Autor Thema: über das "System Hartz IV"  (Gelesen 11911 mal)

tleary

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Re: über das "System Hartz IV"
« Antwort #90 am: 03:20:38 Sa. 20.November 2021 »
Solange sie wie vom JC gewollt vereinzelt vor sich her kämpfen müssen ja.
Das legt sich jedoch relativ schnell, wenn sich eine Hand voll Elos regelmäßig
treffen..Frage anbei ist ja immer, wer macht den Anfang im Bezug organisieren ?
Wie oben bereits von mir erwähnt, leben Arbeitslose eben vereinzelt. Und versuchen in der Öffentlichkeit und auch im Bekanntenkreis möglichst unentdeckt zu bleiben.

Das Geld eines Hartz-IV-Beziehers ist absichtlich so knapp bemessen, daß derjenige sich überlegen muß, ob er das Haus noch verlassen kann - oder doch besser weiter vor Glotze oder PC zuhause Platz nimmt. Denn allein schon das kostet Geld (Fahrticket). An einen in früherer Zeit zumindest ab und zu möglichen Ausflug in eine Kneipe oder Restaurant, um sich mit vielleicht verbliebenen Freunden von früher zu treffen, ist mittlerweile gar nicht mehr zu denken.

Treffpunkte für Arbeitslose gibt's seit langem überhaupt keine mehr. Früher, als ich jung war, konnte man in Zeitungen oder auf Plakaten oft zu Einladungen von Arbeitslosentreffs in der nächstgrößeren Kleinstadt lesen ... alles Geschichte. Spätestens seit Hartz-IV ist das alles verschwunden.

Als große Existenzbedrohung in den kommenden Jahren sehe ich die nun mittlerweile galoppierende Inflation, dem in keinster Weise mit Anhebungen des Hartz-IV-Satzes entsprochen wird. Da wird's künftig noch viele geben, die in die Verschuldung getrieben und in dunklen Wohnungen hausen müssen. Der restliche Geldmangel wird dann ja mehr oder weniger durch "Hunger" ausgeglichen werden.
»Wir wissen, so wie es ist, kann es nicht weiter gehen. Aber es geht weiter.«
(Autor unbekannt)

Onkel Tom

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Re: über das "System Hartz IV"
« Antwort #91 am: 14:05:53 Sa. 20.November 2021 »
An den Hindernissen, magst Du etwas Recht haben, ist jedoch kein Grund, den Versuch
zu unterlassen, eine Hand voll Erwerbslose zusammen zu bekommen, sprich sich zu
organisieren, einen Treffpunkt an die Sonne zu bekommen u.s.w.

Dein Beitrag klingt nach Entschuldigungssuche dafür, mit dem Popo zu hause zu bleiben
und alles im Bezug H4 hin zu nehmen und nach außen die Klappe zu halten..

Ja, es gab eine Zeit, wo Medien jede Chance ergriff, ALG-2-Bezieher_innen öffentlich zu
diffamieren.. Hast Du dich mal gefragt, warum diese Hetze gegen Erwerbslose abgenommen
haben ?

Meines Erachten hat das abgenommen, weil es für die Allgemeinheit nicht mehr ganz so
glaubwürdig daher kommt, da ja bereits so viele Lohnerwerbsabhängige eigene negative
Erfahrungen gesammelt haben, das das gelache von Arno Dübel wie ein Märchienbuch rüber
kommt.. Es gibt also einige Dinge, die heute nicht mehr zur Diffamierung von Erwerbslosen
genutzt wird, da Beweise aus der Praxis eine ganz andere Sprache spricht und zur
Diffamierung des JC-Organismus umschlagen könnte..

Dank Corona hat sich die Vereinzelung von Erwerbslosen verschärft, wie man es anhand der
Neustrukturierung des Erwerbslosenforum (Elo-Forum.org), auch über Dinge aus zu tauschen,
die weniger mit der Systematik H4 zu tun hat (Of Topic-Bereiche).. erkennen/vermuten lässt.

Das mag der Regierung und H4-Profiteuren auch ganz recht zu sein, damit Elos im Web eine
Möglichkeit haben, ihren H4-Frust ab zu lassen. Ansonsten müssten ja tatsächliche Verursacher
des Problems dafür her halten oder ?

