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Wombat Hostel gegen Streikende

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Kuddel:

--- Zitat ---Wohl Kündigung nach Streik in Hostel

Berlin. Das Berliner Wombat’s Hostel reagiert auf den Arbeitskampf seiner Belegschaft für einen Tarifvertrag offenbar mit Kündigungen. Das hat jW am Freitag aus Kreisen der Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten (NGG) erfahren. Demnach beabsichtigt die Herberge die Berliner Betriebsratsvorsitzende sowie ein weiteres NGG-Mitglied fristlos zu kündigen. Beide Entlassungen seien noch nicht formal ausgesprochen, entsprechende Anträge seien dem Betriebsrat aber bereits zugestellt worden. Das Vorgehen würde laut NGG damit begründet, dass sich die Beschäftigten angeblich unrechtmäßig vom Arbeitsplatz entfernt hätten – um am Streik teilzunehmen. Zuletzt hatte die Gewerkschaft am 8. Dezember zum Warnstreik aufgerufen, um das Unternehmen zu Tarifverhandlungen zu bewegen. Eine Sprecherin der Hostelgruppe erklärte am Freitag auf Anfrage von jW lediglich, dass man sich zu den Vorgängen nicht äußere. (jW)

Die NGG ruft zur Demonstration vor dem Wombat’s Hostel auf: Dienstag, 19. Dezember, 13 Uhr, Alte Schönhauser Str. 2, Berlin
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https://www.jungewelt.de/artikel/323675.wohl-k%C3%BCndigung-nach-streik-in-hostel.html

Kuddel:

--- Zitat ---Hostel feuert nach Streik Beschäftigte
Betreiber strebt Verfahren gegen Betriebsratschefin an

Im Tarifkonflikt im Wombat’s City Hostel in der Alten Schönhauser Straße in Mitte hat der Betreiber seine Drohung wahr gemacht und einer Rezeptionistin nach der Beteiligung an Warnstreiks fristlos gekündigt. Zudem hat er beim Arbeitsgericht ein sogenanntes Zustimmungsersetzungsverfahren angestrengt, um auch der Betriebsratsvorsitzenden zu kündigen.

Betriebsratsmitglieder können nicht außerordentlich, also fristlos, gekündigt werden. Dem muss der Betriebsrat zustimmen. Da das Gremium diese Zustimmung verweigert, muss nun das Arbeitsgericht entscheiden.

Wie «nd» erfuhr, führt der Arbeitgeber als Begründung für die Kündigung das unrechtmäßige Verlassen des Arbeitsplatzes an. Mit ihrer Teilnahme am Warnstreik hätten die beiden Beschäftigten an der Rezeption sensible Dokumente und Daten unbeaufsichtigt gelassen. Damit seien sie als Mitarbeiterinnen nicht mehr tragbar, hieß es laut Informationen der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG).

NGG-Sekretär Sebastian Riesner widerspricht dieser Einschätzung des Arbeitgebers entschieden. «Für mich ist das ein klassischer Fall von Union Busting, also dem Versuch, gewerkschaftliches Engagement in einem Betrieb zu verhindern», sagte Riesner. «Dass bei einem Warnstreik die Beschäftigten ihren Arbeitsplatz verlassen, liegt in der Natur der Sache.» Es sei eindeutig Aufgabe des Arbeitgebers, in einem solchen Fall für einen Ersatz zu sorgen - und nicht Aufgabe der Streikenden«, sagte er am Mittwoch in Berlin.
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https://www.neues-deutschland.de/artikel/1075202.hostel-feuert-nach-streik-beschaeftigte.html

Kuddel:

--- Zitat ---Erneute Eskalation um Bettenbude
Beschäftigte des Wombat’s City Hostels kämpfen um Tarifvertrag - und ihren Betriebsrat


Die Beschäftigten des Hostels protestierten bereits im vergangenen Jahr für einen Tarifvertrag.

Die Beschäftigten des Wombat’s City Hostel gehen wieder auf die Straße. Hintergrund ist die seit August 2017 andauernde Auseinandersetzung um einen Tarifvertrag für die über 50 Beschäftigten in der Backpackerbude in Mitte. Sie wollen ihn, doch der Arbeitgeber verweigert die Unterschrift. Dazu kommt, dass den Geschäftsführern der Wombat’s Hotelkette der Betriebsrat ein Dorn im Auge ist. Das Unternehmen hat Häuser in mehreren europäischen Städten, insgesamt rund 300 Beschäftigte.

