Pfaden

ManOfConstantSorrow

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Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
« Antwort #4 am: 19:24:14 Sa. 08.Oktober 2005 »
...soll die sich zurückziehenden Amis ersetzen.
Zitat
6.10.05 - Nato verdoppelt Truppen in Afghanistan
Nato-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer kündigte die Entsendung von weiteren 10.000 bis 15.000 Soldaten nach Afghanistan an. Die Nato-Truppen sollen die US-Truppen im Süden des Landes ersetzen.
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

Kater

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Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
« Antwort #5 am: 02:36:24 So. 09.Oktober 2005 »
und deshalb ziehen sie sich zurück:

Zitat
Samstag 8. Oktober 2005, 21:24 Uhr
200. US-Soldat seit Beginn der Afghanistan-Mission getötet

Kabul (AFP) - In Afghanistan ist ein US-Soldat durch eine Minen-Explosion ums Leben gekommen. Wie die US-Streitkräfte am Samstag bekannt gaben, ereignete sich der Zwischenfall am Vortag in der Provinz Helmand. Damit erhöhte sich die Zahl der US-Soldaten, die seit dem Beginn des US-Einsatzes in Afghanistan getötet wurden, auf 200.

http://de.news.yahoo.com/051008/286/4pvog.html

Kuddel

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Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
« Antwort #6 am: 17:26:59 So. 09.Oktober 2005 »
Zitat
200. US-Soldat seit Beginn der Afghanistan-Mission getötet

Diejenige, der sich freiwillig oliv anzieht, sollte sich auch hier schon mal darauf vorbereiten, daß es vielleicht einen Heimflug unter einer Decke in Nationalfarben gibt....

Kater

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Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
« Antwort #7 am: 22:40:51 So. 09.Oktober 2005 »
ja, die Finanzierung dafür ist schon gesichert...

http://www.chefduzen.de/thread.php?threadid=3350

Kater

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Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
« Antwort #8 am: 18:43:53 Mi. 16.November 2005 »
Zitat
Mittwoch 16. November 2005, 16:44 Uhr
Zeitung: Taliban planten Anschlag auf deutschen ISAF-Kommandeur

Berlin (ddp). Der jüngste Anschlag auf deutsche Soldaten in Kabul galt nach Informationen der Tageszeitung «Die Welt» möglicherweise dem deutschen Kommandeur der ISAF-Schutztruppe. Wie das Blatt in seiner Donnerstagausgabe unter Berufung auf Bundeswehrkreise schreibt, soll Ziel des Anschlags ein Bundeswehr-Fahrzeug gewesen sein, in dem sich der Kommandeur befunden habe.

Die radikal-islamischen Taliban, die sich zu dem Anschlag bekannt haben, sollen den Angaben zufolge konkrete Informationen über die Bewegungen der deutschen Truppen in der afghanischen Hauptstadt besitzen. Nach Darstellung des Blattes haben die deutschen Truppen in Afghanistan bereits seit Beginn ihres Einsatzes ein großes Problem mit einheimischen Spionen.

Die Bundeswehr ist derzeit mit rund 2300 Soldaten in Afghanistan präsent und beschäftigt an den drei Standorten Kabul, Kundus und Faisabad zahlreiche einheimische Hilfskräfte. Dabei würden die Taliban und andere afghanische Terrorgruppen gezielt deutschsprechende Afghanen als Hilfspersonal in die Bundeswehr-Stützpunkte einschleusen, hieß es.

(ddp

http://de.news.yahoo.com/051116/336/4rnku.html

ManOfConstantSorrow

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Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
« Antwort #9 am: 17:33:23 Mi. 28.Juni 2006 »
Kabul (dpa) - Beim zweiten Anschlag auf die Bundeswehr im nordafghanischen Kundus binnen weniger Stunden sind in der Nacht zu Mittwoch drei deutsche Soldaten leicht verletzt worden.

Zunächst sei ein Bombenanschlag auf eine Patrouille südlich der Stadt verübt worden, sagte ein Sprecher der Bundeswehr im nordafghanischen Masar-i-Scharif. Am Dienstag wurde der erste Selbstmordanschlag verübt. Bei dem Attentat waren keine Soldaten verletzt oder getötet worden.

