Autor Thema: Rechter Terror  (Gelesen 33206 mal)

counselor

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Re: Rechter Terror
« Antwort #225 am: 19:30:53 Do. 20.Februar 2020 »
Gerade gab es in Nürnberg recht spontan eine antifaschistische Demonstration mit ca 1500 Teilnehmern durch die Innenstadt wegen des faschistischen Massakers von Hanau. Gefordert wurde unter anderem das Verbot aller faschistischen Organisationen und Parteien und die Bestrafung Björn Höckes.
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

CubanNecktie

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Re: Rechter Terror
« Antwort #226 am: 22:05:25 Do. 20.Februar 2020 »
Richtig so, wünschte auch, dass man nicht Karnevall andernorts feiern würde, lieber gegen diesen braunen Spuk demonstrieren bzw. wenigstens in Gedanken halt aufs Feiern verzichten. Verbot - bin mittlerweile auch dafür (früher auch eher dafür, aber was wenn man auch Linke Parteien verbietet, durchaus denkbar bei diesen Halbfaschisten aus CDU/CSU/FDP .. würg).
Vorstellungsgespräch bei einer Leihbude?
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Fritz Linow

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Re: Rechter Terror
« Antwort #227 am: 23:43:04 Do. 20.Februar 2020 »
Wer sich das Geschreibsel des Bekloppten aus Hanau nicht antun möchte:

Er hatte sich mit der Frage nach den letzten Ursachen des Seins beschäftigt. Dabei hatte er nicht nach einer Antwort, sondern nach einem Weg dahin gesucht. Dadurch ist er auf den esoterischen Hitlerismus gestoßen. Da geht es um die "ewige Rassenfrage". Welche Rasse kann das Rätsel des Lebens überhaupt lösen? Von dort hat er eine unmittelbare Anwort bei Sarrazin finden können: Der muslimische Raum ist laut Sarrazin dazu nicht in der Lage. Die Konsequenz für den Bekloppten war es nun (neben einfachen Selbstmordabsichten), in diesem Bereich mit dem Aufräumen anzufangen. 
Durch zu viel Heidegger, Miguel Serrano, diversen Verschwörungsblogs und Sarrazin fühlte er sich berufen, ein weiterer Märtyrer für die Sache der letzten Dinge zu werden.
Seine Wendung ist durchaus filmreif: Vernichte Milliarden von Menschen und bilde mit dem guten Rest eine Zeitmaschine, die die Enstehung des Lebens erstmal wieder rückgängig macht.

Während die Bekennerschreiben der RAF noch eine gründliche Klassenanalyse beinhalteten, kommt bei den Vollhonks nur noch blödes Zeugs. Dessen sollte man sich bewusst sein, wenn jetzt wieder Politiker in die Mikrophone salbadern, dass wir alle gemeinsam gegen... und so weiter.

Tiefrot

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Re: Rechter Terror
« Antwort #228 am: 00:42:37 Fr. 21.Februar 2020 »
Na ja, es gab die üblichen Menschenketten und Empörungsdemos.
Und morgen fordern exakt die gleichen Leute wieder Vollsanktionen bei H4
und starren den ganzen Tag über auf die Kurse ihrer Aktiendepots.  >:(

Das ist genau die Melange, aus der der Rechtsradikalismus in den Alltag sickert.
Denke dran: Arbeiten gehen ist ein Deal !
Seht in den Lohnspiegel, und geht nicht drunter !

Wie bekommt man Milllionen von Deutschen zum Protest auf die Straße ?
Verbietet die BILD und schaltet Facebook ab !

Sunlight

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Re: Rechter Terror
« Antwort #229 am: 03:17:42 Fr. 21.Februar 2020 »
Wer sich das Geschreibsel des Bekloppten aus Hanau nicht antun möchte:

Für den hätte ich auch noch etwas zum Nachdenken!

