Autor Thema: Kreuzfahrten - Ausbeutung  (Gelesen 6267 mal)

Fritz Linow

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Re: Kreuzfahrten - Ausbeutung
« Antwort #30 am: 09:02:24 Mo. 08.Juli 2019 »
Man hat herausgefunden, dass am 13.7. in Kiel ein Hauptreisetag für Kreuzfahrtschiffe ist und dementsprechend eine Demo angemeldet. Der Seehafen Kiel hat nun köstlich souverän reagiert:

Zitat
Eine Blockade der Schiffe – so wie an Pfingsten geschehen – sei aber nicht geplant. Dennoch ist man beim Seehafen Kiel besorgt. So ließ Hafenchef Dirk Claus inzwischen alle Aushänge mit Abfahrtszeiten der Kreuzfahrtschiffe entfernen. Zu Anlaufdaten werden auch keine Auskünfte mehr erteilt. Auch die Internetseite des Seehafens wurde radikal überarbeitet. Dort finden sich jetzt weder Informationen über Liegeplätze noch über Aus- und Einlaufuhrzeiten. Bei den Reedereien sind diese Zeiten aber auf den Internetseiten weiterhin einsehbar, da sie für die Passagiere wichtige Informationen der Reiseplanung sind.
https://www.kn-online.de/Kiel/Wieder-Demo-in-Kiel-angekuendigt-Aktivisten-nehmen-Kreuzfahrer-ins-Visier

Kuddel

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Re: Kreuzfahrten - Ausbeutung
« Antwort #31 am: 14:57:11 Sa. 13.Juli 2019 »
Zitat
Neuer Protest in Kiel
Nervosität vor der Anti-Kreuzfahrer-Demo

Eine Initiative macht gegen die Kreuzfahrtschiffe mobil: Weil die Schiffe der Umwelt schaden, ist wieder eine Demo in Kiel geplant - die Behörden sind alarmiert.
https://www.zdf.de/nachrichten/heute/kreuzfahrtschiffe-deutschland-nervositaet-vor-der-anti-kreuzfahrer-demo-in-kiel-100.html

Zitat
„Bis dieser Unsinn ein Ende hat“ – solange wollen Aktivisten wie Julia Schröder von der Turbo-Klima-Kampf-Gruppe (TKKG) gegen die boomende Kreuzfahrt-Branche in Kiel demonstrieren. Das berichten die „Kieler Nachrichten“.

Weder die Dampfer noch Passagiere seien ihrer Meinung nach in Kiel willkommen – und das sollen am Samstag unter anderem die Urlauber der ankernden Schiffe „MSC Meraviglia“, „Mein Schiff 1“ und „Aida Prima“ in einer Protestaktion zu spüren bekommen.

Protestaktion in Kiel gegen Kreuzfahrt gestartet

Rund 12.000 Gäste wollen bis zum Abend an Bord der drei Kreuzer gehen. Genau diese möchten die Teilnehmer der „Initiative gegen Kreuzfahrtschiffe“ abfangen und über Probleme des Kreuzfahrt-Tourismus informieren.

Sie machen die Branche für die Klimakrise mitverantwortlich. Von Touristen hinterlassene Müllberge, der Verbrauch von fossilen Brennstoffen und der Ausstoß von umweltschädlichen Treibhausgasen sind nur einige der Kritikpunkte. Auch gegen schlechte Arbeitsbedingungen der Besatzung wettern sie.

Zu der Demo angemeldet sind offiziell 200 Menschen, die um 13 Uhr am Platz der Matrosen vor dem Hauptbahnhof gestartet ist.

Von dort aus gehen die Aktivisten in Schwimmoutfits und mit Schlauchbooten unter anderem durch das Sophienblatt, die Hafen- und die Holstenstraße über den Prinzengarten zum Ostseekai. Auf dem Weg dorthin machen die Teilnehmer auch Halt bei Reisebüros, die Kreuzfahrten anbieten.

Polizei stockt Personal wegen Kreuzfahrt-Demo auf

„Wir hoffen auf einen friedlichen Ablauf“, sagte Polizeisprecher Matthias Felsch im Vorfeld. Doch seitens der Klimaaktivisten gibt es dafür keine Garantie: „In Kiel und auch anderswo ist kein Kreuzfahrtschiff vor einer erneuten Blockade sicher“, drohte die TKKG.

