Autor Thema: Sklavenmarkt Deutschland  (Gelesen 25590 mal)

Fritz Linow

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Re:Sklavenmarkt Deutschland
« Antwort #15 am: 21:56:43 Do. 13.Juli 2017 »
Zitat
13.7.17
Leben wie ein Tagelöhner

Bremen ist Hauptstadt der Leiharbeiter

Der Anteil der Leih- beziehungsweise Zeitarbeiter ist nirgends so hoch wie in dem kleinen Stadtstaat Bremen. Vor fünf Jahren lag er bei ungefähr fünf Prozent. Tendenz steigend. Bislang ist es nicht gelungen, die Leiharbeit einzudämmen. Stattdessen nimmt die Zahl der prekären Jobs weiter zu.
(...)
"Gestern sagt einer zu mir, BILD Hannover, sagt der zu mir, warum wollen sie sechs Prozent, da guck ich den an und denke, was bist du denn für ein Spacken. Informiere dich mal, was wir generell verdienen. Ehrlich. Oder unsere Tarifverträge, wenn sie uns unsere Tarifverträge nehmen..."
http://www.deutschlandfunk.de/leben-wie-ein-tageloehner-bremen-ist-hauptstadt-der.862.de.html?dram:article_id=391058

Kuddel

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Re:Sklavenmarkt Deutschland
« Antwort #16 am: 20:13:52 Di. 08.August 2017 »
Zitat
RAT & TAT Info des Institut für Arbeit – ICOLAIR



Mitarbeiter hatte auf Festanstellung geklagt. Nach zwangsweiser Freistellung jetzt auch noch Entlassung! Nachdem wir erst vor 2 Tagen in unserem Info 259 über einen Streik von Leiharbeitern bei VW China berichten mußten, haben wir nun die traurige Pflicht über einen Skandal bei der konzerneigenen deutschen Leiharbeitsfirma zu berichten: Der bei der VW-Tochter „Autovision“ im VW-Werk Hannover beschäftigte Mitarbeiter Murat C. hatte einen Anspruch auf Festanstellung geltend gemacht und wurde darauf hin am 26.1.2017 zwangsweise ohne jeden Rechtsgrund von der Arbeit freigestellt und vom Werkschutz nach eigenen Angaben „wie ein Verbrecher vom Arbeitsplatz weggeführt“. Der Werksausweis wurde ihm abgenommen. Gründe wurden dem Betroffenen nicht genannt. Man erklärte ihm, es liefen „Ermittlungen“ gegen ihn. Bis zum „Abschluß der Ermittlungen“ sei er freigestellt und dürfe das Betriebsgelände nicht betreten. Wahrheitswidrig wurde ihm angekündigt, er werde einen „Brief“ erhalten, in welchem die Vorwürfe genannt würden. Doch nichts dergleichen geschah. Unserer im Auftrag des Betroffenen erfolgten Aufforderung, sofort die Gründe für die Freistellung zu nennen, ist die „Autovision“ bis heute nicht nachgekommen. Stattdessen erhielten wir die absurde Mitteilung, daß die Freistellung „erforderlich“ sei, „um die Vorwürfe zu konkretisieren“.

Wie bitte? Ein Mitarbeiter wird „freigestellt“, um zu schauen, was man mit welchem Ergebnis („konkretisieren“) noch gegen ihn herausfinden kann? Noch schlimmer: Es müsse durch die Freistellung „eine Umgebung geschaffen“ werden, in der mögliche Zeugen „ohne Sorge vor Repressalien darüber berichten können“. Mitte Februar wurde Autovision durch uns aufgefordert, endlich das Arbeitsrecht der Bundesrepublik Deutschland zu akzeptieren und willkürliche „Ermittlungen über Ermittlungen“ zu unterlassen, die Freistellung aufzuheben o d e r endlich angebliche Vertragsverletzungen des Mandanten zu benennen. Am 24.2. wurde Klage beim Arbeitsgericht Hannover eingereicht. Einen (!) Tag später erhielt der Betroffene eine Kündigung ohne Begründung.

Das Verhalten der Firma ist ebenso bemerkenswert wie empörend. Es ist erkennbar ohne jede Rechtsgrundlage. Der Betroffene sieht in der Freistellung eine Retourkutsche für seine jetzt auch klageweise geltend gemachte Festanstellung bei VW und in der Kündigung eine Retourkutsche dafür, daß er sich gegen die Zwangsfreistellung gewehrt hat. § 612a BGB verbietet dem Arbeitgeber ausdrücklich, einen Mitarbeiter für die Wahrnehmung von Rechten zu „maßregeln“.