Zitat
Anschlag in Hanau - Rassismus ist überall – das müssen wir endlich anerkennen

Alle Aufmerksamkeit richtet sich nach Angriffen wie in Hanau auf den Täter. Hinter dessen psychischer Verfasstheit verstecken sich die Relativierer. Ein billiger Trick
Die Liste wird immer länger: NSU, Walter Lübcke, Halle, Hanau. Am Tag, nachdem ein 43-jähriger Mann in der hessischen Kleinstadt neun Menschen in zwei Shisha-Bars erschossen hat, ist noch nicht viel bekannt – über die Opfer. Denn beinahe alle Augen, alle Konzentration, alle Angstlust und Faszination richten sich auf den mutmaßlichen Täter und sein Schriftstück. Das war schon beim NSU so, das ist bei diesen Morden auch so und darf getrost als posthumer Erfolg des Täters betrachtet werden.

Aber nicht nur das. Sein Manifest ist auch ein Geschenk an alle, die bereitwillig herumrelativieren, wie sie es schon in der Vergangenheit gemacht haben. "Döner-Morde" sind jetzt eben "Shisha-Morde". Was Schöneres hätte Tobias R. den Relativierern in unserem Land gar nicht hinterlassen können. Denn wer diese Dinge schreibt, der kann ja nicht ganz normal sein, nicht wahr? Da will einer ganze "Volksgruppen" und Länder auslöschen, sein eigenes Volk ist das erhabene, jene aus dem arabisch-asiatischen Raum plus Israel müssen vernichtet werden. Da sich dieser Mann auch vom Geheimdienst beobachtet fühlt, muss er irre sein.

Was für eine Erleichterung! Gerade noch mal gut gegangen. So hilft Tobias R. jenen, die es wollen, sich nicht mit einer Sache zu beschäftigen: Rassismus.

Die einen nehmen dieses Geschenk gerne an, weil sie selbst nichts anderes als Rassisten sind. Und weil sie mit der puren Wiederholung schlimmster Anfeindungen, Hass und Geschichtsverdreherei – "Wird man ja wohl noch sagen dürfen", heißt es dann gern – eine in Teilen unerträgliche Atmosphäre geschaffen haben. Unerträglich zumindest für die, die Ziel des Hasses sind. .....................


Habe heute zunächst das Nachrichten-Chaos skeptisch beäugt und dann
die Fakten sortiert. Dabei kommen mir einige Fakten entschieden zu kurz.

Alle Augen richten sich auf die psychische Verfassung des Täters, auf
den Täter selbst. Mir wäre lieber gewesen, man hätte dem Täter nicht
soviel Raum gegeben, seinen Namen nicht erwähnt, sondern sich mehr
um die Opfer gekümmert. 

Die Berichterstattung war, wie immer, gruselig! Da noch noch etwas, was mir
beim Lesen durch den Kopf ging, .. Nie wieder Faschismus sagen Viele, aber
mir kommt die Frage angebrachter vor: "Wie oft noch?" Bis endlich alle
aufwachen!!
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Kuddel

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Re: Rechter Terror
« Antwort #230 am: 10:39:25 Fr. 21.Februar 2020 »
Das Verbindende der Postings zum Thema ist das Gefühl, daß die Gesten der Betroffenheit, wie auch der zur Schau gestellte Antifaschismus hilflos ist, angesichts der wachsenden Bedrohung von rechts.

Plötzlich sollen "wir" zusammenstehen gegen die "Feinde der Demokratie". Wir? Ich? Warum soll ich mit denjenigen zusammenstehen, die für den Niedergang des Journalismus, für die Drangsalierung der Erwerbslosen, für die Mietenexplosion, die Angriffe auf die Arbeiterrechte und die Arbeitsbedingungen verantwortlich sind?





Beides gehört zusammen. Beides ist gleich widerlich!

Kein Schulterschluß mit Ausbeutern und ihren Handlangern!

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Re: Rechter Terror
« Antwort #231 am: 11:27:56 Fr. 21.Februar 2020 »
Die gesamte Politik inkl. der Medien legte über Jahre den Grundstein und nun bejammern sie gemeinsam ein Resultat ihrer Politik/Handlung. Tja, und sie sind sich keiner Schuld bewusst, d.h. es geht alternativlos weiter als wäre nichts geschehen.
Politik ist der Spielraum, den die Wirtschaft ihr lässt.
Dieter Hildebrandt
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Kuddel

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Re: Rechter Terror
« Antwort #232 am: 11:38:17 Fr. 21.Februar 2020 »
So ist es.
Spiegel TV war Vorreiter mit den Berichten über kriminelle Clanstrukturen und Shishabars als Hort des Verbrechens.
Die Restmedien beklatschten die folgende Razzienwelle bei den Shishabars.
Der bewaffnete Hanauer Bankkaufmann nahm Spiegel TV nur beim Wort und wollte konsequenter sein als die Polizei.
Nun verdient Spiegel TV am Vergießen von Krokodilstränen.