Und diese Drohung sollte ernst genommen werden: Erst an Pfingsten blockierten Aktivisten ein Kreuzfahrtschiff, indem sie sich auf einem Kran am Ostseekai in Kiel, dem Wulstbug und im Wasser vor dem Kreuzfahrtschiff versammelten. Die Polizei musste eingreifen, das Schiff fuhr mit sechs Stunden Verspätung ab.

Schon im April mussten Einsatzkräfte eine Sitzblockade bei einer Demo beenden. Die Polizei wappnet sich vor Ort, und auch das Sicherheits- und Abfertigungspersonal am Hafen wurde aufgestockt, allerdings vor allem wegen des erhöhten Passagieraufkommens.

Venedig und Kiel: Menschen protestieren fürs Klima

Erhitzte Gemüter im Norden Deutschlands, aber auch im Süden Europas: Rund 8.000 Einwohner Venedigs gingen Anfang Juni, nach einem verheerenden Kreuzfahrt-Crash, auf die Straße. Auch sie machen die Reedereien für die Verschmutzung von Luft und Wasser verantwortlich.

Deutlich gravierender als in Kiel zeigt sich dort die Überlastung der Stadt, maßgeblich verursacht durch die Kreuzfahrt-Gäste. Tausende von ihnen strömen mit einem Mal in die engen Gassen und tragen damit zum Overtourism in der Unesco-Stadt bei.
https://www.reisereporter.de/artikel/8831-kreuzfahrt-protest-in-kiel-aktivisten-demonstrieren-gegen-branche-aida-prima-mein-schiff-msc-meraviglia

Kuddel

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Re: Kreuzfahrten - Ausbeutung
« Antwort #32 am: 20:48:57 Sa. 13.Juli 2019 »
KN Artikel

Zitat
Rund 300 Demonstranten protestierten am Sonnabend unter massivem Polizeiaufgebot in Kiel gegen Kreuzfahrttourismus. Ziel der Demo war der Ostseekai. Da lag aber nur einer der drei Kreuzfahrer, die in Kiel festgemacht hatten – die anderen beiden lagen gut abgeschirmt im Scheerhafen und Ostuferhafen.

+ Video: https://www.kn-online.de/Kiel/Protest-gegen-Kreuzfahrtindustrie-400-Umweltschuetzer-demonstrieren-in-Kiel

Kuddel

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Re: Kreuzfahrten - Ausbeutung
« Antwort #33 am: 22:09:32 Sa. 13.Juli 2019 »
Der NDR informiert eindeutig besser, als die KN:

Zitat
Aktivisten sind für das Klima und bessere Arbeitsbedingungen an Bord auf die Straße gegangen.
https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Demo-in-Kiel-gegen-Kreuzfahrtschiffe,kreuzfahrt716.html

Die Arbeitsbedingungen wurden von dem Schmierblatt einfach vergessen.

Troll

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Re: Kreuzfahrten - Ausbeutung
« Antwort #34 am: 09:32:31 So. 14.Juli 2019 »
Containerkschiffe nicht vergessen, die sind nicht weniger schädlich Tuckern aber eher unbeachtet über die Weltmeere um unsere Konsumbedürfnisse (24/7) zu befriedigen.
https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/verkehr/schifffahrt/index.html

Der Stellenwert des Konsums liegt in schwindelerregenden Höhen, dagegen kommt kaum noch etwas an.

Nebenbei 2: Am Flughafen Stuttgart rechnen sie auch dieses Jahr mit einem neuen Rekord.
Politik ist der Spielraum, den die Wirtschaft ihr lässt.
Dieter Hildebrandt
Es ist kein Zeichen geistiger Gesundheit, gut angepasst an eine kranke Gesellschaft zu sein.
Jiddu Krishnamurti

Troll

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Re: Kreuzfahrten - Ausbeutung
« Antwort #35 am: 11:11:23 Mo. 22.Juli 2019 »
Zitat
Klar zur Wende
Rückenwind für Frachtsegler


Energiewende auf hoher See: Birgt die Vergangenheit den Schlüssel zu einigen unserer drängendsten Probleme? Ja, sagt eine Gruppe wagemutiger Seeleute und Ingenieure. Sie wollen die Verseuchung der Meere und den Treibhauseffekt reduzieren – und deshalb die Frachtschifffahrt wieder unter Segel bringen. Eine verkehrstechnische Revolution!

