Autor Thema: Klimakatastrophe  (Gelesen 38086 mal)

Troll

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Re: Klimakatastrophe
« Antwort #615 am: 09:00:46 So. 31.Oktober 2021 »
"Verfettet" fand ich etwas daneben, aber kann den Überdruß nachvollziehen wenn seit vielen Jahren gesammelte Erkenntnisse endlos durchgekaut werden, es ist ja nichts neues, es wird von den Industriestaaten weiterhin hartnäckig ignoriert, no future.
Politik ist der Spielraum, den die Wirtschaft ihr lässt.
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Es ist kein Zeichen geistiger Gesundheit, gut angepasst an eine kranke Gesellschaft zu sein.
Jiddu Krishnamurti

Nikita

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Re: Klimakatastrophe
« Antwort #616 am: 12:28:39 So. 31.Oktober 2021 »
Der G20-Klimagipfel kann nächstes Mal Homeoffice machen. Mehr können die kinderlosen Machtpolitiker dort zur Verhinderung des Klimawandels nicht beitragen.

"Gestrichene Textpassagen, aufgeweichte Ziele: Ein Entwurf der G20-Abschlusserklärung zeigt, dass sich die Staaten offenbar nicht auf konkrete Klimamaßnahmen verständigen können. Sogar die Einigung auf "sofortiges Handeln" wurde gestrichen."

https://www.tagesschau.de/ausland/europa/g-zwanzig-klimaschutz-101.html

BGS

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Re: Klimakatastrophe
« Antwort #617 am: 20:29:42 Sa. 06.November 2021 »
Die meisten Menschen wollen nun scheinbar immer mehr "Privatisierung".

Klimaschutz soll stattfinden durch noch höhere Preise und den "Markt".

Dafür läuft inzwischen eine jahrzehntelange Indoktrinierung, vom Kindergarten an wurde dies in die Köpfe gehämmert.
 
In Skandinavien beginnt übrigens der "Kindergarten" ab 1 Jahr, da beide Eltern Lohnarbeit nachgehen müssen - um zu überleben in diesen teuren Regionen.

MfG

BGS
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https://forum.chefduzen.de/index.php/topic,21713.1020.html#lastPost
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Re: Klimakatastrophe
« Antwort #618 am: 22:05:30 Mo. 15.November 2021 »
Zitat
11.11.2021 09:17 Uhr
Von     Martin Holland

Das globale Klima war in den vergangenen 24.000 Jahren zu keiner Zeit so warm wie heute, der aktuelle Anstieg ist tatsächlich in dem gesamten Zeitraum beispiellos. Das ist das Ergebnis einer neuen Analyse, die das berühmte Hockeyschläger-Diagramm deutlich in die Vergangenheit ausdehnt. Während die Geowissenschaftler:innen dabei aber vor allem bestehende Annahmen bestätigen, kommen sie dank einer Einbeziehung geografischer Unterschiede zu dem Ergebnis, dass es eine teilweise angenommene leichte Abkühlung in den vergangenen Jahrtausenden nicht gegeben hat. Stattdessen habe es seit fast 10.000 einen stetigen Erwärmungstrend gegeben. Die jüngste Beschleunigung ist aber ungleich massiver.
... .

Quelle: https://www.heise.de/news/Klimawandel-beispiellos-Globale-Temperaturkurve-fuer-24-000-Jahre-erstellt-6264178.html

MfG

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Kuddel

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Re: Klimakatastrophe
« Antwort #619 am: 19:47:30 Fr. 26.November 2021 »
Klimaaktivisten in ganz Europa blockieren die Amazon-Fulfillment-Zentren in Solidarität mit den Arbeitern, die weltweit gegen das Unternehmen streiken.







Großartig! Von soetwas habe ich immer geträumt: Arbeitskämpfe und Kämpfe für die Umwelt Hand in Hand.

So soll es sein!

Kuddel

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Re: Klimakatastrophe
« Antwort #620 am: 10:23:54 So. 28.November 2021 »
Auch in Schottland: Arbeitskampf und Umweltschutz ein Kampf