Doch dies ist subtil H4-Legitimationsförderung, da an völlig verkehrter Stelle "Abhilfe und
Beruhigungs-Pädagogik" abgefrufen werden kann.
Damit ist Elo erst recht in seinem Kämmerlein (freiwillig selbst) eingesperrt und das
Maulheldentum a la "Da muss man was gegen machen" und "Ich ziehe alles durch und lasse
mir nichts gefallen" kaum Gewicht hat..

Ganz knallhart bin ich von Elos auch etwas entäuscht, das sich nach meiner Einschätzung
nach, nur 1-3 % darunter befinden, die tatsächlich mehr wagen wollen, statt nur den
Papierkrieg mit ihrem Jobcenter als sportliche Angelegenheit bewältigen.

Damit kann der Erwerbslose keineswegs vom H4-Hamsterrad abspringen, sondern schafft
sich sogar ganz unbewusst ein Sperrgitter auf der offenen Seite des Hamsterrades.
Das SGB ist im Laufe der Zeit soweit geändert worden, das Willensbrechung der
Arbeiterklasse "was ganz normales und legitimiert sei" radikalaktzeptiert wird.

Neue Gedanken, wie gegen H4 agiert werden kann, fruchten besser, wenn man den
SGB-Teller etwas aus Seite schiebt und einen Blick auf den Teller schaut, der mit
Alternativen und eigenen (Gruppe-)Möglichkeiten befüllt ist, sich nicht mehr von den
Schikanierbuden (JCs) mobben zu lassen.

Deine Gedanken, das es anhand von dies und das nicht funktionieren kann, bewerte
ich als vorgeschobene Gründe, es nicht zu versuchen, mit gleichgesinnten
zusammen zu kommen..

Die Probe wurde während der Coronazeit durch geakkert und jo, Treffpunkte noch
im Freien (Open Air) und über den persönlichen Austausch viel effektiver, den Kampf
des einzelnen Betroffenen mit unterstützen zu können, hat gefruchtet..

Ich habe mich auf Grund des verlosenem Anschluss zum Elo-Forum ( Ich bin ausgetreten,
nicht raus geflogen !!) und dem Desinteresse auch politisch zu agieren von der Gruppe
verabschiedet.. In der Beziehung bin ich aber trotzdem stolz darauf, den Geburtshelfer
einer Mini-Elo-Gruppe geleistet zu haben.

Ich glaube,  das die jetztigen Mitglieder_innen weiter an ihrer Gruppe fest halten, da
zumindest das gegenseitige Begleiten zum JC gewährleistet ist und zum JC-Nüsse knacken
ist es immer besser, wenn mehrere Gehirne ihre Ideen in dem Topf von möglichen
Problemlösungen zu werfen..

Es ist also ein Irrglaube, allein vor dem JC zu stehen. Dieser Zustand wird also vom
Elo selbst gewählt..

Es ist also nicht soo kompliziert, gleichgesinnte zusammen zu bekommen.. Bis es sich
lohnt, Räumlichkeit dafür zu organisieren, muss man halt kreativ sein..

Trotz allem an meiner Kritik ein schönes WE  ;)
Lass Dich nicht verhartzen !

Draisine

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Re: über das "System Hartz IV"
« Antwort #92 am: 16:29:48 Sa. 20.November 2021 »
... zum JC-Nüsse knacken
ist es immer besser, wenn mehrere Gehirne ihre Ideen in dem Topf von möglichen
Problemlösungen zu werfen..

Es ist also ein Irrglaube, allein vor dem JC zu stehen. Dieser Zustand wird also vom
Elo selbst gewählt..

Nur wer seinen Feind kennt, der kann ihn effizient bekämpfen. Generell tickt jedes JC intern anders. Jedoch agieren sich alle weiter mehr oder minder mies am Erwerbslosen ab. Das sehe ich an den Inhalten der geplanten Maßnahmen, mit erweiterten Zielgruppen Kriterien für 2022, wo die meisten dann mit noch mehr dreistem Anspruch vermehrt  in "Maßnahmeketten" Endlosschleifen dessen geparkt werden sollen. Wobei die Klischees der angedichteten (angeblichen) Hemmnisse   einem zunehmend pervertiert gesteigerten Menschenbild der Erfinder dessen entspricht. Da kann ich auch überwiegend keine Integrationsrelevanz erkennen.

