Autor Thema: Bundesagentur für Arbeit/Jobcenter als Sklavenhändler  (Gelesen 5030 mal)

Kuddel

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Bundesagentur für Arbeit/Jobcenter als Sklavenhändler
« am: 21:20:24 Mo. 14.August 2017 »
Zitat


… Immer mehr offene Stellen, die bei der Arbeitsagenturen oder den Jobcentern gemeldet sind, kommen von Leiharbeitsfirmen. Und offensichtlich befinden sich die Agenturen und Jobcenter in einer win-win-Situation mit den Leiharbeitsfirmen, wenn diese Arbeitslose einstellen – und sei es eben auch nur, was der Regelfall ist, kurzfristig: Denn jede Einstellung bei einer Leiharbeitsfirma gilt als “Integration” in Erwerbsarbeit und bekommt in der Statistik das gleiche Zählungsgewicht wie die oftmals mühsame, auf alle Fälle erheblich aufwendigere Vermittlung in eine normale, unbefristete Beschäftigung in einem normalen Unternehmen…
http://www.labournet.de/?p=22202

Tiefrot

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Re:Bundesagentur für Arbeit/Jobcenter als Sklavenhändler
« Antwort #1 am: 18:10:29 Mi. 16.August 2017 »
Hm, grundsätzlich nichts Neues.
Seit der Sklavenhandel keiner Regulierung mehr unterliegt, läuft es so.
Die Jokecenter haben seitdem auch ihre Verträge mit den Sklavenhändlern.
Zahlen sind speziell im JC alles !  X( kotz

[Nachtrag:] [Ironie on] Denkt doch auch an die vielen Aktionäre der Sklavenhändler !
Wer soll deren Dividenden erarbeiten ? Die Geldsäcke verhungern doch sonst !  8o [Ironie off]
Die Jobcenter kriegen davon auf sicher noch Prozente, mein Wort drauf.
Für lau knien die sich nicht so rein.
Denke dran: Arbeiten gehen ist ein Deal !
Seht in den Lohnspiegel, und geht nicht drunter !

Wie bekommt man Milllionen von Deutschen zum Protest auf die Straße ?
Verbietet die BILD und schaltet Facebook ab !

Kuddel

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Re: Bundesagentur für Arbeit/Jobcenter als Sklavenhändler
« Antwort #2 am: 17:34:55 Mo. 15.April 2019 »
Zitat
Jobcenter vermitteln 30 Prozent der Arbeitssuchenden an Zeitarbeitsfirmen. Eine Quote, die nach Ansicht der Grünen viel zu hoch ist. Befristete Jobs führten selten in eine Festanstellung - und schaden gut qualifizierten Arbeitnehmern.

Mitte 2018 hatten 37,8 Millionen Menschen in Deutschland eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. Etwas mehr als eine Million von ihnen war bei Zeitarbeitsfirmen angestellt, das entspricht 2,7 Prozent. Leiharbeit also ist kein großer Sektor auf dem deutschen Arbeitsmarkt.

Aber eine große Rolle spielt die Leiharbeit bei der Bundesagentur für Arbeit (BA). Denn im vergangenen Jahr wurden 30 Prozent der Personen, denen die BA einen neuen Job besorgte, an Zeitarbeitsfirmen vermittelt. Das lässt sich als Beleg für die Bedeutung dieser Branche bei der Arbeitsmarktintegration von Jobsuchenden deuten.

Fraglich ist, ob diese Integration von Dauer ist. Denn mit vielen der dortigen Anstellungen ist es schnell wieder vorbei. Im ersten Halbjahr 2018 hatte von den knapp 780.000 beendeten Beschäftigungsverhältnissen bei Zeitarbeitsfirmen ein Viertel nicht einmal einen Monat gedauert. Weniger als ein halbes Jahr war es bei insgesamt 59 Prozent der Fälle.

Zwar wurden manche dieser Beschäftigten von den Entleiherfirmen übernommen. Aber weil dieser sogenannte Klebeeffekt nach Expertenschätzungen maximal 30 Prozent der Leiharbeiter betrifft, mussten sich die meisten nach dem Ende der Zeitarbeit einen neuen Job suchen.
...
Das mittlere Monatsbruttoeinkommen (Median) von Fachkräften betrug im Jahr 2018 in der Zeitarbeitsbranche 2209 Euro, es lag damit mehr als 700 Euro unter dem entsprechenden Gehalt im Durchschnitt aller Branchen. Bei Helfern wird der Unterschied zwischen den Leiharbeitern und den vergleichbaren Beschäftigten des Gesamtspektrums in der Antwort der Bundesregierung mit 1594 zu 2117 Euro angegeben, bei Spezialisten mit 3579 zu 4210 Euro.
...
https://www.welt.de/politik/deutschland/article191013015/Arbeitslose-In-der-Leiharbeit-durch-Helfertaetigkeiten-dequalifiziert.html#

BGS

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Re: Bundesagentur für Arbeit/Jobcenter als Sklavenhändler
« Antwort #3 am: 06:26:37 Di. 16.April 2019 »
Allein das "das mittlere Monatsbruttoeinkommen von Fachkräften 2018 in der Zeitarbeitsbranche 2209 Euro" war, ist Betrug und eine Frechheit!

