Autor Thema: Digitalisierung  (Gelesen 5595 mal)

Kuddel

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Re:Digitalisierung
« Antwort #30 am: 09:35:17 Fr. 19.Oktober 2018 »
Zitat
Digitalisierung:
Begriffe besetzen, Fakten schaffen. Wie Unternehmen neue Technik in ihrem Sinne einsetzen


Begriffe wie „Agilität“, „Experimentierräume“ oder „digitale Labore“ werden von Unternehmensvertretern immer häufiger als „Sachzwang“-Vorwände genannt, um die Art des Einsatzes neuer Technik zu begründen. Agilität klingt nach Flexibilität – und scheint aus Sicht der Beschäftigten auf den ersten Blick keine Veränderung zum heutigen Stand zu sein. Es geht aber um mehr: Ziel ist eine grundlegende Umgestaltung der Arbeitsabläufe. (…) Ein enormer Aufwand wird betrieben, um die Digitalisierung im Sinne der Unternehmen voranzubringen. Unternehmensvertreter warten nicht auf Gesetzesänderungen – sondern setzen Veränderungen der Arbeitsbedingungen durch. (…) Übereifrige Beschäftigte oder unter Druck gesetzte Projektmitglieder verschicken Mails, Zwischenergebnisse und Arbeitsaufträge am Wochenende oder im Urlaub. Führungskräfte drängen auf eine Erreichbarkeit rund-um-die-Uhr. Diese bewusst erzeugten Verstösse gegen das Arbeitszeitgesetz werden dann als „Sachzwangargumente“ gegen Arbeitsschutzbestimmungen genutzt...
http://www.labournet.de/?p=138764

BGS

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Re:Digitalisierung
« Antwort #31 am: 23:48:09 Fr. 19.Oktober 2018 »
"Erreichbarkeit rund-um-die-Uhr" wurde in Kiel schon immer von skrupellosen  "Arbeitgebern" verlangt, hat nix mit Digitalisierung zu tun.

MfG

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Troll

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Re:Digitalisierung
« Antwort #32 am: 09:52:04 Sa. 20.Oktober 2018 »
Die Digitalisierung passiert in einer Zeit des Deregulierungswahns, keine oder kaum Schutzplanken für die Nutzer, Freiheit als Aushängeschild für alle Schweinereien.
Neue Erfindungen werden erst mal auf militärische Verwertbarkeit geprüft und ähnlich negativ geht es bei der Digitalisierung zu, wie lässt sich möglichst viel Geld damit verdienen, das hat ja auch schon ganz absurde Formen angenommen
Politik ist der Spielraum, den die Wirtschaft ihr lässt.
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Kuddel

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Re:Digitalisierung
« Antwort #33 am: 10:32:29 Sa. 20.Oktober 2018 »
Zitat
Erreichbarkeit rund-um-die-Uhr
Krankenhausbeschäftigte haben sich damals einfach einen Anrufbeantworter zugelegt, um nicht ranzugehen, wenn die Klinik wollte, daß man nochmal ganz spontan auf Station einspringt.

BGS

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Re:Digitalisierung
« Antwort #34 am: 16:16:20 Sa. 20.Oktober 2018 »
"Erreichbarkeit rund-um-die-Uhr" wurde entgegen der Arbeitsvertäge in internationalen Speditionen und Reedereien verlangt und erwartet, unbezahlt. , Dies wird sich kaum geändert haben.

MfG

BGS
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counselor

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Re:Digitalisierung
« Antwort #35 am: 11:40:30 So. 18.November 2018 »
Zitat
BigBrother Award 2018 für Smart City - Überwachungsstruktur mit 5G- und WLAN-Technologie

Im Koalitionsvertrag der Bundesregierung wird festgelegt, dass alle Städte zu Smart Citys werden sollen. Städte werden von Orten der kommunalen Demokratie zu Orten der Überwachung umgebaut, unter Umgehung der Stadt­par­la­mente, die diesen angeblichen Fortschritt meist nicht durch­schauen. Die Überwachungsstruktur wird mit der 5 G- und WLAN- Technologie derzeit aufgebaut.