Da wird von den SB bei Maßnahmen  mit "frisierten" Flyern aufgehübscht und der Elo wird inzwischen gekonnt manipuliert da hinein manövriert. Die gedrillten  IFK Apparatschicks agieren sich sozusagen nunmehr präventiv am Elo aus oder heucheln dazu das Eingehen auf "Wünsche" des Erwerbslosen vor.

Das verminderte" Bashing" von Erwerbslosen ist, meiner Meinung nach, aktuell der Pandemie geschuldet, weil dadurch auch temporär andere Kundschaft Zugang in Hartz IV bekommen hat. Damit die Jobcenter trotzdem  -bar jeden Zweifels und der Aufdeckung des sonstigem gesteigertem "Verheizungsanspruch" der Erwerbslosen in ALG II zugunsten der in ALG I - weiter intern verdeckt funktionieren, da haben jetzt schlaue Köpfe eine eigene übergeordnete PR Maschinierie entworfen bzw. für die Öffentlichkeitsarbeit vorgesehen:

https://www.sgb2.info/SharedDocs/Downloads/DE/Themen/Veranstaltungen/ideenratgeber-die-marke-jobcenter.html

Das ist im Vergleich zum tatsächlichen Umgang mit dem Erwerbslosen und der gesteigerten systemischen Intention der SB -der blanke Hohn. Denn das verlinkte "Werk"  badet in Selbstherrlichkeit und Ausblendung der Wirklichkeit von übergriffigen Zumutungen, wie Erwerbslose die Jobcenter und deren Mitarbeiter mehrheitlich erleben. 

Die Probleme der Erwerbslosen, die daraus resultieren, und deren Bewältigung  sind wesentlich komplexer geworden. Und ohne das Wissen darum, da ist die Gegenwehr nicht mehr so erfolgreich, weil die Schublade des ALG II fest bei den SG und in der Öffentlichkeit erweitert verankert wurde und weiter wird.

Die Vereinnahmung wird aktuell subtiler  -aber nicht weniger. Bedarf es da zur Abwehr dessen unbedingt irgendwelcher Stammtische oder realer Treffen? Zumal das Ende der Pandemie aktuell noch nicht in Sicht ist.

Ich spiele für mich die Trumpfkarte der Konfrontation der SB mit diesem Gegensatz aus und dem Wissen darüber. Das überforderte bisher jede IFK. Aber nicht jeder Elo hat Talent und Mut dazu, für eine offensive Gegenwehr

Jeder Elo kann sich das Wissen aneignen und entsprechend in seinem Jobcenter anwenden und umsetzen. Wollen oder können aber die meisten Elo leider nicht. Mit der aktiven Gegenwehr sind die meisten überfordert oder bevorzugen eher immer noch den Weg des geringsten Widerstands oder zweckdienlichen Kadavergehorsams.

Mit solchem Klientel ist ein effizienter Widerstand kaum möglich. Wissen ist Macht.
Das ist aber vielen Elo leider egal. Denn sonst würden nicht noch so viele Elo so viel
nicht integrationsrelevante  Sachlagen aus der Privatheit beim SB ausplaudern, aus denen die SB dann weiter Ideen für neue Maßnahmen notieren. Insofern ist das auch und weiterhin von zu vielen Elo selbstverschuldet. Denen dann aber auch kaum bewusst. wie auch sonst wenig. Wovon Jobcenter immens profitieren.

Neueste Übergriffigkeit ist die, das die Wohnung des Elo -in diversen Maßnahmebeschreibungen mit ganzheitlichem Inhalt -nur noch als aufzusuchende "Räumlichkeit" des Teilnehmers für den Träger tituliert wird. Sozusagen den Räumlichkeiten des Trägers angegliedert wird, insbesondere,wo eine hybride Durchführung ermöglicht werden soll. Und der potentielle Teilnehmer davon gar nichts ahnt oder im Detail vorher wahrheitsgemäß informiert wird.