Die Bundeswehr hatte am 1. Juni das Regionalkommando über die Internationale Schutztruppe ISAF in Nordafghanistan übernommen. Beim ISAF-Einsatz der Bundeswehr wurden bisher 18 deutsche Soldaten getötet. Die Sicherheitslage in Afghanistan hat sich in den vergangenen Monaten deutlich verschlechtert.

http://www.gmx.net/de/themen/nachrichten/deutschland/verteidigung/2508868,cc=000000160300025088681hOqQl.html
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Kater

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Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
« Antwort #10 am: 10:59:26 Fr. 30.Juni 2006 »
Zitat
SPD nicht gegen mehr Bundeswehrsoldaten in Afghanistan
Freitag 30. Juni 2006, 10:42 Uhr

Frankfurt am Main/Berlin (AFP) - Die SPD ist bereit, mehr deutsche Soldaten in Afghanistan zu akzeptieren. "Wenn die Führung der Bundeswehr die Entsendung spezieller Truppenteile zusätzlich nach Afghanistan fordert, werden wir uns dem nicht verschließen", sagte der verteidigungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Rainer Arnold, der "Frankfurter Rundschau". Die Bundeswehr darf nach dem derzeitigen Mandat bis zu 3000 Soldaten an den Hindukusch schicken. Derzeit sind etwa 2700 dort stationiert.

Das parlamentarische Mandat für die deutsche Beteiligung an der  Internationalen Schutztruppe für Afghanistan (ISAF) muss nach Arnolds Einschätzung auch nach den jüngsten Anschlägen nicht verändert werden. Dass die Anschläge in Afghanistan zugenommen hätten, erinnere an die "Methoden des Irak", sei aber "noch keine Irakisierung", sagte der SPD-Politiker.

Der Bundeswehrverband drängt indes angesichts der zunehmenden Anschläge auf Soldaten in Afghanistan darauf, die Entwicklungshilfe für das ehemalige Bürgerkriegsland deutlich aufzustocken. "Die wirtschaftliche und die finanzielle Unterstützung müssen nachhaltig ausgeweitet werden", sagte der Verbandsvorsitzende Bernhard Gertz der "Berliner Zeitung". Die Gewalt nehme zu, weil die Lebensverhältnisse der Bevölkerung sich seit dem Sturz des Taliban-Regimes nicht entscheidend verbessert hätten. Nötig sei daher ein Gesamtkonzept zur Bekämpfung des Drogenanbaus. "Wir brauchen einen Markt für Ersatzfrüchte und marktgerechte Preise, die den Bauern ein Auskommen auch ohne Drogenanbau ermöglichen", sagte Gertz.

Zudem müsse sicher gestellt werden, dass die von der internationalen Gemeinschaft ausgebildeten Polizisten und Soldaten ordentlich bezahlt würden. Wegen des schlechten Lohns liefen diese derzeit zum Teil zu den Truppen lokaler Machthaber über oder seien anfällig für Korruption. Es reiche nicht, für die Stabilisierung des Landes auf die internationalen Truppen zu setzen. "Eine militärische Lösung ist nicht möglich", sagte Gertz.

Zusätzliche Ausrüstung der deutschen Soldaten in Afghanistan hält Gertz nicht für nötig. "Wir haben keinen unmittelbaren Ergänzungsbedarf." In der Nacht zum Mittwoch waren deutsche Soldaten der ISAF zum dritten Mal in drei Tagen Ziel eines Anschlags geworden.

http://de.news.yahoo.com/30062006/286/spd-bundeswehrsoldaten-afghanistan.html

Wilddieb Stuelpner

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Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
« Antwort #11 am: 16:49:09 Fr. 30.Juni 2006 »
Eben, der Großen Koalition trieft schon die dicke Kolonialgeifer aus den Mundwinkeln. Ein teutonisches Großgermanien will großspurig in aggressiver Weise wieder zu einer Kolonialmacht aufsteigen nach der Manier "Deutschland, Deutschland über alles ..." . Die deutsche Wirtschaft braucht die Söhne des deutschen Volkes als Kanonenfutter zum Opfern und der Bundestag verneigt sich tief vor dem Willen der deutschen Wirtschaft der Krupps, Thyssens, Henkels, Hundts und Co.

Marlene Dietrich: Sag mir wo die Blumen sind (Where have all the flowers gone?)
Autor: Pete Seeger

Sag mir wo die Blumen sind, wo sind sie geblieben?
Sag mir wo die Blumen sind, was ist geschehen?
Sag mir wo die Blumen sind, Madchen pflückten sie geschwind.
Wann wird man je verstehen, wann wird man je verstehen?

Sag mir wo die Mädchen sind, wo sind sie geblieben?
Sag mir wo die Mädchen sind, was ist geschehen?
Sag mir wo die Mädchen sind, Männer nahmen sie geschwind.
Wann wird man je verstehen, wann wird man je verstehen?

Sag mir wo die Männer sind, wo sind sie geblieben?
Sag mir wo die Männer sind, was ist geschehen?
Sag mir wo die Männer sind, zogen fort; der Krieg beginnt.
Wann wird man je verstehen, wann wird man je verstehen?

Sag mir wo die Soldaten sind, wo sind sie geblieben?
Sag mir wo die Soldaten sind, was ist geschehen?
Sag mir wo die Soldaten sind, über Gräbern weht der Wind.
Wann wird man je verstehen, wann wird man je verstehen?

