Autor Thema: Rechter Terror  (Gelesen 21405 mal)

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Re: Rechter Terror
« Antwort #105 am: 05:59:23 Fr. 08.März 2019 »
Zitat
Ku-Klux-Klan-Aktion bei Aufstiegsfeier - Verfahren gegen Cottbuser Polizei-Chefin eingestellt

Weil Polizisten nicht gegen eine Ku-Klux-Klan-Aktion in der Cottbuser Innenstadt eingeschritten waren, war gegen die örtliche Polizei-Chefin ermittelt worden. Jetzt hat die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen eingestellt.

Quelle: https://www.pnn.de/brandenburg/ku-klux-klan-aktion-bei-aufstiegsfeier-verfahren-gegen-cottbuser-polizei-chefin-eingestellt/24072200.html

Zitat
Mob verprügelt Asylbewerber in Leipziger Innenstadt

Acht Schläger haben am Leipziger Augustusplatz einen Asylbewerber aus Westafrika beleidigt und geschlagen. Die Kripo sucht zur Aufklärung dringend Zeugen.

Quelle: http://www.lvz.de/Leipzig/Polizeiticker/Polizeiticker-Leipzig/Alkoholisierter-Mob-verpruegelt-Asylbewerber-in-Leipzig

Zitat
Nach Säure-Attacke: Zentralstelle gegen Terrorismus ermittelt

In Bamberg wurde eine 65-Jährige schwer verletzt - 07.03.2019 12:17 Uhr

BAMBERG/MÜNCHEN - Die Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus hat die Ermittlungen zu einem Fall mit möglichem antisemitischem Hintergrund aufgenommen. Am Sonntag wurde eine Frau vor ihrer Haustür von hinten angegriffen und mit Säure übergossen. Zeugen werden nun gesucht.

Quelle: http://www.nordbayern.de/region/bamberg/nach-saure-attacke-zentralstelle-gegen-terrorismus-ermittelt-1.8677192
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counselor

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Re: Rechter Terror
« Antwort #106 am: 15:26:49 Sa. 09.März 2019 »
Zitat
Engagement gegen Neonazis in Bautzen - Morddrohung gegen Antifaschistin

Die Bloggerin Annalena Schmidt dokumentiert rechte Vorfälle in Bautzen und wird dafür angefeindet. Nun erhielt sie eine telefonische Morddrohung.

Quelle: http://www.taz.de/Engagenment-gegen-Neonazis-in-Bautzen/!5579081/

Zitat
Gewaltbereite Neonazis drängen in die Kampfsportszene

Rechtsradikale und Neonazis wappnen sich für den Straßenkampf und trainieren ihre Körper – auch in Erfurt.

Quelle: https://www.tlz.de/startseite/detail/-/specific/Gewaltbereite-Neonazis-draengen-in-die-Kampfsportszene-1522788661
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Spartakus

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Re: Rechter Terror
« Antwort #107 am: 18:01:57 Sa. 09.März 2019 »
Der rechte Terror der Neo Nazis hat in Chemnitz in der letzten Zeit auch enorm zugenommen, aber es sind auch sehr viele Ermittlungsverfahren von der Polizei eingeleitet worden gegen Nazis, die so nach und nach abgearbeitet werden.

Das stimmt, dass die Nazis speziell seit 2018 eine enorm große Fresse bekommen haben.
Es wurden tatsächlich auch viele Ermittlungsverfahren von der Polizei gegen diese Faschos eingeleitet.

Wie schön, wenn man dann soetwas lesen darf (siehe unten angehängte Fotos)





Fritz Linow

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Re: Rechter Terror
« Antwort #108 am: 19:05:06 Sa. 09.März 2019 »
Ist es eigentlich normal, dass ein RA im Briefkopf eine Internetadresse angibt, unter der sich mindestens seit sechs Jahren kein Inhalt befindet?

Spartakus

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Re: Rechter Terror
« Antwort #109 am: 19:16:44 Sa. 09.März 2019 »
Ist es eigentlich normal, dass ein RA im Briefkopf eine Internetadresse angibt, unter der sich mindestens seit sechs Jahren kein Inhalt befindet?

ist mir noch gar nicht aufgefallen, dass Rechtsanwalt Kukutsch eine Internet Webseite hat, die nicht existiert.