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Re: Rechter Terror
« Antwort #233 am: 12:10:25 Fr. 21.Februar 2020 »
... und Bankangestlellter mit BWL - Studium :/

warum auch niemand auf die "Pamphlete" u.ä. reagiert habe, die er im Netz ungestört verbreiten konnte stellen sich jetzt manche  die Frage.
Bundesweite Mahnwachen gestern:
https://www.die-linke.de/start/nachrichten/detail/gedenken-und-mahnung/

counselor

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Re: Rechter Terror
« Antwort #234 am: 16:13:43 Fr. 21.Februar 2020 »
Zitat
Nürnberg, 19. Februar: Ehemaliger Kriminalhauptkommissar packte bei Veranstaltung im Dokuzentrum aus / Schlampige Ermittlungen und Rassismus bei den polizeilichen Ermittlungen nach den NSU-Morden (Februar 2020)

Am 19. Februar fand im Nürnberger Dokuzentrum eine Podiumsdiskussion mit dem Titel "Versagten die Ermittlungsbehörden?" zu den NSU-Morden und der Rolle der Polizei statt. Auf dem Podium saßen Moderator Jonas Miller, der damalige bayerische Innenminister und spätere Ministerpräsident Günther Beckstein, der NSU-Opferanwalt Sebastian Scharmer sowie ein damaliger Ermittler, Kriminalhauptkommissar a. D. Konrad Pitz.

Wir beschränken uns im Folgenden auf einige interessante Äußerungen von Herrn Pitz. Bekanntlich wurde gegen den Whistleblower wegen uneidlicher Falschaussage vor dem bayerischen NSU-Untersuchungsausschuss ermittelt. Er hatte dort 2013 ausgesagt, bei einer Besprechung der BAO Bosporus – mutmaßlich im Jahr 2007 – sei von einem "Nationalsozialsozialistischen Untergrund" (NSU) die Rede gewesen, also Jahre vor der Selbstenttarnung der Rechtsterrorist*innen. Der Hinweis sei vom Verfassungsschutz Thüringen oder Sachsen gekommen. Nach dem Auftauchen einer DVD mit der Aufschrift "NSU/NSDAP" aus dem Jahr 2005 wurden die Ermittlungen gegen Pitz dann eingestellt.

Pitz wiederholte im Dokuzentrum seine damalige Aussage in Bezug auf das erstmalige Auftauchen des Namens NSU. Er kritisierte die damaligen polizeilichen Ermittlungen. So seien viele DNA-Spuren nicht ausgewertet worden. Ein ehemaliger Vorgesetzter sei überzeugter Kreationist gewesen; die Erde sei eine Scheibe. Der Mann habe zudem nichts von DNA-Tests gehalten. Erschütternd eine Anekdote aus der Arbeit der SoKo Halbmond. Pitz sollte zusammen mit einem Kollegen bei einer Verwandten des Münchner Mordopfers Habil Kılıç eine Speichelprobe durchführen. Der blondhaariger Kollege habe zu diesem Anlass absichtlich blaue Kontaktlinsen getragen und die Zeugin massiv unter Druck gesetzt. Immerhin warf die Frau beide Polizeibeamten nach einiger Zeit aus der Wohnung.

Verdienstvoll der Hinweis Pitz' auf die nicht abschließend geklärte und wenig bekannte Tatsache, dass sich an einem Kleidungsstück des Nürnberger NSU-Mordopfers Enver Şimşek unter anderem DNA-Spuren eines gewissen Michael Krause befunden haben sollen. Der 2008 in Bayreuth während einer Schießerei mit Polizisten ums Leben gekommene Mann verkehrte zumindest in seiner Jugendzeit in Neonazikreisen und fiel auch im weiteren Verlauf seines Lebens durch rechtsgerichtete Äußerungen auf, zum Teil - so würde man das heute sagen - im Reichsbürgerjargon. Bei Krause wurden Landkarten mit chiffrierten Ortsangaben gefunden, die die ErmittlerInnen schließlich im Jahr 2009 zu größeren Waffendepots in Bayern, Thüringen und Sachsen führten. Weitere Informationen über die Causa Krause: hier klicken!

