Industrie & Handwerk & Agrar > Leiharbeit, bzw. moderner Sklavenhandel

Leiharbeit in der Gesundheitsindustrie

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Fritz Linow:

--- Zitat ---22.4.21
bpa: Zeitarbeit ist kein Teil der Regelversorgung in der Pflege

Verband kritisiert mangelndes Engagement von Sozialbehörde und Vertragspartnern

Zeitarbeit in der Pflege sorgt für steigende Kosten, belastet die Stammbelegschaften in den Einrichtungen und Diensten und verschärft den Fachkräftemangel. Die hamburgische Landesgruppe des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) setzt sich erneut für klare Signale gegen Zeitarbeit in der Pflege ein und kritisiert die Untätigkeit der Sozialbehörde sowie der übrigen Vertragspartner: „Im Oktober letzten Jahres haben wir das Thema im Landespflegeausschuss angesprochen und vor den kritischen Auswirkungen der Zeitarbeit gewarnt. Unsere Stellungnahme wurde entgegengenommen. Jetzt ist Zeit zu handeln“, stellt die bpa-Landesvorsitzende Karin Kaiser klar. „Die Sozialbehörde und die übrigen Vertragspartner hatten sechs Monate Zeit, um klare Signale gegen Zeitarbeit zu setzen. Nach wie vor fließt unnötig viel Geld aus der Pflege ab – zulasten der Pflegebedürftigen, der öffentlichen Kassen und nicht zuletzt der Pflegenden.“
(...)
--- Ende Zitat ---
https://www.bpa.de/News-detail.12.0.html?&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=8377&cHash=1fce393af24bb766041805dbc2ed8bdd

Fritz Linow:
Leiharbeit in der Pflege frisst bekanntlich den Klinikbetreibern die Haare vom Kopf. Konsequenterweise schließen sie sich zusammen und gründen eigene Leihklitschen, wie zum Beispiel in Baden-Württemberg der Klinikverbund QuMiK:


--- Zitat ---Um auf die Folgen des Fachkräftemangels im Krankenhauswesen besser reagieren zu können, wurde von den QuMiK-Gesellschaftern beschlossen, eine eigene Personalagentur zu gründen, die Lumis Südwest GmbH. Dies ist eine von der QuMiK GmbH unabhängige Gesellschaft, deren Gesellschafter allerdings ausschließlich QuMiK-Gesellschafter sein sollen. Die Lumis Südwest GmbH soll die Personalverleihung über die QuMiK-Krankenhäuser hinweg organisieren und die beteiligten Kliniken bedarfsgerecht bedienen. Gegenstand des Unternehmens ist die Erbringung von Personaldienstleistungen, insbesondere durch Arbeitnehmerüberlassung und Personalvermittlung.
--- Ende Zitat ---
https://landratsamt-heilbronn.ratsinfomanagement.net/sdnetrim/UGhVM0hpd2NXNFdFcExjZXwanDO-0cs_ADbtQ2egCFdF-r66BeX21o4pizHv8bvK/Vorlage_KT_1-2021.pdf

Die Lumis Südwest GmbH verspricht alles, was die anderen Klitschen auch versprechen, bessere Arbeitszeiten, Einsatzdauer usw., Verleiher und Entleiher sind dabei dieselbe Suppe. Die Verlockung, durch den Einsatz von Leiharbeit die Belegschaft spalten zu können, scheint zu groß zu sein, ansonsten könnten die Kliniken ja auch selbst bessere Arbeitsbedingungen anbieten.
https://www.lumis-suedwest.de/

Fritz Linow:
Schreckliches Intro, Podcast halt, trotzdem interessant, weil anscheinend Beschäftigte darüber reden:


--- Zitat ---Das Thema der Leiharbeit erhitzt stellenweise die Gemüter in der Pflege. Dabei ist es mittlerweile völlig normal, das Kliniken Leiharbeiter:innen einsetzen. Natürlich auch auf Intensivstationen. Carsten Hermes hat sich in seiner Masterarbeit diesem Thema gewidmet und berichtet in dieser Folge, was die Motive sind, weshalb sich Menschen für die Arbeitnehmerüberlassung entscheiden und warum dies ein florierendes Geschäft ist.
--- Ende Zitat ---
https://ekg.letscast.fm/episode/leiharbeit-auf-intensivstationen-mit-carsten-hermes

Tiefrot:
Das sich die Leihsklaverei wie Krebs ausbreitet hat damit zu tun,
das ein AG für "seine" Belegschaft auch eine soziale Verantwortung übernimmt.

Genau das ist aber komplett aus der Mode gekommen.

Kommt noch hinzu, das viele Ausleiher einen Arsch voll Spekulanten füttern müssen.
Die Sklavenhändler ebenso. Das betrifft nicht nur Krankenhäuser.
So verkommt nicht nur die Arbeitskraft, sondern der Mensch an sich zur Ware.

Heuern und Feuern, zur mehrfachen Spekulantenfütterung.  :Q

Fritz Linow:
Eine Untersuchung aus England ergab, dass Patienten eine erhöhte Sterbegefahr haben, wenn sie 1.5 Stunden am Tag von Leiharbeitskräften gepflegt werden:
https://sigmapubs.onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/jnu.12537

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