Neuigkeiten + Diskussion > (Sozial-) Politikforum & Aktuelles von Chefduzen

Dieselgate-Warum uns die Autoindustrie vergast

<< < (2/24) > >>

Nikita:
http://www.spiegel.de/auto/aktuell/abgasskandal-verdaechtige-stickoxidwerte-bei-fast-allen-herstellern-a-1087444.html#ref=rss


--- Zitat --- 15. April 2016, 18:08 Uhr
Abgasaffäre
Test offenbart verdächtige Werte bei fast allen Herstellern

Bei der Untersuchung des Kraftfahrt-Bundesamts sind nach SPIEGEL-Informationen bei 56 von 58 Dieselautos verdächtig hohe Stickoxidwerte gemessen worden.

Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hat nach SPIEGEL-Informationen im Zuge des Abgasskandals von VW auch Auffälligkeiten bei fast allen untersuchten Dieselmodellen anderer Hersteller gefunden. 56 von 58 getesteten Fahrzeugen hätten auffällige Stickoxidwerte aufgewiesen, heißt es aus dem Umfeld der Kommission, die Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) eingesetzt hatte. Nur zwei Fahrzeuge, darunter ein BMW-Modell, seien unauffällig gewesen. (Diese Meldung stammt aus dem SPIEGEL. Den neuen SPIEGEL finden Sie hier.)

Bereits im November vergangenen Jahres hatte das zuständige KBA mitgeteilt, dass auch die Abgaswerte anderer Hersteller Fragen aufwerfen. Seitdem herrschte jedoch Stillschweigen seitens Dobrindts und der Behörde. Das Gremium des Verkehrsministers befragt derzeit die Hersteller zu den gemessenen Werten, um herauszufinden, ob der Grund dafür Abschaltautomatiken wie bei VW sind.

Fragwürdige "Thermofenster"

Die meisten Autobauer scheinen die Stickoxidreinigung abzuschalten, wenn eine bestimmte Außentemperatur, häufig um die zehn Grad, unterschritten wird. Mercedes hat so eine Technik für seine C-Klasse bereits zugegeben. Mindestens ein Opel-Modell soll laut den Tests aber schon unter 17 Grad abschalten.

Opel dementiert dies auf Anfrage nicht, sondern verweist darauf, man habe die Motorsteuerung "nicht entwickelt, um zu täuschen und zu betrügen".

Die Kommission ist über die Praxis der Hersteller, intern "Thermofenster" genannt, verärgert. Die Wissenschaftlichen Dienste des Bundestags halten sie, ebenso wie die amerikanischen Behörden, für illegal. Doch die Autoindustrie vertritt die Auffassung, die Abschaltung bei tieferen Temperaturen diene dem Schutz der Motoren und sei rechtens.

Der Grünen-Abgeordnete Oliver Krischer kritisierte in diesem Zusammenhang das Verhalten von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) scharf: "Dobrindt ist auch nach über einem halben Jahr des Bekanntwerdens des Abgasskandals nicht in der Lage oder willens, Transparenz zu schaffen und ernsthafte Konsequenzen zu ziehen. Das der Untersuchungsbericht nun anscheinend schon bei den Autoherstellern liegt, während der Rest der Republik und das Parlament auf ihn warten ist ein Unding und Missachtung parlamentarischer Rechte", so Krischer.

Die Technik des sogenannten "Thermofensters" könnte eine Erklärung dafür sein, warum gerade an kälteren Tagen in deutschen Städten die Stickoxidgrenzwerte überschritten werden.
URL:

    http://www.spiegel.de/auto/aktuell/abgasskandal-verdaechtige-stickoxidwerte-bei-fast-allen-herstellern-a-1087444.html

Mehr auf SPIEGEL ONLINE:

    Abgasaffäre: Rechtsgutachten bringt Autokonzerne in Erklärungsnot (05.04.2016)
    http://www.spiegel.de/auto/aktuell/abgasaffaere-rechtsgutachten-bringt-autohersteller-in-erklaerungsnot-a-1085051.html
    Deutsche Umwelthilfe: Verdächtig hohe Abgaswerte bei Mercedes (16.12.2015)
    http://www.spiegel.de/auto/aktuell/mercedes-c-klasse-duh-misst-abweichende-abgaswerte-a-1068106.html
    Abgasskandal: Passat-Probleme zwingen VW zur Korrektur des Rückrufplans (12.04.2016)
    http://www.spiegel.de/auto/aktuell/abgasskandal-passat-probleme-zwingen-vw-zur-korrektur-des-rueckrufplans-a-1086757.html
    Abgasaffäre bei VW: Umweltminister rühren Diesel-Vorteile nicht an (07.04.2016)
    http://www.spiegel.de/auto/aktuell/streit-um-den-dieselpreis-a-1086036.html
    Neuer digitaler SPIEGEL: Ausgabe 16/2016
    https://magazin.spiegel.de/SP/2016/16/index.html



