Autor Thema: Frankreich aktuell  (Gelesen 38231 mal)

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Re: Frankreich aktuell
« Antwort #375 am: 12:26:21 So. 31.März 2019 »
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

admin

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Re: Frankreich aktuell
« Antwort #376 am: 17:24:15 So. 31.März 2019 »
Ich habe gerade eine Mail aus Paris bekommen:

Zitat
...diesmal hat es einen semi-prominenten schwarzen Franzosen getroffen

... und daher wird darüber auch ziemlich prominent berichtet.

Ange wurde am Mittwoch von der Polizei angehalten, die glaubte, seine Personalien überprüfen zu müssen - wie es halt so üblich ist bei schwarzen oder arabischen Franzosen. Er wurde auf die Wache mitgenommen - und musste anschl. ins Krankenhaus eingeliegefert werden - how come -?, wo er am Fr. oder Sa starb. Seine Familie wusste tagelang nichts über seinen Verbleib.

https://fr.news.yahoo.com/justice-ange-artistes-famille-veulent-085615837.html
Übersetzung der deepl-Software:
Zitat


Ein Tod und Fragen. Am Samstag, den 30. März, packte viele Internetnutzer die Emotionen bei der Nachricht vom Tod von Angel Dibenesha, einem jungen Mann in den dreißiger Jahren. Verhaftet nach einer Polizeikontrolle am Mittwoch, 27. März, nur zwei Tage später hörte seine Familie von ihm.

Am Freitag informierte das Krankenhaus von La Pitié Salpêtrière seine Familie darüber, dass der junge Mann nach einem Herzinfarkt hirntot war und dass Ärzte dafür waren, die Behandlung einzustellen. Eine Entscheidung, die schließlich am Samstag am Ende des Tages getroffen wurde.

Die Umstände der Verhaftung des jungen Mannes und die Ereignisse zwischen seiner Kontrolle durch die Polizei und der Meldung seines Krankenhausaufenthaltes sind jedoch äußerst unklar, wie die Gemeinschaftsmedien Negro News berichten. Eine Situation, über die Hélène Sy, die Frau des Schauspielers und Aktivistin in sozialen Netzwerken für Gleichheit und soziale Gerechtigkeit, informieren wollte. 

Wie sie hatten mehrere Künstler in sozialen Netzwerken mobilisiert, um den Fall bekanntzumachen und Erklärungen über die Umstände des Todes von Ange Dibenesha zu erhalten. Mokobé, Youssoupha, die Schauspielerin Amelle Chahbi, aber auch Jok'air und Kalash haben das Keyword #JusticePourAnge auf Twitter weitergegeben.

    #JusticeForAge noch ein weiteres Drama, noch ein weiteres Unrecht, wann wird es aufhören? Eine trauernde Familie, eine Mutter, die versucht zu verstehen, was wirklich passiert ist, kondoliert der Familie, dass ihre Seele in Frieden ruht und... unterstützt Angel 
Der tägliche Rassismus von oben im Land der Menschenrechte, von liberté, égalité und fraternité.

"Justice pour ..." - Es gibt zahlreiche Komitees von Angehörigen solcher - jedoch weniger prominenter - Opfer der rassistischen Polizeigewalt, die sich v.a. in der Banlieue austobt, weitgehend unbemerkt von der franz. Öffentlichkeit. Eine Aufklärung und Strafverfolgung findet kaum statt bzw. wird rasch zugunsten der Täter abgeschlossen.

Mit den Gilets Jaunes hat sich etwas verändert: Auf einmal sind auch weiße Französinnen und Franzosen bei den Demos Opfer der Polizeigewalt geworden - und erkennen sich in denen aus der Banlieue wieder und diese in ihnen, und solidarisieren sich. Sie entdecken darüber hinaus, dass sie in mehr als einer Hinsicht von der diskriminierenden, entrechtenden, demütigenden, verächtlichen Politik des Staates betroffen sind und leisten gemeinsam Widerstand, ziehen dabei die gelbe Weste über oder auch nicht.   

