Industrie & Handwerk & Agrar > Leiharbeit, bzw. moderner Sklavenhandel

Wie lächerlich ist das denn bitte!

(1/1)

Little Doctor:
Ihr jault hier alle über schlecht bezahlte Leiharbeit und demonstriert dafür, dass diese abgeschafft wird.
Das ist doch wohl totaler Blödsinn!!
Jeder kann doch die bekloppteste, unterbezahlteste Arbeit anbieten. Wenn niemand diese Arbeit annimmt, dann ist das Problem doch wohl gelöst. Es wird doch niemand dazu gezwungen, eine Leiharbeit anzunehmen.

Was macht Ihr denn, wenn ein Laden eine Dose Cola für 100 Euro anbietet? Fangt Ihr dann auch an zu demonstrieren, anstatt einfach woanders eine Dose Cola für 50 Cent zu kaufen?

DeppVomDienst:

--- Zitat --- Es wird doch niemand dazu gezwungen, eine Leiharbeit anzunehmen.
--- Ende Zitat ---


... und die Erde ist eine Scheibe


P.S.: Es lohnt sich, bisherige Beiträge im Forum auch vollständig zu lesen.

Regulator:
Moin!


--- Zitat ---Jeder kann doch die bekloppteste, unterbezahlteste Arbeit anbieten. Wenn niemand diese Arbeit annimmt, dann ist das Problem doch wohl gelöst.
--- Ende Zitat ---


Nur das dann das AA eine Sperre wegen Arbeitsunwilligkeit verhängt...
Außerdem frage ich mich, wenn soviel für Leiharbeiter bezahlt wird, wieso stellt man nicht ein paar Arbeiter mit einem Kurzarbeitsvertrag ein? Liegt es vielleicht daran, dass die Firma Leiharbeiter nicht wie Personal abrechnen, sondern wie erhaltene Dienstleistung? Liegt es denn nicht dann an Papa-Staat die Steuergesetze zu ändern?

Zum Verständnis: Ein eingestellter Arbeiter entfacht in der Bilanz Personalkosten (steuerlicher absetzbar fast Null). Eine in Anspruch genommene Dienstleistung (Fremdfirma, Zeitarbeitsfirma bzw Leiharbeiter) lassen sich steuerlich 100% absetzen und als Bonus kann man einen Leiharbeiter ohne Rücksicht auf die Gesetzliche Lage, die ja nur auf eigenes Personal anzuwenden ist, feuern ... oder besser gesagt "abbestellen". Daher rechnet es sich trotz höherer Kosten für einen Leiharbeiter dennoch der Einsatz. Naja, das uns aber das Geld mal wieder im Steuersäckel fehlt brauche ich ja nicht zu sagen... Große Firmen zahlen kaum Steuern und Leiharbeit trägt dazu bei.

Die Zeitarbeitsfirmen bauen auf Quantität, daher ist mit einem vernüftigen Arbeitsverhältnis nicht zu rechnen, abgesehen davon das ein gutes Arbeitsklima natürlich auch Qualität der Arbeit bedeutet, was aber durch ständiges Wechseln der Tätigkeiten und Arbeitsorten gar nicht entstehen kann.

Eine ständige Beschäftigung durch Leiharbeitsfirmen kann so gar nicht funktionieren und soll sie auch nicht, denn Leiharbeiter leisten meist keine qualitative Arbeit, sondern werden für Tätigkeiten verheizt, in der keine Qualität erwartet wird und werden kann. Im Prinzip wird Arbeit nur dann Qualifiziert, wenn man eine längere Zeit sich mit einer Tätigkeit auseinander setzt und man durch Routine Profi wird. Also kann man die Möglichkeiten auf ein besseres Gehalt oder einem besseren Job bei einer Leihfirma schon knicken. Einzig die Chance in einem Betrieb unterzukommen durch einen Arbeitseinsatz, in dem man zeigen kann wie gut man wirklich ist, bietet positive Aspekte.

Gruß

Regulator

:
Die Frage ist, ob dies ein Laden überhaupt noch macht, eine Cola für
50 Cent anzubieten.

Ex-Leihsklave:
Ich glaube ebenfalls das es ein himmelweiter Unterschied ist ob
man seinen Lohn direkt über eine Festanstellung vom Betrieb bekommt
oder ob sich noch ein par schmierige Fettsäcke dazwischenschalten und die Hälfte der vom Sklaven allein verdienten Kohle für sich abzweigen. :lol:

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