Aber sympahatisch ist mir Rechtsanwalt Kukutsch trotzdem, wenn er solch netten Briefe an Nazis schreibt und die richtig Maß nimmt.

Zitat
http://www.ra-kukutsch.de/

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Aber den Rechtsanwalt gibt es:
https://anwaltauskunft.de/anwaltssuche/uwe-kukutsch-zonlk

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Re: Rechter Terror
« Antwort #110 am: 19:52:08 Sa. 09.März 2019 »
Wahrscheinlich nutzt der Anwalt diese Domain für seinen E-Mail-Verkehr.

Ich finde die Haltung des Anwalts respektabel. Jedenfalls hat der Fascho ordentlich Lehrgeld bezahlt. Über 700 € gezahlt und nix ist passiert in seinem Fall  ;D
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Kuddel

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Re: Rechter Terror
« Antwort #111 am: 09:08:29 Do. 14.März 2019 »
Zitat
"NSU 2.0" Ermittlungen wegen bundesweiter Serie mutmaßlich rechtsextremer Drohmails

Dutzende E-Mails, unterzeichnet mit "Nationalsozialistische Offensive", "NSU 2.0" oder "Wehrmacht": Es gibt offenbar eine bundesweite Serie mutmaßlich rechtsextremer Gewaltdrohungen gegen Politiker und andere öffentlich herausgehobene Personen. Es gehe um mehr als hundert verschickte E-Mails, berichteten die "Süddeutsche Zeitung" und der NDR. Darunter seien auch Bombendrohungen.

Die persönlich adressierten Schreiben seien von unterschiedlichen Mailkonten verschickt worden, in der Wortwahl aber so ähnlich, dass die Ermittler einen Zusammenhang vermuteten, hieß es. Es gehe gegen Politiker, Anwälte, Journalisten, den Zentralrat der Juden - aber auch die Sängerin Helene Fischer, die sich nach den rechtsextremen Ausschreitungen in Chemnitz kritisch geäußert hatte.

Eine Mail sei am Dienstag bei der Bundestagsabgeordneten Martina Renner (Linke) eingegangen, hieß es in den Berichten. Das Schreiben sei mit "Nationalsozialistische Offensive" unterzeichnet gewesen und habe die Ankündigung enthalten, künftig Briefbomben zu verschicken und Bürger auf offener Straße zu exekutieren. Man verfüge über Sturmgewehre, Pistolen und biologische Kampfstoffe.

Wegen Bombendrohungen in einigen Mails wurden am Montag der Hauptbahnhof Lübeck sowie am Dienstag das Finanzamt Gelsenkirchen vorsorglich geräumt es. Mindestens 15-mal sollen seit Dezember Bombendrohungen mit dem Absender "Nationalsozialistische Offensive" auch bei Gerichten oder Justizzentren eingegangen sein - unter anderem beim Oberlandesgericht München, dem Oberlandesgericht Bamberg, der Staatsanwaltschaft in Frankfurt, aber auch beim Flughafen Hamburg. Bei Durchsuchungen seien aber bisher keine Bomben gefunden worden, hieß es.

Bekannt ist, dass unter dem Kürzel "NSU 2.0" in den vergangenen Monaten auch Drohschreiben an die Frankfurter Rechtsanwältin Seda Basay-Yildiz geschickt worden waren.

Bei den Schreiben an die Frankfurter Anwältin war Hintergrundwissen aus dem Informationssystem der Polizei offenbart worden, weshalb nun gegen hessische Polizisten ermittelt wird.
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/nsu-2-0-ermittlungen-wegen-bundesweiter-serie-mutmasslich-rechtsextremer-drohmails-a-1257744.html

Kuddel

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Re: Rechter Terror
« Antwort #112 am: 09:51:20 Do. 14.März 2019 »
Zitat
Wodans Erben"
Rechtsextremisten dringen in Flüchtlingsunterkunft ein




