Autor Thema: Start-ups  (Gelesen 54659 mal)

Kuddel

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 13124
  • Fischkopp
Re:Start-ups
« Antwort #15 am: 11:22:29 Mo. 25.Juni 2018 »
Weiteres aus der Brechreizbranche:

Zitat
Gehaltsstudie
Start-up-Mitarbeiter arbeiten länger und bekommen weniger Geld
https://www.handelsblatt.com/unternehmen/beruf-und-buero/the_shift/gehaltsstudie-start-up-mitarbeiter-arbeiten-laenger-und-bekommen-weniger-geld/22665322.html

Zitat
Wie große Unternehmen wendig wie ein Start-up werden

Um mit dem Innovationstempo der Start-ups mithalten zu können, müssen Konzerne flexibler werden. Bosch und Deutsche Bahn haben es ausprobiert.


Die Glaswand des ehemaligen Chef-Büros ist übersät mit bunten Post-its. Davor versammeln sich jeden Dienstag und Donnerstag 15 Mitarbeiter des Bosch-Geschäftsbereichs Power Tools, um das abzuhalten, was sie ihr „Stand-up-Meeting“ nennen.

Starker Kundenfokus, mehr Ideen und Flexibilität: Immer mehr Traditionskonzerne wie Bosch mit seiner 130-jährigen Firmengeschichte wollen am liebsten so wendig sein wie ein frisch gegründetes Start-up.

Wer weiter vorne mitspielen will, muss also Strategien und Pläne extrem schnell anpassen können. Dafür ist die klassische Linienorganisation mit ihrer starken Hierarchie-Denke zu träge. Für mehr Flexibilität setzen Konzernmanager neuerdings auf agile Methoden, die ursprünglich aus der Software-Entwicklung stammen. Sie beinhalten vernetzte Teams, die sich selbst organisieren sowie die Aufteilung von Großprojekten in kleine Arbeitshäppchen, die sich innerhalb eines „Sprints“ erledigen lassen.

https://www.handelsblatt.com/unternehmen/beruf-und-buero/the_shift/agilitaets-labor-wie-grosse-unternehmen-wendig-wie-ein-start-up-werden/22676752.html?ticket=ST-4355434-TtVL6fr9lHq2T12EYHSN-ap6

Kuddel

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 13124
  • Fischkopp
Re:Start-ups
« Antwort #16 am: 21:50:04 Mo. 22.Oktober 2018 »
Zitat
"Häufig fehlt der Mut"

Mit 13 gründet Tarek Müller seine erste Firma. Mit 18 macht er 150.000 Euro Schulden. Heute leitet er About You – eines der erfolgreichsten deutschen Start-ups.

Scheißdreckjournalismus allererster Güte.

(https://www.zeit.de/2018/43/about-you-online-modehandel-tarek-mueller)

BGS

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 3383
  • Polarlicht
Re:Start-ups
« Antwort #17 am: 22:06:07 Mo. 22.Oktober 2018 »
In der Tat. Gequirlte Kacke. Das ist kein Journalismus mehr.

MfG

BGS
"Ceterum censeo, Berolinensis esse delendam"

http://www.chefduzen.de/index.php?topic=21713.msg298043#new
(:DAS SINKENDE SCHIFF DEUTSCHLAND ENDGÜLTIG VERLASSEN!)

Kuddel

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 13124
  • Fischkopp
Re:Start-ups
« Antwort #18 am: 22:10:08 Mo. 22.Oktober 2018 »
Verschulde dich!
Dann biste am Ende der geilste!!!

Solche Schreiberlinge müßte man kielholen lassen!

Troll

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 7764
  • A Dry Sponge is a Happy Sponge
Re:Start-ups
« Antwort #19 am: 09:45:08 Di. 23.Oktober 2018 »
... kielholen lassen!

Nur zu, alle nach Kiel holen.  :D

Werde Tellerwäscher Selbstausbeutert ein Macher und dir stehen alle Türen offen, unermesslicher Reichtum, vollendete Armut, Aansehen, Verachtung, die "Chancen" sind grenzenlos.
Politik ist der Spielraum, den die Wirtschaft ihr lässt.
Dieter Hildebrandt
Es ist kein Zeichen geistiger Gesundheit, gut angepasst an eine kranke Gesellschaft zu sein.
Jiddu Krishnamurti

Onkel Tom

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 3962
Re:Start-ups
« Antwort #20 am: 10:52:50 Di. 23.Oktober 2018 »
Hüstel..

Sone Startups, wo Tellerwäscher glauben, in kürzester Zeit zu Bonzen zu mutieren,
braucht man kein Brechreizmittel..