Quelle: https://www.diagnose-funk.org/publikationen/artikel/detail&newsid=1280
Alles ist in Bewegung. Nichts war schon immer da und nichts wird immer so bleiben!

dejavu

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Re:Digitalisierung
« Antwort #36 am: 23:49:20 So. 18.November 2018 »
Das ist ja noch nix.
Zitat
"Augen" sind auffälliger als "Ohren", deswegen soll es also weniger aufdringlich sein, wenn man nur abgehört wird: "Wir versuchen, eine Gebäude zu schaffen, das den Menschen im Inneren 'zuhört'", sagt der Elektrotechniker und Informatiker Ming-Chun Huang: "Wir verwenden Prinzipien, die denen des menschlichen Ohrs gleichen. Es werden Vibrationen erfasst und unsere Algorithmen entziffern sie, um die spezifischen Bewegungen festzustellen."

Huang ist zuständig für die biometrische Identifizierung des Gangs und der Bewegungsverfolgung, sein Kollege Soumyajit Mandal konzentriert sich auf die Erfassung der Vibrationen und die durch die Präsenz von Menschen und Katzen verursachten Veränderungen des elektrischen Feldes. Normalerweise gebe es ein 60-Hz-Feld um Menschen, sagt er. Weil deren Körper Strom leitet, unterbrechen sie das elektrische Feld ein wenig: "Durch das Messen der Störung können wir deren Präsenz oder sogar ihr Atmen erkennen, selbst wenn mit dem Geräusch keine Vibrationen einhergehen." Die seismischen Sensoren des "Internet der Ohren" können die Schritte, die Gehrichtung und die Position eines Menschen erkennen und verfolgen.

Von hier: https://www.heise.de/tp/features/Netter-Vorschlag-Internet-der-Ohren-4224048.html

Zum Oben: in D gibt es wohl auch eher ein 50 Hz Feld...

Ich hab selbst mit einem einzigen im Raum platzierten Mikrofon eher billiger Bauart recht interessante Erfahrungen gemacht. Im "sozialen Wohnungsbau"  sind Decken und Fussboden oft aus Stahlbeton. Es ist möglich anhand der unterschiedlichen Eigenfrequenzen der Fussböden in den Verschiedenen Räumen  zu lokalisieren wo jemand geht. Die Schrittfrequenz und die Amplituden können zur Auswertung ebenfalls herangezogen werden. So kann man eventuell auch darauf schließen wer geht.
Wie gesagt: mit einem einzigen Mikrofon.
Leiharbeit und Werkvertragsmißbrauch verbieten! Weg mit dem Dreck!

Kuddel

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Re: Digitalisierung
« Antwort #37 am: 13:05:41 Mi. 22.Mai 2019 »
Hinter dem Kampfbegriff "Digitalisierung" steckt ein massiver Angriff auf Arbeitsverhältnisse und Arbeiterrechte.

Deregulierung total.

Von Troll auf den Punkt gebracht:
Zitat
Freiheit als Aushängeschild für alle Schweinereien

Zitat
Globaler Arbeitsmarkt
Wenn der Job über Nacht verschwinden kann


Die Autoindustrie vergibt unzählige Mini-Aufträge an Crowdworker, um künstliche Intelligenz zu trainieren. Die Arbeit ist unsicher und bringt kaum Ertrag. Doch in Venezuela sind plötzlich Menschen davon abhängig, zeigt eine Studie.

Luis arbeitet jede Nacht so lange er kann, und er arbeitet gründlich. Wer im krisengeschüttelten Venezuela einen Job hat, mit dem er über die Runden kommt, tut viel, um ihn zu behalten. Und der 19-Jährige aus Puerto la Cruz hat einen besonders wichtigen Job: "Man muss sehr vorsichtig sein, es geht um Menschenleben", sagt er. Luis trainiert künstliche Intelligenz (KI) für Autos, die von alleine fahren sollen. Er bringt der Software bei, Bäume, Hunde und Menschen zu erkennen. Sie muss das können. Sonst wüsste das autonom fahrende Auto nicht, wie es eine Kollision vermeiden soll.

Für das Training beschriftet Luis Bilder. Pixel für Pixel. Ist das noch der Mensch? Oder schon der Gartenzaun? Millionen Bilder müssen analysiert werden, Menschen auf der ganzen Welt helfen mit. Aber besonders viele dieser Clickworker kommen neuerdings aus Venezuela. Das zeigt eine Studie der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung.