tleary

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Re: über das "System Hartz IV"
« Antwort #93 am: 23:20:38 So. 21.November 2021 »
Dein Beitrag klingt nach Entschuldigungssuche dafür, mit dem Popo zu hause zu bleiben
und alles im Bezug H4 hin zu nehmen und nach außen die Klappe zu halten..
Man verstößt ja mittlerweile gegen diverse Gesetze, tut man es nicht (zuhause bleiben und Popo nicht hochbekommen).
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(Autor unbekannt)

tleary

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Re: über das "System Hartz IV"
« Antwort #94 am: 00:07:50 Mo. 22.November 2021 »
https://www.sgb2.info/SharedDocs/Downloads/DE/Themen/Veranstaltungen/ideenratgeber-die-marke-jobcenter.html
Nach kurzem Überfliegen halte ich die Kopfarbeiter für die gefährlichste Spezies überhaupt.

Aber ab und an gibt's da auch was zu schmunzeln, wenn ein Akademikergehirn auf Hochtouren arbeitet:

Zitat
Drückt das Streumittel Wertschätzung aus?
Antwort: Nö. Für den Schnee bestimmt nicht. Für den ist es tödlich.

Und für solche Workshops, die über Jahre gehen, und woraus dann letztlich solch ein Machwerk rauskommt, werden Abermillionen an Steuergeldern und Versichertengeldern verschwendet.
»Wir wissen, so wie es ist, kann es nicht weiter gehen. Aber es geht weiter.«
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Onkel Tom

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Re: über das "System Hartz IV"
« Antwort #95 am: 02:44:12 Mo. 22.November 2021 »
...
Nur wer seinen Feind kennt, der kann ihn effizient bekämpfen.


Selbstverständlich.. Der Feind, der Feinde durch Handlanger "bearbeiten" lässt..  ::)

Zitat
...
Das verminderte" Bashing" von Erwerbslosen ist, meiner Meinung nach, aktuell der Pandemie geschuldet, weil dadurch auch temporär andere Kundschaft Zugang in Hartz IV bekommen hat.
...

Dieser Zustand wurde ja auch "wie Urlaub" genossen.. Der Entzug dessen macht die Zeit reif..

Zitat
...
Das ist im Vergleich zum tatsächlichen Umgang mit dem Erwerbslosen und der gesteigerten systemischen Intention der SB -der blanke Hohn. Denn das verlinkte "Werk"  badet in Selbstherrlichkeit und Ausblendung der Wirklichkeit von übergriffigen Zumutungen, wie Erwerbslose die Jobcenter und deren Mitarbeiter mehrheitlich erleben.
...

Danke für den Kalauer-Link und war doch klar, das wieder mal die JC-Fassade neu gelackt wird..
Die rückwirkenden Repressionen für "Urlauber_innen" werden das nächste Potential sein, das
der Lack wieder abblättern lässt..

Zitat
...
Die Probleme der Erwerbslosen, die daraus resultieren, und deren Bewältigung  sind wesentlich komplexer geworden.
...
Die Vereinnahmung wird aktuell subtiler  -aber nicht weniger. Bedarf es da zur Abwehr dessen unbedingt irgendwelcher
Stammtische oder realer Treffen ? Zumal das Ende der Pandemie aktuell noch nicht in Sicht ist.
...

Und daher, wie von der Arbeitsmarktpolitik auch gezielt gewollt, in Zukunft der Kampf des Erwerbslosen um sich selbst
"ganzheitlich vereinahmend" Ausdehnung findet, um so dringlicher ist es, mit gleichgesinnten zusammen zu kommen.

Stammtische lassen sich ja auch Coronaschutz-kompatibel gestalten und sollten nicht als Hauptprogramm
im Saufgelage oder Selbstmitleid-Schnupftuchpartys ausarten.. Sorry, das letzte wird von JC-SBs gern argumentiert,
warum Selbsthilfe-Gruppen nichts bringen würden..   ::)

Zitat
...
Ich spiele für mich die Trumpfkarte der Konfrontation der SB mit diesem Gegensatz aus und dem Wissen darüber. Das überforderte bisher jede IFK. Aber nicht jeder Elo hat Talent und Mut dazu, für eine offensive Gegenwehr
...

Tjo, viel Hausaufgaben gemacht, um so eine "rote Karte" auf Tasche zu haben..
Dies anderen bei persönlichen Elo-Treffen weiter zu vermitteln klappt da schon
viel besser, als alles hinter der Glasscheibe (Monitor oder Taschenwanze)
erreichen / multiplizieren / gewinnen zu wollen.