Andreas Lackner transportiert mit seinem Frachtsegelschiff „Tres Hombres“ derzeit als einziger Reeder regelmäßig Waren über den Atlantik. Ohne Motor, allein mit der Kraft des Windes. Mit seiner zehn Mann starken Reederei setzt der Kapitän ein Zeichen für eine klimafreundliche Schifffahrt. Mehr als 90 Prozent des weltweiten Frachtaufkommens werden über die Meere transportiert, zumeist auf schwerölbetriebenen Containerschiffen. Dieser globale Warentransport per Schiff wird in den nächsten Jahren noch größere Ausmaße annehmen. Damit wächst auch die Gefahr für Mensch, Umwelt und Klima. Zum einen belasten die Schadstoffwolken der Ozeanriesen die menschliche Gesundheit und das Ökosystem, zum anderen entstehen große Mengen an CO2, die das Klima schädigen. Andreas Lackners Vision von der windgetriebenen Fortbewegung auf hoher See ist so alt wie die Menschheit. Nun greifen moderne Frachtsegelschiffe diese Entwicklung wieder auf. In mehreren Ländern arbeiten Experten an Hybridschiffen. Das sind Schiffe, die sowohl mit Segeln als auch mit Motorkraft fahren können. In Holland wird der Ecoliner entwickelt und in Großbritannien das B9-Ship – diese Hightech-Frachtsegler nutzen die Kraft des Windes besser als jedes Großsegelschiff der Vergangenheit. Die Rückkehr der Windkraft auf hoher See könnte den Ausweg aus der Umwelt- und Klimakrise bringen. Experten schätzen, dass bis 2050 moderne Frachtsegler einen großen Teil der weltweit fahrenden Schiffe darstellen werden. In Zeiten knapper werdender Ölreserven und steigender Energiepreise ist die Nutzung der Windenergie wieder attraktiv.

52 Min., verfügbar vom 06/07/2019 bis 03/10/2019

HTML5: https://arteptweb-a.akamaihd.net/am/ptweb/048000/048600/048615-000-A_EQ_0_VOA_04390935_MP4-1500_AMM-PTWEB_1AtTEleAsx.mp4
Quelle: Arte
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counselor

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Re: Kreuzfahrten - Ausbeutung
« Antwort #36 am: 15:50:08 Mo. 22.Juli 2019 »
Gut, dass sich auch in der Schifffahrt was tut abseits von Verbrennungsmotoren.
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

BGS

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Re: Kreuzfahrten - Ausbeutung
« Antwort #37 am: 18:08:57 Mo. 22.Juli 2019 »
"Ceterum censeo, Berolinensis esse delendam"

https://forum.chefduzen.de/index.php/topic,21713.1020.html#lastPost
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Kuddel

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Re: Kreuzfahrten - Ausbeutung
« Antwort #38 am: 15:52:31 So. 11.August 2019 »
Die Kombination der Probleme Umwelt und Ausbeutung in Bezug auf Kreuzfahrten ist in der öffentlichen Diskussion angekommen:

Zitat
Luftverpestung, Ausbeutung, Menschenmassen:
Der Kreuzfahrt-Wahnsinn
(Bezahlschranke) https://www.spiegel.de/plus/der-kreuzfahrt-wahnsinn-a-00000000-0002-0001-0000-000165335743

Zitat
Kritik an Kreuzfahrtreedereien
"Gesellschaftlich nicht mehr vertretbar"


...und stelle fest, dass die Kreuzfahrtindustrie weder auf die Umwelt noch die Besatzung noch das Gemeinwohl in Bezug auf Steuerzahlungen oder Gesundheitsfragen Rücksicht nimmt. Es geht ihr vor allem um Gewinnmaximierung...

...dann ist klar, dass jemand dafür die Zeche zahlt, und das sind die Schwächsten, die niederen Angestellten, die häufig aus Dritte-Welt-Ländern rekrutiert werden und auf den Schiffen monatelang Sklavenarbeit verrichten müssen, unter Bedingungen, die nach deutschem Arbeitsrecht verboten wären.
https://www.spiegel.de/reise/europa/kreuzfahrten-experte-wolfgang-gregor-uebt-kritik-an-reedereien-a-1281400.html

Zitat
„Wahnsinn Kreuzfahrt“

...ab den 1960er Jahren entstanden erst in den USA, später dann auch in Europa gigantische Unternehmen, die heute 85 Prozent des Weltmarktes kontrollieren. Auch AIDA, Costa, TUI- und Princess Cruises gehören zu dem einen oder anderen Giganten, allein MSC aus Italien ist ein unabhängiger Mitspieler, hält aber nur rund 7 Prozent am Weltmarkt. Allen gemeinsam: immer größere Schiffe, immer mehr Masse und Spektakel, immer größere Gewinne.