Zitat
Unite the Union-Mitglieder aus dem Gastgewerbe und Aktivisten gegen den Klimawandel setzen sich gemeinsam für faire Bedingungen in Hotels ein


https://www.iuf.org/news/glasgow-scotland-unite-the-unions-hospitality-members-and-climate-change-activists-join-forces-for-fair-conditions-in-hotels/

counselor

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Re: Klimakatastrophe
« Antwort #621 am: 04:29:36 Di. 04.Januar 2022 »
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

counselor

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Re: Klimakatastrophe
« Antwort #622 am: 02:23:57 So. 09.Januar 2022 »
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

dagobert

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Re: Klimakatastrophe
« Antwort #623 am: 11:34:09 Do. 20.Januar 2022 »
Zitat
Konkret geht Habeck deshalb davon aus, dass bis 2030 die installierte Leistung der Windkraft verdoppelt und die der Photovoltaik verdreifacht werden muss. Neben dem Mangel an Fachkräften ist für den Ausbau der Windenergie insbesondere die Suche nach Flächen ein Problem. Denn geeignete Flächen sind in vielen Bundesländern aufgrund von Mindestabständen nicht nutzbar. Aktuell sind nur ca. 0,5 Prozent der Fläche wegen solcher Abstandregelungen nutzbar. Die Ampel-Regierung möchte allerdings zwei Prozent der Fläche für die Windkraft freigeben.

Bayrisches Gesetz blockiert Ausbau

Besonders restriktive Abstandsregeln gibt es in Bayern: Während im Rest von Deutschland der Mindestabstand von Windrädern zu Siedlungen bei maximal 1.000 Metern liegen darf, muss der Abstand hier mindestens das 10-fache der Höhe des Windrads betragen. Der ehemalige Ministerpräsident Horst Seehofer hatte sich erfolgreich dafür eingesetzt, für Bayern eine Ausnahme ins Baugesetzbuch aufzunehmen.

Bei einer modernen Windkraftanlage bedeutet das einen Mindestabstand von etwa zwei Kilometern. Damit ist der Mindestabstand eines kleinen Windrads zur nächsten Siedlung etwa 14-Mal so groß wie der Abstand des AKWs Isar 2 zur nächsten Siedlung.

Aufgrund dieser Regelung fällt ein Großteil der für Windkraft nutzbaren Standorte in Bayern weg. Die Folge: Der Windkraftausbau kam in den letzten Jahren fast vollständig zum Erliegen. Nur die Stadtstaaten, Saarland und Sachsen haben in den letzten Jahren noch weniger ausgebaut als Bayern – das allerdings bei beträchtlich weniger Landesfläche.
ganzer Artikel:
http://www.umweltinstitut.org/aktuelle-meldungen/meldungen/2022/klima/deutschlands-klimapolitik-braucht-bayerische-windraeder.html
"Ich glaube, daß man nichts vom Krieg mehr wüßte,
wenn wer ihn will, ihn auch am meisten spürt."
Udo Jürgens (Ich glaube, 1968)

Kuddel

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Re: Klimakatastrophe
« Antwort #624 am: 10:23:48 Fr. 18.Februar 2022 »
Zitat
„Die Klimaleugnung 2.0 lautet: Der Klimawandel liegt in der Verantwortung jedes einzelnen“
https://www.freitag.de/autoren/pep/interview-nichtstun-ist-teuer

Dieses Denken hat sich die junge Generation scheinbar komplett zueigen gemacht.
Dieses Starren auf den individuellem Konsum sehe ich bei den Mitgliedern der Klimabewegung und genauso bei jungen Linksradikalen. Es ist nicht auszuhalten!

Kuddel

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Re: Klimakatastrophe
« Antwort #625 am: 09:02:10 Di. 22.Februar 2022 »
Eine kritische Auseinandersetzung mit den Aktionen der Klimabewegung macht Sinn.

Zitat
Die Kritik an den Aktivist*innen von „Aufstand der letzten Generation“ setzt am vollkommen falschen Ende an. Gleiches gilt aber auch für die politischen Forderungen der Gruppe

Gerade diejenigen zum Ziel von Blockaden zu machen, die ohnehin schon öffentliche Verkehrsmittel nutzen und zermürbend lange Fahrten in Kauf nehmen, um zur Arbeit zu kommen – zum Beispiel, weil sie sich im grotesk überteuerten London keine Wohnung leisten können – stieß zu Recht auf breites Unverständnis und Empörung.

Nun wird den Aktivist*innen der Gruppe „Aufstand der letzten Generation“, die seit Wochen Autobahnen und Straßen in Deutschland besetzen, um auf Lebensmittelverschwendung aufmerksam zu machen, Ähnliches vorgeworfen: „Im Endeffekt gehen linke Aktivisten gegen Arbeiter vor“, zitierte etwa die Welt ausgerechnet einen im Stau stehenden Hausverwalter, der darüber schäumte, „Hassobjekt der Linken“ zu sein. Aber auch Bundesumweltminister Cem Özdemir (Grüne) ließ verlauten, man bekäme „sicher keine gesellschaftlichen Mehrheiten, wenn man Krankenwägen, Polizei oder Erzieherinnen auf dem Weg zur Arbeit blockiert“.