Zitat
...
Jeder Elo kann sich das Wissen aneignen und entsprechend in seinem Jobcenter anwenden und umsetzen. Wollen oder können aber die meisten Elo leider nicht. Mit der aktiven Gegenwehr sind die meisten überfordert oder bevorzugen eher immer noch den Weg des geringsten Widerstands oder zweckdienlichen Kadavergehorsams.
...

Klar, aber Betroffene können von anderen Betroffenen dazu lernen oder auch
aufbauen lassen.. Diese Hilfestellungen sind via Online arg beschränkt und das
geht via Offline schon viel viel besser..

Zitat
...
Neueste Übergriffigkeit ist die, das die Wohnung des Elo -in diversen Maßnahmebeschreibungen mit ganzheitlichem Inhalt -nur noch als aufzusuchende "Räumlichkeit" des Teilnehmers für den Träger tituliert wird. Sozusagen den Räumlichkeiten des Trägers angegliedert wird, insbesondere,wo eine hybride Durchführung ermöglicht werden soll. Und der potentielle Teilnehmer davon gar nichts ahnt oder im Detail
vorher wahrheitsgemäß informiert wird.

Hmm...Wirklich ? Da kommt nun das nächste gefundene Fressen, solch durchgeknallter Ideen sabotierend
bei zu tragen..
Meine hartnäckige Abwimmeltaktik gegen dem Kabel-Deutschland-Vertreter würde ich gern mal an den
"aufsuchenden Dienst" austoben  ( Natürlich Abs.13 Abs.4 - SGB X-konform )..

Der Papierkram, der das anschließend rechtfertigen muss, ist ein Kinderspiel..
Kündigung der vertraglichen Verbindlichkeiten via 123 BGB, hilfsweise 119 BGB feddisch..

Sowas fruchtet, wenn Betroffene stabil bleiben, was eine Elo-Gruppe ja auch fördert..

 ;)
Lass Dich nicht verhartzen !

Draisine

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Re: über das "System Hartz IV"
« Antwort #96 am: 16:08:56 Mo. 22.November 2021 »

Selbstverständlich.. Der Feind, der Feinde durch Handlanger "bearbeiten" lässt..  ::)

Grundsätzlich kennzeichnet  eine überhand nehmende Doktrin alle Absichten der Jobcenter aktuell. Das kann man mehr oder minder in den Beschreibungen diverser Jobcenter Maßnahmen vielfach bestätigt finden. Und wie das jeweilige Jobcenter da "tickt ", das gilt es vorher möglichst genau zu wissen, um eine Abwehr darauf ausrichten zu können.   


Diese Hilfestellungen sind via Online arg beschränkt und das
geht via Offline schon viel viel besser..

Beschränkt sind die kurz nach Veröffentlichung meistens nicht -gewusst wo -zur richtigen Zeit  -am richtigen Ort. Es gibt  -meiner bisherigen Erfahrung nach nur ganz wenige JC, wo der öffentliche Zugang - für den einfachen Bürger ganz verwehrt wird oder nur kostenpflichtig gewährt wird. 

Von einem krassen Beispiel einer einzig als geplanter "Unterordnungsmaßnahme" und Umerziehungsmaßnahme für Elo, die sonst alle anderen Maßnahmen ablehnten oder alle anderen bisher keinen solchen Erfolg gebracht hatten, da habe ich mal den Zugang verlinkt.

Echt krass und sehr entlarvend, was diese OK in Sachsen  -ganz im Osten dessen, da so für Phantasien zugunsten der Fallmanager und Ansprüche (tatsächlich)gegen die Elo dort bald umzusetzen gedenkt. Meiner Meinung und Einschätzung nach.

In den Jobcentern sitzen vielerorts vermehrt anmaßende Betonköpfe, die die Arbeitsmarktfähigkeit des Elo einzig daran messen und durch Träger konditionieren lassen wollen, dass sich der Elo ganz dem SB dort unterordnet. 