Traurig, wütend und auch ein bisschen zuversichtlich,

Sophia

Kuddel

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Re: Frankreich aktuell
« Antwort #377 am: 14:25:06 Fr. 05.April 2019 »
Zitat
Proteste der Gelbwesten:
Der französische Verfassungsrat hält das Anti-Randalier-Gesetz für unzulässig


(dpa) Der französische Verfassungsrat hat einen bedeutenden Teil des neuen Anti-Randalier-Gesetzes einkassiert, mit dem die Regierung auf die Gewalt bei den «Gelbwesten»-Protesten reagiert hatte. Eine Bestimmung, die es Regierungsbeamten erlaubt, Menschen unter bestimmten Bedingungen von der Teilnahme an Demonstrationen auszuschliessen, sei unzulässig. Mit dem Anti-Randalierer-Gesetz wollte die französische Regierung die Ausschreitungen bei den Protesten der «Gelbwesten» in den Griff bekommen.

Das Gericht ist der Auffassung, dass die Bestimmung das Recht auf kollektive Meinungsäusserung in einer Weise verletzt, die «nicht angemessen, notwendig und verhältnismässig» ist. (...)
https://www.nzz.ch/international/proteste-der-gelbwesten-der-franzoesische-verfassungsrat-haelt-das-anti-randalier-gesetz-fuer-unzulaessig-ld.1472898

Kuddel

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Re: Frankreich aktuell
« Antwort #378 am: 18:45:09 Sa. 06.April 2019 »
Zitat
In Frankreich sind erneut viele Anhänger der "Gelbwesten" auf die Straße gegangen. Offizielle Teilnehmerzahlen für diesen 21. Protest-Samstag in Folge lagen zunächst nicht vor. Nach schweren Ausschreitungen in Paris vor drei Wochen galten in der Hauptstadt erneut stellenweise Demonstrationsverbote.
https://www.zdf.de/nachrichten/heute/-gelbwesten--demos-wieder-proteste-in-frankreich-100.html

Kuddel

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Re: Frankreich aktuell
« Antwort #379 am: 10:34:48 Do. 11.April 2019 »
Appell der 2. Versammlung der Versammlungen in Saint Nazaire vom 7. April 2019

Zitat
Wir, Gelbwesten aus lokalen Versammlungen, am 5., 6., und 7. April in Saint-Nazaire versammelt, appellieren an das gesamte Volk. Nach der ersten Versammlung der Versammlungen in Commercy führen etwa 200 anwesende Delegationen ihren Kampf gegen liberalen Extremismus, für Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit fort.

Trotz der repressiven Eskalation der Regierung, der Anhäufung von Gesetzen, die unsere Lebensbedingungen verschlechtern, unsere Rechte und Freiheiten zerstören, verwurzeln sich die Proteste, um das System, das von Macron verkörpert wird, zu verändern. Als einzige Antwort an die Gelbwesten-Bewegung und an die anderen kämpferischen Proteste gerät die Regierung in Panik und setzt eine autoritäre Wende entgegen. Seit fünf Monaten debattieren wir überall in Frankreich, auf den Kreisverkehren, Parkplätzen, Plätzen, Maut-Stationen, in den Demonstrationen und bei den Versammlungen, und wir kämpfen weiter gegen alle Formen der Ungleichheit und Ungerechtigkeit, und für Solidarität und Würde.

Wir fordern die Erhöhung der Löhne, der Renten und der Sozialleistungen zur Sicherung des Mindesteinkommens, sowie öffentliche Dienste für alle. Unsere Solidaritäten in Kämpfen adressieren wir besonders an die neun Millionen Personen, die unter der Armutsgrenze leben. Des Klimanotstands bewusst behaupten wir: Ende der Welt, Ende des Monats, gleiche Logik, gleicher Kampf.

Der Farce der großen Debatten und einer nicht-repräsentativen Regierung im Dienst einer privilegierten Minderheit gegenüber setzen wir die neuen Formen einer direkten Demokratie ein.

Das heißt konkret, wir erkennen, dass die Versammlung der Versammlungen Vorschläge aus lokalen Versammlungen erhalten und Leitlinien abgeben kann, wie die erste Versammlung der Versammlungen in Commercy es gemacht hat. Diese Leitlinien werden dann systematisch in den Ortsgruppen abgestimmt. Die Versammlung der Versammlungen bekräftigt ihre Unabhängigkeit den politischen Parteien und Gewerkschaften gegenüber und erkennt keinen selbstproklamierten Anführer an.

Wir haben alle drei Tage lang im Plenum und in thematischen Gruppen debattiert, Vorschläge für unsere Forderungen, Aktionen, Kommunikations- und Koordinierungsmittel ausgearbeitet. Wir wollen von Dauer sein und beschließen, eine neue Versammlung der Versammlungen im Juni zu organisieren.