Sag mir wo die Gräber sind, wo sind sie geblieben?
Sag mir wo die Gräber sind, was ist geschehen?
Sag mir wo die Gräber sind, Blumen wehn im Sommerwind.
Wann wird man je verstehen, wann wird man je verstehen?

Sag mir wo die Blumen sind, wo sind sie geblieben?
Sag mir wo die Blumen sind, was ist geschehen?
Sag mir wo die Blumen sind, Madchen pflückten sie geschwind.
Wann wird man je verstehen, wann wird man je verstehen?

Das Lied entstand stückweise am Ende der 1950er Jahre. Pete Seeger gibt an, die Grundidee einem ukrainischen Volkslied entlehnt zu haben, von dem er drei Verse als Zitat in dem Roman Der stille Don von Michail Scholochow entdeckt hatte:

Ähnlichkeiten mit dem deutschen (ursprünglich litauischen) Volkslied "Wilde Schwäne" sind auffällig, auch hier wird die Botschaft über die Assoziationskette "Natur" - "Brautkranz" - "Mann im Krieg" transportiert. Die Frage "Wo sind sie?" als Stilmittel zur Verdeutlichung von Vergänglichkeit hat eine lange literarische Tradition, etwa im "Ubi sunt"-Motiv der mittelalterlichen Dichtung.

Die Grundidee zur Melodie entstammt laut Seeger dem Song Drill Ye Tarriers Drill.

Der Text hat die Form eines Kettenlieds, bei dem jede Strophe mit dem Schlussgedanken der vorhergehenden Strophe eingeleitet wird. Da die Gedankenkette wieder in die erste Strophe einmündet, könnte das Lied theoretisch unendlich weitergesungen werden. Mit dieser Form symbolisiert Pete Seeger den ewigen Kreislauf des Krieges, der nur durchbrochen werden kann, wenn die Menschheit aus den Fehlern früherer Generationen zu lernen beginnt.

Deutscher Text

Der deutsche Text stammt von dem Liedtexter Max Colpet. Als Vorlage diente ihm neben Seegers Originaltext das Gedicht Nach einem alten Lied (Sagt wo sind die Veilchen hin) von Johann Georg Jacobi aus dem Jahr 1782. Die deutsche Version wurde erstmals 1962 von Marlene Dietrich aufgeführt, die das Lied auch auf englisch und französisch sang und maßgeblich zum Welterfolg des Titels beitrug. Weitere bekannte Interpreten waren u.a. Hildegard Knef, Nana Mouskouri, Joan Baez, Juliane Werding und Hannes Wader. Pete Seeger erwähnte in einem Interview anerkennend, dass der deutsche Text beeindruckender klinge als sein Originaltext, und sich auch besser singen lasse.

Friedrich Kurz verfasste 1993 unter dem Titel Sag mir, wo die Blumen sind ein Musical über das Leben von Marlene Dietrich.

Die Entstehungsgeschichte des Songs

Bob Dylan: Blowin in the Wind (geschrieben im Wind)

wie viele Straßen muß ein Mann gehen
bevor man ihn einen Mann nennt
Wie viele Meere musss eine weiße Taube passieren
bevor sie im Sand schläft
ja, und wie lange muss eine Kanonenkugel fliegen
bevor sie für immer verboten wird

die Antwort mein Freund weiß ganz allein der Wind
die Antwort weiß ganz allein der Wind

JA, und wie lange kann ein Berg existieren
bevor er im Meer verwaschen ist
wie viele Jahre müssen einige Menschen leben
bevor ihnen erlaubt wird frei zu sein
Wie oft kann ein Mann seinen Kopf drehen
und so tun als wenn er einfach nichts sieht

die Antwort mein Freund weiß ganz allein der Wind
die Antwort weiß ganz allein der Wind

Ja, und wie oft muss ein Mann auf blicken
bevor er den Himmel sehen kann
Ja, und wie viele Ohren muss ein Mann haben
bevor er Menschen weinen hören kann
Ja, und wie viele Tote wird es brauchen
bis er weiß, dass zu viele Menschen gestorben sind

die Antwort mein Freund weiß ganz allein der Wind
die Antwort weiß ganz allein der Wind

Aus der einverleibten DDR können die Besatzer nichts mehr herausquetschen, also ist man auf der Suche nach neuen Jagd- und Profitweidegründen bzw. man räumt den Amis ihren Dreck weg, den sie hinterlassen haben, da sie die Gaben der freien westlichen Welt in Form von abgeworfenen Bomben von sehr hochfliegenden B-52-Bombern auf die neuen Kolonien und Kontrollstützpznkte herabregnen lassen. Die Terroristenlegende braucht man nur zum Anlaß, um in andere Länder einzufallen.

