Autor Thema: Gig Economy - besonders hip, besonders scheiße  (Gelesen 5532 mal)

Kuddel

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Re: Gig Economy - besonders hip, besonders scheiße
« Antwort #15 am: 16:33:56 So. 12.Mai 2019 »
Zitat
Digitale Ausbeutung


Shoshana Zuboff untersucht in ihrem neuen Buch die Frage, wie persönliche Daten zu Kapital werden.

Der Kapitalismus begann mit einem Überschuss an maschineller Energie und menschlicher Arbeitskraft. Aus Millionen verarmten Landbewohnern wurde billiges Humankapital. Was früher die Arbeitskraft, so die These von Shoshana Zuboff, sind heute die persönlichen Daten – der "Verhaltensüberschuss", wie die emeritierte Professorin der Harvard Business School es nennt.

Die Folge ist gleich: Gewaltige Machtmonopole entstehen und damit einhergehend extreme soziale Ungleichheit. Ihr Werk ist nicht das erste zu diesem Thema. Der große Bogen und ihre zornige Forderung nach einer neuen Arbeiterbewegung machen es dennoch zu einer wertvollen Lektüre.

Produkt: Das Zeitalter des Überwachungskapitalismus
Hersteller: Campus Verlag
Preis: 29,95 Euro (E-Book: 25,99 Euro)
https://www.heise.de/tr/artikel/Digitale-Ausbeutung-4348040.html

Kuddel

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Re: Gig Economy - besonders hip, besonders scheiße
« Antwort #16 am: 11:51:47 Mo. 03.Juni 2019 »
Zitat
Uber:
"Wirst du zu schlecht bewertet, kannst du gefeuert werden"
Wer für die App Uber fährt, hat einen Algorithmus zum Chef.
https://www.zeit.de/digital/2019-05/alex-rosenblat-forscherin-uber-arbeitsbedingungen-fahrer

Kuddel

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Re: Gig Economy - besonders hip, besonders scheiße
« Antwort #17 am: 14:03:00 Mi. 26.Juni 2019 »
Zitat
Appsolute Ausbeutung



Die Apps von Uber (Eat) und Lieferando/ Deliveroo sind weithin bekannt und werden gerade in Städten wie Berlin viel genutzt. App-basierte Dienstleistungen wie Uber (Eat) sowie Lieferando/ Deliveroo sind dabei mitverantwortlich für einen rasanten Abbau von Arbeitsstandards und unterbieten systematisch im Dienstleistungssektor viele Mitbewerber. Dies geschieht beispielsweise durch Niedriglöhne und Nichteinhaltung von Arbeitsrechten. Gegen sich stetig verschlechternde Arbeitsbedingungen und erschwerter gewerkschaftlicher Organisierung regt sich breiter Widerstand. Prominent sind die Kämpfe gegen die geplante Liberalisierung des Taxigewerbes zugunsten des Anbieters Uber, die im April kurzzeitig die Zufahrtswege zum Flughafen Tegel blockierten. Auch die Kämpfe von Fahrer*innen der Online-Lieferdienste Lieferando/ Deliveroo gegen unwürdige Arbeitsverhältnisse sind hoch aktuell. Wie organisieren sich Arbeiterinnen im Kampf gegen APP-basierte Unternehmen? Was können wir daraus lernen und wie können wir Solidarität zeigen? Wir kommen in den Austausch mit kämpferischen Kolleginnen der AG Taxi (ver.di)  der Kampagne Deliverunion externer Link (Basisgewerkschaft FAU).
http://www.labournet.de/?p=150739

Kuddel

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Re: Gig Economy - besonders hip, besonders scheiße
« Antwort #18 am: 10:28:25 So. 29.September 2019 »
Zitat
Der neue Taylorismus
Monoton, kleinteilig, unterbezahlt:
Klickarbeit als digitale Fließbandarbeit

Tausende Arbeiter verrichten kleinste Jobs gegen Centbeträge. Das hilft Unternehmen, Kosten zu sparen. Ökonominnen zeigen: Das System hat Tücken.


Vermittelt von Internetplattformen und Apps ist in den vergangenen Jahren ein neuer Arbeitsmarkt entstanden: Arbeiter und Auftraggeber finden dort für kleinste Jobs zusammen. Manchmal geht es nur um Minuten, die gearbeitet werden, einige Jobs lassen sich in Sekunden erledigen. Gezahlt werden dann Centbeträge.

Seit Juni sind viele dieser Jobs nicht mehr erlaubt. Das "Gesetz gegen illegale Beschäftigung und Sozialleistungsmißbrach" verbietet es, Arbeitskraft als Tagelöhner im öffentlichen Raum aunzubieten, oder solche Angebote in Anspruch zu nehmen.
[Bezahlschranke]
https://www.handelsblatt.com/politik/international/der-neue-taylorismus-monoton-kleinteilig-unterbezahlt-klickarbeit-als-digitale-fliessbandarbeit/25063148.html