Der Streit war kurz vor Weihnachten eskaliert. Nach einem zweiten Warnstreik hatte die Geschäftsführung zwei Rezeptionistinnen fristlos gekündigt, eine davon ist die Betriebsratsvorsitzende. Doch bevor es zum Arbeitsgerichtsverfahren kam, sah die Leitung ein, dass sie einen aussichtslosen Kampf focht, und lenkte ein.

Gewerkschaft und Geschäftsführung traten in Tarifverhandlungen und einigten sich. »Wir haben einen fertig ausgehandelten Anerkennungstarifvertrag«, sagt Sebastian Riesner von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). Für die Wombat’s-Beschäftigten sollen künftig die tariflichen Regelungen des Berliner Hotel- und Gaststättengewerbes gelten. Doch eine Unterschrift fehlt. »Bei jedem seriösen Unternehmen läuft es so, dass wir den Tarifvertrag an die Leitung schicken und ihn unterzeichnet zurückbekommen.« Bereits ab dem 1. April sollte der Tarifvertrag gelten. Für die Belegschaft hätte das eine deutliche Steigerung der Einkommen bedeutet. Doch die Geschäftsführung will nur unterschreiben, wenn vorher der Betriebsrat eine Betriebsvereinbarung zu Dienstplänen unterschreibt. »Ich habe ihnen erklärt, dass das Quatsch ist«, sagt Riesner. »Wir als Gewerkschaft machen Tarifverträge, Betriebsvereinbarungen macht der Betriebsrat, das hat nichts miteinander zur tun.«

Um die Geschäftsführung doch noch zur Unterschrift zu bewegen, wollen die Beschäftigten an diesem Sonntag demonstrieren. »Wir müssen unsere Leute vors Tor bringen, wenn der Arbeitgeber so reagiert«, sagt der Gewerkschafter. Und: »Sicherlich kann es auch wieder zu Warnstreiks kommen. In Planung sind wir.«
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https://www.neues-deutschland.de/artikel/1087346.wombatrs-city-hostel-erneute-eskalation-um-bettenbude.html

Ich drücke die Daumen!

dagobert:

--- Zitat ---Wombats drohen auszusterben

Beschäftigte der Hostel-Kette wombats wehren sich gegen Mobbing, Sexismus und schlechte Arbeitsbedingungen. Die Chefs drohen mit Schließung.
--- Ende Zitat ---
http://www.taz.de/Mobbing-in-Hostel-Kette/%215592966/

Dazu auch:
https://forum.chefduzen.de/index.php/topic,28893.msg347697.html#msg347697

Kuddel:

--- Zitat ---


Wombats enteignen!

12 min | 2019 |

Am 17. Mai 2019 protestierten 100 Menschen gegen die Schließung des Wombats Hostels und forderten seine Enteignung durch den Berliner Senat und Weiterführung durch die Belegschaft. Zu dem Protest kamen Beschäftigte aus anderen kämpfenden Belegschaften und Gruppen, wie z.B. der Taxi AG in Verdi, dem Tochterunternehmen der Charité CFM und Bildungsarbeiterinnen, die für einen Branchentarifvertrag kämpfen.

Durch den musikalischen Beitrag von Paul Geigerzähler, der daran erinnerte, dass bei dem Bau der "Mall of Berlin" am Potsdamer Platz rumänische Arbeiter nicht bezahlt wurden und letztlich niemand dafür verantwortlich gemacht wurde, und die Redebeiträge der aktiven Kolleg_innen, wurde die Kundgebung zu einem Tribunal gegen die arbeitnehmerfeindliche Politik des Berliner Senates insgesamt.

Der Senat ist einerseits für die Extstenz von 160 Tochterunternehmen von öffentlichen Unternehmen wie z.B. Charité oder Vivantes verantwortlich, in denen Arbeiter_innen um große Teile ihres Lohns betrogen werden, andereseits unternimmt er nichts, um Arbeitnehmer_innenrechte systematisch zu schützen.

Zum Video: https://labournet.us13.list-manage.com/track/click?u=aad840f755c59eb83507caa26&id=e16628589f&e=e025a64fe1
--- Ende Zitat ---
https://de.labournet.tv/wombats-enteignen

Das ist ja eine wirklich erfreuliche Entwicklung, wenn bei Arbeitskämpfen die Enteignung des Unternehmens und die Weiterführung durch die Belegschaft gefordert wird!

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