Um das Kräfteverhältnis zu verstärken und die Bürger in Schlachtordnung gegen dieses System aufzustellen, ruft die Versammlung der Versammlungen zu Aktionen auf, deren Kalender demnächst auf eine digitale Plattform veröffentlicht sein wird.

Die Versammlung der Versammlungen ruft dazu auf, die souveränen Bürgerversammlungen zu verstärken und zu verbreiten, und Neue zu schaffen. Wir fordern alle Gelbwesten dazu auf, diesen Aufruf und die Schlussfolgerungen unserer Vollversammlung zu verbreiten. Die Ergebnisse der Diskussionen, die im Plenum geführt wurden, werden zu den Aktionen und Überlegungen der Versammlungen beitragen.

Wir setzen mehrere Aufrufe in die Welt – zu den Europawahlen, zu den lokalen Bürgerversammlungen, gegen Repression, und für die Aufhebung der Strafen gegen gefangene und verurteilte Gelbwesten. Es scheint uns nötig, uns einen Zeitraum von drei Wochen zu nehmen, um die gesamten Gelbwesten zu mobilisieren und diejenigen zu überzeugen, die es noch nicht sind. Wir rufen zu einer gelben Aktionswoche ab den 1. Mai auf.

Wir laden all diejenigen, die der Inbeschlagnahme des Lebenden ein Ende setzen wollen, dazu ein, den Konflikt mit dem aktuellen System zu akzeptieren, um gemeinsam, mit allen nötigen Mitteln, eine neue soziale und umweltfreundliche Volksbewegung zu schaffen. Die Vermehrung der aktuellen Kämpfe fordert uns dazu auf, die Aktionseinheit zu suchen.

Wir rufen auf, gemeinsam auf allen Ebenen des Territoriums zu kämpfen, um die Erfüllung unserer sozialen, steuerlichen, ökologischen und demokratischen Forderungen zu erringen. Wir sind davon bewusst, dass wir ein globales System bekämpfen müssen, und gehen davon aus, dass wir aus dem Kapitalismus austreten müssen. So bauen wir dieses „alle zusammen“ auf – die Parole, die wir ausrufen, und die alles möglich macht. Wir bauen alle zusammen auf allen Ebenen des Territoriums. Schaut uns nicht zu, reiht euch ein. Die Macht des Volkes, von dem Volk, für das Volk.”

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Re: Frankreich aktuell
« Antwort #380 am: 11:22:09 Do. 11.April 2019 »
Sehr gut!
Politik ist der Spielraum, den die Wirtschaft ihr lässt.
Dieter Hildebrandt
Es ist kein Zeichen geistiger Gesundheit, gut angepasst an eine kranke Gesellschaft zu sein.
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Kuddel

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Re: Frankreich aktuell
« Antwort #381 am: 19:11:50 Sa. 13.April 2019 »
Zitat
Neue Gewalt bei "Gelbwesten"-Protesten

Bei neuen Protesten der "Gelbwesten"-Bewegung ist es in der südwestfranzösischen Stadt Toulouse zu Zusammenstößen zwischen Polizei und Demonstranten gekommen.

Die Polizei setzte Tränengas ein, um ein Demonstrationszug am Betreten der Innenstadt zu hindern, wie AFP-Reporter berichteten. Ein Bauwagen und ein Kleinlaster wurden in Brand gesetzt. Es habe Festnahmen gegeben, teilte die Polizei mit.

In Paris und anderen Städten blieben die Proteste weitgehend ruhig, die Polizei meldete aber 15 vorübergehende Festnahmen und 5885 Personen- und Fahrzeugkontrollen in Paris. Die Proteste richteten sich auch gegen ein neues Gesetz, das der Polizei mehr Durchgriffsrechte im Umfeld von Demonstrationen verleiht. Es beinhaltet ein Vermummungsverbot mit Gefängnisstrafen von bis zu einem Jahr für Personen, die bei Demonstrationen ohne einen legitimen Grund ihrer Gesichter verhüllen.
https://www.tagesschau.de/ausland/frankreich-gelbwesten-129.html

counselor

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Re: Frankreich aktuell
« Antwort #382 am: 08:52:10 So. 14.April 2019 »
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Kuddel

