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Stadtteilarbeit

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Kuddel:
Wenn man es mit der Stadtteilarbeit ernst nimmt, wird man auf Probleme stoßen, auf die wir noch keine Antworten haben.

In armen Stadtteilen haben sich extreme Formen der Ausbeutung entwickelt. Man hat es mit rassistischen Strukturen und Behörden zu tun. Wohnungsbaugesellschaften vermieten ungern an Arme oder Migranten. Es gibt maföse Vermittler, die für das Zustandebringen eines Mietvertrags hohe Gebühren verlangen.

Es habe sich informelle Strukturen der Ausbeutung und Abzocke entwickelt. Diese Ausbeuter und Abzocker sind oftmals selbst migrantisch. Migrantische ehemalige Leiharbeiter haben selbst Leihbuden eröffnet. Einige haben auch Bruchbuden gekauft und vermieten Wohnungen in schlimmen Zustand zu weit überhöhten Preise. Diese "Slum Landlords" treiben unter Androhung von Gewalt die Miete ein.

Es gibt den "Arbeiterstrich". Es werde Leute an Sammelstellen zu Tagelöhnerjobs abgeholt.

Es gibt auch nicht gemeldete Prostitution.

Die Kontrolle dieser Bereiche ist mafiös und gewalttätig. Wer nicht funktioniert oder es wagt, sich zu wehren, wird eingeschüchtert, zusammengeschlagen. Im schlimmsten Falle ermordet.

Es sind üble Strukturen, Rocker, Schläger, gewalttätige Arschlöcher. Wenn wir uns mit extremer Ausbeutung auseinandersetzen, werden wir es irgendwann auch mit diesen Strukturen zu tun bekommen. Auf der anderen Seite haben wir rassistische Bullen und Behörden, die akzeptiert haben, daß die Wirtschaft diese Bedingungen, die Billigstlöhner hervorbringen, erhalten will. Viele Großbaustellen oder Agrarbetriebe  würden ohne die Ex-und Hop Arbeitsmigranten nicht funktionieren.

Kuddel:


In der Nacht von Freitag auf Samstag wurde die Kreuzberger Kneipe „Zum Goldenen Hahn“ am Heinrichplatz  von Bullen gestürmt. Sie versperrten die Tür und veranstalteten eine Saloon-Schlägerei. Außerdem zertrümmerten sie Teile der Inneneinrichtung. Es gab zwei Festnahmen (bereits entlassen) und mehrere Verletzte.

„Zum Goldenen Hahn“ war während der Proteste gegen die Räumung des Køpi-Wagenplatz Treffpunkt und Erholungsort.

Mit der Solidarität zahlreicher Nachbar:innen konnten die Bullen dann wieder vertrieben werden. Leider musste der Laden dann erstmal dicht machen.

Es wird jetzt mit Soliveranstaltungen Geld gesammelt.

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