Ich stelle mir anbei die Frage, ob man "Startups" nicht dazu einsetzen könnte, z.B.
Knete ohne jegliches Dividendeversprechen zu sammeln, um Aktivitäten wie z.B.
gegen Leiharbeit und anderweitigen Schmutz zu finanzieren..

Mal ebend ein Tranzpi fertigen, Flugis drucken, nach Betrieb xy zu reisen, ja und den
Wiederständlern auch mal eine Kurzerholung zu gönnen...

Kostet alles reichlich Knete und ich habe mir mal sagen lassen "Ausnahmen bestätigen
die Regel.." Könnte das theoretisch funzen a la " Zahle was ein, damit z.B. chefduzen
weiter agieren kann ?

Einfach mal jetzt naiv ersponnen.. Was meint ihr dazu ?
Lass Dich nicht verhartzen !

Troll

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 7764
  • A Dry Sponge is a Happy Sponge
Re:Start-ups
« Antwort #21 am: 11:44:39 Di. 23.Oktober 2018 »
Startups werden sehr genau von Renditejägern beäugt, ich denke wenn sich da etwas allgemein Geschäftsschädigendes auftut wird eingegriffen, frei ist da gar nichts, klar, versuchen, ich Stelle mir nur die Gegenseite vor und wie ich es an deren Stelle machen würde, aber ich traue dieser Gegenseite oft zu viel zu, Erfolg macht blind und überheblich.

Dem großen Geld wird der Rückzug aus Staat und Gesellschaft ermöglicht, gar nahegelegt, eine privilegierte Mitgliedschaft unter dem Label "Leistungsträger", und dieses Geld fehlt an allen Ecken und Enden, der unprivilegierte darf spenden, so als Eigeninitiative, wenn das bespendete Projekt erfolgreich sein sollte findet sich dann auch einer dieser "Leistungsträger" der ehrenamtlich seinen Namen ins Projekt schreibt, es liegt ihm nämlich am Herzen, egal was, Natur, Alte, Arme, Arbeiter/Arbeitslose (eher weniger), Asylanten, Obdachlose, ... endlos, Erfolg zieht an, dann lustigerweise genau die Profiteure des privatisierten, verelendeten Staatswesens.
Politik ist der Spielraum, den die Wirtschaft ihr lässt.
Dieter Hildebrandt
Es ist kein Zeichen geistiger Gesundheit, gut angepasst an eine kranke Gesellschaft zu sein.
Jiddu Krishnamurti

Fritz Linow

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 1569
Re:Start-ups
« Antwort #22 am: 13:12:09 Mi. 12.Dezember 2018 »
Startups werden sehr genau von Renditejägern beäugt, ich denke wenn sich da etwas allgemein Geschäftsschädigendes auftut wird eingegriffen, frei ist da gar nichts, (...)
Die allermeisten Startups pfeifen aus den letzten Löchern. Sie sind aber tatsächlich so abhängig von den Investoren, dass ihnen gar nichts anderes übrig bleibt, als diese tolle hippe Startupwelt mitzuspielen, sonst wird nämlich der Geldhahn abgedreht. Für (Schein)selbstständige ist das ein Problem. Es gibt zwar einige, die ihren Schrott wirklich glauben, aber die meisten sind am Abkotzen. Da geht es teilweise um richtig viel Geld, um das sie beschissen werden, aber man muss dann halt weitermachen mit dem nächsten Projekt. Wenn jedenfalls Startupgründer in den Medien erzählen, wie toll das alles bei ihnen ist, ist das nur die halbe Wahrheit. Wenn sie kollektiv erzählen würden, wie es wirklich ist, würde manche Stadt, die nun voll auf Kreativwirtschaft und ähnlichen Scheiß setzt, ein arges Imageproblem bekommen.

Fritz Linow

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 1569
Re: Start-ups
« Antwort #23 am: 22:46:30 Mo. 14.Januar 2019 »
Schon jetzt das Spackoblatt des Jahres:


BGS

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 3383
  • Polarlicht
"Start-ups"
« Antwort #24 am: 22:58:25 Mo. 14.Januar 2019 »
Zitat
... . Nach eigenen Angaben richtet sich die Zeitschrift an überdurchschnittlich gebildete und erfolgreiche Menschen, allgemein an Digital Natives, von denen die Mehrheit zwischen 18 und 35 Jahre alt sei. Nach Verlagsangaben verfügen diese über ein hohes Haushaltsnettoeinkommen und gehören zu einer urbanen, kosmopolitischen Generation.[1]
... .
[1]Angaben des Verlages zum Profil der Zeitschrift
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Business_Punk

Wuerg.