Leider gibt es zu wenige WhistleblowerInnen à la Pitz. Zu fordern ist nach wie vor ein zweiter NSU-Untersuchungsausschuss in Bayern.

Quelle: https://www.nazistopp-nuernberg.de/
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Kuddel

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Re: Rechter Terror
« Antwort #235 am: 10:44:33 Sa. 22.Februar 2020 »
Die Frage bleibt: Was ist mit den Brandstiftern?
Ja, es gibt inzwischen die Vermutung, daß die AfD etwas mit dem vergifteten gesellschaftlichen Klima zu tun haben könnte.
Das ist gut. Aber gleichzeitig lenkt es davon ab, daß die AfD nur ein Puzzelteil des Rechtsrucks ist. Es lenkt ab von der Rolle der bürgerlichen Parteien, der Mainstreammedien und der Ermittlungsbehörden.

Der Attentäter von hat sich Shishabars als Ziel ausgeguckt. Wie kommt er darauf?

Ich habe einfach mal "kriminelle Shischabars" bei Google eingegeben.
Das Ergebnis:

Clan-Kriminalität: 13 Shisha-Bars in Dortmund geschlossen – viele Verfahren laufen noch
Schüsse in der City, Drogengeschäfte und Hehlerei: Die Clankriminalität ist ein großes Thema für die Polizei in Dortmund.
16.12.2019


Shisha-Bars werden zum Brennpunkt - Berliner Morgenpost
Der Handel mit illegalem Tabak wächst. Experten sehen in Shisha-Bars "Treffpunkte organisierter Kriminalität".
29.11.2018

Razzia gegen kriminelle Clans in Shisha-Bars: Festnahme
Polizei, Bundeskriminalamt, Zoll und Finanzamt haben bei Kontrollen von Shisha-Bars und Lokalen in Wedding auch einen per internationalem Haftbefehl gesuchten Mann festgenommen.
28. Oktober 2019

Clan-Größe in Shisha-Bar festgenommen

Die Polizei geht gegen Clan-Kriminalität vor: Bei Razzien in Essen und Hildesheim wurden zwei Personen festgenommen, elf Strafverfahren eingeleitet und Drogen sichergestellt. Gegen einen Mann lag ein Haftbefehl vor.
30.11.2019

Großeinsatz gegen Clan-Kriminalität
Festnahme bei Razzien in Weddinger Shisha-Bars
25.10.19

Shisha-Bars und Spielhallen im Visier
Mit Razzien in Shisha-Bars und Spielhallen in mehreren Städten haben Polizei und Zoll den Kampf gegen Clan-Kriminalität verschärft. In Leverkusen, Velbert und Heiligenhaus bekamen am Freitagabend zahlreiche Lokale Besuch von der Polizei.
23. März 2019

Großrazzia gegen Clan- und Straßenkriminalität: Acht Festnahmen nach Polizeieinsatz in Shisha-Bars & Co.

Teils vermummte Einsatzkräfte durchsuchten am Donnerstagabend bei einer Großrazzia Gaststätten und Shisha-Bars an der Berliner Straße in Wuppertal.
8.11.2019

Polizei stellt bei Razzia zwei Kilogramm Drogen sicher
150 Einsatzkräfte von Polizei, Zoll und Ordnungsamt durchsuchen in Hilden vier Shisha-Bars und ein Restaurant.
2. Dezember 2019

Behörden kontrollierten Shisha-Bars, Spielhallen und Gaststätten
Erneute Razzia gegen Clan-Kriminalität
19. Januar 2020

Shisha-Bars sind keine harmlosen Jugendtreffs
Der Boom der Shisha-Bars in Hamburg wirft Fragen auf – auch zu Kriminalität und Integration.
1.12.2018

Polizei und Zoll kontrollieren Shisha-Bars: Illegales Casino muss Betrieb einstellen
Polizei und Zoll haben am Freitagabend und in der Nacht zu Samstag mehrere Shisha-Bars in Unna, Kamen und Bönen kontrolliert. Damit setzen die Behörden erneut ein Zeichen gegen Clankriminalität.
15.11.2019