Von der Jeans weiß man ja, dass sich für fast jede Arbeit in der globalisierten Wirtschaft einer findet, der sie noch billiger macht. Die Jeans reist um die Welt, um gesponnen, weichgemacht, genäht, genietet und verkauft zu werden, mal hierhin, mal dorthin. Beim KI-Training wird das Prinzip perfektioniert. Es gibt keine teuren Investitionen, keine Transportkosten; die Arbeit kann blitzschnell neu verteilt werden, wenn Clickworker in einem anderen Land sie für weniger Geld erledigen. "An jedem Bild arbeiten Dutzende von Leuten im Wechsel mit Algorithmen", sagt Florian Schmidt, Professor für Designkonzeption und Medientheorie an der HTW Dresden. "Sie sollen klären: Ist das hier ein Hund? Siehst du noch einen Hund? Ziehe eine exakte Linie um den Hund." Schmidt ist der Autor der Studie.

Organisiert wird das KI-Training über Crowdworking-Plattformen im Internet, bei denen sich jeder anmelden und seine Arbeitsleistung anbieten kann. Die Plattformen sorgen dafür, dass stets mehrere Menschen an einem KI-Projekt arbeiten und sich gegenseitig kontrollieren; zusätzlich überprüft der Algorithmus deren Angaben. Wer welche Plattform nutzt, halten die Autohersteller geheim. Deshalb muss sich auch keiner der Konzerne mit dem Dilemma auseinandersetzen, das Florian Schmidt aufgedeckt hat. Er hat die Zugriffe auf den Plattformen analysiert und festgestellt, dass derzeit die meisten aus Venezuela kommen.

Nach dem Aufwachen kann die Arbeit weg sein


Das Dilemma zeigt sich am Beispiel von Luis. Eigentlich ist er Elektroingenieurstudent, aber das Studium musste er abbrechen, weil die Hyperinflation sein Geld aufgefressen hat. Doch selbst Hochqualifizierte finden kaum noch Jobs in Venezuela. Die Plattformen sind da wie ein Rettungsring. Sie zahlen wenig, aber sie zahlen in Dollar. Deshalb verdingt sich Luis bis tief in die Nacht als Clickworker, und es läuft gut für ihn. Vergangene Woche hat er 50 Dollar verdient, aber er sagt: "Als Mensch ist es nicht mein Ziel, zwölf Stunden plus am Tag vor dem Computer zu sitzen und Umrisse um Objekte zu ziehen."

Zudem ist es ein unsicherer Job. An manchen Tagen brauchen die Konzerne viele neue Daten, an anderen gibt es keine Aufträge. Luis weiß nie, ob er noch der beste Arbeiter ist. Und stets muss er damit rechnen, dass die Aufträge in ein anderes Land wandern, dessen Clickworker noch billiger sind.
https://www.sueddeutsche.de/karriere/crowdwork-clickworker-autoindustrie-1.4448042

CROWDPRODUKTION VON TRAININGSDATEN
Zur Rolle von Online-Arbeit beim Trainieren autonomer Fahrzeuge

https://www.boeckler.de/pdf_fof/100850.pdf

Kuddel

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Re: Digitalisierung
« Antwort #38 am: 10:36:52 Mi. 14.August 2019 »
Die Eindordung dieser Meldung fiel mir schwer.
Man hätte sie auch in die Rubrik "Osteuropa" oder "Schulen und Hochschulen" stellen können.

Zitat
Prüfungsbetrug
Zehn Euro pro Seite, produziert in Osteuropa

Das Geschäft mit dem Ghostwriting wird global: Studierende lassen ihre Hausarbeiten inzwischen in der Ukraine schreiben - oft sogar auf Deutsch.


Eugenia Kelesh, 27, war gerade zurück aus dem Au-pair-Jahr in Fürstenfeldbruck, als sie das Angebot auf einem ukrainischen Jobportal entdeckte: Ghostwriter gesucht, möglichst auf Deutsch. "Der Job war perfekt für mich", sagt sie. So konnte sie ihre Sprachkenntnisse frisch halten. Und gutes Geld verdienen, für ukrainische Verhältnisse. Eine Arbeit über den Zusammenhang von Persönlichkeit und Gesundheit etwa, sechs Seiten plus Literaturverzeichnis, brachte ihr 86 Euro. Wie vielen Studenten im fernen Deutschland sie von ihrem Schreibtisch in Uschhorod aus das Studium gerettet hat, kann sie gar nicht sagen. An die 20 Arbeiten habe sie bestimmt geschrieben.

