Autor Thema: Start-ups  (Gelesen 55721 mal)

milchbrötchen

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Re: Start-ups
« Antwort #30 am: 09:25:46 Mo. 15.Juli 2019 »
Wenn alle Großkonzerne abwandern, nach wo billiger auzubeuten, dann muss man neue Ausbeuter züchten. Die nennt man dann ganz hipp Startup. Die sind richtig praktisch. Zunächst gar nicht so flexibel- mal eben nach Afrika auswandern um dort auszubeuten, geht nicht. Die beuten sich selbst aus, die kosten den Sozialleistungsträger im Falle des Scheitens "nur Hartz IV". Wenn sie ganz durch sind, kosten sie keine nennenswerte Rente. Vielleicht haben sie es geschafft andere Auszubeuten. In diesem Fall war das hilfreich für Sozialleistungsträger. Die Sorge, dass gaaaanz viele Startups dann doch ganz viele Ausbeutungsopfer finden um noch gieriger zu upsen scheint mir unwahrscheinlich. Es besteht der Verdrängungsmarkt. Entweder ein Startup besteht und bleibt oder es stirbt. So ist nicht davon auszugehen, dass eine bedeutende vielzahl von Unternehmen mit bedeutender Beständigkeit entstehen. Pilze sind nur der sichtbare Fruchtkörper des Myzels. Das ist groß und meist unsichtbar.

Kuddel

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Re: Start-ups
« Antwort #31 am: 12:51:48 Mo. 26.August 2019 »
Zitat
WeWork weckt düstere Erinnerungen bei Investoren
Der Börsengang von WeWork erinnert an die hässliche Seite der New Economy. Auf große Versprechen könnte große Enttäuschung folgen.


Was ist der Kern von WeWork? Ist es eine Tech-Firma, die als Plattform eine Servicedienstleistung für Arbeitsplätze liefert? Oder ist es doch ein Immobilienkonzern, der Büros zeitlich befristet vermietet? WeWork möchte gern eine Plattform sein – das lockt schließlich Investoren. Und WeWork strebt gerade an die Börse. Doch dass WeWork und der dahinterstehende Konzern We die Herkunft leugnen, lässt nichts Gutes erahnen.

Das Kern-Geschäftsmodell ist klassische Arbitrage: Büroflächen werden langfristig an- und kurzfristig teurer weitervermietet. Damit läßt sich Geld verdienen. Nur weil We seine Dienste als "Workspace as a Service" bezeichnet, ist es noch lange kein Techkonzern.
https://www.handelsblatt.com/meinung/kommentare/kommentar-wework-weckt-duestere-erinnerungen-bei-investoren/24935152.html

Wat'n Käse. Das übliche Hauen und Stechen um die Kohle. Marktwirtschaft und Abzocke im neuen Gewand. Schnöder Kapitalismus mit hipper Tünche drüber. Noch ein wenig Denglish drauf, fertig ist die Laube.

P.S.: Und es wird kein Unterschied mehr gemacht, ob es sich um eine Einmannbude handelt oder ein Großkonzern dahinter steht. Sind alles irgenwie "Gründer" und "Start-ups", selbst wenn es UBER ist. Das hat man einfach hip und cool zu finden mit einem Wow-Moment.