Wat Noch > Angriffe auf ArbeiterInnenvertretungen

Abmahnungen gegen Siemens Betriebsrat

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Kuddel:

--- Zitat ---

... Der Betriebsrat Felix Weitenhagen wurde wegen Informationsgesprächen mit Mitarbeitern von der Geschäftsleitung zweimal abgemahnt. Weil er seine Meinung gegen ein Contischichtmodell (7 Tagewoche, 21 Schichten) vertritt, wird ihm mit Kündigung und Amtsenthebung aus dem Betriebsrat gedroht. Seinen KollegInnen und ihm wurden Informationsgespräche untersagt. Vertrauliche Gespräche mit dem Betriebsrat sind aber ein grundlegendes Recht. Die Amtsausübung von Felix wird behindert. Der Siemens Geschäftsleitung passt es nicht, dass sich Kollegen und Felix gegen die Einführung der Samstag- und Sonntagarbeit stellen. Die anhaltende Kritik wird als Verleumdung und Störung des Betriebsfriedens dargestellt. Mit konstruierten Behauptungen von persönlichem Fehlverhalten versucht Siemens den Kündigungsschutz von Felix Weitenhagen als Betriebsrat zu attackieren. Aktuell wurden ihm eine dritte und vierte Abmahnung übergeben. Damit wird ein Betriebsrat bei Siemens unterdrückt...
--- Ende Zitat ---
http://www.solikreis-felix-weitenhagen.de/

admin:


--- Zitat ---Solidaritätskreis Felix Weitenhagen                                                                                           
                                                                         
                                         13.11.17 Pressemitteilung

Siemens verliert erneut gegen kämpferische
Gewerkschafts- und Betriebsratsarbeit

Der Ausgangspunkt für die Abmahnungswelle gegen den Betriebsrat Felix
Weitenhagen seit 2015 war der Kampf gegen die Einführung von Samstags-
und Sonntagsarbeit im Siemens Schaltwerk Berlin. Das Berliner
Arbeitsgericht verurteilte Siemens am 10. November drei Abmahnungen aus
der Personalakte des Betriebsrats zu entfernen. Es sieht die Vorwürfe
von Siemens gegen die Betriebsratsarbeit als haltlos an, wie schon bei
den zwei Abmahnungen zuvor.

Das Arbeitsgericht stellte zu den Abmahnungen klar:
1. Betriebsräte haben Meinungsfreiheit und dürfen geplante Maßnahmen des
Unternehmens sachlich kritisieren
2. Ein Arbeitnehmer, der im Rahmen von betrieblichen
Auseinandersetzungen kritisiert und angegriffen wird, darf sich wehren,
ohne dass dadurch der Betriebsfrieden gestört wird.
3. Gewerkschaftliche Warnstreiks finden innerhalb der Arbeitszeit statt.
Daher ist das „Ausstempeln“ bei Streikteilnahme nicht erforderlich.
Außerdem dürfen Gewerkschaftsmitglieder offensiv Kollegen dazu einladen.

Das Gericht folgte also in wesentlichen Punkten der Argumentation des
Rechtsanwalts Helmut Platow in der Klageschrift. Damit wurden
demokratische Rechte von Betriebsmitgliedern, auch wenn sie eine
Minderheitsmeinung im Betriebsrat vertreten und das Recht auf Warnstreik
von der IG Metall verteidigt. Das Urteil ist eine herbe Niederlage für
die zweijährige Kampagne vom Siemens Management gegen Felix Weitenhagen,
mit 6 Abmahnungen, Strafversetzung, Freistellung von der Arbeit und
Hausverbot.

40 Kollegen und Unterstützer verfolgten die Verhandlung vor dem Berliner
Arbeitsgericht. Der Solidaritätskreis veranstaltete eine Kundgebung mit
der Forderung: Weg mit allen Abmahnungen! Es sprachen Kollegen aus dem
Siemens Schaltwerk und der Turbinenfabrik. Grußworte wurden auch von der
Montagsdemonstration, Solidarität International, der Partei die Linke
und der MLPD gehalten. Weitere Unterstützer kamen vom IG Metall
Arbeitskreis Internationalismus, Verdi und Arbeitsunrecht.