 “Die Skandale in und um den größten Automobilkonzern der Welt nehmen kein Ende: Die Beschäftigung von KZ-Aufsehern bei VW Brasilien, die Zusammenarbeit von VW mit der brasilianischen Militärdiktatur, der Diesel-Abgasskandal, die Manipulationen in den USA und in Europa und nun der Verdacht von großformatigen Kartellabsprachen mit anderen Automobilunternehmen. Bei alledem geraten die in Vergessenheit, die die wirtschaftlichen Erfolge des Unternehmens durch ihre Arbeit zu verantworten haben: Die im Konzern beschäftigten Mitarbeiter, darunter vor allem auch die sog. „Fremdbeschäftigten“, die Leiharbeiter und die Beschäftigten der konzerneigenen Tochter „Autovision“. Über den skandalösen Umgang der Verantwortlichen von Autovision mit dem Mitarbeiter Murat C. berichteten wir hier mehrfach. Der Beschäftigte war zwangsweise von der Arbeit freigestellt und schließlich ohne jeden sachlichen Grund entlassen worden, und zwar – wie er vermutet – nur deshalb, weil er gemeinsam mit anderen mit einer Klage beim Arbeitsgericht seine Festanstellung bei VW durchsetzen wollte. Nun haben erste Zeugen schriftlich bestätigt, daß die ihnen von den Managern der Firma in den Mund gelegten Äußerungen über den Betroffenen falsch waren. Der Fall wird – nach wiederholten Verzögerungen durch Autovision – jetzt abschließend verhandelt

    am Mittwoch den 9. August 2017 um 12.30 Uhr beim Arbeitsgericht Hannover, Saal 7, Kammer 5. Die Öffentlichkeit ist zugelassen und von dem Betroffenen erwünscht !
     

    Zuvor werden die Klagen auch von Kollegen des Betroffenen auf Festanstellung bei VW behandelt werden am Mittwoch den 9. August 2017 um 10.15 Uhr beim Arbeitsgericht Hannover, Saal 9, Kammer 9 (5 Fälle)   
    Einen Tag später wird die Klage eines Minderheitenmitglieds im Betriebsrat von VW Hannover verhandelt werden, bei der es um zahlreiche willkürliche und vom Betriebsrat (!) veranlaßte Abmahnungen gegen ein unliebsames und für seine konsequente Interessenvertretung bekanntes Betriebsratsmitglied geht: am Donnerstag den 10. August 2017 um 10.30 Uhr beim Arbeitsgericht Hannover, Saal 6, Kammer 2“
http://www.labournet.de/politik/alltag/leiharbeit/unternehmen/skandal-bei-vw-hannover-verleih-tochterfirma-autovision-laesst-beschaeftigten-nach-klage-auf-festanstellung-wie-verbrecher-abfuehren/

Fritz Linow

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Re:Sklavenmarkt Deutschland
« Antwort #17 am: 22:36:17 Fr. 20.Oktober 2017 »
Zitat
20.10.17
Hausverbot für Betriebsrat
Eine Protestaktion im Siemens-Schaltwerk hat gravierende Konsequenzen

Felix Weitenhagen ist einiges gewohnt von seinem Arbeitgeber Siemens. In seinen zwölf Jahren als Betriebsrat im Schaltwerk Berlin musste er aufgrund kritischer Äußerungen bereits sechs Abmahnungen und eine Strafversetzung auf sich nehmen, wie er erzählt.

Die ersten zwei Abmahnungen musste Siemens im Mai dieses Jahres per Gerichtsbeschluss aus der Personalakte entfernen, für die Abmahnungen drei bis fünf steht Anfang November der zweite Prozess an. Doch nun gibt es neuen Ärger: Aufgrund einer Protestaktion gegen Leiharbeit wurde Weitenhagen von seiner Arbeit freigestellt. Als er daraufhin trotzdem vor Ort seiner Betriebsratsarbeit nachging, bekam er von der Werksleitung sogar ein Hausverbot erteilt.