Kriminelle Clans: Polizei durchsucht Shisha-Bars

    Fahnder gehen gegen Clankriminalität vor
    Spielhallen und Shisha-Bars durchsucht
    Rückzugsorte für kriminelle Gruppen
06.07.2019

Heidekreis: Razzien in Restaurants und Shisha-Bars
Mit rund 170 Einsatzkräften hat das sogenannte Räderwerk gegen organisierte Kriminalität am Donnerstagabend Betriebe und Immobilien im Heidekreis durchsucht.
20.09.2019

Steuerbetrug, Drogengeschäfte, Gesundheitsprobleme
Shisha-Bars: Zwischen Jugendtrend und Kriminalität
13.01.2019


Mehr als Hundert Personen wurden von der Polizei kontrolliert.

Im Kampf gegen kriminelle Großfamilien gelingt der Polizei in Nordrhein-Westfalen ein weiterer Schlag: Bei Durchsuchungen mehrerer Lokale stellen die Ermittler große Mengen unversteuerten Tabak sicher. Fast die Hälfte der kontrollierten Bars muss noch in der Nacht den Betrieb einstellen.
13. Juli 2019

Sheisha-Bars und Cafes in Bottrop wurden kontrolliert
Auch Objekte in Bottrop waren in den Abendstunden des 7. Februar (Freitag) Ziel einer groß angelegten Kontrollaktion, bei der insgesamt 20 Shisha-Bars und Cafes in den Städten Bottrop, Dorsten, Waltrop, Recklinghausen, Herten sowie Marl unerwarteten "Besuch" erhielten.
8. Februar 2020

Polizei kontrolliert 20 Shisha-Bars im Kreis Recklinghausen – mit diesem Ergebnis

Die Polizei hat eine weitere Aktion zur Bekämpfung der Clankriminalität durchgeführt und im Kreis Recklinghausen 20 Shisha-Bars und 250 Menschen kontrolliert.
08.02.20

Razzia gegen kriminelle Clans: Shisha-Bars überprüft
Polizei, Bundeskriminalamt, Zoll und Finanzamt haben bei Kontrollen von Shisha-Bars und Lokalen in Berlin-Wedding auch einen per internationalem Haftbefehl gesuchten Mann festgenommen. Mehr als 200 Einsatzkräfte waren am Freitagabend gemeinsam unterwegs, um Strukturen krimineller Clans zu erhellen und Straftaten aufzuklären, wie die Polizei mitteilte
27.10.2019

Zeichen gegen Clan-Kriminalität
Clans im Blick: Rush-Hour-Kontrollen in Bochumer City!
09.02.20

Elitepolizei stürmt Shisha-Bars und Wohnungen

Im Großraum Magdeburg haben Polizei und SEK 20 Wohn- und Geschäftsräume gestürmt. Ein harter Schlag gegen das organisierte Verbrechen.
20.11.2019


Kampf gegen kriminelle Clans in NRW: LKA-Chefermittler warnt: „Es gibt erste Hinweise...“
Kriminelle Clans in NRW: Chefermittler Thomas Jungbluth im DER WESTEN-Interview: „Was wir machen, ist konsequentes Einschreiten und das ist auch der richtige Weg.“ Man habe viel Zuspruch aus der Bevölkerung erhalten, betont der LKA-Chefermittler.
31.12.2019

Bisher über 700 Razzien gegen kriminelle Clans in NRW
Bei Razzien gegen Clans sind in diesem Jahr in NRW bereits über 10.000 Straftaten durch die Polizei festgestellt worden. Shisha-Bars im Fokus.
25.11.2019

Clan-Kriminalität in Berlin:
Senat weiß nicht, was in Shisha-Bars passiert
6.3.2019

Razzia in Shisha-Bar – 20 Kilo Schmuggeltabak gefunden

Am Samstagabend stürmten etwa 50 Polizisten zwei Shisha-Bars in Friedrichshain an der Petersburger Straße und der Frankfurter Allee. Mehrere Verstöße wurden festgestellt.
1. Dezember 2019

