Autor Thema: Stadtteilarbeit  (Gelesen 8018 mal)

milchbrötchen

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Re: Stadtteilarbeit
« Antwort #105 am: 10:22:13 Sa. 07.September 2019 »
https://www.youtube.com/watch?v=TYSFGT7UGS8
...um der Welt zu zeigen, wie großzügig sie sind...
gut dass der Sophienhof noch steht- Konsumtempel statt Wohnraum

Onkel Tom

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Re: Stadtteilarbeit
« Antwort #106 am: 14:55:53 Sa. 07.September 2019 »
Von welchem Sophienhof schreibst Du ?

Vor 30 Jahren zählten solche Songs auch dazu, den gemeinsamen Kampf um Hausbesetzungen
zu fördern. Abends solche Scheiben aufgelegt und am nächsten Morgen den Bullentrupp erwarten
und so weit wie möglich was entgegensetzen..

Das Vorschaubild stellt den Versuch der Cops dar, in die rote Flora eindringen zu wollen..  :o
Lass Dich nicht verhartzen !

Kuddel

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Re: Stadtteilarbeit
« Antwort #107 am: 15:44:50 Sa. 07.September 2019 »
Sophienhof Kiel

1978



1981




1983




Heute


Onkel Tom

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Re: Stadtteilarbeit
« Antwort #108 am: 19:36:33 So. 08.September 2019 »
Ah, ok. Danke  ;)
Lass Dich nicht verhartzen !

Kuddel

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  • Fischkopp
Re: Stadtteilarbeit
« Antwort #109 am: 16:01:15 Mo. 09.September 2019 »
Das Brunnenfest ist das offizielle Stadtteilfest von Kiel-Gaarden. Es wird auch von Vonovia gesponsort.

Wir haben uns nicht die Gelegenheit nehmen lassen, einen Infostand dort anzumelden.




Mit Kaffee und selbstgebackenen Muffins lockten wir zum Gespräch


Propagandamaterial


Großes Interesse


Klartext


Widerstand und gaardener Straßenkultur


Ich verteilte munter Flugblätter bis ich plötzlich den Kieler Oberbürgermeister vor mir hatte. Wir haben Wahlkampf. Ein Sunnyboy, ein aalglatter Typ. Ich war ziemlich baff, mit welcher Dreistigkeit er sich kumpelig gab und den Eindruck vermittelte, wir würden auf der gleichen Seite stehen.


Pressebild von OB Ulf Kämpfer

Er erzählte mir ganz begeistert, wie die Vonoviamieter am Holsteinstadion sich gegen den Konzern organisiert haben. Ich sprach an, daß aber Vonovia nicht nur auf Kosten der Mieter gewaltige Profite erwirtschaftet, sondern das zu großen Teilen mit zwielichten und kriminellen Methoden. Und die Stadt hat diesem Konzern einen wesentlichen Teil des kieler Wohnraums verkauft. "Das war ein Fehler die Wohngesellschaften an Vonovia zu verkaufen, das muß ich zugeben. Damit habe ich mir selbst geschadet. Jetzt muß ich selbst eine neue Wohnungsbaugesellschaft aufbauen.", antwortete der OB. Ach, so selbstkritisch ist der Volksvertreter. Läßt eine Heuschrecke die Mieter plündern, sagt dann "sorry, sorry, mein Fehler" und läßt sich erneut zum OB wählen. Die Politik in Schleswig-Holstein ist korrupt, ohne Aufarbeitung vergangener Vergehen und ohne Alternative...


Die Bilder von den Protesten in Kiel-Mettenhof waren inspirierend


Auf der gegenüberliegenden Straßenseite haben sich die Kollegen vom Bündnis für bezahlbaren Wohnraum aufgebaut. Es war eine gute Möglichkeit mit ihnen ein weiteres gemeinsames Vorgehen zu besprechen.


Treffer gegen Vonovia






Militante Untersuchung mit Fragebögen


Es ging darum, ein Bild von den Wohnverhältnissen im Stadtteil zu kriegen und von der Stimmung der Mieter



Auch der Kaiser (im Volksmund auch König oder Bürgermeister) von Gaarden kam vorbei.


Fritz Linow

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Re: Stadtteilarbeit
« Antwort #110 am: 16:58:02 Mo. 09.September 2019 »
Im regionalen Käseblatt steht dazu:

"Mit Flugblättern, Transparenten und persönlichen Gesprächen machten in der Elisabethstraße Aktive des Bündnisses für bezahlbaren Wohnraum auf ihr Anliegen aufmerksam. Ihr Postulat: Auch Arme sollen sich Mieten in ordentlichen Häusern leisten können. Konzerne wie die Vonovia sollten gestoppt oder am besten gleich enteignet werden, hieß es.
Egal wie man zu solchen Forderungen steht, das Problem steigender Mieten ist nicht zu leugnen. Bestätigte auch Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD), der kurz beim Wohnungsbündnis vorbeischaute und bereits vorab eine Einladung zu einer Diskussion über dieses Thema am 28. September angenommen hatte."

https://www.kn-online.de/Kiel/Auf-dem-Brunnenfest-in-Gaarden-ging-es-um-Wohnen-Verkehr-und-Teddys

Die Diskussion findet zwar am 27. statt, aber geschenkt, der Volontär hatte bestimmt viel um die Ohren.
https://bezahlbar-wohnen.org/