Dass der inflationäre Einsatz von Leiharbeit in der Industrie im Allgemeinen und bei Siemens im Speziellen ein Problem darstellt, ist bekannt. Die Gewerkschaft IG Metall kritisiert seit Längerem, dass die Industrie ihre Stammbelegschaft gering hält und sich über Leiharbeit Flexibilität verschafft. »Das halten wir für einen Missbrauch von Leiharbeit und gehen auch mit unseren Möglichkeiten dagegen an«, sagt IG-Metall-Sprecher Klaus Abel dem »nd«. Grundsätzlich bemühe sich die Gewerkschaft, für die LeiharbeiterInnen faire Arbeitsbedingungen zu schaffen. »Wir haben ja auch einen Tarifvertrag, in dem es Übernahmeverpflichtungen gibt, und stehen insbesondere diesem großen Umfang von Leiharbeit auch bei Siemens sehr kritisch gegenüber.«
Darauf, dass die IG Metall sich irgendwann für eine Besserstellung der LeiharbeiterInnen einsetzt, wollten die MitarbeiterInnen des Schaltwerks Berlin nicht warten. »Wir hatten im Betrieb die Situation, dass im September zirka 160 Kolleginnen und Kollegen in Leiharbeit oder mit befristeten Verträgen nicht länger beschäftigt wurden«, erzählt Felix Weitenhagen dem »nd«. Daraufhin nahmen die ArbeiterInnen das Problem selbst in die Hand und organisierten am 7. sowie am 26. September eine »aktive Mittagspause«.
https://www.neues-deutschland.de/artikel/1067011.siemens-hausverbot-fuer-betriebsrat.html?pk_campaign=SocialMedia

Fritz Linow

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Re:Sklavenmarkt Deutschland
« Antwort #18 am: 21:50:00 Mi. 25.Oktober 2017 »
Der Sklavenhändler WORKS PERSONAL-SERVICE GMBH aus Hamburg bietet seine Sklaven online an. Abgesehen davon. dass die Lobpreisung des Sklaven nur belegt, wie beschissen Leiharbeit ist, stellt sich die Frage, ob der Entleiher vorher auch das Gebiss des Sklaven kontrolliert.

Zitat
Tätigkeit:  Metallbau Helfer

Alter: 44 Jahre

Geschlecht: männlich

Tätigkeiten & Profil

Der Mitarbeite hat sehr vielseitige Erfahrung im Metallbereich schweißen, stanzen, schleifen und bohren .sowie Fähigkeiten im Malerbereich mit Anstrich, spachteln und Lackierung.
Außerdem hat er Kenntnisse in der Elektronik, kann Löten und bestücken.
Zeitweise hat er in der Verwaltung gearbeitet, Telefondienst und Außendienst Akquise gemacht sowie den Lagerverkauf und Kundenbetreuung.
Der Mitarbeiter zeigt immer ein hohes Maß an Eigeninitiative und überdurchschnittliche Einsatzbereitschaft .Er arbeitet selbständig, zuverlässig, zielorientiert und erzielt stets gute Qualitätserfolge.
Die Kunden sind mit seinen Leistungen im höchsten Maße zufrieden.
Das Verhalten Vorgesetzen, Kollegen und Kunden gegenüber war immer vorbildlich und führt stets zu einer guten und effizienten Teamarbeit.
Er wird jederzeit von Kunden, aufgrund seiner sehr guten Leistungen, wieder angefordert
Sein Äußeres ist gepflegt und angenehm.
http://www.worksgmbh.de/index.php/metallbau-helfer-2/

Fritz Linow

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Re:Sklavenmarkt Deutschland
« Antwort #19 am: 17:59:02 Fr. 27.Oktober 2017 »
Zitat
27.10.17
Verwirrung um Stellenanzeige für Salutas

Pillen-Hersteller Salutas aus Barleben will Anfang 2018 viele Stellen abbauen. Trotzdem suchte eine Leiharbeits-Firma weiter Mitarbeiter.

Unruhige Zeiten bei Salutas, dem Arzneimittelhersteller aus Barleben (Landkreis Börde): 150 der fast 1200 Mitarbeiter sollen Anfang 2018 entlassen werden. Das plant die Geschäftsführung. Der Grund: weniger Aufträge. Teile der Produktion sind nach Informationen der Volksstimme zudem bereits ins Ausland verlagert worden. Am Donnerstagabend sorgte eine Stellenanzeige bei einer Zeitarbeitsfirma für weiteren Unmut in der Belegschaft.