„Das amerikanische Internetportal cruisemarketwatch.com bietet einen detaillierten Überblick über die Erträge der Kreuzfahrtfirmen und deren Schiffe. Demnach betrug der gesamte Reingewinn, den Carnival 2017 erzielte, 2,606 Milliarden US-Dollar.“

Bleiben wir beim Thema Gewinnspanne und schauen auf ein Schiff wie die AIDAnova: 6.600 Passagiere, 337 Meter lang, 18 Decks hoch, 16 Restaurants, Bäderlandschaft und Doppelrutsche. Baukosten rund 800 Millionen Euro.

„Ein Schiff dieser Dimension ist vollständig bezahlt in etwa vier Jahren. Da kann sich jeder ausrechnen, wie hoch der Profit bei einem solchen Schiff ist. Ein großes AIDA Schiff macht im Jahr gut 400 Millionen Umsatz.“
Steuervermeidung und Ausbeutung unter Deck

Wie kann das sein? Ein Grund: Die Schiffe fahren unter Billigflaggen wie Bermuda, Liberia, Zypern, Italien oder Malta. Und so zahlen Kreuzfahrtunternehmen wie TUI trotz 650 Millionen Euro Umsatz im Jahr nur 50.000 Euro Steuern an Malta. Insgesamt kommt das deutsche Unternehmen auf eine Steuerquote von 1,1 Prozent in Deutschland. Ein weiterer Grund: die Bezahlung des Bordpersonals. Wolfgang Meyer-Hentrich nennt es „Ausbeutung“.

„Die Durchschnittsgehälter befinden sich auf einen Niveau von etwa 550 bis 800 – 900 Dollar pro Monat bei freier Kost und Logis. Und das sind zum allergrößten Teil immer noch Menschen, die auf den Philippinen ausgebildet worden sind und zwar sehr gut ausgebildet worden sind und hervorragende Seeleute sind.“

Im Buch ist es der Chefsteward Raymond, der seit mehr als 20 Jahren an Deck arbeitet. Angefangen hat der junge Mann von den Philippinen unterhalb der Wasserlinie in einer Vier-Mann-Kabine. Neun Monate am Stück arbeitet er, oft 16 Stunden täglich, zwei Monate hat er dann Pause in seiner Heimat. Feste Arbeitszeiten, Mindestlohn, gewerkschaftliche Versorgung – Fehlanzeige. Er hofft auf Trinkgelder...
https://www.deutschlandfunk.de/wolfgang-meyer-hentrich-wahnsinn-kreuzfahrt.1310.de.html?dram:article_id=451640

Zitat
Kreuzfahrtschiffe - Das unbekannte Leben unter Deck

Kreuzfahrten - ein Business, das ordentlich boomt. Immer mehr Deutsche lassen sich es an Deck gut gehen. Aber wie sieht das Leben unterhalb des Decks aus? "Uncovered"-Reporter Thilo Mischke wirft ein Blick hinter die Kulissen. Auf den Philippinen lernt er das Geschäft mit den Seemännern kennen und mit Hilfe eines Maulwurfs bekommt er Einblicke in einen unbekannten Kosmos.

https://youtu.be/xcaC71h7vJQ
https://www.prosieben.de/tv/uncovered/video/31-kreuzfahrtschiffe-das-unbekannte-leben-unter-deck-ganze-folge

BGS

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Re: Kreuzfahrten - Ausbeutung
« Antwort #39 am: 16:52:13 So. 11.August 2019 »
Die Kombination der Probleme Umwelt und Ausbeutung in Bezug auf Kreuzfahrten ist in der öffentlichen Diskussion angekommen:

...
Zitat
Kreuzfahrtschiffe - Das unbekannte Leben unter Deck

Kreuzfahrten - ein Business, das ordentlich boomt. Immer mehr Deutsche lassen sich es an Deck gut gehen. Aber wie sieht das Leben unterhalb des Decks aus? "Uncovered"-Reporter Thilo Mischke wirft ein Blick hinter die Kulissen. Auf den Philippinen lernt er das Geschäft mit den Seemännern kennen und mit Hilfe eines Maulwurfs bekommt er Einblicke in einen unbekannten Kosmos.

https://youtu.be/xcaC71h7vJQ
https://www.prosieben.de/tv/uncovered/video/31-kreuzfahrtschiffe-das-unbekannte-leben-unter-deck-ganze-folge

Die Videos sind in Skandinavien so nicht verfuegbar, leider.

