Autor Thema: Warnstreik im Gastgewerbe SH  (Gelesen 869 mal)

Kuddel

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Warnstreik im Gastgewerbe SH
« am: 14:49:53 So. 10.Dezember 2017 »
Zitat
Arbeitszeit
NGG ruft zum Streik auf

Arbeitnehmer sollen heute ab 10 Uhr die Arbeit in Schleswig-Holstein niederlegen. Eine Versammlung ist im Legienhof in Kiel geplant.




KIEL. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hat für heute zum Warnstreik in Schleswig-Holstein aufgerufen. Die Beschäftigten in der Hotellerie und Gastronomie sind dazu aufgerufen, ab 10 Uhr die Arbeit niederzulegen.

„Die letzte Tarifverhandlung hat deutlich gezeigt, wie wenig einsichtig der DEHOGA und seine Tarifkommission sind“, heißt es im Streikaufruf. „Wir bleiben dabei: Wir verhandeln nur über eine Lohnerhöhung und nicht über eine Flexibilisierung der Arbeitszeiten.“

Die Gewerkschaft rechnet in Schleswig-Holstein mit 300 Streikenden, berichtet das Hamburger Abendblatt. Nach Angaben von NGG-Landesbezirksvorsitzenden Herbert Grimberg handelt es sich um den ersten mehrstündigen Warnstreik in der Geschichte der NGG.

Mitte November waren die Tarifverhandlungen zwischen DEHOGA und NGG ergebnislos abgebrochen worden.

Stefan Scholtis, Hauptgeschäftsführer des DEHOGA in Schleswig-Holstein, hatte zwar Lohnerhöhungen bis zu 8,3 Prozent zugestimmt. Der Arbeitgeberverband verlangt jedoch dafür die Einführung eines Zeitarbeitskontos. Nach Darstellung der Gewerkschaft sei man gar nicht prinzipiell gegen ein Zeitarbeitskonto, aber die Mindeststundenzahl, Höchstarbeitsdauer und Bedingungen müssten zuerst geklärt werden.
https://www.ahgz.de/news/arbeitszeit-ngg-ruft-zum-streik-auf,200012244316.html

Kuddel

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Re:Warnstreik im Gastgewerbe SH
« Antwort #1 am: 09:55:17 Fr. 15.Dezember 2017 »
Zitat
Mehrstündiger Streik in der Gastronomie

Die Beschäftigten in der Hotellerie und der Gastronomie in Schleswig-Holstein wollen am heutigen Freitag für mehrere Stunden streiken. Dazu aufgerufen hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG).


Kiel. Diese beklagt, auch nach der dritten Verhandlungsrunde sei man bei den Löhnen und Gehältern nicht weiter gekommen.

Die Tarifkommission der Gewerkschaft hat für die Beschäftigten eine Lohnerhöhung von 130 Euro für zwölf Monate gefordert. Sie begründet dies damit, dass der Verdienst der Beschäftigten in der Branche in Westdeutschland im Durchschnitt 200 Euro höher sei als in Schleswig-Holstein. Die Forderung des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes, der zusätzlich eine Vereinbarung über eine Jahresarbeitszeit abschließen will, lehnt die Gewerkschaft ab, die sei strikt von der Einkommensfrage zu trennen. „Unsere Tarifkommission ist nur bereit über Erhöhungen der Löhne und Gehälter zu verhandeln, nicht über Arbeitszeitfragen“, sagt Herbert Grimberg, Landesbezirksvorsitzender der Gewerkschaft. Der Streik, den Grimberg „ein Novum in der Geschichte“ nennt, sei nötig, um Druck auf die andere Seite aufzubauen.
http://www.kn-online.de/News/Aktuelle-Wirtschaftsnachrichten/Nachrichten-Wirtschaft/Gewerkschaft-ruft-auf-Mehrstuendiger-Streik-in-der-Gastronomie

Statt einer Prozentforderung eine Festgeldforderung, das ist schonmal eine gute Sache.
Aber wenn in Westdeutschland die Löhne um 200€ höher liegen als in Schläfrig-Holstein, warum fordert man dann nur 130€ !?!?