Die Globalisierung erfasst inzwischen den akademischen Betrug. In Karrierenetzwerken wie Linked-In geben reihenweise Ukrainer an, als "wissenschaftliche Autoren" oder "Essay Writer" für eine dubiose Firma zu arbeiten, die sich einen Namen gegeben hat, der wohl bewusst die Anlehnung an die seriöse Deutsche Forschungsgemeinschaft sucht, eine staatlich finanzierte Wissenschaftsförderanstalt.

Die Ukraine bietet sich als Outsourcing-Ziel besonders an: Deutsch ist als Fremdsprache verbreitet, das Lohnniveau niedrig.(...)
https://www.sueddeutsche.de/bildung/ghostwriting-ukraine-hausarbeiten-1.4560043

Die Möglichkeiten der Digitalisierung beschleunigen die globale Arbeitsteilung enorm. Bildschirmarbeitsplätze sind ja nicht standortgebunden. Einige jüngere Leute malochen auf ihren Fernreisen am Laptop, andere gehen einfach in ein asiatisches Land, weil das Leben dort viel cooler und billiger erscheint und hangeln sich mit Onlinearbeit irgendwie durch.

In der Wirtschaft fällt mir das massive Outsourcing von Callcenterarbeit nach Osteuropa auf.

Troll

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Re: Digitalisierung
« Antwort #39 am: 11:27:04 Mi. 14.August 2019 »
Boeing’s 737 Max Software Outsourced to $9-an-Hour Engineers

Von den ganz großen lernen heißt siegen abstürzen sparen lernen auf kosten des Kollateralen.
Ursprünglich über Fefes Blog wo er noch meint "Klar kann man auch weniger zahlen. Wird dann halt Scheiße.", aber mehr Geld in das schwarze neoliberale Loch schmeißen bringt es letztlich auch nicht mehr.
Politik ist der Spielraum, den die Wirtschaft ihr lässt.
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Re: Digitalisierung
« Antwort #40 am: 21:24:46 Mi. 02.Oktober 2019 »
Zitat
Vom Internet profitieren bei weitem nicht alle gleich: Der Globale Süden wird vor allem von amerikanischen und chinesischen Digitalplattformen ausgebeutet. Um diese Dynamik abzuwehren, sollten betroffene Weltregionen auch Zölle erheben oder die eigene Wirtschaft bevorzugen können, fordern Experten.
https://netzpolitik.org/2019/wie-sich-der-globale-sueden-vor-digitaler-ausbeutung-schuetzen-kann/

ManOfConstantSorrow

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Re: Digitalisierung
« Antwort #41 am: 19:12:28 Do. 14.November 2019 »
Weitere Gesichtspunkte der "Digitalisierung":

Zitat
Automatisierte Armut:
Eine Guardian-Reihe zur Digitalisierung der Sozialsysteme


(...)Noch bestimmt ein Mensch mit gewissem Ermessensspielraum, ob eine Kürzung des Arbeitslosengelds II gerechtfertigt oder sinnvoll ist. Bald könnten auch Algorithmen – auf Grundlage gesammelter Daten – diese Aufgabe übernehmen.

Welche Konsequenzen daraus bereits in anderen Ländern erwachsen, offenbart die Artikelreihe »Automating poverty« des britischen Guardian. Ein UN-Report warnt eindringlich vor »Menschenrechts-freien Zonen«, in denen Technologiefirmen über das Schicksal armer Menschen entscheiden. In Australien führte die Einführung der Automatisierung zu einer Millionen zusätzlichen Auszahlungssperren bei der Sozialhilfe, unter anderem, weil Betroffene einen Telefonanruf (etwa auf Grund einer Depression) verpasst haben. Im Vereinigten Königreich stößt das »digital by default«-Paradigma gerade jene Menschen tiefer in die Armut, die mit digitaler Technologie ohnehin überfordert sind. In Indien führte der Fehler in einer biometrischen Datenbank schon zu einem Todesfall, weil der für seine Nahrungsrationen notwendige Fingerabdruck eines Mannes nicht erkannt wurde. Allen Fällen ist gemeinsam, dass Verantwortung nicht mehr klar zugeordnet werden kann.(...)
https://makronom.de/automatisierte-armut-schmutzige-g20-gaia-x-2-34093
Arbeitsscheu und chronisch schlecht gelaunt!