MfG aus Treibeis und Schneeresten

BGS
"Ceterum censeo, Berolinensis esse delendam"

http://www.chefduzen.de/index.php?topic=21713.msg298043#new
(:DAS SINKENDE SCHIFF DEUTSCHLAND ENDGÜLTIG VERLASSEN!)

Onkel Tom

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Re: Bundesagentur für Arbeit/Jobcenter als Sklavenhändler
« Antwort #4 am: 08:02:16 Di. 16.April 2019 »
Zitat
...
Das mittlere Monatsbruttoeinkommen (Median) von Fachkräften betrug im Jahr 2018 in der Zeitarbeitsbranche 2209 Euro
...

Welche Jobs anbei zur Errechnung eines Median herangezogen wurde, wird verschwiegen.. Haben die auch die Löhne
von Disponennten etc. mit einbezogen ?

Lauteste Mukke in Leihbuden sind so um 1150 Eur brutto (38,5h/woche), was Einstiegslohn angeht..  :o
Lass Dich nicht verhartzen !

tleary

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Re: Bundesagentur für Arbeit/Jobcenter als Sklavenhändler
« Antwort #5 am: 04:33:30 Di. 30.April 2019 »

Welche Jobs anbei zur Errechnung eines Median herangezogen wurde, wird verschwiegen.. Haben die auch die Löhne
von Disponennten etc. mit einbezogen ?

Lauteste Mukke in Leihbuden sind so um 1150 Eur brutto (38,5h/woche), was Einstiegslohn angeht..  :o
Die meisten bei Leiharbeitsfirmen beschaeftigten werden doch sowieso nur als "Helfer" zum Mindestlohn (oder ein paar Cent darueber) eingestellt, auch wenn sie ehemals vielleicht einmal einen Beruf erlernt haben. Argument: "Qualifikation veraltet".

Ich schaetze, dass als "Facharbeiter" maximal 20 %, und als "Experten" dann nochmal 3 % der gesamten Leiharbeiterschaft eingestuft werden.
»Wir wissen, so wie es ist, kann es nicht weiter gehen. Aber es geht weiter.«
(Autor unbekannt)

Onkel Tom

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Re: Bundesagentur für Arbeit/Jobcenter als Sklavenhändler
« Antwort #6 am: 11:33:48 Di. 30.April 2019 »
Wo kommt das überhaupt her, das das Mobcenter gerade mal 30% in Leiharbeit
vermittelt, äh besser gesagt hinein zwingt ?
Wie soll das funzen ? Die Mobbörse läuft schon über vor lauter Leiharbeit und ich
glaube, das da jemand mit der Rasierklinge gearbeitet hat, um aus einer 8 eine
3 hervor zu zaubern.

Ich werde jetzt jedoch nicht mein Arschamtarchiv durchchekken, wie hoch der
Unterschied zu Vermittlungsvorschlägen zwichen "normalen" Arbeitsplätzen und
Leiharbeit war.. Erinnerungstechnich bin ich mit der "Rasierlkinge" wohl näher
dran, was Fakten angeht.

Ach ja, Es gibt keine "Helfer".. Sie werden schöngefärbt in Arbeitsverträgen bei
Leihbuzzen als "Gewerblicher Mitarbeiter" eingestellt.. Das ist der Preis für Multi-
flexibelisierung. Kopfkratzkratz.. Gab doch eine Superheldin Namens Multiflex.

 ::)

Bäh, da gibt es nur eine Lösung.. Leiharbeit verbieten !
Lass Dich nicht verhartzen !

dagobert

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Re: Bundesagentur für Arbeit/Jobcenter als Sklavenhändler
« Antwort #7 am: 01:05:14 Mi. 01.Mai 2019 »
Wo kommt das überhaupt her, das das Mobcenter gerade mal 30% in Leiharbeit
vermittelt, äh besser gesagt hinein zwingt ?
Wie soll das funzen ? Die Mobbörse läuft schon über vor lauter Leiharbeit und ich
glaube, das da jemand mit der Rasierklinge gearbeitet hat, um aus einer 8 eine
3 hervor zu zaubern.
Da werden einfach alle die sich selber einen Job gesucht haben, als "vermittelt" mitgezählt.

Bäh, da gibt es nur eine Lösung.. Leiharbeit verbieten !
Keine Einwände.