Die Solidaritätsbewegung war stärker als das Mobbing von Siemens!
Herzlichen Glückwunsch an Felix Weitenhagen, seine Kollegen und
Unterstützer!

Im Namen von Felix Weitenhagen bedankt sich der Solidaritätskreis für
die zahlreiche Unterstützung und Berichterstattung.
--- Ende Zitat ---

Wir gratulieren!

Kuddel:
Presseerklärung des Solidaritätskreis Felix Weitenhagen


Neue Repressalien von Siemens gegen das Betriebsratsmitglied Felix Weitenhagen

Felix Weitenhagen wird erneut mit 6 Abmahnungen schikaniert. Wegen angeblichen Fehlverhaltens hat er damit inzwischen 13 Abmahnungen von Siemens erhalten. Versucht die Siemens Energy GmbH & Co KG durch die Abmahnungen die Kündigung eines langjährigen kämpferischen Betriebsratsmitglied aus dem Berliner Schaltwerk vorzubereiten?

Scheinbar wirkt bei Siemens nach, dass bereits 6 Abmahnungen gegen Felix zurückgenommen werden mussten und Felix an seiner gewerkschaftlichen Arbeit festgehalten hat. Mit konstruierten Vorwürfen wird jetzt versucht Felix zu diskreditieren und ihn zu zermürben. Aber nicht nur das. Mit den Abmahnungen wird auch versucht das Recht als Betriebsrat  u.a. zur Nutzung von Computern einzuschränken.

Bereits 2015/16 erhielt Felix für seine gewerkschaftliche Betriebsratstätigkeit 6 Abmahnungen, als er mit Kolleginnen und Kollegen erfolgreich gegen die Einführung der Wochenendarbeit eintrat.
Ein Solidaritätskreis von Kolleginnen und Kollegen hat mit Felix 2016/17 zwei Prozesse gegen die Abmahnungen von Siemens geführt. Das Ergebnis war 5:0 gegen Siemens. Die Abmahnungen mussten aus der Personalakte entfernt werden.

Alle weiteren Abmahnungen müssen vom Tisch. Verteidigen wir die Betriebsratsrechte und das Recht auf freie gewerkschaftliche Arbeit!

Felix ist ein klassenkämpferischer Gewerkschafter. Er vertritt konsequent die Interessen der Belegschaft und IG Metall Mitgliedern und sagt offen seine Meinung zur Politik des Siemens Konzernvorstands.
In der Corona - Pandemie fordert Felix die Durchsetzung eines konsequenten Arbeits- und Gesundheitsschutzes für alle Beschäftigten und ihre Familien.
Seit einem Jahr kritisiert er den Konzernbeschluss zur Aufspaltung der Belegschaft der Siemens AG durch die Abspaltung des Energie- und Kraftwerksbereich mit einem Börsengang und die damit verbundene Arbeitsplatzvernichtung.
Felix setzt sich für eine schnelle und radikale Umstellung auf eine CO 2 – freie Energieerzeugung ein.

Wir brauchen mehr aktive Kolleginnen und Kollegen wie Felix. Macht mit gegen Schikane und Mobbing. Werdet Mitglied (und aktiv) in der IG Metall! Die IGM gewährt Felix Rechtsschutz.

Schreibt Solidaritätsschreiben an den Solidaritätskreis Felix Weitenhagen
(E- Mail: solikreis-f.weitenhagen@posteo.de) und den Betriebsrat
Siemens Energy GmbH & Co KG, Nonnendammallee 108, 13629 Berlin.

counselor:

--- Zitat ---PRESSEMITTEILUNG DES SOLIDARITÄTSKREISES FELIX WEITENHAGEN - „Siemens versucht aktiven Gewerkschafter zum Schweigen zu bringen“

