Wat Noch > Praxisbereich

Stadtteilarbeit

<< < (30/31) > >>

Kuddel:
Wenn man es mit der Stadtteilarbeit ernst nimmt, wird man auf Probleme stoßen, auf die wir noch keine Antworten haben.

In armen Stadtteilen haben sich extreme Formen der Ausbeutung entwickelt. Man hat es mit rassistischen Strukturen und Behörden zu tun. Wohnungsbaugesellschaften vermieten ungern an Arme oder Migranten. Es gibt maföse Vermittler, die für das Zustandebringen eines Mietvertrags hohe Gebühren verlangen.

Es habe sich informelle Strukturen der Ausbeutung und Abzocke entwickelt. Diese Ausbeuter und Abzocker sind oftmals selbst migrantisch. Migrantische ehemalige Leiharbeiter haben selbst Leihbuden eröffnet. Einige haben auch Bruchbuden gekauft und vermieten Wohnungen in schlimmen Zustand zu weit überhöhten Preise. Diese "Slum Landlords" treiben unter Androhung von Gewalt die Miete ein.

Es gibt den "Arbeiterstrich". Es werde Leute an Sammelstellen zu Tagelöhnerjobs abgeholt.

Es gibt auch nicht gemeldete Prostitution.

Die Kontrolle dieser Bereiche ist mafiös und gewalttätig. Wer nicht funktioniert oder es wagt, sich zu wehren, wird eingeschüchtert, zusammengeschlagen. Im schlimmsten Falle ermordet.

Es sind üble Strukturen, Rocker, Schläger, gewalttätige Arschlöcher. Wenn wir uns mit extremer Ausbeutung auseinandersetzen, werden wir es irgendwann auch mit diesen Strukturen zu tun bekommen. Auf der anderen Seite haben wir rassistische Bullen und Behörden, die akzeptiert haben, daß die Wirtschaft diese Bedingungen, die Billigstlöhner hervorbringen, erhalten will. Viele Großbaustellen oder Agrarbetriebe  würden ohne die Ex-und Hop Arbeitsmigranten nicht funktionieren.

Kuddel:


In der Nacht von Freitag auf Samstag wurde die Kreuzberger Kneipe „Zum Goldenen Hahn“ am Heinrichplatz  von Bullen gestürmt. Sie versperrten die Tür und veranstalteten eine Saloon-Schlägerei. Außerdem zertrümmerten sie Teile der Inneneinrichtung. Es gab zwei Festnahmen (bereits entlassen) und mehrere Verletzte.

„Zum Goldenen Hahn“ war während der Proteste gegen die Räumung des Køpi-Wagenplatz Treffpunkt und Erholungsort.

Mit der Solidarität zahlreicher Nachbar:innen konnten die Bullen dann wieder vertrieben werden. Leider musste der Laden dann erstmal dicht machen.

Es wird jetzt mit Soliveranstaltungen Geld gesammelt.

Kuddel:
Bericht aus Bremen Gröpelingen:

Kleiner Bericht zum Treffen zu den Themen Miete und Jobcenter bei Solidarisch in Gröpelingen

Wir waren in dem Treffen 9 Leute.
Wir haben uns bei diesem Treffen erstmal auf das Thema Jobcenter konzentriert, aber bei weiteren Treffen können auch andere Themen (z.B. Miete) besprochen werden.
Ein nächstes Treffen soll (spätestens) am Dienstag, den 04. Januar um 18 Uhr stattfinden.
Die konkreten Ideen zum Thema Jobcenter werden auch auf der nächsten VV vorgestellt.

Im ersten Teil des Treffens wurde viel aus der Beratung berichtet, vor allem zum Thema Jobcenter.

Im zweiten Teil des Treffens haben wir folgende Ideen für eine Praxis im Stadtteil zum Thema Jobcenter gesammelt:

* Empowerment-Workshops für Menschen, die beim Jobcenter sind
* Kundgebung vor dem Jobcenter
* Text für Social Media / übernächste Zeitung / Webseite / Beratung zu Jobcenter
* „Anleitungen“ zum Verstehen von Briefen / Bescheiden / des Vorgehen des Jobcenters auf verschiedenen Sprachen für die Teilnehmer_innen der Workshops und für Menschen in der Beratung erstellen

Kuddel:

--- Zitat ---

Am Sonntag, 13.2. war die erste Vollversammlung in 2022. Über 30 Personen waren da, um sich gemeinsam über die aktuellen Themen und Aktivitäten der Stadtteilgewerkschaft auszutauschen. Wie immer zu viele für unseren kleinen Laden - daher draußen im Zelt.



Gemeinsam sprachen wir über die Probleme, mit denen Menschen in die Beratung kommen, aber auch über die Bedeutung von Solidarität und der Kraft, die wir haben, wenn wir uns organisieren. Und natürlich feierten wir den Erfolg der Proteste gegen die Kündigung durch voNOvia
--- Ende Zitat ---

Kuddel:
Solidarisch in Gröpelingen

Die Stadtteilgewerkschaft rief zum Straßenprotest gegen Jobcenter

Jobcenter, es reicht!





Infomaterial in verschiedenen Sprachen



Soundsystem und Infotisch



Großes Interesse der Menschen aus dem Stadtteil



Wichtig für den migrantisch geprägten Stadtteil: Probleme mit dem Ausländerrecht



Weitere Themen der Stadtteilgewerkschaft: Arbeitslosigkeit, Arbeit, Wohnen



Kämpferischer Nachwuchs



Kritischer Blick durch die gelbe Brille



Die Stadtteilzeitung der Ini



Die bremer Initiative gegen Zwangsräumungen hat eine lange Tradition



Die Behörde zeigt sich neugierig



und hat Verstärkung im Hintergrund



Es gab Reden in verschiedenen Sprachen



Es lief zwischendurch immer kämpferische Musik aus aller Welt. Solidarisch in Gröpelingen ist im Stadtteil angekommen. Die Passanten sahen die Straßenaktion als ihr Ding

]

Die Menschen mit den unterschiedlichsten Hintergründen kamen zusammen durch ihre gemeinsamen Probleme, die sie verbinden



Das Auge des Gesetzes blieb wachsam



Die ganze Zeit über wurden kurze Reden gehalten. Es ging im das Jobcenter. Um die Schikanierung der Erwerbslosen, um den Zwang zur Aufnahme von Arbeit mit unwürdigen Bedingungen und auch dann zu arbeiten, wenn man Krank ist. Ein wichtiges Thema war, daß Beratung nicht genügt. Man muß gemeinsam gegen das System Jobcenter vorgehen



Es gab viele Momente, die waren so schön, ich hätte heulen können. Mit der richtigen Vorarbeit kann man die Armen und Ausgebeuteten zusammenbringen



Ein paar Tage zuvor gab es an dieser Stelle eine Gedenkververanstaltung für das NSU Opfer Mehmet Turgut



daran haben mehrere hundert Menschen teilgenommen



Propagandamaterial wird verklebt



Gemeinsam gegen fiese Vermieter, Spekulanten und Ausbeuter!



Es gibt mehr zu verkleben



Venceremos!



Soldidarisch in Gröpelingen!

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

[*] Vorherige Sete

Zur normalen Ansicht wechseln