Autor Thema: Bauer Verlag  (Gelesen 85 mal)

Kuddel

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Bauer Verlag
« am: 09:42:40 Do. 16.Januar 2020 »
Zitat
Bauer Verlag im Nationalsozialismus
Image und Umsatz



Alfred Bauer, Verleger und Inhaber des Bauer-Verlages (1898 – 1984)

Ziemlich kurios kam es zur Selbsterforschung des Bertelsmann-Konzerns. Dessen Chef Thomas Middelhoff verbreitete 1998 die mehr als kühne These, Bertelsmann sei nach 1933 ein Hort des Widerstands gewesen. Die von Bertelsmann unter Druck initiierte historische Forschung brachte erstaunlicherweise anderes zutage. Der Bertelsmann-Chef hatte Kontakte zur SS. Der Verlag verdiente sich 1940 mit dem nicht direkt antifaschistischen Beststeller „Mit Bomben und MGs über Polen“ eine goldene Nase.

Nun steht der Bauer Media Group (Umsatz 2,2 Milliarden Euro) das Gleiche ins Haus. Bekannt ist: Alfred Bauer, seit 1935 Mitinhaber des Verlags, kaufte in den 1930er Jahren mindestens zwei Immobilien von jüdischen Eigentümern, offenbar zu Dumpingpreisen. Nach 1945 einigte sich Bauer mit den Ex-Besitzern auf einen Vergleich.

Ähnlich war es bei den Gebrüdern Burda. Die hatten sich 1933 gerühmt, ein sogenannter „judenfreier“ Betrieb zu sein, und 1938 günstig eine Großdruckerei von jüdischen Deutschen gekauft. Nach 1945 einigte man sich auf einen Vergleich.

Wiederaufbau mit Zwangsarbeit


Dass Firmen in Deutschland vom NS-Regime profitierten, war nicht die Ausnahme, sondern die Regel. Manche steigerten ihren Gewinn, weil jüdische Konkurrenz wegfiel. Manche beteiligten sich an Arisierungen, die oft erpresserische Manöver an der Grenze zum Raub waren.

1944 gab es kein größeres deutsches Unternehmen ohne Zwangsarbeiter. Acht Millionen Verschleppte hielten die Industrieanlagen in Schuss. Ohne sie wäre der rasche Wiederaufstieg der deutschen Industrie, deren Anlagen 1945 weitgehend intakt waren, unmöglich gewesen. Dieser Wiederaufstieg ist als Wirtschaftswunder im kollektiven Gedächtnis abgespeichert, für die Zwangsarbeit ist darin kein Platz.

Das ist Allgemeinwisssen. Umso verblüffender wirkt die hartnäckige Schwerhörigkeit von Konzernen wie Bauer. Offenbar fürchten gerade international agierende Konzerne, dass amtlich beglaubigte NS-Nähe doch ein Risiko fürs Geschäft sein könnte. Konkret zum Thema hat Bauer nur beizusteuern, dass man leider „über keinerlei Firmenunterlagen aus der Zeit des Nationalsozialismus mehr verfügt“.
https://taz.de/Bauer-Verlag-im-Nationalsozialismus/!5653985/

Die BRD ist auf einem soliden braunen Fundament erbaut worden.

Troll

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Re: Bauer Verlag
« Antwort #1 am: 13:00:55 Do. 16.Januar 2020 »
Zitat
..., Bertelsmann sei nach 1933 ein Hort des Widerstands gewesen. ...

Der nach 1945 selbsternannte Widerstand ist sehr beeindruckend, Hitler war scheinbar Mutterseelenallein mit
seiner Niedertracht, ein Wunder was er alles vollbringen konnte ohne mächtige Helfer, waren es tatsächlich nur Vorfahren der Bevölkerung (Pöbel) die Hitler die Stange hielten?
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