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Neuentwicklung eines Transportgerätes für die Briefzustellung - Umfrage

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TJ:
Hallo admin,

zunächst einmal vielen Dank für deine konstruktive Kritik! Und Entschuldigung an alle Leser, denen ich unwissend und unbewusst mit meinem Beitrag auf den Schlips getreten bin. Es war schlichtweg nicht meine Absicht "Ausgebeutete" anzugreifen oder mich mit meiner Umfrage auf die Seite der Ausbeuter zu stellen.

Dennoch habe ich persönlich dafür absolut kein Verständnis, dass ich mich für so einen Beitrag aufs Schlimmste beleidigen lassen muss, egal ob dieses Forum parteiisch ist oder nicht!

Naja nun ist es so geschehen aber um nochmal ein paar Worte zu der Umfrage loszuwerden:

Ich studiere Produktdesign und was man gründsätzlich in diesem Studium macht ist Produkte zu verbessern. Ich will nicht abstreiten, dass dadurch natürlich auch ein Produkt wirtschaftlicher werden kann aber in erster Linie wird der Nutzer in den Fokus genommen. Ein Produkt soll nämlich auf den Nutzer zugeschnitten werden und diesem die Bedienung so angenehm wie möglich machen. Aus diesem Grund bin ich auf der Suche nach Erfahrungswerten zum Umgang mit Transportgeräten bei der Briefzustellung. Das beinhaltet z.B. Problemsituationen, allgemeiner Umgang, Körperliche Anstrengung oder Vorlieben. Meine Recherche hat bislang vereinzelte Situationen gezeigt in denen Zusteller unzufrieden sind z.B. gab es eine Kollegin mit Hüftleiden, die Umwege fahren musste, weil sie das mit Briefen vollbepackte Fahrrad nicht den Bordstein hochhiefen konnte. Solche Probleme generieren Potenziale zur Produktverbesserung und meine Umfrage ist im Kern darauf aus ein großes Meinungsbild zu erfassen um solche Probleme aufzudecken oder herauszufiltern. Diese werden dann zusammengtragen und fliessen einen den Produktentwicklungsprozess ein, der Konzepte für ein neues Produkt bereitstellt.

Auch wenn ich diese Zeilen vielleicht schon in den Eingangsbeitrag hätte schreiben können ist es eigentlich genau das Gegenteil was ich erreichen möchte zu dem was mir vorgeworfen werden könnte. Ich habe mehrere Unterhaltungen mit unterschiedlichen Zustellern geführt und ich bin mir bewusst darüber wie diese Leute teilweise behandelt werden bei ihrer Arbeit. Und ich weiss, dass man hier ebenso wortwörtlich von einer "Ausbeutung" sprechen kann. Umso mehr ich davon erfahren hab umso mehr hat es mich eigentlich darin bestärkt meine Abschlussarbeit über dieses Thema zu machen.

Die Umfrage soll einerseits Probleme, die ich bislang gefunden habe bestärken oder eben neue Probleme aufbringen die es zu lösen gibt. Dafür brauch ich die Unterstützung von Personen die täglich mit diesen Problemen konfrontiert werden.

Die Umfrage ist nun vollständig freigeschaltet und jeder kann sich ein eigenes Bild davon machen!

Hier noch einmal der Link:
https://goo.gl/forms/WhPWQ2cjCqyTt3LG3

Ich freue mich auf eure Unterstützung!

TJ

Tiefrot:
Verbesserung von Transportgeräten - Rohrpost ?  ;D

Rudolf Rocker:
Oder sowas:
https://www.youtube.com/watch?time_continue=2&v=MEWfsVPqKi4

BGS:
Im Video fand ich keinen adequaten Ersatz f. d. Briefträger, stattdessen eine rollende Muelltonne mit Leuchtdioden, Schlangenfrass befördernd ;D

MfG

BGS

tleary:

--- Zitat --- Aus diesem Grund bin ich auf der Suche nach Erfahrungswerten zum Umgang mit Transportgeräten bei der Briefzustellung. Das beinhaltet z.B. Problemsituationen, allgemeiner Umgang, Körperliche Anstrengung oder Vorlieben. Meine Recherche hat bislang vereinzelte Situationen gezeigt in denen Zusteller unzufrieden sind z.B. gab es eine Kollegin mit Hüftleiden, die Umwege fahren musste, weil sie das mit Briefen vollbepackte Fahrrad nicht den Bordstein hochhiefen konnte. Solche Probleme generieren Potenziale zur Produktverbesserung und meine Umfrage ist im Kern darauf aus ein großes Meinungsbild zu erfassen um solche Probleme aufzudecken oder herauszufiltern. Diese werden dann zusammengtragen und fliessen einen den Produktentwicklungsprozess ein, der Konzepte für ein neues Produkt bereitstellt.

--- Ende Zitat ---
Man muß aber auch nach dem grundsätzlichen Zweck deiner angedachten künftigen Arbeit ("Produktdesign") fragen. Diese ist eben NICHT wie behauptet, etwa das Leben des Postzustellers leichter zu machen, indem die "Zustellgeräte" vielleicht in irgendeiner Form ergonomisch optimiert werden. Geschieht dies tatsächlich, also um dein Beispiel aufzugreifen, daß die hüftgeschädigte Zustellerin die Abkürzung über den Bordstein dann doch auf irgeneine für sie nicht so schmerzhafte Weise bewältigt, hat sie davon nämlich ABSOLUT NULL KOMMA NICHTS. Denn wird sie mit ihrer Tour dauerhaft früher fertig, erledigt also die vorgegebene Arbeit also in kürzerer Zeit als früher, wird zur optimalen Ausnutzung ihrer Arbeitskraft der Unternehmer dafür Sorge tragen, im Zuge des "ehernen Gesetzes der Gewinnmaximierung", dem jeder gute Unternehmer folgt, daß ihre Tour einfach um 2 oder 3 Adressen vergrößert wird. Und während ihrer Arbeitszeit ist dann trotz deiner "Produktoptimierung" die Arbeit genauso beschwerlich wie vorher. Anders wäre es, wenn ihr die Früchte deiner Rationalisierung (ergonomischeres Fahrrad um damit den Bordstein direkt ohne Umwege zu nehmen) selbst zufallen würden, und Sie früher nachhause gehen dürfte. Aber genau das ist eben nicht der Fall, da ihre Arbeitszeit ja fix ist! Dies war auch immer die große Lüge vor allem in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts, als die mikroelektronische Revolution in die Arbeitswelt Einzug hielt. Da hieß es auch immer, daß das nur gemacht würde, um die Arbeit der Malocher leichter und weniger nervtötend zu machen. Die Wahrheit war aber schlicht, daß durch den Produktivitätsfortschritt ein Teil der nicht mehr benötigten Arbeiter einfach entlassen wurde, während die Arbeitshetze der verbliebenen dann noch weiter zunahm, weil sie dem schnelleren Takt der Maschinen folgen mußten. Technischer Fortschritt führt in diesem kapitalistischen System, wo der Arbeit eben NICHT Inhaber der Produktionmittel ist, IMMER zu einem sozialen Rückschritt für diesen. Im Sozialismus, wo die Produktionsmittel in den Händen aller sind wäre das anders. Wenn da mehr Waren in kürzerer Zeit produziert werden könnten, könnte der Arbeiter einfach kürzer arbeiten, und hätte die gleiche materielle Vergütung dafür wie bei der vorherigen längeren Arbeitszeit.

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