Autor Thema: G20 in Hamburg  (Gelesen 42528 mal)

Kuddel

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Re:G20 in Hamburg
« Antwort #255 am: 11:59:06 Do. 28.Dezember 2017 »
AM 3.1. UM 8 UHR 30 WIRD DAS VERFAHREN GEGEN FABIO V. FORTGESETZT: IM AMTSGERICHT ALTONA, MAX BRAUER-ALLEE.
Bitte rechtzeitig da sein wegen Personenkontrolle

Fabio: „Ich habe gegen die G20 protestiert, weil es gerecht ist, das zu tun!“
https://perspektive-online.net/2017/12/fabio-ich-habe-gegen-die-g20-protestiert-weil-es-gerecht-ist-dass-zu-tun/#more-9374

Jagdszenen (nicht fiktiv) aus Niederbayern sondern (real) aus Hamburg
Von Heribert Prantl (SZ), 4 Minuten
http://pix.sueddeutsche.de/video_fs/sde/6/4/64D5BB70-DE19-46FB-9AE9-502CA4E733F9.mp4

Kuddel

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Re:G20 in Hamburg
« Antwort #256 am: 09:22:51 Sa. 07.April 2018 »
Zitat
Polizeiführung rechtfertigt sich für G20
Autonome selber schuld

Im G20-Sonderausschuss sagt Hamburgs Innensenator Andy Grote (SPD), die Polizei habe losgeknüppelt, um friedliche Demonstranten vor Vermummten zu schützen.


Sieben zähe Stunden haben die Abgeordneten des G20-Sonderausschusses und die Polizeiführung am Donnerstagabend im Hamburger Rathaus getagt. Das ist ziemlich anstrengend, denn das Vokabular derer, die sich rechtfertigen müssen, ist technisch und bürokratisch: Da ist die Rede von Kräften, die von hier nach dort „verbracht werden mussten“, um „eine Separation vorzunehmen“, mit dem Ziel, „das Kräftepotenzial der Gegenveranstaltung zu halbieren“.

Auf die Nachfrage nach einem Deeskalationskonzept sagte der Senator: „Die Polizei hat kein Deeskalationskonzept.“
http://www.taz.de/Polizeifuehrung-rechtfertigt-sich-fuer-G20/!5494425/

Onkel Tom

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Re:G20 in Hamburg
« Antwort #257 am: 12:28:05 Fr. 13.April 2018 »
Für Leute, die es besonders interessiert, was bei der Nachbearbeitung
a la Sonderausschuss zum G20 Gipfel der Hamburger Bürgerschaft
kommuniziert wird..

Protokoll vom Februar 2018..

http://www.buergerschaft-hh.de/ParlDok/dokument/61349/protokoll-der-%C3%B6ffentlichen-sitzung-des-sonderausschusses-gewaltt%C3%A4tige-ausschreitungen-rund-um-den-g20-gipfel-in-hamburg-.pdf

Unter dem Suchbegriff "Protokoll Sonderausschuss zu G20" lassen sich weitere finden.
Lass Dich nicht verhartzen !

Troll

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Re: G20 in Hamburg
« Antwort #258 am: 19:24:33 Fr. 26.April 2019 »
Zitat
Die G20-Gerichts-Nachbearbeitung stellt sich als unerwartet schwierig vor. Vor allem, weil die Richter plötzlich erstmalig (?) den Eindruck haben, dass sie den Polizisten nicht einfach deren Darstellung glauben können. Der Artikel ist voller Money Quotes:

In einem Beschluss der zuständigen Strafkammer des Landgerichts Hamburg soll es heißen, auf das "geschriebene Wort" sei "wenig Verlass". [...]

Nach Recherchen des NDR sollen Zeugen bei ihrer Vernehmung während der Hauptverhandlung Aussagen entschieden bestritten haben, die die Polizei in deren Namen in der Ermittlungsakte vermerkt hatte. [...]

Die Richter sind nach der Vernehmung des Ermittlungsführers der Polizei außerdem zu dem Schluss gekommen, dass auf dessen Abschlussbericht "nur wenig gestützt werden kann", nachdem der Beamte in seiner Vernehmung selbst angebliche Ermittlungsergebnisse als "Arbeitshypothesen" bezeichnet hatte.

Au weia. Da sieht man mal, wie sicher sich die Polizei normalerweise vor Gericht sein kann, mit ihren Behauptungen einfach durchzukommen. Das ist für dich ja jetzt auch eher ungewohnt.

Es ist so krass, dass das Gericht nicht mal den Videos der Polizei glauben wollte!

Auch die Videos vom Aufmarsch auf der Elbchaussee während des G20-Gipfels seien nicht so aussagekräftig, wie es zuerst schien. Das gelte besonders dann, wenn man die Videos ohne die - aus Sicht der Richter - "suggestiven Bearbeitungen" der Polizei anschaue.

Heilige Scheiße! Na ich hoffe mal, dass das Schule macht!

Wie schön die Welt sein könnte, wenn solche Dinge rein evidenzbasiert entschieden würden!

Quelle: Fefes Blog

Politik ist der Spielraum, den die Wirtschaft ihr lässt.
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Onkel Tom

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Re: G20 in Hamburg
« Antwort #259 am: 10:35:51 Sa. 27.April 2019 »
Nu das hat man davon, das die Bullerei sich als "abgesprochen" und "verbiegend"
erkenntlich gezeigt hat..

Dies lässt sich auch an den Abschussbericht der Partei Die Linke zum G20-Sonderausschuss
erkennen.. Rasannter Lesestoff dazu hier..

https://www.linksfraktion-hamburg.de/13980-2/
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Re: G20 in Hamburg
« Antwort #260 am: 10:52:05 Mi. 20.November 2019 »
Moin,

heute beginnt die Verhandlung über den Entzug der Akkreditierung für JournalistInnen, es gibt wohl 9 Klagen die darin bestehen, dass diese Akkreditierungen rechtswidrig gewesen sein sollen.
Zitat
Berlin. Die umstrittenen nachträglich entzogenen Akkreditierungen von Journalisten beim G20-Gipfel im Juli 2017 in Hamburg werden ein Fall fürs Gericht. Heute (10.00 Uhr) beginnt in Berlin die Verhandlung zu zwei Klagen von Journalisten gegen die Bundesrepublik, wie das Verwaltungsgericht in der Hauptstadt ankündigte. Die Kläger wollen demnach erreichen, dass das Gericht feststellt, dass der Entzug ihrer Akkreditierung rechtswidrig war. Bei einer Akkreditierung handelt es sich um eine Zulassung für Journalisten zu Terminen, die im Vorfeld angemeldet werden muss.
 
Es ist nach Gerichtsangaben das erste Mal, dass Klagen zu den nachträglich entzogenen Akkreditierungen beim G20-Gipfel verhandelt werden. Insgesamt liegen dem Verwaltungsgericht, das wegen des Dienstsitzes des Presse- und Informationsamts der Bundesregierung zuständig ist, neun Klagen vor. Die Zahl der entzogenen Akkreditierungen lag nach früheren Angaben der Bundesregierung bei 32.
https://www.morgenpost.de/berlin/article227696635/Prozess-um-entzogene-Akkreditierungen-bei-G20-Gipfel-2017.html