Autor Thema: Neuausrichtung bei der Gewerkschaft ver.dienter Punktgewinn  (Gelesen 372 mal)

Sunlight

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Zitat
Ein Treffen von politisch engagierten Lkw-Fahrern mit Vertretern der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) ist erfolgreich verlaufen.
Verdi das Versprechen, ein Netzwerk mit den Fahrerorganisationen zu gründen, auch einlöst.

Es ist gerade mal zwei Jahre her, dass die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) mitten in der Protestwelle gegen Sozialdumping, die
damals von der Actie in de Transport Deutschland und den Kraftfahrer Clubs Deutschland in einigen deutschen Städten organisiert wurde,
die beiden Fahrerorganisationen brüskiert hat.

Mario Klepp, damals als Bundesfachgruppenleiter Postdienste, Speditionen und Logistik der Verdi-Bundesverwaltung in Berlin noch recht frisch
 im Amt, hatte ein bereits zugesagtes Treffen in Kassel kurzfristig abgesagt. Erst auf Nachfrage stellte sich später der Grund heraus: Damals
hatte der umstrittene Verleger Joop van Rooij die Führung der niederländischen Actie in de Transport übernommen, andere sagen: gekapert,
und aus seiner Verbindung zur rechtspopulistischen Partei PVV von Geert Wilders keinen Hehl gemacht. Das war politisch zu heiß für Verdi.
Drei Jahre Allianz im Transportwesen

Das ist Vergangenheit, denn mittlerweile haben die wackeren Aktivisten um Udo Skoppeck und Michael Schmalz einen richtigen Verein gegründet:
Die Allianz im Transportwesen, kurz: A.i.d.T., feiert dieser Tage ihr dreijähriges Jubiläum. Sie haben 65 treue Mitglieder und viele Freunde auf
Facebook, dort aber auch Neider und Nörgler, denen es nie schnell genug gehen kann. Der harte Kern hat seine Linie gefunden, sich wirklich professionalisiert und mit Gregor ter Heide einen fundierten Kenner des EU-Rechts als Berater im Hintergrund. Und obwohl einige Fahrer bereits
wieder mit den Füßen scharren, um hupend mit Lkw-Konvois durch die Städte zu ziehen, hat man sich, neben dem Thema Verkehrssicherheit für
den langen und mühsamen Weg durch die Instanzen entschieden. Der erfolgreiche Besuch im Deutschen Bundestag wurde wenige Kilometer spreeaufwärts bei Verdi durchaus mit Bewunderung zur Kenntnis genommen. Erfolgreich im Kreis.

Mit etwas weniger Fokus in der Fachöffentlichkeit gründete vor fünf Jahren der Lkw-Fahrer Lars Kretschmann aus Miltenberg mit fünf Kollegen einen Kraftfahrerkreis. Dieser wird von Patrick Gerson, dem für die Fahrer der Region Aschaffenburg zuständigen Verdi-Gewerkschaftssekretär, der einst selbst als Lkw-Fahrer begann, unterstützt. Bald trat auch Burkhard Taggart, langjähriger Fahrer bei HSV in Friedewald dem Kreis bei. Zusammen mit Kretschmann bildet er dort den Vorstand. Eine stark gewachsene Gemeinschaft trifft sich nun einmal im Quartal an einem Samstag im Calpam Autohof in Kleinostheim, um über aktuelle Probleme zu reden und den Fahrern von gewerkschaftlicher Seite Hilfe im Arbeits- und Tarifrecht zu geben. Eine Mitgliedschaft in Verdi ist keine Voraussetzung. Jeder kämpft für sich allein .........................

http://www.eurotransport.de/news/neuausrichtung-bei-der-gewerkschaft-ver-dienter-punktgewinn-6876633.html

Jeder kämpft für sich alleine, wie wahr. Bin skeptisch, ob nach der Zersplitterung und ver.dis damaliger Brüskierung der Bewegung
es tatsächlich möglich ist was zu erreichen. Es müsste sein, denn die Löhne sinken regionweise immer mehr. Auch die Bedingungen
verschlechtern sich zunehmend.

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