Felix Weitenhagen erhält in wenigen Wochen sieben Abmahnungen. Die Geschäftsführung von Siemens/Siemens Energy versucht mit einer weiteren Abmahnung den kritischen IG-Metall-Betriebsrat zum Schweigen zu bringen.
--- Ende Zitat ---

Quelle: https://www.rf-news.de/2020/kw28/siemens-versucht-aktiven-gewerkschafter-zum-schweigen-zu-bringen

admin:
Hier ist soeben eine Meldung eingetrudelt, die ich gern hier veröffentliche:


--- Zitat ---Einladung und Pressemitteilung zum Prozess gegen 7 Abmahnungen von Siemens
Prozesstermin: 17. November 21 9:45 Uhr
Arbeitsgericht Berlin, Magdeburger Platz 1, 10785 Berlin

Siemens steht wegen der Behinderung von Betriebsrats- und Gewerkschaftsarbeit vor Gericht. Der
aktive IGM' ler und langjährige Betriebsrat Felix Weitenhagen im Siemens Schaltwerk, jetzt
Siemens Energy, klagt mit dem DGB gegen 7 Abmahnungen, die er 2020 erhalten hat.
Nicht zufällig erfolgten die Abmahnungen genau zu dem Zeitraum, als Hr. Weitenhagen sich gegen
die weitere Aufspaltung der Siemensbelegschaft und dem damit zu erwartenden Arbeitsplatzabbau
bei Siemens Energy eingesetzt hat. Der Beschluss zur Vernichtung von 2600 Arbeitsplätzen und die
begonnene Umsetzung in Deutschland bestätigen die Richtigkeit dieser Einschätzung.
In den Abmahnungen wird Hr. Weitenhagen gravierendes Fehlverhalten unterstellt. Dass es
eigentlich um etwas anderes geht, zeigt der Blick auf die letzten fünf Jahre, in denen er im
Zusammenhang mit seiner gewerkschaftlichen Arbeit 14 Abmahnungen erhalten hat. 6
Abmahnungen mussten bereits von Siemens zurückgezogen werden.

In den im Prozess zu verhandelnden 7 Abmahnungen wird die gewerkschaftliche Betätigung
untersagt, die Nutzung eines PC für die Betriebsratsarbeit verweigert und werden verleumderische
Behauptungen verbreitet, um Felix und sein Ansehen in Betrieb und Gewerkschaft zu beschädigen.
Es sind Methoden der Unterdrückung von gewerkschaftlicher und politischer Betätigung bei
Siemens und Siemens Energy, die demokratische Rechte unzulässig einschränken. Solche
Methoden werden seit einigen Jahren als „Union Busting“ international eingesetzt, um die „freie“
Ausbeutung durchzusetzen. In vielen Betrieben gibt es solche Formen der Unterdrückung von
Beschäftigten. Dabei werden Grundrechte und Persönlichkeitsrechte verletzt und negative Folgen
für die Gesundheit in Kauf genommen.

Es soll damit in den Betrieben eine Atmosphäre der Angst, des Misstrauens und Duckmäusertums
geschaffen werden. Dagegen zeigen die letzten Jahre, wie international die Solidarität und
Bereitschaft zu kämpfen unter den Menschen gewachsen ist.

Der Solidaritätskreis unterstützt den gemeinsamen Kampf gegen jede Form des politischen
Mobbings und Union Bustings. Arbeiter/innen und Angestellte brauchen freie gewerkschaftliche
und politische Betätigung. Schluss mit den Abmahnungsschikanen  gegen Felix Weitenhagen.
Behinderung von Gewerkschafts- und Betriebsratsarbeit muss bestraft werden. Werdet Mitglied der
DGB Gewerkschaften und kämpft um die demokratischen Rechte gegen eine Rechtsentwicklung.
Kolleginnen und Kollegen und der Solidaritätskreis treffen sich bereits um 9:00 Uhr vor dem
Arbeitsgericht. Die demokratische Öffentlichkeit und Journalisten sind willkommen.
Mehr Informationen sind auf www.solikreis-felix-weitenhagen.de zu finden.
--- Ende Zitat ---

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