Die Firma Manpower, die bereits seit mehreren Jahren Leiharbeiter an Salutas vermittelt, suchte offenbar Mitarbeiter für das Werk des Pillen-Produzenten. Die Volksstimme konfrontierte den Salutas Mutterkonzern Sandoz mit der Ausschreibung. Daraufhin ruderte das Unternehmen zurück. „Salutas sucht derzeit keine zusätzlichen Leiharbeitskräfte“, sagte ein Sandoz-Sprecher. Die Anzeige sei nicht von dem Arzneimittelhersteller initiiert. „Salutas hat mittlerweile den Dienstleister Manpower aufgefordert, diese Aktion zu stoppen“, erklärte er weiter. Am Freitagmittag war die Stellenanzeige nicht mehr abrufbar.
Derzeit 50 Leiharbeiter

Derzeit beschäftigt Salutas in Barleben nach eigenen Angaben 50 Leiharbeiter. Die zusätzlichen Arbeitskräfte sollen vor allem Produktionsspitzen abfangen. Durchschnittlich verdienen Leiharbeiter rund ein Drittel weniger als regulär beschäftigte Arbeitnehmer.
https://www.volksstimme.de/deutschland-welt/wirtschaft/leiharbeits-firma-verwirrung-um-stellenanzeige-fuer-salutas

Fritz Linow

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Re:Sklavenmarkt Deutschland
« Antwort #20 am: 21:22:52 Fr. 29.Dezember 2017 »
Das Bankergesindel erwartet 2018 noch mehr Leihsklaven:

Zitat
29.12.17
In der deutschen Wirtschaft sind 2018 laut Feri-Prognose größere Zuwächse im Dienstleistungssektor als in der Industrie zu erwarten. Während Leiharbeit zu den Branchen mit dem höchsten erwarteten Umsatzzuwachs gehört, muss die Automobilindustrie Abstriche in Kauf nehmen. (...)
https://www.private-banking-magazin.de/prognose-2018-feri-erwartet-bei-dienstleistungen-groessere-zuwaechse-als-in-der-industrie/

Abgesehen davon dass Leiharbeit wenn überhaupt nur eine Überbranche ist, sollten die Proteste der VW-Leiharbeiter erst der Startschuss für eine Gegenoffensive 2018 sein.

Fritz Linow

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Re:Sklavenmarkt Deutschland
« Antwort #21 am: 00:08:48 Mo. 05.Februar 2018 »
Zitat
4.2.18
Chef abgetaucht: Zeitarbeitsfirma lässt Magdeburger im Stich

Der Lohnzettel für den Monat November ist das letzte Schriftstück, das Jan Ehrecke von seiner Zeitarbeitsfirma im vergangenen Dezember erhält. Doch das Gehalt wurde nie überwiesen. Als das Einkommen so kurz vor Weihnachten plötzlich ausbleibt, will der 33-Jährige bei seinem Arbeitgeber nachfragen. Jedoch: Niemand ist mehr zu erreichen, die Firma existiert in den ehemaligen Büroräumen nicht mehr, die Telefonnummer funktioniert nicht mehr.
(...)

Highlight:

Zitat
(...)
Jan Ehrecke hatte sich sofort nach einer neuen Firma umgesehen. Seit Anfang Januar ist er bei einem anderen Zeitarbeitsunternehmen angestellt und kann weiter für denselben Auftraggeber im Bereich Windenergie arbeiten. Allerdings zu den Konditionen eines Neueinsteigers – alles, was er sich in sieben Jahren Betriebszugehörigkeit erarbeitet hatte, ist verloren. Er ist nicht der Einzige. Auch einige seiner Kollegen waren bei der plötzlich verschwundenen Firma angestellt.
(...)
https://www.volksstimme.de/lokal/magdeburg/chef-abgetaucht-zeitarbeitsfirma-laesst-magdeburger-im-stich

Sklavenklitschen kommen, Sklavenklitschen gehen. Was bleibt, sind die Entleiher...

tleary

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Re:Sklavenmarkt Deutschland
« Antwort #22 am: 09:57:23 Di. 06.Februar 2018 »
... und der beschissene Lohn. Sowie der Tritt in den Hintern, wenn er plötzlich nicht mehr gebraucht wird.
»Wir wissen, so wie es ist, kann es nicht weiter gehen. Aber es geht weiter.«
(Autor unbekannt)

counselor

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Re:Sklavenmarkt Deutschland
« Antwort #23 am: 14:39:23 Di. 06.Februar 2018 »
Wahrscheinlicher Entleiher: Enercon Magdeburg
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

Fritz Linow

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Re:Sklavenmarkt Deutschland
« Antwort #24 am: 02:05:59 Mi. 14.Februar 2018 »
Sklavenhändlerpack und schmieriges Management auf Entleiherseite spielen Mafia:

Zitat
13.2.18
Millionenbetrug bei BASF?

