Autor Thema: Sklavenmarkt Deutschland  (Gelesen 24303 mal)

tleary

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Re:Sklavenmarkt Deutschland
« Antwort #45 am: 04:09:42 Do. 31.Januar 2019 »
Zitat
Merkel verteidigt Leiharbeit
"Als Flexibilitätsinstrument ist Leiharbeit wichtig und richtig", sagte Kanzlerin Merkel auf die Frage von Linken-Politiker Jan Korte im Bundestag. Dennoch müsse es das Ziel sein, dass möglichst viele Menschen dauerhaft beschäftigt werden.
Werden sie doch: Dauerhaft (= für den Rest ihres Erwerbslebens) in Leiharbeit beschäftigt.
»Wir wissen, so wie es ist, kann es nicht weiter gehen. Aber es geht weiter.«
(Autor unbekannt)

BGS

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Re: Sklavenmarkt Deutschland
« Antwort #46 am: 06:28:40 Do. 31.Januar 2019 »
",,, dass möglichst viele Menschen dauerhaft beschäftigt werden. " hört sich anmassend und unverschämt an.

Sind wir alle zu dumm, uns selbst mit etwas besserem als Erwerbsarbeit zu "beschäftigen"?

Die meisten Politiker sind dauerend mit irgendetwas beschäftigt - nämlich mit sachgrundlosem Abkassieren auf Kosten der Allgemeinheit.

Der faule Proletarier fährt nun in den tiefgefrorenen Polarhafen, es gibt bei einem halben Meter Schnee noch viel mehr zu tun, als es die wenigen Mitarbeiter je schaffen könnten. Damit ich diese Plagen ernähre und den asozialen "Staat", die vollgefressenen Bankkaufleute und Immobilienmakler weiter am Leben halte.

Immerhin gibt man uns ja ein paar Brosamen, wuerg.

MfG

BGS
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Kuddel

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Re: Sklavenmarkt Deutschland
« Antwort #47 am: 19:09:52 Mo. 04.März 2019 »
Zitat
Leiharbeit fehlen Arbeiter
Firmen wollen auf ausländische Mitarbeiter setzen
https://www.mz-web.de/wirtschaft/leiharbeit-fehlen-arbeiter-firmen-wollen-auf-auslaendische-mitarbeiter-setzen-32102522

Tiefrot

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Re: Sklavenmarkt Deutschland
« Antwort #48 am: 21:18:54 Di. 05.März 2019 »
Dann ginge es jetzt darum, die Ausländer aufzuklären.
Denke dran: Arbeiten gehen ist ein Deal !
Seht in den Lohnspiegel, und geht nicht drunter !

Wie bekommt man Milllionen von Deutschen zum Protest auf die Straße ?
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admin

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Re: Sklavenmarkt Deutschland
« Antwort #49 am: 21:29:20 Di. 05.März 2019 »
Wir hatten uns mal daran gemacht, zur sogenannten "Flüchtlingswelle" Infos zusammenzustellen zur Arbeitswelt, zur deutschen Gesetzgebung und zu Möglichkeiten sich zu wehren. Wir hatten schon umnfangreiches Material zusammengestellt, das in verschiedene Sprachen übersetzt werden sollte. Da irgendwo ist das Projekt hängengeblieben und nie fertiggestellt worden.

Das heißt nicht, daß wir uns von dieser Idee verabschiedet haben.

Dein Vorschlag ist völlig richtig!

Tiefrot

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Re: Sklavenmarkt Deutschland
« Antwort #50 am: 21:48:06 Di. 05.März 2019 »
Ja, ich erinnere mich dunkel. Diese Sprachbarriere macht die Sache nicht einfach,
da es meines Wissens auch keine syrischen, arabischen und sonstige Muttersprachler gibt.
Und genau die könnten die besten Übersetzungen machen...
Denke dran: Arbeiten gehen ist ein Deal !
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Re: Sklavenmarkt Deutschland
« Antwort #51 am: 06:34:39 Mi. 06.März 2019 »
Dann ginge es jetzt darum, die Ausländer aufzuklären.

... .

Von hier (Polarregion) würde inzwischen so gut wie Niemand mehr nach D. emigrieren, es hat sich herumgesprochen, wie es dort zugeht.
... .

MfG

BGS
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Kuddel

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Re: Sklavenmarkt Deutschland
« Antwort #52 am: 13:29:48 Mi. 06.März 2019 »
... .

Von hier (Polarregion) würde inzwischen so gut wie Niemand mehr nach D. emigrieren, es hat sich herumgesprochen, wie es dort zugeht.
... .

MfG

BGS

Ich mag diese Unterteilung nach Nationalität nicht. Menschen suchen nach einem besseren Auskommen und einem besseren Leben. Das ist ein wichtiger Motor der Migration. Die wohl größte Migration hier ist wenig beachtet worden, weil sie eine Migration innerhalb des Landes war. Millionen migrierten von Ostdeutschland nach Westdeutschland, weil man da besser verdient.

Ich finde die Umkehrung eines Nationalismus (in Deutschland ist alles so scheiße, daß man das Land nur noch verlassen kann)  ebenso daneben und kontraproduktiv, wie den Nationalismus selbst (Deutschland über alles!).