Natürlich kann man den „Aufstand der letzten Generation“ kritisieren. Zum Beispiel für die Forderung nach einem Essenrettungsgesetz, die mit den Blockaden verknüpft ist. Dieses soll, dem Beispiel Frankreichs folgend, Supermärkte dazu verpflichten, Lebensmittel an soziale Einrichtungen wie „Die Tafel“ zu spenden, anstatt sie wegzuwerfen. Aber diese Art der Verwertung setzt am Ende einer langen Kette der Zerstörung an und erhält das System, das Arme dazu zwingt, sich von Almosen ernähren zu müssen, weil sie es sich nicht leisten können, Essen zu kaufen.
https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/ziviler-ungehorsam-stillstand-ist-alles-andere-als-bequem

Die herrschende Kritik an Aktionen der Umweltbewegung ist eine plumpe Diffamierung der Bewegung.
Eine solidarische Kritik an den Aktionen ist aber notwendig. Ein besserer Kampf ist möglich. Es ist anzustreben, daß nicht die Umweltschützer allein für den Schutz des Planeten kämpfen, sondern es zusammen mit großen Teilen der Bevölkerung tun. Gerade die arbeitenden Menschen einzubeziehen in diese Auseinandersetzung wäre ein Quantensprung im Kampf.

https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/hand-in-hand

https://www.nd-aktuell.de/artikel/1156617.arbeiterkampf-bei-bosch-ich-hoffe-dass-wir-ein-vorbild-sind.html

Kuddel

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Re: Klimakatastrophe
« Antwort #626 am: 09:55:44 Sa. 26.Februar 2022 »
Klimakampf und Klassenkampf:

Zitat
Als Arbeiter*innen sind wir nicht verantwortlich für die Krise, deren Preis wir zahlen. Allein hundert Unternehmen verantworten über 70 % der globalen Treibhausgasemissionen. Die Struktur dieser Emissionen spiegelt auch die sich verschärfenden sozialen und einkommensbezogenen Ungleichheiten wider: Die reichsten 10% der Weltbevölkerung sind für die Hälfte der globalen Emissionen verantwortlich. Die reichsten 1% emittieren 30-mal mehr als die ärmsten 50 % der Bevölkerung. Die Ausbeutung der Menschen und die Zerstörung des Planeten resultieren aus ein- und demselben Akkumulationsprozess von Macht und Kapital in den Händen einer kleinen Elite, die nur auf kurzfristige Profite blickt.

Erklärung der polnischen Gewerkschaft IP via Labournet:
https://www.labournet.de/?p=198225

Kuddel

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Re: Klimakatastrophe
« Antwort #627 am: 13:08:15 Mo. 11.April 2022 »
Zitat
Nur ein Systemwandel kann uns vor der Klimakatastrophe bewahren

Die Risiken des Klimawandels sind verheerender als gedacht, warnt der jüngste Bericht des Weltklimarats IPCC. Uns bleibt keine Zeit für kleine Schritte.
https://jacobin.de/artikel/systemwandel-klimakatastrophe-bewahren-ipcc-bericht-weltklimabericht-hitze-durre-emissionen-antikapitalismus/

dagobert

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Re: Klimakatastrophe
« Antwort #628 am: 15:28:24 Di. 12.April 2022 »
Zitat
Die Europäische Union zahlt der Biomasse-Industrie viel Geld, um Holz zur Energiegewinnung zu verbrennen. Aber ihnen wurde gesagt, dass die Industrie Rest- oder Totholz verwendet - also abgestorbene Bäume oder Rinde, Sägemehl und Holzreste. Nicht lebende Bäume.
https://www.wemove.eu/de/neuer-bericht-zukunft-flammen-wie-die-eu-im-namen-der-erneuerbaren-energie-bäume-verbrennt
"Ich glaube, daß man nichts vom Krieg mehr wüßte,
wenn wer ihn will, ihn auch am meisten spürt."
Udo Jürgens (Ich glaube, 1968)

counselor

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Re: Klimakatastrophe
« Antwort #629 am: 21:00:23 Sa. 23.April 2022 »
Zitat
BERICHT DES WELTKLIMARATES (IPCC) - Weltklimarat schlägt Alarm und zieht zugleich unzureichende und falsche Konsequenzen

Am 4. April veröffentlichte der Weltklimarat den dritten Teilbericht im Rahmen seines sechsten Sachstandsberichtes. Diese Sachstandsberichte erscheinen in größeren Abständen und enthalten immer eine „technische Zusammenfassung“ und eine davon getrennte „Zusammemfassung für politische Entscheidungsträger“.

Quelle: https://www.rf-news.de/2022/kw14/aufruf-zur-revolution-oder-orientierung-auf-scheinloesungen
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