Der Verdacht führt in den Bereich Personal-Leasing. Einer der Verdächtigen starb bereits.

Der Chemieriese BASF soll von mehreren Mitarbeitern und Verantwortlichen externer Firmen mit Scheinrechnungen um einen Millionenbetrag geprellt worden sein. (...) Am 30. Januar waren Arbeitsplätze und Wohnungen der BASF-Mitarbeiter sowie von fünf Vertretern externer Firmen durchsucht worden. Es wurden Unterlagen und Daten sichergestellt, die nun ausgewertet werden. (...) Nach Angaben des BASF-Sprechers haben die unter Verdacht stehenden Firmen mit Personalleasing zu tun. Welche Arbeitskräfte sie vermittelten, könne er nicht sagen. Die BASF-Mitarbeiter, die laut Staatsanwaltschaft einer unteren Führungsebene angehören, hätten eng mit den Firmen zusammengearbeitet. (...) „Wir prüfen im Rahmen eines Todesermittlungsverfahrens, ob es Anhaltspunkte für ein Fremdverschulden gibt“ (...)
https://www.nwzonline.de/wirtschaft/kaiserslautern-ludwigshafen-kriminalitaet-millionenbetrug-bei-basf_a_50,0,3721871898.html

Fritz Linow

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Re:Sklavenmarkt Deutschland
« Antwort #25 am: 22:41:18 Di. 27.Februar 2018 »
Wahrscheinlicher Entleiher: Enercon Magdeburg

Jepp. Und Elbe City Dienstleistungen GmbH als Verleiher mit Sabine Heider als türmende Geschäftsführerin.
Die Geschichte geht mit leicht säuselnden Unterton, dass niemand etwas dafür kann und Leiharbeit trotzdem gut ist, weiter:
Zitat
27.2.18
(...)Nach dem Artikel meldete sich nicht nur Guido Bautz, sondern die Volksstimme erfuhr von mehr als zehn Mitarbeitern, denen das Gleiche widerfahren ist. Sie allesamt wurden von der Elbe City Dienstleistungen GmbH im Stich gelassen.(...)
https://www.volksstimme.de/lokal/magdeburg/chef-abgetaucht-magdeburger-warten-auf-ihren-lohn

Rappelkistenrebell

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Re:Sklavenmarkt Deutschland
« Antwort #26 am: 10:40:00 Mi. 28.Februar 2018 »
Zahl der Leiharbeiter in Deutschland um vier Prozent auf 1,01 Millionen gestiegen / Fast die Hälfte aller Leiharbeitsverhältnisse endet in den ersten 3 Monaten

weiter im Text

http://www.labournet.de/politik/alltag/leiharbeit/leiharbeit_all/zahl-der-leiharbeiter-deutschland-um-vier-prozent-auf-101-millionen-gestiegen-fast-die-haelfte-aller-leiharbeitsverhaeltnisse-endet-den-ersten-3-monaten/
Gegen System und Kapital!


www.mlpd.de

Fritz Linow

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Re:Sklavenmarkt Deutschland
« Antwort #27 am: 13:51:27 Mo. 05.März 2018 »
Zitat
5.3.18
Schwere Vorwürfe - Firma Frischpack bezieht Stellung

"Menschenverachtende Leiharbeit"

Tuntenhausen/Rosenheim - Bei der Firma Frischpack aus Tuntenhausen brodelt es. Eine ehemalige Mitarbeiterin erhebt schwere Vorwürfe gegen die Firma und zieht vor Gericht.