Gregor Golland zu den unsichtbaren Gefahren von Shisha-Bars

In einer aktuellen Stunde hat sich der Landtag von Nordrhein-Westfalen mit den unsichtbaren Gefahren von Shisha-Bars befasst. Dazu erklärt Gregor Golland, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU-Fraktion:
„Wenn sich im Bereich des Gesundheitsschutzes und der Kriminalität in Shisha-Bars zukünftig nichts ändert, werden wir auch ein Verbot dieser Einrichtungen erwägen. Wir werden insbesondere die Bars in den Fokus rücken, in denen wir illegale Machenschaften und kriminelles Umfeld feststellen. Dies betrifft vor allem die kriminellen Clans, deren Strukturen wir mit konsequentem Handeln aufhellen und zerstören werden.
Es ist unser Ziel, die Subkultur der Clans mit allen Mitteln, die der Rechtsstaat bietet, zurückzudrängen und die Unterwanderung unserer Gesellschaft zu unterbinden. Viel zu lang wurde von der Vorgängerregierung zugeschaut, wie sich organisierte, kriminelle Subkulturen und –strukturen in unserem Land ausbreiten konnten.
15.11.2018

Polizeipräsidentin: Clans sind beunruhigt und fühlen sich gestört
Razzien in Shisha-Bars und Kontrollen von Spielhallen gehören inzwischen fast zum Tagesgeschäft in Berlin.
02.01.2020

Großrazzia gegen Clans im Ruhrgebiet
Sie durchsuchten Shisha-Bars, Wettbüros, Cafés und Teestuben: 1300 Polizisten sind am Abend in mehreren Städten im Ruhrgebiet ausgerückt, um gegen Clankriminalität vorzugehen.
13. Januar 2019

Kriminalbeamte fordern härteres Vorgehen gegen Familienclans
    Bund Deutscher Kriminalbeamter will Clankriminalität härter bekämpfen
    Verfassungsschutz soll einbezogen werden
    Datenschutz soll für Ermittlungen gelockert werden
7. April 2019

So geht es endlos weiter. Es handelt sich mitnichten nur um Schlagzeilen irgendwelcher Anzeigenblätter, es sind auch die Öffentlich Rechtlichen Medien dabei.

Und so nehmen Migranten den rassistischen deutschen Staat wahr:













Es sei nochmal darauf hingewiesen, daß für Wirtschaftskriminalität kein Personal da ist.
Der Cum-Ex-Skandal ist der größte Steuerraub aller Zeiten. Dem deutschen Staat ist dadurch ein Schaden von mindestens zehn Milliarden Euro entstanden. Dieser Fall wurde nicht von den Behörden aufgedeckt, sondern von Whistleblowern und Journalisten. Erst der öffentliche Druck führte zur Aufnahme von Ermittlungen.


Tja, wie kommt es bloß zu einer rassistischen Stimmung im Land?
Wir haben doch die Öffentlich Rechtlichen Medien mit ihren Faktencheckern.
Und wir haben da knallharte investigative Journalisten, wie 



Da kann man sich ein Bild von der Welt machen, etwa so:

Zitat
Parallelwelt Shisha-Bar:
Markus Lanz diskutierte über Kriminalität arabischer Großfamilien


Gerade in Berlin und besonders in Neukölln leben arabische und türkische Großfamilien, die den Sozialstaat ausnutzen und ihren Lebensunterhalt mit Drogenhandel , Raubüberfällen und anderen illegalen Geschäften bestreiten. Dass der Stadt dagegen vorgehen muss, bezweifelt niemand. Aber von Sundermeyer erfährt man nicht viel neues über diese Parallelwelt.

Bei Lanz sagte er: „Politiker haben sich lange nicht getraut, das Problem arabischer Großfamilien anzugehen.” Erst durch die Berichterstattung der Medien sei Druck auf die Verantwortlichen aufgebaut worden.

Einige Clanmitglieder seien „Hartz-IV-Empfänger, fahren aber im teuren AMG-Mercedes durch die Gegend. Meist seien die Karossen auf Freunde oder Familienangehörige zugelassen. So haben die Behörden keine Möglichkeit, die teuren Autos dem Vermögen der vermeintlich Bedürftigen zuzurechnen und zu beschlagnahmen.
https://de.nachrichten.yahoo.com/parallelwelt-shisha-bar-markus-lanz-diskutierte-uber-kriminalitat-arabischer-grosfamilien-083731937.html

Ich bin mir sicher, daß Lanz jetzt knallhart investigativ recherchiert, woher nur dieser rassistische Haß in der Gesellschaft kommt.