--- Ende Zitat ---

Nikita:
In Michigan State, USA hat der Senat zwei Gesetze geplant, die lebenslange Haftstrafen für das Hacken von Autos vorsehen.
http://thehackernews.com/2016/05/car-hacker-prison.html?utm_source=feedburner&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed%3A+TheHackersNews+%28The+Hackers+News+-+Security+Blog%29

Praktisch alles, was die Autoindustrie nicht nur an Internettechnik entwickelt hat, wurde gehackt. Die Lobby bekommt Schnappatmung, da sie autonom-fahrende Autos durchdrücken möchte. Die Luft wird dünn, wenn die Technik dazu bereits jetzt massenhaft gehackt wird. Vielleicht deshalb fährt man einen Testballon in Form diese Gesetzes. Die Autoindustrie weiss, dass sie die Sicherheit im Auto in diesem Bereich auf lange Zeit nicht in den Griff bekommt, da sie das Thema verschlafen hat. Ein IT-Sicherheitsexperte, der sich diesen Bereich in der Automobilindustrie angeschaut hat, schreibt dazu, dass sie keinen Begriff davon haben, was Sicherheit bedeutet.

http://mein-auto-blog.de/news/safety-first-wie-die-autoindustrie-mit-ihren-sicherheitsproblemen-umgeht.html


--- Zitat ---...
Es gab eine Gelegenheit, einem Automobilriesen in den Code zu schauen, nämlich als Toyota vor Gericht ihre „unintended acceleration“ verhandelte. Irgendwann mussten sie externe Experten ihren Code lesen lassen. Es war ein riesiger Haufen Spaghetti-Code, und wer mit diesem Begriff nicht vertraut ist, sollte sich einen Kabelbaum vorstellen, der aus einem Spaghetti-Haufen vollkommen gleicher Kabel besteht, der einfach in einen Hohlraum hinter den Verkleidungen gequetscht wird. Toyota hat wahrscheinlich nicht einmal gelogen, als sie vor Gericht sagten, sie konnten die Probleme nicht nachvollziehen, denn nach allen bekannten Methoden war Toyotas Haufen Schhh…paghetti nicht testbar. Toyota konnte gar nicht wissen, was da am Ende alles für Zustände herauskommen könnten, und offenbar interessierte sie das auch nicht besonders. Der Code sah so aus, als hätte Toyota jede Maßgabe zur guten Arbeit an Software gelesen und dann das Gegenteil getan. Und solche Firmen arbeiten jetzt an Autos, die dein Kind automatisch in die Schule fahren sollen. Damit in Zukunft Probleme ausbleiben wie „das Auto fährt mit dem Kind durch die Ukraine, weil ein russischer Autoschlepper Toyotas en masse in sein Autobot-Netz übernimmt“, da könnten die Hersteller bewährte Methoden der Offenheit einsetzen. Oder sie könnten weitermachen wie bisher mit Gestolpere im Dunkeln. Wer möchte raten, was passieren wird?

--- Ende Zitat ---

Troll:
Das funktioniert ganz sicher, mögliche/drohende Haftstrafen halten schließlich auch schon seit Jahren von Diebstahl und Mord ab.

Nachtrag:
Ist schon der Hammer, die Unfähigkeit bzw. der Unwillen der Hersteller direkt in externe Strafen auszulagern, großartig, aus Industrieller Sicht verstehe ich mehr und mehr weshalb der zügellose Kapitalismus bis aufs Blut verteidigt wird.

Nikita:
Hier mal eine Auflistung der Todeszahlen, die VW und Co. durch ihren Betrügereien verursachen. Ein wenig Kohle gespart und zahllose Menschen verrecken lassen. VW hat sich dafür nicht etwa bei den Angehörigen der Toten entschuldigt, sondern bei ihren Aktionären.


--- Zitat ---27. Juni 2016, 17:07 Uhr
Luftverschmutzung
Zahl der Toten könnte auf 7,4 Millionen steigen

Pro Jahr sterben mehr als sechs Millionen Menschen an den Folgen von Abgasen, schätzt die Energieagentur IEA. Wenn sich die Luftqualität nicht deutlich verbessert, könnten die Opferzahlen weiter wachsen.

Die Luftverschmutzung gefährdet immer mehr Menschenleben, berichtet die Internationale Energieagentur (IEA). Sofern nicht weiter gegen die schlechte Luft vorgegangen werde, dürfte die Zahl der dadurch bedingten Todesfälle bis 2040 auf 7,4 Millionen pro Jahr ansteigen, warnte die IEA in ihrem Report "Energy and Air Pollution".

