Autor Thema: Biopatent auf Blutkonserventest  (Gelesen 1561 mal)

Troll

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Biopatent auf Blutkonserventest
« am: 19:04:03 Fr. 10.Juni 2005 »
Zitat
Was Patente und daraus abgeleitete Lizenzen bewirken können, zeigt ein Rechtsstreit zwischen europäischen Blutspendediensten und den Pharma-Firmen Chiron und La Roche: es geht um drohende Kostensteigerungen von bis zu 3.000 Prozent. Hepatitis-C und HIV ist heute in keiner einzigen Blutspende mehr vorhanden, die vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) vertrieben wird. Jede Blutkonserve wurde vorab auf die Viren getestet - mit einem eigens entwickelten Verfahren. Allerdings quasi illegal, wenn man sich auf den Standpunkt der Pharmariesen stellt. Denn die beiden Firmen forderten seit 1999 pro untersuchter Spende rund 20 Euro an Lizenzgebühren. Chiron hatte sich das Patent auf Gene des Hepatitis-C-Virus selbst, La Roche auf die der Prüfung zu Grunde liegende sogenannte PCR-Messmethode gesichert.

http://www.freitag.de/2003/36/03361802.php

Was passiert wenn die entschlüssler der menschlichen gene ein patent anmelden. Muß ich dann Lizenzgebühren für mich zahlen?

Ist irgend jemand bekannt ob es mittlerweile ein urteil dazu gibt?
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