Onkel Tom

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Re: Rechter Terror
« Antwort #236 am: 11:30:25 Sa. 22.Februar 2020 »
Kurz und knackig sehe ich das (auch) so, das die Presse massiv dazu beigetragen hat, das sich rechtes und rassistisches Gedankengut vermehren konnte..

Die Einschaltquoten und Auflagenzahl von Zeitungen etc. haben Blutrünstigkeit und subtile Hetze für sich als Vorteil erkannt..

Sollte die etablierte Presse doch gefälligst solche Themen genau so behandeln, wie sie es z.B. bei ausgeflippten JC-Gepeinigen auch tun..
Dank Medien und Co. wird das Grauen in Hanau wohl noch Nachahmer finden.. Nicht heute aber übermorgen ganz bestimmt.

Jemand, der sich sein "Finale bis zum eigenen Tot" ausgemalt hat, will sich auch in die Geschichte verewigt sehen und dazu sind Medien unaufgefordert behilflich..

Stell Dir vor, du setzt ein unwiederufliches Ende deines Dasein und keine Sau bekommt das mit.. Dann wird das schon echt schwierig mit einem Selbstmord.

Die Medien gehen anbei wie die Asgaier ab  :( Gott sei dank wird dies ja nun auch (noch nicht ausreichend) thematisiert.
Lass Dich nicht verhartzen !

Kuddel

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Re: Rechter Terror
« Antwort #237 am: 11:49:51 Sa. 22.Februar 2020 »
Mal ganz plump gesagt: Es sind die Klassenverhältnisse, die sich hier reproduzieren.
Die Gewalttätigkeit der herrschenden Verhältnisse richtet sich nach unten.
Der Staat macht sich zum Handlanger der Wirtschaft, der Reichen und Mächtigen, egal wie kriminell diese sein mögen.
Je weiter unten Menschen auf der sozialen Leiter stehen, desto mehr bekommen sie die Staatsgewalt zu spüren. Es sind auch Staatsdiener, die sie aus ihren Wohnungen schmeißen, die sie nicht mehr bezahlen können.

Die Medien erziehen Menschen zu perfekten Untertanen. Es gilt nach oben zu buckeln und nach unten zu treten. Getreten wird auf "Sozialschmarotzer", auf Schwule, Kranke, Behinderte, auf Obdachlose und Migranten.

Die Vorgaben von Politik und Medien werden dann von Faschos konsequent umgesetzt, egal ob organisierte Faschos oder durchgeknallte Einzeltäter. 

Troll

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Re: Rechter Terror
« Antwort #238 am: 12:19:42 Sa. 22.Februar 2020 »
Zitat
Nach dem Angriff von Hanau
Konsequenzen ziehen, Anschläge verhindern

Quer durch alle Parteien wird darüber diskutiert, was nun zu tun ist, um Taten wie den Anschlag von Hanau künftig zu verhindern. Aktionspläne und Rechtsverschärfungen werden gefordert. Einig ist man sich in der Kritik an der AfD.
...

Quelle: tagesschau
Zitat
Nach der schlimmen Tat von Hanau: Die Spalter rufen zur Einheit auf

Als Reaktionen auf Anschläge und Rechtsruck müssten Sozialpolitik und Strafverfolgung massiv gestärkt werden. Aber diese Investitionen sind teuer. Statt dessen bieten die für Spaltungen verantwortlichen Politiker nun Floskeln von der „Solidarität“ an. Aber die Zeit der warmen Worte ist vorbei – Appelle werden die Gesellschaft nicht zusammenhalten. Von Tobias Riegel.
...

HTML5:
Quelle: NDS

Die AfD ist sehr praktisch für die "Politik der Mitte" man müßte Rechte erfinden wenn es sie nicht schon gäbe um sich zu "unterscheiden".
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Re: Rechter Terror
« Antwort #239 am: 20:45:22 Sa. 22.Februar 2020 »
Vorhin gab es in Nürnberg noch eine antifaschistische Demo durch die Südstadt zum AfD-Büro mit ca 600 Teilnehmern. Gedacht würde den Opfern von Hanau, sowie den Opfern des NSU. Redner nahmen auch die gesellschaftlichen Verhältnisse und insbesondere die faschistische AfD als geistige Brandstifterin ins Visier.
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