Wenn Du dort - in jener Stadt in Sachsen  - wohnen würdest, dann wärest du sicher mit einer wesentlich anderen Kategorie von SB konfrontiert, als Du bisher aus Hamburg kennst. Wobei eben bei der folgenden Maßnahme Verlinkung Deine Gegenwehr so nicht klappen muss:
   
Kündigung der vertraglichen Verbindlichkeiten via 123 BGB, hilfsweise 119 BGB feddisch..

Es gibt auch Jobcenter -wo andere Gegenwehr Seiten aufgezogen werden müssten. Und dann hilft  eben das Wissen um Details von solchen  Maßnahmen im Vrofeld ungemein, um gezielt dagegen anzugehn.

Guck es Dir am besten selbst an, als Beispiel, in der Leistungsbeschreibung zu dieser neuen Maßnahme  -in der besagten Stadt in Sachsen.

Klick auf der Seite der folgenden Verlinkung dann das grün unterlegte Feld  -mit der Bezeichnung
evergabe -an. Das führt zu den Unterlagen der Maßnahme Ausschreibung 
PersO:

https://www.kreis-goerlitz.de/Amtliches/Ausschreibungen.htm/03-Landratsamt/Aktuelles/Information-ueber-die-Vergabe-des-Dienstleistungsauftrages-Perspektiven-zeigen-Orientierung-entwickeln-PersO-2022.html?

Die Leistungsbeschreibung ist noch akuell frei einsehbar und kann sich jeder speichern. Hoffentlich ein Beispiel- Weckruf -  hoffentlich nicht nur für die bald Betroffenen oder den bislang unbeteiligten Elo, die das System Hartz iV bislang unterschätzen. Oder die Wichtigkeit um das Wissen der faktischen Inhalte von geplanten Maßnahmen. Jeder ist da seines Glückes Schmied -im Vorfeld dessen.



 

Onkel Tom

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Re: über das "System Hartz IV"
« Antwort #97 am: 17:32:34 Do. 25.November 2021 »
Danke für den Ausschreibungslink zur einer Verfolgungsbetreuungsmasnahme aus Sachsen..

Da muss ich dich leider endtäuschen, das das Maßnahmengefilde in Hamburg sanfter
ausfallen könnte..

Dieses modulare System gab es 2019 in HH auch schon.. (MAT-030). Made in Hamburg..
Das noch ein Modellversuch, mögliche Argumentationen, die Maßnahme zu verweigern den
Wind aus dem Segel nehmen zu wollen..

Ist und wird ja alles modular auf den Einzelfall angepasst und optimiert.. Allerdings wird
anbei Suggestion des Profiteurs a la "Wir haben da was bei / in Ihnen entdeckt und Sie sollten
das Modul mit machen wo wir ihre Privatsphäre ausschnüffeln und JC darüber berichten
können
" außer Acht gelassen wird..

Letztendlich geht es dem Maßnahmenträger ums Geld und die Möglichkeit zu nutzen, mit
nicht auf dem Einzelfall bezogen, überflüssige Module an Teilnehmer_innen zu bringen..
Das alles "nur freiwillig" aber "soll" .. Haha, bin darin erfahren, wie Leute (SBs und Anleiter_innen)
am Schreibtisch es immer wieder gelingt, ihren Kanidaten eine Unterschrift a la "alles freiwillig"
ab zu schwatzen..

Von Hospitation (Probierzeit, ob es passt) und vorzeitig "freiwilliger" repressionsfreier Beendigung
einer sinnlos daher kommende Maßnahme will von der Betreiberschaft keiner was wissen, es gar
unterdrücken und zensieren.. Papier ist ja geduldig..

Das würde Teilnehmer_in ja mehr Mitbestimmungsrecht einhauchen gelle ?..

Muss ja alles laut BA/JC/SB "gesteuert" werden und Diktat kann anbei keine Hinterfragungen bis
hin zur Kritik "gebrauchen" wie der Teufel das Weihwasser scheut..

16e/i und die 45er sind ja bundesweit gleichermaßen entwickelt und jo, kommt darauf an, in wie
weit die jeweilige Gegend, in der man lebt, ausgeschöpft wird oder gar noch dazu gehäufelt wird

Die Musik in den Ausschreibungen klingt deutlich nach Zynismus, Diktatur und Zwang..
Wenn Elo dessen Inhalte kennt, kann er besser kämpfen als gegen das " unbekannte" an zu kommen.
Lass Dich nicht verhartzen !