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Re: Frankreich aktuell
« Antwort #383 am: 09:20:38 So. 14.April 2019 »
Zitat
Wir fordern die Erhöhung der Löhne, der Renten und der Sozialleistungen zur Sicherung des Mindesteinkommens, sowie öffentliche Dienste für alle. Unsere Solidaritäten in Kämpfen adressieren wir besonders an die neun Millionen Personen, die unter der Armutsgrenze leben. Des Klimanotstands bewusst behaupten wir: Ende der Welt, Ende des Monats, gleiche Logik, gleicher Kampf.
...
Wir rufen auf, gemeinsam auf allen Ebenen des Territoriums zu kämpfen, um die Erfüllung unserer sozialen, steuerlichen, ökologischen und demokratischen Forderungen zu erringen. Wir sind davon bewusst, dass wir ein globales System bekämpfen müssen, und gehen davon aus, dass wir aus dem Kapitalismus austreten müssen. So bauen wir dieses „alle zusammen“ auf...

Ich bin beeindruckt. Es wird nicht nur über einen Mißstand geschimpft, es werden Zusammenhänge aufgezeigt.

Die Radikalität der Forderungen liegt darin, daß man nicht nur auf Probleme hinweist, sondern deren Lösung erreichen will und bereit ist, sich mit den Ursachen auseinanderzusetzen und den Kampf aufzunehmen. Es sind keine Forderungen aus einem (linken) Elfenbeinturm, sondern aus einer realen Bewegung mit einer breiten Basis heraus.

Kuddel

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Re: Frankreich aktuell
« Antwort #384 am: 13:22:27 Mo. 15.April 2019 »
Hierzulande versucht man sie einfach totzuschweigen.

Bestenfalls veröffentlicht man so etwas:
Zitat
Schwache Beteiligung an Gelbwesten-Protest
In ihrer 22. Woche haben die Demonstrationen der französischen Gelbwesten keinen großen Zulauf mehr. Toulouse war das Zentrum der Proteste – und der Gewalt.
https://www.zeit.de/politik/ausland/2019-04/frankreich-gelbwesten-proteste-toulouse

In dem Bericht steht auch: "Landesweit waren es insgesamt 31.000 Demonstranten – etwas mehr als eine Woche zuvor".

Kuddel

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Re: Frankreich aktuell
« Antwort #385 am: 13:51:10 Mo. 15.April 2019 »
P.S.: Mit "etwas mehr als eine Woche zuvor" ist ein Plus von rund 40% gemeint (22.300 letzte Woche).

Troll

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Re: Frankreich aktuell
« Antwort #386 am: 17:07:02 Mo. 15.April 2019 »
Es soll ausgesessen werden, nicht angenommene Alibi-Zugeständnisse von Macron sollen die Unvernünftigkeit der Gelbwesten aufzeigen, nicht Kompromissfähig. Das es nicht um 1 % hoch oder runter von irgend etwas geht will man immer noch nicht wahrhaben bzw. akzeptieren, es kann gar keinen Kompromiss aus Macrons Gedankenwelt geben der für die Gelbwesten akzeptabel wäre.
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Re: Frankreich aktuell
« Antwort #387 am: 20:06:17 Mo. 15.April 2019 »
Auch 31000 sind zu wenig. Macron wird die Proteste aussitzen.
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Frieden2001

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Re: Frankreich aktuell
« Antwort #388 am: 23:41:01 Mo. 15.April 2019 »
Macron wird wahrscheinlich durch den Brand von Notre Dame und seiner eben sehr emotional (und widerlich pathetisch) gehaltenen Ansprache wieder gewaltigen Zulauf bekommen. Ich finde die Kirche als Gebäude wunderschön, mit der Kirche als Institution halte ich es aber nicht. Mal schauen, ob er jetzt noch rigoroser gegen die Gelbwesten vorgeht, oder ob man jetzt - die breite Bevölkerung - erst recht müde wird, was das Thema betrifft.

Tiefrot

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Re: Frankreich aktuell
« Antwort #389 am: 23:52:50 Mo. 15.April 2019 »
Das würde mich etwas wundern.
Auch in Frankreich sind Religion und Alltag zwei Sachen.
Denke dran: Arbeiten gehen ist ein Deal !
Seht in den Lohnspiegel, und geht nicht drunter !

Wie bekommt man Milllionen von Deutschen zum Protest auf die Straße ?
Verbietet die BILD und schaltet Facebook ab !