Seit einiger Zeit hängt an der Staatsstraße in Kolbermoor ein Plakat, das auf einen Prozess gegen den Käsespezialist Frischpack in Tuntenhausen aufmerksam macht. Auf Nachfrage unserer Redaktion teilte uns die Geschäftsleitung mit, dass es bei der Sache um einen Arbeitsprozess gegen eine ehemalige Mitarbeiterin gehe, man aber nicht mehr zu der Sache sagen wolle. (...)
https://www.rosenheim24.de/rosenheim/mangfalltal/tuntenhausen-ort49796/tuntenhausenrosenheim-eine-ehemalige-betriebsraetin-fuehrt-einen-prozess-gegen-firma-frischpack-9665501.html

Kuddel

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Re:Sklavenmarkt Deutschland
« Antwort #28 am: 13:22:04 Mi. 21.März 2018 »
Staat und Wirtschaft Hand in Hand in Sachen Lohndrückerei und prekärer Arbeit.
Die Bundesagenter für Arbeit stärkt den Niedriglohnsektor und beliefert ihn mit Menschenmaterial.

Zitat
Fast jede zweite offene Vollzeitstelle ist Leiharbeit

Fast jede zweite bei Arbeitsagenturen und Jobcentern gemeldete Vollzeitstelle ist eine Anstellung in der Zeitarbeit.

Das geht aus der Antwort der Bundesagentur für Arbeit auf eine Anfrage der Linken-Bundestagsabgeordneten Susanne Ferschl hervor.

Demnach waren im November des vergangenen Jahres 523.790 Vollzeitstellen offiziell gemeldet, 216.294 davon in der Arbeitnehmerüberlassung – das entspricht einem Anteil von 41,3 Prozent.

Von den offenen Stellen insgesamt – inklusive Teilzeit – befand sich etwa ein Drittel in der Leiharbeit, keine andere Branche kommt auf einen höheren Anteil. 33 Prozent aller Vermittlungen erfolgt in Leiharbeitsverhältnisse.

Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit bekamen im Dezember 2016 zwei Drittel der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Leiharbeit einen Bruttolohn unterhalb der Niedriglohnschwelle von 2.088 Euro monatlich. In der Gesamtwirtschaft waren es dagegen 20 Prozent.
http://www.pfalz-express.de/fast-jede-zweite-offene-vollzeitstelle-ist-leiharbeit/

Zitat
Arbeitsagenturen vermitteln jeden Dritten in die Leiharbeit

Die Bundesagentur für Arbeit vermittelte 2017 85.000 Menschen an Leiharbeitsfirmen. Die Grünen kritisieren die Praxis als unnachhaltig.


Düsseldorf.  Die Bundesagentur für Arbeit (BA) vermittelt viele Arbeitslose in die Leiharbeit. 85.000 der insgesamt 260.000 Menschen, die 2017 von der BA in eine neue Stelle vermittelt wurden, nahmen eine Beschäftigung in der Zeitarbeitsbranche auf, wie die "Rheinische Post" (Mittwoch) berichtete. Das gehe aus der Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine kleine Anfrage der Grünen hervor, die der Zeitung vorliegt.

Diese Vermittlungspraxis der Bundesagentur sei nicht nachhaltig, sagte die Grünen-Politikerin Beate Müller-Gemmeke der Zeitung. 317.000 Personen, die unmittelbar zuvor in der Leiharbeit beschäftigt waren, waren nach Angaben des Bundesarbeitsministeriums anschließend sofort wieder arbeitslos.

47 Prozent der Zeitarbeitsjobs dauerten im ersten Halbjahr 2017 höchstens drei Monate, lediglich 24 Prozent ein Jahr oder länger, heißt es in der Regierungsantwort. "Es scheint, die schnelle Vermittlung in Leiharbeit steht immer noch im Mittelpunkt, obwohl die Menschen schnell wieder arbeitslos werden", kritisierte Müller-Gemmeke.
https://www.abendblatt.de/wirtschaft/article213781389/Arbeitsagenturen-vermitteln-jeden-Dritten-in-die-Leiharbeit.html

Fritz Linow

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Re:Sklavenmarkt Deutschland
« Antwort #29 am: 22:03:20 Mi. 04.April 2018 »
Zitat
Knochenjob Leiharbeit (Audio)

In der Gastronomie können sich Studierende ohne große Vorkenntnisse ihren Lebensunterhalt verdienen. Immer mehr Betriebe greifen dabei auf sogenannte LeiharbeiterInnen von Agenturen zurück. Wer profitiert von dieser Entwicklung?
Ein Beitrag aus »Places and Voices«, der Hörfunksendung des Praxisseminars Hörfunk im Wintersemester 2017/2018
http://userpage.fu-berlin.de/melab/wordpress/?p=9544