  • Die als Bürgerwehr auftretende Gruppierung "Wodans Erben" sympathisiert offen mit dem Nationalsozialismus. In ihr sind auch Anhänger von Pegida, NPD und den Gelbwesten vertreten.
  • Die Rechtsextremisten provozieren mit martialischen Aufmärschen vor und in Flüchtlingsunterkünften, außerdem haben sie einen Fackelmarsch auf dem Nürnberger Reichsparteitagsgelände veranstaltet.
  • Der Verfassungsschutz hält "Wodans Erben" für gewaltaffin.
Sie sympathisieren mit dem Nationalsozialismus und posieren vor NS-Bauten, sie suchen Flüchtlingsunterkünfte heim, um Angst zu verbreiten, und sie propagieren Gewalt. Die im Stil einer Bürgerwehr auftretende rechtsextremistische Gruppierung "Wodans Erben", die Ende Februar mit einem Fackelzug zum Nürnberger Reichsparteitagsgelände auf sich aufmerksam gemacht hat, ist bereits mehrmals in München aufgetreten. Im Februar etwa drangen Aktivisten der Gruppe in eine Moosacher Asylbewerberunterkunft ein. Die etwa 20 Personen starke Truppe, in der Aktivisten von Pegida München, der NPD und des rechten Flügels der "Gelbwesten" vertreten sind, wird vom Verfassungsschutz beobachtet. Auch die Polizei, der Moosacher Bezirksausschuss und die Regierung von Oberbayern wollen den Provokationen nicht mehr tatenlos zusehen.

Logo und Auftreten erinnern nicht von ungefähr an die bis vor einem Jahr aktive rechtsextremistische Bürgerwehr "Soldiers of Odin". Deren "Chapter" in Bayern und Baden-Württemberg haben sich im Sommer nach internen Querelen umbenannt, den originalen Twitter-Account aber beibehalten. Es hat sich ja auch auf dem Weg von Odin zu Wodan - zwei Namen für den altgermanischen Gott - nicht viel geändert. Die Wodansjünger machen allerdings noch weniger einen Hehl aus ihrer rechtsextremistischen Gesinnung. Und sie sind besser vernetzt in der rechten Szene Münchens und Nürnbergs.

Bilder vom Samstag zeigen, wie mehr als ein Dutzend Männer und Frauen der Odinstatue in einem Wäldchen hinterm Klinikum Bogenhausen einen Besuch abstatten.

So werden die Mitglieder der Gruppe auf Facebook eingeschworen: "Seid bereit, zum Kampf, gegen jene, die uns vernichten wollen!" Zwei Tage nach der Odin-Wallfahrt vom Samstag zeigt die Gruppe auf ihrer Seite unter der Überschrift "Sicher ist sicher ..." eine Toilette mit griffbereit daneben platzierter Pistole. Und am Dienstag postet die Gruppe, die laut Facebook-Eintrag 4578 Personen "gefällt", den Spruch: "Der Tag, an dem ich aufgebe, ist der Tag, an dem ich sterbe. Ich bin Deutscher!"

Zuvor hatten die Rechtsradikalen sich vor der Flüchtlingsunterkunft in den früheren Grundig-Türmen versammelt. Der Probelauf für diese Provokation hatte jedoch schon zwei Wochen zuvor in München stattgefunden. Zwölf Männer und drei Frauen marschierten in geschlossener Formation in die staatliche Flüchtlingsunterkunft an der Franz-Mader-Straße in Moosach.

Als wessen Erben die Münchner Wodansjünger sich in Wirklichkeit sehen, daraus machen die Urheber derart völkisch-verschwurbelter Sprüche kein Geheimnis: Nach der Provokation im Moosacher Flüchtlingsheim zogen die Rechtsextremisten am 9. Februar weiter zum Königsplatz und zum ehemaligen Führerbau an der Arcisstraße. Dort formierten sie sich zu einem Gruppenbild. In einem Youtube-Video ist die Szene überschrieben mit: "Der Balkon wo Adolf Hitler stand, um seine Parade abzunehmen. An den Tag wo Er Reichkanzler wurde."
https://www.sueddeutsche.de/muenchen/rechtsextremismus-wodans-erben-verfassungsschutz-muenchen-nuernberg-1.4366132

Rudolf Rocker

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Re: Rechter Terror
« Antwort #113 am: 11:00:25 Do. 14.März 2019 »

Kuddel

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Re: Rechter Terror
« Antwort #114 am: 21:41:31 Fr. 22.März 2019 »
Zitat
Rechtsextreme in Hessen drohen mit Mord an Migranten

Zwei linke Institutionen in Mainz und Wiesbaden erhalten anonyme Drohschreiben.