Die BRD ist der Hanswurst der USA, für die Drecksarbeit zuständig!

ManOfConstantSorrow

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Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
« Antwort #12 am: 15:57:24 Di. 04.Juli 2006 »
Zitat
Wenn sich die Sicherheitslage weiter verschlechtern sollte, dann wird das auch seine Spuren bei der Motivation der Soldaten hinterlassen.
:D
Oberst Bernhard Gertz,  Vorsitzender des Deutschen Bundeswehr-Verbandes, über Einsatzperspektiven deutscher Soldaten in Afghanistan am Montag im Deutschlandradio
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!

aian19

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Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
« Antwort #13 am: 13:36:01 Mi. 05.Juli 2006 »
Bin ja mal gespannt, wieviele nachträglich noch den Wehrdienst verweigern werden, damit sie aus der Geschichte rauskommen.....

Spannend wird´s dann, wenn der Bundeswehr die Nachrücker fehlen...wird dann die Zwangsrekrutierung eingeführt ???

Ich weiß schon, warum ein Großteil meiner Vorgesetzten damals gesagt hat:
"Mein Sohn geht auf keinen Fall zur Bundeswehr !"

Gerade, wenn man jetzt liest: Winterschlafsäcke, falsches Schuhwerk - jeder, der beim Bund war, weiß, VÖLLIG NORMAL !!! :rolleyes: :rolleyes: :rolleyes:
"Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren"

"Wenn Unrecht zu Gesetz wird, ist der Gesetzlose der einzige, der noch rechtmäßig handelt."

Mene mene tekel upharsin

Kater

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Prognose: Bundeswehr bleibt bis 2020 in Afghanistan
« Antwort #14 am: 10:28:32 Do. 28.September 2006 »
Zitat
Deutscher Botschafter in Afghanistan warnt vor Katastrophe
Donnerstag 28. September 2006, 08:11 Uhr
von AFP  
 
Die Lage in Afghanistan ist offenbar so bedrohlich wie nie zuvor: Nach Informationen der "Bild"-Zeitung klärte der deutsche Botschafter in Kabul, Hans-Ulrich Seidt, den Auswärtigen Ausschuss des Bundestages am Mittwoch unter strengster Geheimhaltung über die wahre Gefährdungslage auf. Heute will das Parlament das Mandat der 2750 Bundeswehr-Soldaten um ein Jahr verlängern. Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) warnte vor der "falschen Erwartung", dass "diese Aufgabe kurzfristig zu erledigen wäre".

Nach Aussage des Diplomaten könnte es passieren, dass die afghanische Regierung in den kommenden zwölf bis achtzehn Monaten die Kontrolle über das Land verliert. Es könne zur Katastrophe kommen, sollten die Sicherheitskonzepte nicht entsprechend angepasst werden, soll er laut Teilnehmern der Sitzung gewarnt haben. Außerdem sei der Süden Afghanistans von den NATO-Soldaten militärisch nicht zu gewinnen, habe Seidt gesagt.

Die internationale Gemeinschaft habe Mitverantwortung für den Aufbau einer neuen Staatsstruktur übernommen, sagte Wieczorek-Zeul dem "Tagesspiegel". "Wer sich zu früh zurückzieht, der riskiert, dass alles wieder zusammenbricht und das Land wieder zu einem Rückzugsgebiet des internationalen Terrorismus wird."

Wieczorek-Zeul verwies darauf, dass es trotz aller Risiken "große Fortschritte" in dem Land gebe. "Sieben Millionen Kinder gehen wieder in die Schule. Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit hat 230 Schulen wiederaufgebaut. Wir haben auch dazu beigetragen, die Versorgung mit Trinkwasser wieder zu sichern. Wir helfen zusammen mit einem Weltbankfonds, staatliche Strukturen und Beschäftigung aufzubauen."

Zugleich gab die SPD-Politikerin zu: "Keine Zweifel, es gibt zunehmende Schwierigkeiten, es gibt zunehmende Gewalt. Doch eine breite Unterstützung der Afghanen für die Taliban sehe ich auch im unruhigen Süden des Landes nicht, eher Enttäuschung, dass der Wiederaufbau die Menschen dort nicht erreicht."

Der CSU-Bundestagabgeordnete Peter Gauweiler sprach sich dagegen für eine grundsätzlich neue Strategie in Afghanistan aus. Gauweiler sagte der "Süddeutschen Zeitung", der Konflikt in Afghanistan könne nicht mehr gewonnen werden - "auch deswegen nicht, weil sich der afghanische Staatsapparat partiell mit Drogenbanden und dem organisierten Verbrechen verbunden hat und von Korruption beherrscht wird." Es drohe "eine Irakisierung" in Afghanistan.

http://de.news.yahoo.com/28092006/286/vermischtes-deutscher-botschafter-afghanistan-warnt-katastrophe.html