MfG
BGS
"Ceterum censeo, Berolinensis esse delendam"

http://www.chefduzen.de/index.php?topic=21713.msg298043#new
(:DAS SINKENDE SCHIFF DEUTSCHLAND ENDGÜLTIG VERLASSEN!)

Onkel Tom

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 3962
Re: Start-ups
« Antwort #25 am: 23:54:18 Mo. 14.Januar 2019 »
Schneller, Konkurrenzloser, hechelhechel billiger, gierig international..
und am Ende mit der Gesundheit vor die Wand platsch.. Selbstverheizend.

(Kotzsmilie)
Lass Dich nicht verhartzen !

Rudolf Rocker

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 13420
  • Waldkauz (8>
Re: Start-ups
« Antwort #26 am: 11:05:12 Di. 15.Januar 2019 »
Ich bring auch eine Zeitung raus, die sich "Burn-Out Punk" nennt, oder sowas!
Auf einen erfolgreichen Startup- Millionär kommen 10.000 Leute (grob geschätzt) die es nicht geschafft haben und jetzt vor lauter Schulden nicht mehr wissen was sie machen sollen.
Von denen berichtet aber keiner.

Troll

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 7764
  • A Dry Sponge is a Happy Sponge
Re: Start-ups
« Antwort #27 am: 11:38:28 Di. 15.Januar 2019 »
Gute Idee, jeder erfolgreiche Startupper sollte mal Burn-Outen und sich am eigenen Schopf aus dem Mist gezogen haben.
Politik ist der Spielraum, den die Wirtschaft ihr lässt.
Dieter Hildebrandt
Es ist kein Zeichen geistiger Gesundheit, gut angepasst an eine kranke Gesellschaft zu sein.
Jiddu Krishnamurti

BGS

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 3383
  • Polarlicht
Re: Start-ups
« Antwort #28 am: 11:50:28 Di. 15.Januar 2019 »
Ich bring auch eine Zeitung raus, die sich "Burn-Out Punkt" nennt, oder sowas!
Auf einen erfolgreichen Startup- Millionär kommen 10.000 Leute (grob geschätzt) die es nicht geschafft haben und jetzt vor lauter Schulden nicht mehr wissen was sie machen sollen.
Von denen berichtet aber keiner.

Gut, ich werde nun auch überlegen, ein internationales englischsprachiges Magazin zu gründen: BURN DOWN PUNK

Für die zukünftigen Gelbwestenableger.

MfG

BGS
"Ceterum censeo, Berolinensis esse delendam"

http://www.chefduzen.de/index.php?topic=21713.msg298043#new
(:DAS SINKENDE SCHIFF DEUTSCHLAND ENDGÜLTIG VERLASSEN!)

Kuddel

  • Hero Member
  • *****
  • Beiträge: 13124
  • Fischkopp
Re: Start-ups
« Antwort #29 am: 16:01:38 Do. 14.Februar 2019 »
Zitat
Leben im Bullshit
Interview. Mathilde Ramadier will keine Welt, die aus Coworking Spaces besteht. Die Freiheit der Start-ups ist für sie eine neoliberale Lüge

...
Mathilde Ramadier: Ich kam 2011 von Paris nach Berlin und suchte einen Job, denn von meiner Arbeit als Autorin konnte ich noch nicht leben. Die Stellenanzeigen der Start-ups klangen sexy, nach einer Welt des befreiten Arbeitens.

War das naiv?

Ja, ich merkte schon nach ein paar Tagen, dass die Leute unter Druck stehen und Angst herrscht. Ich hatte zwar schon in Paris als Praktikantin in der Werbebranche gearbeitet und wusste, wie sinnentleert Arbeit sein kann. Aber das war zumindest ehrlicher, da werden keine Lügen erzählt. Niemand sagt: „Wir verbessern die Welt.“
...
Als Selbstständige bekam ich etwa zehn Euro die Stunde. In meinem ersten Start-up machte ich jeden Tag Überstunden und bekam im Monat 500 Euro. Es hieß: Wir wollen dich fest anstellen, nur müssen wir einen Monat Probezeit machen. Dafür habe ich einen Selbstständigen-Vertrag bekommen. Mein Chef hatte anfangs 1.500 Euro Gehalt versprochen, er habe dann mit der Verwaltung geredet und könne nur 500 Euro zahlen. Ich habe gelacht und schon meinen Mantel angezogen. Da sagte mein Chef arrogant: „Mathilde, kannst du nicht, oder willst du nicht? Wenn du nicht bereit dafür bist, kannst du auch als Hostess auf einer Messe arbeiten.“ Wird dieser Mann die Welt verbessern?

Viele unterwerfen sich freiwillig dieser Knechtschaft.
...
https://www.freitag.de/autoren/maxi-leinkauf/leben-im-bullshit