Derzeit sterben demnach etwa 6,5 Millionen an den Folgen von verunreinigter Luft sowohl im Freien als auch in geschlossenen Räumen. Eine genauer Zuordnung einzelner Todesfälle zur Ursache Luftverschmutzung ist allerdings meist schwierig, allein Feinstaub soll pro Jahr etwa 3,3 Millionen Menschen töten. Laut einer WHO-Schätzung sind schon 2014 jährlich etwa sieben Millionen Menschen an den Folgen von Smog gestorben sein.

Der Schadstoffausstoß werde bis 2040 zwar zurückgehen, erklärte die Energieagentur. Doch die derzeitigen Pläne reichten nicht aus, um die Qualität der Luft zu verbessern. Luftverschmutzung sei inzwischen die viertgrößte Gefahr für die Gesundheit nach Bluthochdruck, ernährungsbedingten Risiken und Rauchen.

"Saubere Luft ist ein Menschenrecht"

Die Investitionen in diesem Bereich müssen laut IEA lediglich um sieben Prozent oder knapp fünf Milliarden Dollar angehoben werden, um die Zahl der Toten deutlich zu verringern. "Das sind Peanuts", sagte IEA-Direktor Fatih Birol. "Saubere Luft ist ein Menschenrecht, das dem Großteil der Weltbevölkerung fehlt."

Mit den knapp fünf Milliarden Dollar Investitionen könnten mehr als drei Millionen Menschenleben gerettet werden, davon 1,7 Millionen Todesfälle durch schlechte Luft im Freien und 1,6 Millionen durch Luftverschmutzung in Haushalten.

Wie gesundheitsschädlich Abgase in der Luft sind, hatte erst kürzlich eine Studie der Auckland University of Technology gezeigt. Die Forscher hatten Daten aus 188 Ländern ausgewertet und dabei festgestellt, dass Feinstaub und Kohlenmonoxid können das Schlaganfallrisiko erhöhen. Die Belastung durch Schlaganfälle könnte weltweit gesehen um knapp 30 Prozent verringert werden, wenn die Menschen nicht der Luftverschmutzung ausgesetzt wäre.

hda/dpa/Reuters
URL:

    http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/luftverschmutzung-bald-7-4-millionen-tote-weltweit-a-1100068.html

Mehr auf SPIEGEL ONLINE:

    Schlaganfall: Luftverschmutzung erhöht Schlaganfallrisiko (10.06.2016)
    http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/luftverschmutzung-erhoeht-schlaganfall-risiko-a-1096748.html
    Luftverschmutzung: Feinstaub tötet drei Millionen Menschen pro Jahr (17.09.2015)
    http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/luftverschmutzung-drei-millionen-menschen-sterben-jaehrlich-an-feinstaub-a-1053241.html
    Feinstaub und Abgase: Schlechte Luft erhöht das Schlaganfall-Risiko (25.03.2015)
    http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/schlaganfall-risiko-wird-durch-feinstaub-und-abgase-akut-erhoeht-a-1025257.html
    Todesursache Smog: Sieben Millionen Menschen sterben pro Jahr an dicker Luft (25.03.2014)
    http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/smog-toetet-laut-who-studie-sieben-millionen-menschen-pro-jahr-a-960559.html

Mehr im Internet

    "Energy and Air Pollution"
    http://www.iea.org/publications/freepublications/publication/weo-2016-special-report-energy-and-air-pollution.html

 

--- Ende Zitat ---

Troll:

--- Zitat ---Städten drohen Diesel-Fahrverbote

Weil sie die Grenzwerte für Stickoxide nicht einhalten können, steht etlichen Ballungsgebieten in Deutschland ein Fahrverbot für Dieselfahrzeuge bevor. Das gilt auch für Diesel-PKW. Der Städtetag schlägt Alarm.
....

Quelle: FAZ
--- Ende Zitat ---


Vorsprung durch Technik, nur das beste aus der deutschen Vorzeigeindustrie, gratulation, vom betrogenen Autofahrer teuer bezahlt, VW aktiv von der Politik beim Betrug unterstützt, vor den lästigen deutschen Verbrauchern beschützt, eine komplette Farce, ein städtisches Fahrverbot wäre noch das Tüpfelchen auf dem i. Ich weiß, andere Hersteller sind kein Haar besser, aber billiger.

Deutlicher kann Politik und Industrie gar nicht sagen das sie den Konsument für ein dummes Arschloch hält.

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

[*] Vorherige Sete

Zur normalen Ansicht wechseln