Die Botschaft basiert auf einer simplen und grausamen Logik: Wenn ihr weiter Migranten helft, werden wir Migranten töten. Diese Drohung ist die Quintessenz eines Briefs, der bei je einer linken Einrichtung in Wiesbaden und Mainz Ende Februar zeitgleich eingegangen ist. Das Besondere ist, dass der Brief nicht die Adressaten mit dem Tod bedroht sondern den Tod von Migranten ankündigt, sollte sich die Zivilgesellschaft weiter um sie kümmern. „Wir drücken ab, aber ihr spannt den Hahn“, heißt es in dem anonymen Schreiben.
https://www.fr.de/rhein-main/toetung-migranten-angedroht-11875278.html

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Re: Rechter Terror
« Antwort #115 am: 16:42:50 Mo. 01.April 2019 »
Zitat
Rechter Fackelmarsch in Nürnberg: CSU-Mitglied war beteiligt

Christsoziale: "Das lässt sich nicht mit Werten der Partei vereinbaren" - vor 8 Stunden

NÜRNBERG - Vor gut fünf Wochen marschierten Neonazis mit Fackeln über das ehemalige Reichsparteitagsgelände in Nürnberg. Der Vorfall schlug hohe Wellen, der Integrationsrat zeigte die Mitglieder der unangemeldeten Kundgebung an, Lokalpolitiker reagierten empört. Jetzt wird bekannt: Auch ein CSU-Mitglied war an der Aktion beteiligt.

Quelle: http://www.nordbayern.de/region/nuernberg/rechter-fackelmarsch-in-nurnberg-csu-mitglied-war-beteiligt-1.8757795
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Re: Rechter Terror
« Antwort #116 am: 17:55:57 Di. 16.April 2019 »
Zitat
Rechtsextremist droht Grünem mit Hausbesuch – und erhält Beifall von der AfD

Sebastian Striegel, Parlamentarischer Geschäftsführer der Ökopartei im Magdeburger Landtag, wird regelmäßig attackiert. In einem jetzt aufgetauchten Video ist er erneut Zielscheibe. Im Land herrscht Empörung.

Quelle: http://www.lvz.de/Nachrichten/Politik/Rechtsextremist-droht-Gruenem-mit-Hausbesuch-und-bekommt-Beifall-von-der-AfD
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Re: Rechter Terror
« Antwort #117 am: 17:19:59 Sa. 27.April 2019 »
Zitat
Weitere Ermittlungen nach Razzia - Aktivist der „Identitären“ an der Spitze mutmaßlicher krimineller Vereinigung

Cottbus. Die Razzia gegen eine mutmaßliche kriminelle Vereinigung von Rechtsextremisten und Hooligans in der Lausitz vor zwei Wochen könnte die vom Verfassungsschutz beobachtete  „Identitäre Bewegung“ (IB) in Brandenburg in ein neues Licht rücken.

Quelle: https://www.lr-online.de/nachrichten/brandenburg/aktivist-der-identitaeren-an-der-spitze-mutmasslicher-krimineller-vereinigung_aid-38411215
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Re: Rechter Terror
« Antwort #118 am: 16:20:49 Fr. 03.Mai 2019 »
Zitat
Radikalisierung im Internet - Innenministerium: 12.700 Rechtsextremisten gewaltorientiert

Osnabrück. Mehr als jeder zweite Rechtsextremist in Deutschland ist nach Angaben der Bundesregierung gewaltorientiert: insgesamt sind es 12.700 von 24.000 Personen, so das Bundesinnenministerium in seiner Antwort auf eine Anfrage der FDP, die unserer Redaktion vorliegt. Die Liberalen fordern vor diesem Hintergrund ein "neues Konzept gegen Radikalisierung im Internet".

Quelle: https://www.noz.de/deutschland-welt/politik/artikel/1725554/innenministerium-12-700-rechtsextremisten-gewaltorientiert
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Kuddel

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Re: Rechter Terror
« Antwort #119 am: 16:00:49 So. 05.Mai 2019 »
Es geht um folgendes Medium:

http://www.beobachternews.de/

Der Bericht der Frankfurter Rundschau:

Zitat
Beobachter News
Morddrohungen gegen linken Journalisten

Der Chefredakteur der Beobachter News erhält am Tag der Pressefreiheit Morddrohungen mutmaßlich von Neonazis. Er ist nicht der Einzige, der bedroht wird.
   