In Skandinavien sieht man Deutschland als Billiglohland und beschuldigt Deutsche Arbeiter "Lohdrücker" zu sein. Das ist der gleiche Dreck, wie von hier aus gegen Polen oder Rumänen als "Lohndrücker" zu hetzten. Es gibt in Dänemark Speditionen, die entladen LKW nicht, wenn die Fahrer kein Dänisch sprechen. Deshalb besuchen deutsche Trucker Volkshochschulkuse um Dänisch zu lernen, damit sie Touren nach Dänemark fahren können.

Es gibt keine "guten" Staaten oder Nationalitäten. Alle Regierungen scheinen sich in einem Wettlauf ("race to the bottom") zu befinden, wie man Arbeitsbedingungen verschlechtert und soziale Absicherungen abbaut. Einige mögen da weiter voran sein, es geht aber bei allen in die gleiche Richtung.

Ungarn gilt in den Augen vieler als faschistisch, doch zur Zeit gibt es dort Streikwellen und Proteste, von denen können wir hier nur träumen.

Was uns fehlt ist eine Solidarität, die Grenzen überschreitet und keine Nationalität kennt.

BGS

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Re: Sklavenmarkt Deutschland
« Antwort #53 am: 21:04:58 Mi. 06.März 2019 »
Eine Solidarität, die Grenzen überschreitet und keine Nationalität kennt ist in der Tat ein gutes Ziel.

MfG

BGS
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Fritz Linow

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Re: Sklavenmarkt Deutschland
« Antwort #54 am: 11:59:24 Di. 12.März 2019 »
Zitat
12.3.19
Junge Zeitarbeiter haben deutlich häufiger Arbeitsunfälle

Exklusive Studie der Berufsgenossenschaft: Leiharbeiter verunglücken besonders bei Helfertätigkeiten im Lager und an Maschinen viel häufiger. (...)
Insgesamt knapp 1,9 Millionen Zeitarbeiter waren im Jahr 2017 bei der versichert. Sie erlitten 76.000 Arbeitsunfälle und 13.600 Wegeunfälle, von denen insgesamt 26 tödlich endeten. (...)
Ein Problem ist aus Branchensicht allerdings, dass bei der Sicherheits-Einweisung nicht jedes Wort verstanden wird, weil mit der Zuwanderungswelle seit 2015 viele Flüchtlinge hinzu gekommen sind. Es komme in der Zeitarbeit „vergleichsweise öfter zu Arbeitsunfällen, da in dieser Branche überproportional viele Geringqualifizierte und Nicht-Muttersprachler beschäftigt sind“, sagte Sebastian Lazay dieser Redaktion, Präsident des Bundesarbeitgeberverbands der Personaldienstleister (BAP).(...)
https://www.wr.de/wirtschaft/junge-zeitarbeiter-haben-deutlich-haeufiger-arbeitsunfaelle-id216641325.html

Verständnisprobleme und Geringqualifizierung sind also die Gründe für Arbeitsunfälle. Druck von allen Seiten spielt dann wohl für das BAP-Spatzenhirn keine Rolle.

counselor

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Re: Sklavenmarkt Deutschland
« Antwort #55 am: 16:20:16 Di. 12.März 2019 »
Vollkommener Blödsinn von dem ZAF-Idioten. Entscheidend ist, wie der Arbeitsschutz im Betrieb umgesetzt wird und ob die Arbeitshetze es zuläßt, die Vorschriften einzuhalten. Ich arbeite zB in einer Großküche. Zur Zt. ist die Hälfte unseres Küchenteams ausgefallen, was zB bedeutet, dass man 75kg schwere Kartoffelsäcke alleine heben muss (anstatt zu zweit, wie bei Normalbesetzung).
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

Rudolf Rocker

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Re: Sklavenmarkt Deutschland
« Antwort #56 am: 17:27:40 Di. 12.März 2019 »
Zitat
...was zB bedeutet, dass man 75kg schwere Kartoffelsäcke alleine heben muss (anstatt zu zweit, wie bei Normalbesetzung).
Würde ich mich weigern! Das ist die Aufgabe des Arbeitgebers (oder seiner Vertretung durch das Personalmanagement) sicherzustellen, das solche Vorschriften eingehalten werden können. (z.B. durch ausreichende Personaldecke)

Lies Dir mal die Lastenhandhabungsverordnung durch: https://www.arbeitsrechte.de/lastenhandhabungsverordnung/

Die BG freut sich immer über entsprechende Hinweise!



dagobert

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Re: Sklavenmarkt Deutschland
« Antwort #57 am: 22:30:07 Di. 12.März 2019 »
Zitat
Ein Problem ist aus Branchensicht allerdings, dass bei der Sicherheits-Einweisung nicht jedes Wort verstanden wird, weil mit der Zuwanderungswelle seit 2015 viele Flüchtlinge hinzu gekommen sind. Es komme in der Zeitarbeit „vergleichsweise öfter zu Arbeitsunfällen, da in dieser Branche überproportional viele Geringqualifizierte und Nicht-Muttersprachler beschäftigt sind“, sagte Sebastian Lazay dieser Redaktion, Präsident des Bundesarbeitgeberverbands der Personaldienstleister (BAP).(...)
Und warum sorgt diese ach so seriöse Branche dann nicht für entsprechende Übersetzungen oder organisiert Dolmetscher für die Einweisungen?