MfG

BGS
"Ceterum censeo, Berolinensis esse delendam"

https://forum.chefduzen.de/index.php/topic,21713.1020.html#lastPost
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Fritz Linow

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Re: Kreuzfahrten - Ausbeutung
« Antwort #40 am: 16:04:35 Sa. 17.August 2019 »
Mehr Kreuzfahrtschiffe braucht die Welt. Bund und Land bürgen:

Zitat
16.8.19
Milliarden-Finanzierung für Kreuzfahrtschiffe steht

Der Bau von zwei riesigen Kreuzfahrtschiffen auf den MV-Werften in Wismar und Rostock ist finanziell gesichert. Nach den Zusagen von Bund und Land habe nun ein Bankenkonsortium ein milliardenschweres Finanzierungspaket geschnürt, teilte die Werftengruppe am Freitag mit.(...) Es ist für den asiatischen Markt bestimmt und soll bis zu 9.500 Passagieren Platz bieten.
https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/Milliarden-Finanzierung-fuer-Kreuzfahrtschiffe-steht,mvwerften212.html

Kuddel

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Re: Kreuzfahrten - Ausbeutung
« Antwort #41 am: 21:36:19 Sa. 17.August 2019 »


Wenn man selbst als Gast schon tagelang in einer ca. 15 qm-Kabine verbringt und das sogar teilweise ohne Fenster, lässt sich erahnen, wie mehrere tausend Mitarbeiter und Hilfskräfte in den unteren Etagen leben und schlafen müssen. Dort herrscht eine Art Zwei-Klassen-Gesellschaft: Einerseits die Mitarbeiter im organisatorischen Service-, Hotel- und Restaurantbereich und andererseits die einfachen Hilfskräfte. Letztere kommen größtenteils aus ärmeren Ländern wie Philippinen, Indien und Indonesien.

Eine 7-Tage-Woche mit 12 Stunden täglich gehört zum Alltag, Sozialleistungen und Überstunden werden in der Regel nicht gezahlt, Trinkgeld muss oft abgegeben werden und viele der einfachen Arbeiter verdienen gerade mal ein paar hundert Euro im Monat bei Saisonvertrag und vollem Einsatz – das sind bei vielen 1,50 bis 2,50 Euro Stundenlohn für ein Leben größtenteils ohne Tageslicht bei Klimaanlage und Kunstlicht!


Ein wirklich lesenswerter Blog:
7 triftige Gründe, keine Kreuzfahrt zu buchen
https://www.bravebird.de/blog/7-triftige-gruende-keine-kreuzfahrt-zu-buchen/

Fritz Linow

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Re: Kreuzfahrten - Ausbeutung
« Antwort #42 am: 16:51:18 Fr. 13.September 2019 »
Lesenswert:
Zitat
13.9.19
So hart ist die Arbeit auf Kreuzfahrtschiffen
https://www.ndr.de/nachrichten/So-hart-ist-die-Arbeit-auf-Kreuzfahrtschiffen,kreuzfahrt754.html

Pünktlich zu den Cruise Days in Hamburg:
Demo gegen die Cruise Days 2019 in Hamburg - Landungsbrücken 14.09.19 - ab 18 Uhr
https://de.indymedia.org/node/37311

Fritz Linow

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Re: Kreuzfahrten - Ausbeutung
« Antwort #43 am: 12:24:37 So. 15.September 2019 »
Durchaus bildmächtiger Protest bei den Cruise Days in Hamburg. Fehlt noch, dass sich der Himmel verfinstert:


Fritz Linow

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Re: Kreuzfahrten - Ausbeutung
« Antwort #44 am: 21:57:10 Di. 24.September 2019 »
Zitat
24.9.19
Umweltfreundliche Staatsbank? KfW-Bank finanziert Kreuzfahrtschiffe

Die Kreuzfahrtindustrie boomt, entsprechend werden neue Schiffe bestellt. Die staatseigene Bank KfW hat Kredite an Kreuzfahrt-Reedereien vergeben. Wie soll so "Klimapolitik" gelingen? (...)
https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/panorama3/Umweltfreundliche-Staatsbank-KfW-Bank-finanziert-Kreuzfahrtschiffe,panoramadrei3272.html