Die Redaktion des kritischen Nachrichtenmagazins „Beobachter News“, die über das politische Geschehen im Südwesten der Republik berichtet, ist schon seit Längerem im Visier von Neonazis. Insbesondere der Chefredakteur Alfred Denzinger wird regelmäßig attackiert: So wurden bereits vier Farbanschläge auf dessen Wohnhaus und sein Auto verübt, hinterlassene Symbole wie Hakenkreuze lassen eindeutig auf eine neonazistische Täterschaft schließen. Auch in der baden-württembergischen Gemeinde Sulzbach an der Murr wurden Drohungen gegen Denzinger an die Wand einer Unterführung gesprüht.

Morddrohung am Tag der Pressefreiheit

Am 3. Mai, dem Tag der „Pressefreiheit“, gingen die Rechtsextremen jedoch noch einen Schritt weiter. Per E-Mail mit dem Betreff „die Denzinger-Mischpoke töten“ hat der Chefredakteur laut „Beobachter News“ eine Morddrohung erhalten, die an der Motivlage der Täter keine Zweifel aufkommen lässt. Jetzt wurde die Polizei informiert, ebenso hat sich die Staatsanwaltschaft eingeschaltet.

In der Mail richtet sich ein „Anonymous“ direkt gegen seine Familie, die man der „Ausrottung anheimstellen“ werde. Denzinger werde „wegen feindlicher Agitation gegen das deutsche Volk“ zum Tod durch Verbrennen verurteilt. Weiter kündigten die Verfasser an, „Aktivisten“ über die Gewohnheiten und Örtlichkeiten des Journalisten zu informieren.

Hintergrund für die Attacke auf Denzinger ein Interview?

Hintergrund für die Attacken auf Denzinger könnte ein Interview mit dem SWR gewesen sein, indem er sich gegen Seiten wie PI-News und „Journalistenwatch“ ausgesprochen hatte. Beides Portale, die das Klientel am Rand rechts außen bedienen. PI-News hatte das Interview aufgegriffen und einen Hetzartikel über seine Person verfasst. Auch auf der antifeministischen rechten Wikimannia-Seite hat er einen Eintrag.

Mit Andreas Scheffel ist noch ein weiteres Redaktionsmitglied der „Beobachter News“ Zielscheibe von Neonazis. Neben Farbattacken auf sein Haus sei man auf Facebook an ihn herangetreten, er möge sich doch Polizeischutz besorgen. Als Berichterstatter auf Demonstrationen werde er regelmäßig angegangen, so Scheffel auf Nachfrage der FR. Wie er mit der Bedrohung umgehe?

Er nimmt die Bedrohungen ernst. „Ich stehe seit 2013 im Fadenkreuz der Rechten. Die direkte Bedrohung, sei sie digital aus dem Socialnetwork oder direkt auf Demonstrationen, geben mir als Journalist ein ungutes Gefühl. Einschüchtern lasse ich mich jedoch nicht.“

Verfassungsschutz warnt vor Radikalisierung Rechtsextremer


Erst kürzlich hatte der Verfassungsschutz vor den Gefahren einer sich radikalisierenden Rechten gewarnt. Es gebe „rechtsterroristische Ansätze und Potenziale“, die sich „in unterschiedlichen Strömungen und Spektren der rechtsextremistischen Szene“ entwickelten, wie die Institution warnt. Ziel des Hasses sind neben Migrant*innen auch Linke, Politiker*innen und Journalist*innen.

Wie die DJU (Deutsche Journalistinnen- und Journalistenunion) zum Tag der Pressefreiheit in einer Pressemitteilung unterstrich, würden gerade „Rechtspopulisten Hass auf Medien schüren“ und Medienvertreter bedrohen. „So würden inzwischen fast im Wochenrhythmus irgendwo neue Grenzen überschritten.“

Wie das Beispiel der „Beobachter News“ zeigt, ist die Gefahr in Deutschland sehr konkret.
https://www.fr.de/politik/beobachter-news-morddrohungen-gegen-linken-journalisten-12248312.html

Ich habe wenig Interesse an den Aussagen des Verfassungsschutzes, das ist selbst eine rechtsradikale Organisation.